Jewgenij Samjatin

 4.4 Sterne bei 56 Bewertungen
Autor von Wir, Wir und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jewgenij Samjatin

Jewgenij SamjatinWir
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Wir
Wir
 (51)
Erschienen am 25.02.2011
Jewgenij SamjatinWIR (Dystopischer Roman, Science Fiction)
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
WIR (Dystopischer Roman, Science Fiction)
WIR (Dystopischer Roman, Science Fiction)
 (0)
Erschienen am 09.05.2014
Jewgenij SamjatinWir
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Wir
Wir
 (5)
Erschienen am 22.09.2015
Jewgenij SamjatinWir
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Wir
Wir
 (0)
Erschienen am 02.10.2015
Jewgenij SamjatinDie Höhle
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Höhle
Die Höhle
 (0)
Erschienen am 01.10.1993
Jewgenij SamjatinAttila, die Geißel Gottes (Nr.174)
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Attila, die Geißel Gottes (Nr.174)
Attila, die Geißel Gottes (Nr.174)
 (0)
Erschienen am 01.12.1994
Jewgenij SamjatinDer Norden
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Norden
Der Norden
 (0)
Erschienen am 01.10.1993
Jewgenij SamjatinRußland ist groß
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Rußland ist groß
Rußland ist groß
 (0)
Erschienen am 01.02.1985

Neue Rezensionen zu Jewgenij Samjatin

Neu
K

Rezension zu "Wir" von Jewgenij Samjatin

Hörspiel - Eine leider vom Aussterben bedrohte Gattung.
kvelvor einem Monat

Inhalt – gemäß Rückseite:
Zurück in die Zukunft!

26. Jahrhundert, das Mathematische Zeitalter hat begonnen. Glücklich und zufrieden lebt die Nummer D-503 im Einzigen Staat, in dem die Menschen dem unzivilisierten Zustand der Freiheit entwachsen und auf reine Nummern reduziert sind. In gläsernen Wohnungen führen sie ein erfülltes Leben unter dem segensreichen Joch der Vernunft. Doch dann verliebt sich D-503 in die rebellische I-330, die ihm die Welt jenseits der Stadtmauern zeigt und seinen Glauben an das System ins Wanken bringt.

Die großartige Hörspielinszenierung von Christoph Kalkowski zeigt eindrucksvoll, dass Samjatins Zukunftsroman aus dem Jahr 1920 nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Ein packendes Hörspiel mit Hanns Zischler, Andreas Pietschmann, Jana Schulz u.v.a.


Anmerkung: Das zugrundeliegende Originlawerk kenne ich leider nicht.


Meine Meinung:

Ich finde das Hörspiel ist toll gesprochen und auch die Musikunterlegung ist sehr gelungen!

Ein ehrliches ganz, ganz großes Kompliment hierfür!


Aber leider konnte ich dann doch nicht mehr als 3 Sterne vergeben, weil das Hörspiel meiner Meinung nach grobe (logische) Lücken hat, so dass man als Hörer nicht immer den Fortgang der Story und die Beweggründe der Protagonisten nachvollziehen konnte.

Leider, leider, das ist sehr schade, denn gerne hätte ich dieses an sich tolle Werk sehr viel besser bewertet.

Vielleicht hätte man es nicht so sehr kürzen dürfen oder man hätte es in der Bearbeitung ausführlicher bearbeiten sollen.


Kommentieren0
0
Teilen
dominonas avatar

Rezension zu "Wir" von Jewgenij Samjatin

Wer jüngeres kennt, wird wohl nicht überrascht
dominonavor einem Jahr

Man kann hier deutlich sehen, dass wir es mit dem Vorreiter zu 1984 oder schöne neue Welt zu tun haben. Von der Schreibweise her war es mir manchmal zu langatmig und verwirrend, aber der Kern wird schnell klar und ebenso schnell begreift man, dass es schrecklich wäre, in einer Welt ohne Fantasie zu leben. Wer will schon, dass alles berechenbar ist - selbst Wahlen? Wer 1984 kennt, wird die Auflösung kommen sehen, was mich ein wenig ernüchtert hat, aber gelangweilt hat mich dieses Buch nicht.

