Wenn die Mondblumen blühen

von Jetta Carleton 
4,1 Sterne bei60 Bewertungen
Wenn die Mondblumen blühen
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DieBertas avatar

Wunderbar - so schööön - unbedingt lesen

Schokolatinas avatar

schön, mitfühlend, Lebensgeschichten des ländlichen Amerika in den 1890er bis 1950er Jahren.

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Inhaltsangabe zu "Wenn die Mondblumen blühen"

Der 'Spiegel'-Bestseller Nr. 1 aus dem Jahr 1964 – wiederentdeckt!
Ein Sommer in den 50er-Jahren: Wie in jedem Jahr kehren die längst erwachsenen Töchter von Matthew und Callie Soames für zwei Wochen zurück auf die Farm ihrer Eltern in Missouri – eine schmerzhaft schöne Reise zurück in die Kindheit.Die Geschichte beginnt mit den jungen Eheleuten Matthew und Callie, die mit nichts als einem Maultier, einem Federbett und einem Teekessel einen Hausstand gründen und vier Töchter bekommen, und entwickelt sich zu einem vielschichtigen Drama über Geheimnisse, die die Familienmitglieder voneinander trennen, und Erfahrungen, die sie für immer verbinden: Mathy, die Rebellin, die mit einem jungen Piloten durchbrennt, Leonie, die pflichtbewusste Tochter, die das Glück an sich vorbeiziehen zu lassen scheint, Jessica, die das College sausen lässt und den falschen Mann heiratet, Matthew, der Vater, der sich erst als Lehrer und später als Schuldirektor von Abiturientinnen in Versuchung geführt sieht, und die Mutter Callie, die die Familie zusammenhält und einen Moment erlebt, den sie sich nie verzeiht.Wenn die Mondblumen blühen ist die Geschichte einer Familie, die gemeinsam älter wird, über Kinder, die das Haus verlassen und wieder zurückkommen, über Mut, Eitelkeit, Verzicht und neue Chancen und das Gefühl, zueinander zu gehören, was auch immer geschieht.Die Sinnlichkeit, der Humor und die Wahrhaftigkeit, mit der die Jahre auf der Farm, die Sommer auf den Feldern, in den Obstgärten und am Fluss beschworen werden, haben dem Roman einen festen Platz im Herzen der Leser verschafft und die Kritiker begeistert: 'Der Duft von Wenn die Mondblumen blühen ist dem von Wer die Nachtigall stört sehr ähnlich: Es ist dasselbe stille Gefühl von Nostalgie, von einer mit blauem Gras und wilden Rosen gewürzten Brise. Ein wunderbares Buch.' Denver Post

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462040968
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:17.04.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Jacynthes avatar
    Jacynthevor 2 Jahren
    "Wenn die Mondblumen blühen" von Jetta Carleton

    Inhalt


    Missouri in den 50er-Jahren: Wie in jedem Sommer kehren die längst erwachsenen Töchter von Matthew und Callie Soames zurück auf die kleine Farm ihrer Eltern. Eine schmerzhaft schöne Reise zurück in die Kindheit beginnt. Jetta Carleton erzählt von einer Familie, die gemeinsam älter wird, von Kindern, die das Haus verlassen und wieder zurückkommen, von dem Gefühl, zueinander zu gehören, was auch immer geschieht. ( Quelle)

    Meine Meinung


    Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich dieses Buch liebe und wie froh ich bin, dass mich meine Erinnerungen daran nicht getäuscht haben. Es ist tatsächlich noch immer so wunderschön wie damals, als ich es vor Jahren zum ersten Mal las, und versetzte mich in genau die Stimmung, die ich mir erhoffte. Dennoch stehe ich vor einem Problem: dass ich nicht mit Worten ausdrücken kann, wie wundervoll ich diesen Roman finde.

