Der freie Vogel fliegt, Band 1

von Jidi 
4,6 Sterne bei27 Bewertungen
Der freie Vogel fliegt, Band 1
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Die Buchreihe gibt auf eine behutsame aber auch sehr offene Weise Aufschluss über das chinesische Schulsystem und gesellschaftl. Themen.

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Die Zeichnungen ziehen einen direkt in ihren Bann und sind schon allein das Geld wert.

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Inhaltsangabe zu "Der freie Vogel fliegt, Band 1"

„Jedes junge Mädchen kann in den Figuren in dieser Geschichte sich selbst wiederfinden.“ - Satonaka Machiko, berühmte japanische Mangaka, über „Der freie Vogel fliegt“

Inhalt Band 1

Das Mädchen Lin Xiaolu besucht in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in der westchinesischen Stadt Chengdu eine Mittelschule mit Schwerpunkt Kunst und Gestaltung.
Während ihrer Grundschulzeit war sie von ihrem Vater und ihrer Klassenlehrerin zum „Taugenichts“ abgestempelt worden, weil sie astronomisch schlecht in der Schule war und lieber zeichnete als zu lernen.

Dem Augenschein nach wirkt sie etwas autistisch veranlagt, hinter ihrem ausdrucklosen Gesicht mit nicht zu deutender Miene verbergen sich jedoch eine reiche innere Gedankenwelt und eine Seele voller Imagination und Einbildungskraft.
Sie hat Angst vor dem Umgang mit anderen allzu lebendigen Mitgliedern der menschlichen Spezies und sie hat panische Angst davor, ins Blickfeld anderer Menschen zu geraten und sich vor ihnen blosszustellen.
Aber dennoch interessiert sie sich lebhaft für die Schicksale anderer Menschen. In ihrer Phantasie gibt es einen Schutzgeist, der sich im Verborgenen um den Kummer der Menschen rundherum annimmt und deren Probleme im Stillen löst.
Als sie klein war schwärmte sie für Saint Seiya, ein Held aus einem Manga, jetzt schwärmt sie für einen Jungen namens Han Che.
Doch selbst wenn morgen der Weltuntergang bevorstünde, so würde sie doch niemals ihre Gefühle gegenüber Han Che offenbaren …

Über die Reihe Der freie Vogel fliegt

Jidi und Ageng gehören in China zu den wichtigsten Comic-Künstlerinnen ihrer Generation. Für die Reihe Dianjiao zhangwang, die unter dem Titel „Der freie Vogel fliegt“ ab 2018 bei Chinabooks.ch in einer Übersetzung von Martina Hasse in deutscher Sprache erscheint, spannen die beiden im Team zusammen: Jidi als Szenaristin, von Ageng stammen die Bilder.
In Der freie Vogel fliegt erzählt Jidi über die zentrale Figur in der Geschichte, ihr fiktives Alter Ego der Lin Xiaolu, eine semi-autobiographische Geschichte über das Heranwachsen einer Gruppe von Jugendlichen in der westchinesischen Stadt Chengdu in den 90er Jahren.

Die Reihe hat in China, Japan und Korea die wichtigsten Auszeichnungen im Bereich Comic/Graphic Novel erhalten, u.a. den Japan International Manga Award, den ICC Comic Award aus Südkorea und den China Animation & Comic Competition Golden Dragon Award.

Sehr realistisch erfährt man in der Reihe von den seelischen Nöten und Sorgen chinesischer Heranwachsender. Die Autorinnen greifen auch schwierige Themen auf, wie Aufwachsen als Scheidungskind, Mobbing in der Schule, massiver Schuldruck und Prüfungsstress, die manchmal in Suiziden enden, die Entfremdung zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen, in der chinesischen Gesellschaft tabuisierte frühe Liebesbeziehungen zwischen Jugendlichen, der erste grosse Liebeskummer, heimliche Abtreibungen.

Trotz der Schwere mancher Themen spürt man die Lebenslust und den Lebenshunger der Jugendlichen. Lin Xiaolu sammelt Lebenserfahrungen und entwickelt sich im Verlauf der Geschichte von einer Aussenseiterin und grauen Maus zu einer reifen Persönlichkeit, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt.

Die bei Chinabooks erscheinende Ausgabe ist zweisprachig Deutsch-Chinesisch und enthält am Ende des Buches detaillierte Vokabellisten, damit eignet sich die Reihe auch hervorragend als Lektüre für fortgeschrittene Chinesischlerner.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783905816723
Sprache:Chinesisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Chinabooks E. Wolf
Erscheinungsdatum:01.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Osillavor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Die Buchreihe gibt auf eine behutsame aber auch sehr offene Weise Aufschluss über das chinesische Schulsystem und gesellschaftl. Themen.
    Eine aufschlussreiche Comic-Reihe über das Schulsystem Chinas.

    Die Reihe "Der freie Vogel fliegt" basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Jidi und hat starke autobiographische Züge. Die Reihe ist durchgehend farbig illustriert und beinhaltet sowohl die deutsche, als auch die chinesische Version. Wer mehr über das chinesische Schulsystem erfahren möchte, sollte sich diese Reihe einmal näher anschauen.

    Jidi, die eigentlich Yale Zu heißt, ist eine bekannte chinesische Künstlerin und Autorin. 2004 debütierte sie mit ihrem ersten Buch "Mein Weg". Bisher sind bereits 32 Bücher von ihr veröffentlich worden, einige von ihnen wurden ins französische übersetzt. Jidi ist als Bilderbuch- und Graphic-Novel Künstlerin tätig, schreibt aber auch Romane und ist Designerin und Redakteurin.
    Ageng (auch hier handelt es sich um einen Künsternamen) ist ebenfalls in China sehr bekannt. Sie arbeitet als Illustratorin und Zeichnerin im Bilderbuch- und Comicbereich. Außerdem unterrichtet sie an einer Kunstschule. Sie erhielt sowohl in China als auch im Ausland diverse Auszeichnungen. An der 6-teiligen Comic-Reihe "Der freie Vogel fliegt" arbeitete Ageng über zehn Jahre lang.

    Die Comic-Reihe "Der freie Vogel fliegt" erschien in China unter dem Titel "Standing on your tiptoe" und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jidi. Die Reihe behandelt die Mittelschuljahre in China und die typischen Probleme Jugendlicher während dieser Zeit.

    Band 1 konzentriert sich dabei stark auf das chinesische Schulsystem, den Leistungsdruck, unter dem die Schüler leiden und den gesellschaftlichen Ansichten beispielsweise bezüglich Scheidungskindern. Die Hauptprotagonistin Lin Xiaolu ist ein sehr phantasievolles Mädchen. Wenn ihr das Leben über den Kopf wächst, flieht sie in ihre Gedankenwelt. Während ihrer Mittelschulzeit entdeckt sie den Jungen Han Che, den sie beginnt zu stalken, ohne dass dieser sie je wahr nimmt.

    Lin Xiaolu hat sich wirklich witzige Überlebensstrategien für die zwischenmenschlichen Interaktionen angeeignet. Diese werden bildlich und farbenfroh dargestellt und erscheinen uns manchmal sogar eher als ungewöhnlich und peinlicher, als die eigentliche Situation, aus welche Lin Xiaolu gerade fliehen möchte.
    Der enorme schulische Leistungsdruck in China war mir zwar bekannt, die Ausmaße aber dennoch nicht bewusst. Die ständige abendliche Stillarbeit, die Sitzordnung nach Leistung (gut vorne, schlecht hinten), die und die allgemein sehr öffentliche Behandlung der Klausurergebnisse sowie die Zurschaustellung von Erfolg und Versagen setzen sie Kinder unter einen enormen Druck, dem einige nicht gewachsen sind. Auch die Eltern erwarten immer nur gute Ergebnisse und gleichzeitig honorieren sie gute Noten nicht, sondern weisen immer wieder daraufhin, was noch besser wäre. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern scheint größtenteils stark gestört zu sein und von Misstrauen und Lügen dominiert.

    Die Schriftgröße ist in der deutschen Übersetzung leider recht klein geraten, was bei mir, neben dem starken Eigengeruch der bunt bedruckten Seiten, leider für Kopfschmerzen gesorgt hat. Deswegen gibt es für das Lesevergnügen einen Stern Abzug.
    Die Buchreihe gibt auf eine behutsame aber auch sehr offene Weise Aufschluss über das chinesische Schulsystem und verschiedene gesellschaftliche Konventionen. Der autobiographische Charakter lässt darauf schließen, dass die Ereignisse nicht aus der Luft gegriffen sind und zumindest zum Teil das Schulsystem in China erbarmungslos und wahrheitsgetreu geschildert wird.

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    Chvdgoennavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Zeichnungen ziehen einen direkt in ihren Bann und sind schon allein das Geld wert.
    Bereit zum Fliegen?

    Vorab nochmal vielen Dank an Lovelybooks und an den Chinabooks Verlag die mir ein Rezensionsexemplar zukommen lassen haben. Dies Beeinflusst aber nicht meine Bewertung.

    In der Freie Vogle fliegt geht es um Lin Xiaolu und ihre Entwicklung zu einer Erwachsenen sowie die erste große Liebe. Gleichzeitig werden verschiedene kulturelle Probleme aus China dargestellt wie Leistungsdruck oder auch das Leben als Scheidungskind.

     

    Aber kommen wir zum Aufbau des Buches. Das Buch ist in zwei Hälften unterteilt, so ist der erste Teil in Deutsch und der zweite Teil ist identisch zum ersten aber mit chinesischen Schriftzeichen. Am Ende des Buches gibt es ebenfalls eine Vokabular Übersicht. Wodurch sich das Buch perfekt zum Chinesisch lernen bzw. festigen eignet.

     

    Man kann das Buch aber auch lesen wenn man daran kein Interesse hat, so war es z.B. auch bei mir. Zwar ist der Preis so ein bisschen hoch angesetzt, wenn man nur eine Hälfte des Buches nutzt dies ist aber bei Interesse, trotzdem Empfehlenswert. Da man nichts von der Geschichte einbüßt. Ein weiterer Pluspunkt des Buches sind die Zeichnungen, diese sind komplett farbig und man sieht direkt wie viel Mühe und liebe die Zeichnerin Ageng hinein gesteckt hat.

     

    Aber kommen wir zum Inhalt: Dieser konnte mich leider nicht überzeugen, was hauptsächlich daran liegt, das ich mich in Lin nicht richtig hinein versetzen konnte, so steckt sie gerade mitten in der Pubertät. Ich verstehe zwar warum sie sich so verhält, wie sie sich verhält aber mittlerweile ist mir das leider einfach zu anstrengend, weshalb ich das Buch immer noch nicht beendet habe und unsicher bin ob überhaupt noch jemals geschieht…

     

    Wer sich daran aber nicht stört bzw. neue Sprachkenntnisse erwerben möchte oder gerade selber in der Pubertät steckt, wird es bestimmt mögen.

     

    Hinweis:

    Innerhalb der Leserunde an der ich zu diesem Buch teilgenommen habe, wurde sich mehrfach wegen zu kleiner Schrift oder ungünstiger Schriftfarbe in Bezug auf den Hintergrund, beschwert. Ich selbst hatte damit jetzt kein so großes Problem, wer aber generell starke Sehprobleme hat oder einem selbst mit Brille das lesen schwerfällt, sollte vlt. lieber die Finger von dem Buch lassen.

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    S
    SunshineBaby5vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Toll gestaltetes Comic
    Super Zeichnungen

    Xiaolu ist ein jugendliches Mädchen, dass eine Kunstschule besucht. Sie muss aufgrund der Scheidung ihrer Eltern viel Spott ertragen und flüchtet sich oft in eine Traumwelt. Im Laufe des ersten Bandes verliebt sie sich in einen Jungen, den sie aus der Ferne beobachtet. Durch die Themen Mobbing, Scheidung und erste Liebe ist der Comic sehr gut für Jugendliche und junge Erwachsene geeignet.

    Die Zeichnungen sind richtig hochwertig und detailliert gemacht. Der Test befindet sich sowohl in Deutsch, als auch Chinesisch im Buch, jeweils in getrennten Teilen.
    Einziger Punktabzug ist, dass die Schrift manchmal schwer zu erkennen ist, wenn z.B. schwarz auf dunkelblau gedruckt ist. 

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    MalaikaSanddollers avatar
    MalaikaSanddollervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spezialle Illustrationen
    Ein schönes Buch...

    Im “Der freie Vogel fliegt” Band 1 begleiten wir Liu Xiaolu in ihren letzten Schuljahren. Während wir durch Rückblicke einiges von ihrer eher trostlosen, traurigen Kindheit erfahren, sind wir Augenzeuge von ihrem ersten Schwarm, Bullying auf der Schule und anderen Episoden, mit denen Heranwachsende in China aber zum Teil auch in Europa konfrontiert sind.

    Dazu bietet uns das Buch einen guten Einblick in eine Kultur, die z. T. ganz andere Regeln und Prioritäten kennt und uns, selbst auf Reisen doch zu einem grossen Teil verschlossen bleiben. (Ich bin in den 90er Jahren für ein Monat mit Rucksack durch China gereist, war damals auch in Chengdu und habe eigentlich nichts von dem hier Beschriebenen mitbekommen - ein Grund dafür war sicher, daß ich kein Mandarin sprach, aber auch, dass man als Reisender oft das Leben der Bevölkerung nur sehr begrenzt begreift.)

    Die Farbpalette Agengs ist hinreißend, die Worte Jidis sind prägnant. Als Comicneueinsteigerin kann ich die Kürze des Buches vielleicht nicht 100% schätzen, habe aber die emotionale Tiefe diverser Szenen sehr genossen. Am meisten angetan hat mich jedoch Jidis Nachwort zur deutschen Ausgabe - das kann ich eigentlich nur allen ans Herz legen.

    Das Besondere dieses Buches ist, daß es zweisprachig herausgegeben wurde. Obwohl das Chinesischwissen meiner Kinder noch in Entwicklung ist, hoffe ich doch, daß sie es eines Tages in “Original” lesen können und mir dann erzählen werden, wie es sich auf Chinesisch anfühlt.

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    classiquevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Gelungene Illustration...
    "Lin Xiaolu"

    Das Comicbuch "Der freie Vogel fliegt" - Band 1 umfasst ca. 288 auf 6. Kapiteln, einem Inhaltsverzeichnis und einem Nachwort. Im hinterem Teil des Buches gibt es eine Inhaltszusammenfassung und eine Vokabelliste. 

    Kurzer Plot: 

    Lin Xiaolu, ist eine durchschnittliche Mittelschülerin, die in eine Berufsschule für Kunst geht.

    Die Ergebnisse der Semesterzwischenprüfung wird verkündet "miserable Ergebnisse"... Lin Xiaolou träumt sich im Mathematikunterricht in eine andere Welt/Zeit. 

    Als Lin 8 Jahre alt war, haben sich ihre Eltern scheiden lassen. Alle Lehrer und Schüler hatten in dieser Zeit großes Mitleid mit Lin.

    Als Lin verkündetet: "Ich freue mich für meine Eltern, dass sie sich scheiden lassen. Für einen Neuanfang ist es für sie noch nicht zu spät."- gilt Lin mit ihrer Einstellung als UNNORMAL!

    Lin erkennt: "Wenn man sagt, was man denkt, ist dies ein großes Risiko."

    "Wenn man nur selten Gelegenheit zu sprechen hat, steigt die Phantasie im Großhirn enorm."

    Lin hat einige Auseinandersetzungen mit ihren Vater, der ihre Tagträumereien nicht nachvollziehen kann.

    Dann zieht Lin mit ihrer Mutter nach Chengdu. Lin kommt auf eine neue Schule. Dort ist auch Han Che, der Junge wird Lin Xiaolus heimlicher Schwarm, den sie aus der Ferne beobachtet... 

    Mein Fazit:

    Das Comic hat eine eindrucksvolle Illustration. Die Zeichnungen und die Texte passen sehr gut zusammen. 

    Das Buch enthält sowohl die deutsche Übersetzung, als auch die Originalfassung (chinesisch). 

    Es werden sehr viele Themen angesprochen, z. B. Scheidung der Eltern, Mobbing, erstes Verliebtsein. 

    Geeignet ist diese Lektüre für Jugendliche und junge Erwachsene. 

    4. Sterne!

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    M
    melsunvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Einblick in das Leben chinesischer Schüler in den 90er Jahren, fabelhaft umgesetzt mit großem zeichnerischen Ausdruck.
    Der freie Vogel fliegt

    Es geht um Lin Xiaolu, ein junges Mädchen, eine Einzelgängerin, deren Eltern getrennt leben, was zu dieser Zeit in China nicht gerne gesehen war. Zuerst lebt sie bei ihrem strengen, emotionslosen Vater, später dann bei ihrer Mutter, die ihr Freiheiten gibt und sie nicht permanent unter Druck setzt. Auf einer Berufsschule für künstlerische Berufe, an der sie sich beworben hat und glücklicherweise angenommen worden ist, sieht sie den Jungen ihrer Träume und versucht von da an, sich unauffällig in seiner Nähe aufzuhalten. Doch das gestaltet sich schwieriger als erwartet und birgt die ein oder andere Situationskomik für den Leser... Dieser Comic ist sehr gelungen. Die Zeichnungen haben einen sehr starken Ausdruck, man fühlt mit Lin Xiaolu, spürt anhand der Bilder genau, in welcher Stimmung sie sich gerade befindet. Das hat die Illustratorin perfekt eingefangen. In der zweiten Hälfte des Comics findet der Leser die gesamte Geschichte auf chinesisch, also ein tolles Werk, wenn man die Sprache gerade lernt.

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    A
    antaris_mk6vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschön
    wunderschön

    Unglaublich gut umgesetzt. Die handlungen haben Hintergrund und sind durchdacht. Das gezeichnete ist sehr hübsch anzusehen, da es wirklich liebevoll ist. Es bringt einem viel über die jugend in China bei, Dinge die man einfach noch nicht wusste. Das macht dieses Buch so unglaublich.

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    Traubenbaers avatar
    Traubenbaervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach nur wunderschön!
    Rezension für "Der freie Vogel fliegt 1"

    "Der freie Vogel fliegt 1" ist ein chinesischer Comic aus der Feder von Jidi (Text) und Ageng (Zeichnungen). Er ist beim Chinabooks- Verlag erschienen. Wie der Titel schon erahnen lässt, ist der Comic der Auftakt zu einer ganzen Reihe. 


    Die Eltern der Hauptprotagonistin Lin Xiaolu ließen sich scheiden. Da dies in China ein Tabuthema ist, machten sich ihre Klassenkammeraden über sie lustig und behandelten sie wie eine Außenseiterin. Die kleine Xiaolu schuf sich daraufhin imaginäre Freunde, die sie seitdem bedingungslos begleiten. Trotz schlechter Noten und strenger Lehrer war ihr Leben dadurch in Ordnung. Bis sie sich heimlich in einen Jungen aus der Schule verliebt. Da sie zu schüchtern ist, um ihn anzusprechen versucht sie ihm auf anderen Wegen nahe zu sein. Ob das funktionieren kann ???