Kommentieren0
4
Teilen
cynthors avatar

Rezension zu "Wir" von Jewgenij Samjatin

Ursprung vieler Dystopien
cynthorvor einem Jahr

Inhalt

Im Vereinigten Staat, der nach einem 200 Jahre währenden Krieg gegründet wurde, werden Abweichler und Revolutionäre mit dem Tode bestraft. Das Dasein eines jeden Menschen ist geprägt von klaren Regeln und strengster Ordnung mathematischer Präzision. Das momentane Großprojekt der Gesellschaft ist der Bau eines Raumschiffs, der „Integral“, die alle Errungenschaften der Zivilisation in fremde Welten bringen soll. Ihr Konstrukteur trägt den Namen D-503 und schreibt ein Tagebuch, dessen Inhalt den Roman darstellt.
D-503 beginnt eine Beziehung zu einer mysteriösen Frau, die seine klare Welt aus den Fugen geraten lässt. Er beginnt, an den vom „Wohltäter“ aufgestellten Wahrheiten und am System zu zweifeln, was ihn zum Revolutionär macht.

Meinung

Bereits 1920 geschrieben, stellt „Wir“ eine Art Keimzelle oder Ursprungsform der Dystopie dar, zu der spätere Werke wie „1984“ oder „Brave New World“ unverkennbar Parallelen aufweisen (beispielsweise entspricht Orwells Großer Bruder dem Wohltäter Samjatins). Das heißt nicht, dass „Wir“ deswegen lesenwerter oder weniger empfehlenswert ist – es bestärkt nur meine Ansicht, dass Bücher Ideen transportieren, die zur Inspirationsquelle anderer Autoren werden, und dass diese Gedanken aufgegriffen, variiert und wieder abgegeben werden.

Die Behauptung, man würde den Spaß an Orwells und Huxleys Dystopien verlieren, wenn man „Wir“ zuerst liest, wie man sie ab und an im Netz vorfindet, unterstütze ich nicht. Es gibt natürlich Ähnlichkeiten, aber die Schwerpunkte der Autoren liegen auf unterschiedlichen Themen und es gibt genug Unterschiede, um an allen Werken Vergnügen zu haben.

Glück ohne Freiheit oder Freiheit ohne Glück – eine andere Möglichkeit gibt es nicht.,

diese Aussage, vor bald 100 Jahren geschrieben, ist heute aktueller denn je. Im Kampf gegen Terrorismus und im Zuge der Bekämpfung fundamentalistischer Gruppen egal welcher Couleur wird im Zuge der Sicherheit Stück für Stück die Freiheit eines jeden Menschen angegriffen und aufgegeben. Überwachung per GPS und Handyortung, das Abhören von Telefongesprächen, Überprüfung des eMail-Verkehrs, die Sammelwut der Datenkraken usw., eine endlose Liste, die Samjatin bestürzt hätte.

Die Frage ist nur, ob wir damit glücklich werden können? Die große Mehrheit wird sie wohl mit ja beantworten, denn heutzutage wird Schweigen schon als Zustimmung gewertet. Davon, dass die Menschen des Vereinigten Staates allerdings glücklich sind, ist wenig zu merken, und ich halte die Menschen unserer Zeit auch nicht für glücklicher als die Menschen von früher. Sich Glück durch die Aufgabe von Freiheit erkaufen zu können, ist ein gefährlicher Irrglaube.

Ähnlich wie in Rands „Hymne“ weißt auch „Wir“ sprachliche Besonderheiten auf: die logische Welt, in der D-503 sich befindet, prägen ihn ebenso wie sein Beruf. Seine Sprache besteht zum großen Teil aus mathematischen Ausdrücken, in die man sich erst einfinden muss – zumindest, wenn man keinen mathematisch-naturwissenschaftlichen Hintergrund besitzt.

Insgesamt also sehr empfehlenswert.

Sonnige Tage und erholsame Nächte!

Kommentare: 3
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 107 Bibliotheken

auf 12 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks