Flora Sommergrün strickt schon immer gerne. Früher hat sie viele verschiedene Dinge gestrickt, doch mittlerweile ist ihr liebster Begleiter der Strickschal. Besonders in den dunklen Stunden, wenn der Tag zu Ende geht, strickt sie gerne und schaut dabei fern. Doch als es in den Nachrichten heißt, man solle das Haus nicht verlassen, beginnt Flora einen langen Schal zu stricken und erinnert sich an vergangene Zeiten oder erfindet neue Geschichten. Sie wechselt die Farben passend zu den Erlebnissen und Gedanken, die sie hat. Das Nachbarskind Leo und seine Mama sind in dieser Zeit die einzigen, die sie noch trifft, und Leo erzählt sogar einmal eine Geschichte für Floras Schal.
Flora ist gespannt, den Schal in seiner vollen Länge zu sehen, doch er wird sooooo lang, dass es unmöglich scheint. Doch dann haben Flora und Leo eine Idee, wie sie die volle Pracht sehen und auch andere Menschen an diesem Kunstwerk teilhaben lassen können.
Meine Meinung:
Die Idee, dass der Schal mit den Farben der Geschichten wächst, finde ich wirklich entzückend. Ich könnte mir das auch gut als Impuls für eine kreatives Projekt verstellen. Besonders schön ist auch die Beziehung zwischen Flora und Leo. Die Illustrationen sind süß, farbenfroh und liebevoll – sie unterstützen die Geschichte wunderbar, ohne zu überladen.
Leider konnte mich die Erzählung nicht ganz überzeugen. Ich hätte mir etwas mehr Kontext gewünscht, um die Handlung besser nachvollziehen zu können. Die Warnung im Fernsehen, dass man das Haus nicht verlassen soll, ist für mich, die die Pandemie erlebt hat, verständlich, aber für mein Kind (4 Jahre) war das schwer nachvollziehbar und ich musste viel erklären. Auch die kurze Erwähnung von Leo, der anders ist als andere Kinder und dadurch eventuell ausgeschlossen wird, wird leider nicht weiter vertieft, was ich schade fand.
Dennoch eine nette Geschichte mit einer fantasievollen Idee.
Jill Goritschnig
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Jill Goritschnig
Als der Bär sich selbst die Freundschaft schenkte
Als der Bär sein NEIN wiederfand
Salzburg für Kinder
Flora Sommergrün und der Geschichtenschal
Als der Bär seine EINZIGARTIGKEIT entdeckte
Linz für Kinder. Entdecke die Stadt und ihre Geschichten
Neue Rezensionen zu Jill Goritschnig
Als der Bär - Das ist eine sooo schöne Reihe. Ich bin doll verliebt in den lieben Bär. Er hilft nicht nur den Kleinsten oder den Erstlesern, sondern auch uns Erwachsenen sehr. Ich hab´ durch den Bären mein Nein wieder gefunden, als ich es für einige Wochen verbummelt hatte. Nu´ ist wieder alles gut. Der Bär hat es diesmal durch die Woche in seinem Alltag schwer, er macht und tut und tut und macht für andere, da merkt er wirklich spät, es geht ihm damit gar nicht gut. Wir werden wunderhübsch illustriert durch die ganze Woche des Bären geführt, die immer schwerer und schwerer und gehetzter wird, weil der Bär zu jedem, der ihn nach etwas fragt bzw. um etwas bittet, Ja sagt und sich selber ganz dabei vergisst. Bis ihm plötzlich ein Licht auf geht, es fehlt etwas. Der Blick unters Bärensofa zaubert das verlegte Nein hervor. Das ist wirklich süß und mit viel Weisheit gemacht. Wir lernen auch dabei, wie man mit den anderen kommuniziert und darüber spricht, wie es einem geht. Das Ende der Geschichte ist supertoll gemacht. Das Hardcoverformat hat eine gute und praktische, so kann man prima vorlesen damit oder auch gemeinsam all die liebevollen Details entdecken und über das wichtige Nein reden, das jeder einmal braucht. Die Geschichte zeigt so schön, dass Freunde, wenn man erzählt wie es einem geht, wenn es mal zu viel ist, auch weiter Freunde sind und man zusammen ist. Hinten im Buch gibt es Platz dafür, sein eigenes Nein zu gestalten. Ganz große 5 Sterne für dieses rundum zauberhafte Buch.
Dieser illustrierte Stadtführer für Kinder zwischen 6 und 99 Jahren hat mich begeistert!
Da ist zunächst die Aufmachung: Coole lllustrationen, die zum Ausmalen anregen, hat Jill Goritschnig gestaltet. Die informativen Texte, die Sandra Klammer geschrieben hat, machen Lust, das eine oder andere im Buch enthaltene Rätsel direkt vor Ort zu lösen.
In elf Kapiteln wird den kleinen und großen Lesern die Landeshauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes und ihre Geschichte vorgestellt.
Sehr gut gefällt mir, dass auch andere Berühmtheiten aus Salzburg vorgestellt werden (siehe S. 157 ff). Denn die Stadt hat mehr zu bieten als die Familie Mozart.
- Paracelsus (1493-1541)
- Christian Dopller (1803-1853)
- Hans Makart (1840-1884)
- Irma von Troll-Borostyáni (1847-1912)
- Rosa Kerschbaumer-Putjata (1851-1923)
- Stefan Zweig (1881-1942)
- Grete Weiskopf (1905-1966)
- Hans Holztrattner (1939-2013)
Weshalb diese Personen berühmt waren, müsst ihr selbst herausfinden.
Dieser tolle Stadtführer ist eine Mischung aus Geschichts- und Malbuch. Zahlreiche weiterführende Tipps regen an, sich in der Stadt an der Salzach weiter umzusehen, vielleicht den Rupertikirtag zu besuchen oder einen der angegebenen Ausflüge zu unternehmen. Hier ist für jede und jeden etwas dabei. Denn, langweilig wird einem in der Mozartstadt nie!
Wer Lust auf etwas Süßes hat, findet im Café Tomaselli oder in der Konditorei Fürst die eine oder andere Torte (Aber, das ist mein ganz persönlicher Tipp!).
Das Buch ist ein ideales Geschenk zum Vorlesen und selber lesen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem toll illustrierten und informativen Stadtführer für jung und alt 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Gespräche aus der Community
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
8 Bibliotheken
1 Merkzettel