    Mir gefiel der Comic von der ersten bis zur letzten Seite ausnahmslos gut. Die Geschichte, die erzählt wird, ist mitreißend und realistisch. Sie gibt einen guten Einblick in die chinesische Kultur. Sie zeigt die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten zwischen Chinesen und Deutschen auf. 
    Da sich Xiaolu nicht von ihren gemeinen Mitschülern unterkriegen lässt, ist sie wohl ein gutes Beispiel für jeden, der selbst gemobbt wird oder wurde. Das zeigt, dass kein Mobbingopfer alleine ist, sondern dass es diese Schattenseite einer Gesellschaft überall auf der Welt, auch in China, gibt.
    Der Leser begleitet Lin Xiaolu vom Kindes- bis ins Jugendalter. Dabei erfährt er einiges über ihre Vergangenheit und Schullaufbahn. Xiaolu macht dabei einen charakterlichen Wandel und trifft immer reifere Entscheidungen, ohne dabei jedoch sich selbst oder ihre imaginären Freunde zu verraten. Das macht ihre Figur so realistisch: Sie macht zwar einen Reifungsprozess durch, bleibt aber trotzdem die Alte. Zudem zeigt das auch perfekt, wie sich eine Jugendliche fühlt und verhält: Nämlich manchmal schon erwachsen und oft doch noch kindisch.
    Die Handlung selbst ist auch sehr realistisch. Sie erzählt die Geschichte eines verliebten Mädchens ohne Kitsch und übertriebener Romantik.
    Die Zeichnungen sind einfach nur wunderschön. Sie sind sehr realistisch und haben eher etwas mit einem Gemälde, als mit einem Comic gemein. Besonders die Mimik und Gestik der Figuren ist gut eingefangen. So kann man jeden Protagonisten schon anhand der Abbildung erkennen, ohne den dazugehörigen Text gelesen zu haben; Und das, obwohl die Protagonisten oft die selbe Schuluniform tragen. Mir persönlich hat der Detailreichtum jeder einzelnen Zeichnung, sowie das Licht- und Schattenspiel gefallen. Ich bin mir sicher, dass ich mir die Abbildungen noch oft ansehen werde und wahrscheinlich werde ich dann immer neue Details entdecken, die mir vorher entgingen.
    Bei diesem Comic handelt es sich um eine zweisprachige Ausgabe. Das bedeutet, dass die komplette Geschichte einmal in deutscher Sprache und danach in chinesischen (vereinfachten) Schriftzeichen abgedruckt wurde. Da seltene Wörter hinten in einem Glossar in Pinyin und der deutschen Übersetzung abgedruckt wurden, eignet sich dieses Werk ideal zum erweitern der Chinesischkenntnisse. Trotzdem würde ich sagen, dass man fortgeschrittene Sprachkenntnisse mitbringen muss, um die chinesische Version des Comics zu lesen. 

    Als Fazit kann man sagen, dass dieser Comic rundum perfekt ist: Die Zeichnungen sind wunderschön und die Handlung ist frisch und mitreißend. Außerdem lernt man noch etwas über die chinesische Kultur. So kann ich "Der freie Vogel fliegt 1" wirklich nur jedem empfehlen, ganz gleich, wie alt er ist.

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    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein hochinteressanter Einblick in die chinesische Schule und das Aufwachsen in China, einzigartig zeichnerisch in Szene gesetzt!
    Kindheit und Schulzeit in China

    Xiaolu hat kein einfaches Leben. Ihre Eltern haben sich scheiden lassen und ihr Vater hat nur noch Augen für seine neue Frau und seinen Sohn. Xiaolu scheitert jeden Tag am Leistungsdruck der Schule und der Erwartungshaltung der anderen. Immer mehr zieht sie sich in ihre Traumwelt zurück bis eines Tages ihre Mutter wiederkehrt und sie zu sich nimmt. Ein Neubeginn, der zwar nicht alles besser macht, aber sie wieder mit der Welt verbindet. Dann begegnet Xiaolu Han Ché und verliebt sich zum ersten Mal.

    Ein beeindruckender Graphik Novel, der schonungslos und doch verklärt vom Aufwachsen im China der 90er Jahre erzählt. Viele Parallelen sind zu unserer europäischen Kultur zu erkennen – von gleichgültigen Lehrern bis zu den Grausamkeiten der Kinder unter sich – doch immer wieder trifft man auch auf kulturelle Eigenheiten. Vor allem der brutale Leistungsdruck unter dem die Schüler stehen und der Individualität nicht duldet.