    Das Buch ist im Großen und Ganzen leise und sehr emotional. Es passiert an sich nichts wirklich Außergewöhnliches, zumindest nicht verglichen mit den Geschehnissen in der großen weiten Welt. Stattdessen begleitet man eine amerikanische Familie durch die 1920er, 30er und 40er Jahre, erlebt die Höhen und Tiefen des familiären Zusammenlebens, begleitet die Töchter auf ihrem Weg, erwachsen zu werden, der nicht immer einfach ist. Es geht um den stillen Kampf um die Anerkennung der Eltern, um das Hin- und Hergerissensein zwischen Pflicht und dem Drang nach Freiheit und um die erste große Liebe. Doch auch das Leben und die Gefühlswelt der Eltern werden geschildert, die guten und auch die schlechten Zeiten, die sie miteinander meistern, obwohl sie sich oft genug nahe am Abgrund befinden. Ehebruch, der Wunsch nach mehr und das Leid über den Verlust eines Kindes, diese Thematiken hat Carleton eingeflochten, ohne den Roman damit zu sehr zu beschweren.

    Das Buch beginnt in der Gegenwart, als die erwachsenen Töchter zu Besuch auf die elterliche Farm kommen. Erzählt wird aus Sicht des Nesthäkchens Mary Joe und erste Hinweise und Verknüpfungen zum Folgenden werden gegeben. Schließlich springt das Buch in die Vergangenheit, wobei man weiterhin das angenehme Gefühl hat, dass Mary Joe erzählt, obwohl sie während eines Großteils des Romans noch gar nicht auf der Welt ist. Nacheinander werden in einzelnen Kapiteln die drei anderen Töchter Jessia, Mathy und Leonie, sowie die Eltern Matthew und Callie in den Fokus genommen. Nach und nach ergibt sich so ein umfassendes Familienportrait, das sich über mehrere Jahre erstreckt, und so tief blicken lässt, dass man denken könnte, selbst Teil der Familie zu sein.

    Jede Figur hat Carleton mit Charakter bedacht, mit Stärken und Schwächen, die sie wie jeder von uns stets versuchen im Gleichgewicht zu halten. Jede Figur ist einzigartigund es macht Spaß, sie nach und nach zu entdecken und kennenzulernen. Mathy war mir am sympathischsten, aber auch Callie mochte ich sehr. Sie habe ich mir immer ein wenig wie Francesca in Die Brücken am Fluss vorgestellt. Ihr Kapitel hat sich Carleton bis ganz zum Schluss aufgehoben - und das mit gutem Grund. Der Wow-Effekt ist beeindruckend und hallt noch immer in mir nach. Aber auch an andere Szenen kann ich mich sehr gut erinnern. In jedem findet sich ein kleiner Spannungsbogen, sodass das Buch alles andere als langatmig ist. Im Gegenteil - ich habe es geradezu verschlungen.

    Wie bereits gesagt ist der Roman sehr gefühlvoll und Carleton legte großen Wert auf das jeweilige Innenleben der Person. Dennoch ist das Buch nicht langweilig, denn jeder Charakter hat seine Eigenheiten, seine eigenen kleinen Geheimnisse und seine Laster, die das Buch spannend und unvorhersehbar machen. Dazu die Stimmungsvolle Umgebung, die ich so sehr liebe, das idyllische, aber nicht romantisierte Farmleben... Ich vergebe 5 von 5 Wolken. Hier kommt ihr außerdem zu meinem Bookish Moodboard, das ich zu diesem Roman erstellt habe. 

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    Pachi10s avatar
    Pachi10vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dahinplätschernde Familiengeschichte
    Dahinplätschernde Familiengeschichte

    Die Geschichte beginnt in den 1950er Jahren, gibt jedoch Ein- und Rückblicke von der Jahrhundertwende bis in die 1930er/1940er Jahre. Familie Soames: der Vater Lehrer und autoritär, die Mutter Hausfrau und relativ ungebildet und dann sind da noch die 4 Töchter Jessica, Leonie, Mathy und Mary Jo. Das Familienleben teilt sich zwischen Stadt und Farm auf. Obwohl die Töchter teilweise gegen die religiöse und autoritäre Erziehung rebellieren, kehren Sie auch als Erwachsene jeden Sommer immer auf die Farm zurück.

    Jedes Familienmitglied hat sein eigenes Kapitel und so nach und nach lernt man so manches Familiengeheimnis und die einzelnen Personen besser kennen ohne jedoch auf große Überraschungen zu treffen. Der Vater bleibt unsymphatisch und oft sind Teile der Geschichte trotz der einzelnen Personenkapitel trotzdem nur oberflächlich behandelt.

    Im Großen und Ganzen ist es eine nette Familiengeschichte, aus einer längst vergangenen Zeit, die jedoch keine großen Höhen und Tiefen hat und gemächlich dahin plätschert.

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    Zeilenlebens avatar
    Zeilenlebenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Berührend, humorvoll, tiefgreifend und authentisch. Eine Familiengeschichte mit Herz und Seele.
    Familienbande durch die Zeit

    Meine Meinung

    In "Wenn die Mondblumen blühen" von Jetta Carleton treffen wir auf die Familie Soames und begleiten diese Familie durch gute, stürmische und traurige Zeiten. Das Buch beginnt mit einem Besuch der drei erwachsenen Töchter auf den kleinen Hof der Eltern. Es ist Sommer und sehr heiß und am letzten Tag den die Tag in diesem Sommer zusammen verbringen wollen, haben sie etwas ganz besonderes geplant. Jedoch werden ihre Pläne immer wieder durcheinander geworfen und auch wenn sie sich tapfer dagegen wehren, müssen sie sich letztendlich dann doch ihren Schicksal fügen.

    Dieser Einstieg ist ein Sinnbild für den gesamten Roman. Denn nach diesen kurzen Blick in die Gegenwart, begleiten wir die Familie in Rückblenden durch die Vergangenheit. Wir lernen die Eltern Callie und Matthew kennen, als sie noch keine Eltern und auch kein Paar sind. Wir erleben die Geburt und die Kindheit der Töchter. Dabei sind die Charaktere wirklich liebevoll und tiefgründig ausgearbeitet, so dass sie tatsächlich echt und lebendig wirken. Matthew, das Familienoberhaupt ist ein tief von Selbstzweifeln und Verunsicherung geprägter Mensch. Irgendwann erreicht er mit Hilfe seiner Familie seinen größten Traum und wird Leherer. Dort fühlt er sich insbesondere von den jungen Mädchen angezogen, hardert immer wieder mit sich selbst und lässt sich auch das ein oder andere Mal auf eine ungute Verbindung ein. Seine Frau Callie spürt die Veränderung an ihrem Mann jedes Mal, wenn ein neues Mädchen in sein Leben tritt, steht aber immer an seiner Seite.

    Callie indessen hat ihr eigenes Päckchen zu tragen und auch ihre Töchter haben Geheimnisse, die sie vom Rest der Familie trennen. Trotz all der Geheimnisse, Wünsche, Wut und Traurigkeit eint diese Familie am Ende eines Tages mehr als sie trennt. Wir erfahren viel über Familienbande, über Liebe und Hingabe und auch über Verzicht. Dabei erschafft die Erzählweise dieses Buches eine ganz besondere Atmosphäre, die uns als Leser in der Welt der Familie Soames so richtig gefangen hält. Die Geschichten der Familie, die Anekdoten über die wirklich wichtigen Ereignisse in ihrem Leben, werden immer im Sommer erzählt. Dadurch wird eine einzigartige Stimmung eines Sommers geschaffen, der nie zu enden scheint. Es ist immer schwül-heiß, wir können die Blumen riechen und in der Küche wird immer Obst eingekocht. Die Sprache dieses Buch ist sehr bildreich, wirkt aber nicht kitschig oder zu gekünstelt und lässt sich flüssig lesen.

