Jhumpa Lahiri The Lowland

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Inhaltsangabe zu „The Lowland“ von Jhumpa Lahiri

SHORTLISTED FOR THE MAN BOOKER PRIZE 2013. From Subhash’s earliest memories, at every point, his brother was there. In the suburban streets of Calcutta where they wandered before dusk and in the hyacinth-strewn ponds where they played for hours on end, Udayan was always in his older brother’s sight. So close in age, they were inseparable in childhood and yet, as the years pass – as U.S tanks roll into Vietnam and riots sweep across India – their brotherly bond can do nothing to forestall the tragedy that will upend their lives. Udayan – charismatic and impulsive – finds himself drawn to the Naxalite movement, a rebellion waged to eradicate inequity and poverty. He will give everything, risk all, for what he believes, and in doing so will transform the futures of those dearest to him: his newly married, pregnant wife, his brother and their parents. For all of them, the repercussions of his actions will reverberate across continents and seep through the generations that follow. Epic in its canvas and intimate in its portrayal of lives undone and forged anew, The Lowland is a deeply felt novel of family ties that entangle and fray in ways unforeseen and unrevealed, of ties that ineluctably define who we are. With all the hallmarks of Jhumpa Lahiri’s achingly poignant, exquisitely empathetic story-telling, this is her most devastating work of fiction to date.
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  • Indisches Mosaik ohne Weichzeichner

    The Lowland
    wandablue

    wandablue

    Indisches Mosaik ohne Weichzeichner. Multikulturell Interessierte haben sicherlich schon einmal vom Naxalite Aufstand in Westbangalen gehört. Wiki schreibt: “The Naxalite Maoist insurgency is an (ongoing) conflict between Maoist groups, known as Naxalites or Naxals, and the Indian government.” Rund um diesen Konflikt, der immerhin erst im 21. Jahrhundert (einigermaßen) befriedet worden ist, nistet Jhumpi Lahiri ihren Roman ein, der zum einen Teil in Kalkutta spielt und zum anderen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ihr Stil ist so wie ihre Figuren sind, ziemlich schroff oder anders gesagt, von herber Schönheit. Mehrmals habe ich in der Buchhandlung in verschiedenen Lesestadien in die deutsche Übersetzung hineingelesen, um mich meines Eindrucks zu vergewissern. Diese Übersetzung ist hervorragend und ganz eng am englischen Original! Die Schroffheit des Stils ist keineswegs langweilig, sie wirkt nicht einmal abgehackt. Dennoch, die Sätze sind kurz. Lyrisch. Schmerzhaft. Weil ohne Weichheit. Ohne Weichzeichner. Von ihrer Personalie enthüllt die Autorin nur, was wichtig für die Geschichte selber ist, anderes bleibt verborgen. Wieder einmal handelt es sich um eine Familiengeschichte, geprägt von der indischen Kultur. Da sind zwei Brüder, die eng miteinander verbunden und gemeinsam aufgewachsen sind und unterschiedlich bemessene mütterliche Liebe erfahren, da sind in ihren Lebensäusserungen zwangsweise beschränkte Frauen, da sind exakte Charaktere, die mit der Historie, mit der sie verwoben sind, kämpfen. Gauri, die weibliche Hauptrolle, ist wie aus Stein gehauen. Da ist ein Kampf um Freiheit, äussere, innere. Erzählt wird aus der jeweiligen Perspektive der Handelnden. Es gibt wenig Dialoge. Die oft gerade nicht Handelnden haben ein reiches Innenleben, das sie aber kaum enthüllen. Nur der Leser weiss, warum dies oder jenes gesagt wird oder ungesagt bleibt, getan ode ungetan bleibt. Die Handelnden unterstellen sich gegenseitig notgedrungen falsche Intentionen. Die Liebe ist streng in ihrer Aussenwirkung. Ein Nebenthema ist Integration. Obwohl von der Emigration in die Staaten in jeder nur erdenklichen Weise profitierend, werden die Figuren nur mittelbar warm mit ihrer Umgebung. Sie sind in jeder Hinsicht Fremde. Heimatlos. Was ich besonders bewundere, ist die Kraft, mit der die Autorin ihren Roman und Figuren zu Ende führt, sie duldet keine Abweichungen. Fazit: The Lowland hat alles, was ein großer Roman braucht, eine große Erzählerin, Historie, Fakten, eine größere Zeitspanne, starke Charaktere, Entwicklung, Atmosphäre, Aktualität und Kraft. Die Lektüre dieses dramatischen Romans hat mich sehr berührt. Wen wunderts? The Lowland stand 2013 sowohl auf der Shortlist des Man Booker Prizes wie auch des National Book Award. Ich empfehle, die Autorin Jhumpa Lahiri kennen zu lernen. Kategorie: gehobene Literatur Verlag: Bloomsbury, 2014

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