    In träumerischen Bildern setzt Jidi Xiaolus Weltwahrnehmung zwischen Traum und Realität in Szene. Niemals wird sie kitschig, künstlich dramatisch, abwertend oder verklärt. Xiaolu ist ein Charakter der sehr nachvollziehbar aufgebaut ist und fast behutsam in ihrer Entwicklung inszeniert wird. Jidi führt den Leser durch eine Jugendzeit, die zwischen einem kulturübergreifenden Wiedererkennungswert und kulturellen wie zeitlichen Besonderheiten balanciert.

    Ein großartiger Graphik Novel in einer hochwertigen, vollständig farbigen, Ausgabe. Er wird durch einen Anmerkungsteil, der Anspielungen auf Mangas, Animes sowie Begrifflichkeiten erklärt, und einem Nachwort der Autorin und der Zeichnerin ergänzt. Hintergründe zur Entstehungsgeschichte und Motivation des Graphik Novels vertiefen die Geschichte noch mal. Außerdem ist die vorliegende Ausgabe zweisprachig. Die chinesische Originalgeschichte ist Interessenten im zweiten Teil des Buches zugänglich.

    Fazit: Ein tolles Buch, das in jedem Punkt beeindruckt – von der Geschichte mit Tiefgang bis zur hochwertigen Ausstattung. Chinabooks hat einen rundum gelungenen Manhua aufgelegt, bei dem man gleich zum Folgeband greifen muss!

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    AnjaKoenigs avatar
    AnjaKoenigvor 4 Monaten
    sehr aufschlussreiche story

    eine wunderbar erzählte und interessante geschichte über das leben einer jugendlichen, die hier in China stattfindet. sehr schön beschrieben und illustriert. das Format und die schwere des buches, aufgrund der doppelten Ausführung (hälfte deutsch, andere hälfte chinesisch) haben mir ein bisserl weniger gut gefallen. für jemanden der chinesisch lernen will vielleicht hilfreich und wertvoll, ansonsten einfach schwer und gewichtig. deshalb von mir den abzug. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    C
    Jidi und Ageng gehören in China zu den einflussreichsten Comic-Künstlerinnen der Gegenwart. In der sechsbändigen Reihe Der freie Vogel fliegt werfen die beiden einen ungeschminkten, dafür aber umso authentischeren Blick auf die chinesische Jugend in all ihren Nöten und Sorgen aber auch Träumen und Hoffnungen. 
    Die Graphic Novel basiert auf Jugenderinnerungen von Jidi und ist in vielen Teilen autobiographisch.

    Jidi und Ageng machen Ende Mai / Anfang Juni 2018 eine Lesereise quer durch Deutschland und die Schweiz mit folgenden Stationen:

    31.05. - 03.06.2018, Erlangen: 18. Internationaler Comic-Salon Erlangen

    04.06.2018, Würzburg: Universität Würzburg - Sinologie

    05.06.2018, Basel: Konfuzius-Institut Basel

    06.06.2018, Zürich: Asien-Orient-Institut der Universität Zürich

    07.06.2018, Frankfurt: Konfuzius-Institut Frankfurt

    08.06.2018, Berlin: Mundo Azul 

    09.06.2018, Köln: Cöln Comic Haus 


    Der freie Vogel fliegt nimmt überdies am diesjährigen Gratis Comic Tag teil.    

    Ausführliche Texte über Der freie Vogel fliegt, biographische Angaben zu Jidi und Ageng und das eigens für die deutsche Ausgabe verfasste Nachwort von Jidi auf unserer Webseite chinabooks.ch .


    Informationen zur Lesereise.

    Weitere ausführliche Informationen zur Reihe Der freie Vogel fliegt und zu den Künstlerinnen Jidi und Ageng mit Interviews, Leseproben und Videos folgen in Kürze auf der Webseite www.manhua.ch .
    Zur Leserunde

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