    Die Ereignisse wirbeln die Familie im Laufe ihres Lebens sehr durcheinander und es war immer wieder interessant zu lesen wie jeder Charakter unterschiedlich mit Schicksalschlägen umgeht. Dabei war die Geschichte der Familie Soames immer sehr glaubwürdig erzählt. Durch die ständigen Rückblenden, bekommt man einen guten Eindruck davon, dass auch immer eine große Zeitspanne zwischen wichtigen Ereignissen lag und somit wird die ganze Erzählung sehr glaubwürdig geschildert.

    Fazit

    Mich hat das Buch durch seine Atmosphäre und die einzelnen Charaktere in seinen Bann gezogen. Ich habe jede einzelne Seite von "Wenn die Mondblumen blühen" genossen. Erst im Rückblick auf das Buch ist mir eigentlich klar geworden, wie viel im Leben dieser Familie eigentlich geschehen ist. Dabei ist es bei diesem Buch wie im richtigen Leben. Die wirklich Dinge im Leben kann man erst in der Rückschau so richtig betrachten. Insgesamt gebe ich dem Buch viereinhalb Sterne. Mich hat es berührt, zum Lachen gebracht und sehr gut unterhalten!

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    Nachtfalter89s avatar
    Nachtfalter89vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine schöne Geschichte
    Wenn die Mondblumen blühen von Jetta Carleton

    Wenn die Mondblumen blühen von Jetta Carleton

    Nun am Anfang braucht man vielleicht etwas um in die Geschichte hinein zu kommen.
    Wir haben hier eine Familie mit fünf Familienmitgliedern.
    Und jedes Familienmitglied erzählt aus seiner Sicht und aus seinem Empfinden das gemeinsam Erlebte.
    Dabei kann es dem Leser passieren, dass er über die Erzählung einer Hauptperson eine andere für unsympathisch hält oder vorverurteilt.
    Dann aber, wenn diese Person ihre Geschichte erzählt, man plötzlich Verständnis oder Sympathie emfindet.
    Und eigentlich ist es wie im täglichen Leben. Jeder hat aus seiner Lebensgeschichte heraus eine andere Sichtweise und Einstellung auf die Dinge des Lebens.

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    Sabine17s avatar
    Sabine17vor 5 Jahren
    Wenn die Mondblumen blühen

    Zu Beginn des Buches lernen wir die Familie Soames kennen, die in den 50iger Jahren auf der Familienfarm in Missouri - wie jedes Jahr im Sommer - zu einem mehrwöchigen Familientreffen zusammenkommt. Es handelt sich um Matthew und Callie und ihre erwachsenen Töchter.
    Danach werden die einzelnen Familienmitglieder nacheinander in jeweils mehreren Kapiteln vorgestellt und deren persönliche Lebensgeschichte erzählt.

    Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, obwohl es schon so alt ist und in den 50iger Jahren spielt. Es stand 1964 auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und das zu recht.

    Unspektakulär, aber sehr liebevoll, erfährt der Leser bei der Reise in die Vergangenheit wie die Eltern sich kennenlernten und peu a peu die Töchter geboren wurden. Man erlebt wie die Töchter das Haus verlassen und teilweise wieder zurückkehren und wie die Familie mit Schicksalsschlägen umzugehen lernt.

    Das Faszinierende an dem Buch ist meiner Meinung nach, dass niemand in der Familie perfekt ist, sondern jeder seine Macken und Geheimnisse hat.
    Aber immer wieder besinnen sich die Soames auf ihre Familie und in den gemeinsamen Wochen im Sommer spürt man so viel von der Liebe und Zusammengehörigkeit, dass einem ganz warm ums Herz wird. Beispielhaft ist die Szene, die dem Buch seinen Namen verlieh: wenn abends der Schatten die Knospen der Mondblumen erreicht, erblühen sie wunderschön und sind am anderen Tag verblüht. Aufgeregt versammelt sich daher die Familie abends vor den Blüten, um gemeinsam dieses Ereignis zu erleben und es wird ein richtiges Familienevent, das keiner verpassen möchte.

    Leider kann ich gar nicht richtig in Worte fassen, wie spannend und berührend dieses Buch ist. Ein Favorit 2011!

    Fazit: Unbedingt lesen und abtauchen in vergangene Zeiten und ganz viel Gefühl in sich aufnehmen.

     

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    Saphir610s avatar
    Saphir610vor 5 Jahren
    Ein ganz "normales" Familienleben

    Mitte der fünfziger Jahre auf einer kleinen Farm in Missouri. Die erwachsenen Töchter der Familie Soames treffen sich wie jeden Sommer bei ihren Eltern, für eine kurze Zeit zurück in die Vergangenheit. Die vielleicht deshalb so schön ist, weil es für jeden dann wieder zurück in sein Leben geht. Es sind Tage voller warmer Sommerluft, baden im nahe gelegenen Bach, Ernsten von süßen Sommerfrüchten und der damit verbundenen Arbeiten.
    In den darauffolgenden Kapiteln wird jeweils aus der Sich eines Familienmitgliedes geschrieben. So baut sich für den Leser nach und nach ein weit gefächertes Bild über die Familie Soames auf. Es ist zwar eine Familie, doch viele verschiedene Persönlichkeiten und Sichtweisen und Leben.
    Wobei die Gedanken von Callie am Ende des Romans einfach aber tiefgreifend sind. Da kommt man schon ans Nachdenken und ist vielleicht auch erfüllt von Dankbarkeit.
    Dieser Roman sticht heraus, die Geschichte der Soames ist schlicht erzählt, es wird keine Partei für irgendwen ergriffen, nur geschildert. Das macht den Reiz aus und stellt das Leben zu der Zeit dar, mit den Veränderungen, die auch durch eine jüngere Generation entstehen.
    Ein Buch der eher leisen Töne, nah an einem sogenannten normalen Leben einer Familie, das berührt.

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    Residenz_Buchhandlungvor 6 Jahren
    Rezension zu "Wenn die Mondblumen blühen" von Jetta Carleton

    „Wenn die Mondblumen blühen“ ist einer der bezauberndsten Familienromane, die ich je entdecken durfte. Dieses Buch zu lesen war schlichtweg ein Vergnügen.
    Jeden Sommer besuchen die erwachsenen Töchter der Familie Soames ihre Eltern auf der Farm in Missouri: Jessica mit ihrem Talent, die falschen Männer zu heiraten, die stets pflichtbewusste Leonie und das Nesthäkchen Mary Jo, die im fernen New York beim Fernsehen arbeitet. Kaum sind sie auf der Farm angekommen, umfängt sie wieder der Zauber ihrer Kindheit. Sie verplaudern die langen heißen Nachmittage auf der Verandah und erinnern sich an frühere Zeiten. Ein perfektes Familienidyll, so will es scheinen. Und doch hat jedes Familienmitglied seine großen und kleinen Geheimnisse, seine Träume und Enttäuschungen.
    Nach dem Anfangskapitel, das uns diese heitere Familienidylle präsentiert, läßt die Autorin nun jedes der Familienmitglieder in einem eigenen Kapitel zu Wort kommen. Und nun erhält das Buch ein großes Maß an Tiefgang und Einfühlungsvermögen, ohne dadurch seinen Zauber einzubüßen. Und jede Person wuchs mir mit ihren Stärken und ihren Schwächen ans Herz, weil es Jetta Carleton gelingt, sie wirklich lebendig und dreidimensional zu gestalten.

    Jetta Carleton umspannt mit diesem großen Familienroman die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie erzählt voll warmherziger Nostalgie und durchwebt jeden Satz mit Stilsicherheit und Lebensweisheit. Deshalb wird dieser hinreißende Roman alle Leserinnen von „Wer die Nachtigall stört“ und „Die Bienenhüterin“ begeistern.

    Dieses Buch hat so viel Charme, es würde glatt einen Eisberg zum Schmelzen bringen. Für mich war es das schönste Leseerlebnis seit langer Zeit!

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    S
    Smettyvor 7 Jahren
    Rezension zu "Wenn die Mondblumen blühen" von Jetta Carleton

    War nett zu lesen und auch mal ein wenig was Anderes. So richtig vom Hocker gehauen hat es mich nicht, aber durchaus ein netter Zeitvertreib.

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    Eisnelkes avatar
    Eisnelkevor 7 Jahren
    Rezension zu "Wenn die Mondblumen blühen" von Jetta Carleton

    Missouri in den 50er- Jahren: Die Kinder der Familie Soames treffen sich wie jeden Sommer auf der Farm von Callie und Matthew um gemeinsam mit ihren Eltern die Zeit der blühenden Mondblumen zu verbringen.

    Jetta Carletons Roman beginnt mit einem Einblick in einen dieser unendlich heißen Sommer. Jessica, Leonie und Mary Jo – alle drei bereits erwachsen, kehren einmal jährlich zu ihren Eltern auf die Farm zurück und absolvieren so eine Reise zurück in ihre Kindheit.

    Fortlaufend lernen wir jeweils ein Familienmitglied der Soames in einem Kapitel näher kennen, und erfahren so auch, dass Callie und Matthew noch eine 4. Tochter hatten: Mathy. Die Autorin hat es geschafft jeder Figur einen extrem starken und unterschiedlichen Charakter zu verleihen. Es bereitet Freude nach und nach weitere Einzelheiten des jeweiligen Familienmitgliedes zu entdecken. Und auch wenn am Anfang des Romanes alles nach Familienidylle klingt: So ist es nicht. Wir entdecken, dass jeder Fehler und Geheimnisse hat – und das nicht zu knappt.

    “Wenn die Mondblumen blühen” ist ein besonders gefühlvolles Buch, in dem der Leser alle Gefühle und Regungen der Protagonisten extrem nachempfinden kann. Man muss dem Roman etwas Anlauf geben, wenn dieser jedoch erstmal in Schwung gekommen ist, und man sich mit dem Rhythmus angefreundet hat, dann kann man diesen wunderbaren Roman genießen.

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    LESE-ESELs avatar
    LESE-ESELvor 7 Jahren
    Rezension zu "Wenn du Mondblumen blühen (Geschenkbuch)" von Jetta Carleton

    Der Roman erzählt von einem Familien-Leben im gläubigen Mittleren Westen der USA. Der Vater, Farmer und Schullehrer, muss den Versuchungen der jungen Schülerinnen widerstehen. Seine schulisch nicht gebildete Frau ist eine unglaublich tüchtige, zupackende Farmerin, die fest im Glauben steht. Die behüteten Töchter müssen ihren eigenen Weg zwischen Farm und modernem Leben finden und nicht allen gelingt dies gut.
    .
    Der Roman arbeitet mit verschiedenen zeitlichen Rückblicken, die jeweils eine Person besonders beleuchten und diese mit viel Empathie schildern. Der Roman wurde vor Jahrzehnten geschrieben (er ist der einzige Roman der Autorin und war damals bei älteren Amerikanern skandalös) und jetzt in einer Schmuckausgabe mit Lesebändchen von KiWi neu aufgelegt. Er schildert in ruhiger Erzählweise das Familienleben zwischen Bibellektüre und häuslicher Arbeit mit großer Dankbarkeit und Liebe zur Natur - modernen, weniger ländlich verwurzelten Leser/innen wird dieses Gefühl fremd sein; wer jedoch selbst ein "Landkind" ist, wird vieles nachempfinden können....

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