Das Mädchen mit dem Edelweiß

von Jillian Cantor 
4,7 Sterne bei23 Bewertungen
Das Mädchen mit dem Edelweiß
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Monika58097s avatar

Eine Geschichte, die man einfach lesen muss!

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Eine bewegende Geschichte mit Tiefe, die mich überzeugen konnte und mir spannende Lesestunden gebracht hat.

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen mit dem Edelweiß"

Ein fast vergessener Brief, der Mut zweier Menschen und eine grenzenlose Liebe

Schon als Kind war Katie mit ihrem Vater auf Flohmärkten, um nach Briefmarken zu suchen. Immer hoffte er, eines Tages einen ganz besonderen Schatz unter ihnen zu finden. Doch daran erinnert er sich schon lange nicht mehr. Um ihrem an Alzheimer erkrankten Vater eine Freude zu bereiten, bringt Katie seine Sammlung zu dem Philatelist Benjamin. Er soll herausfinden, ob sich unter den vielen Marken eine ganz besondere befindet. Und tatsächlich entdeckt Benjamin einen ungeöffneten Brief, der mit einer seltenen Briefmarke aus den Dreißigerjahren versehen ist. Darauf zu sehen: der Stephansdom, in den ein Edelweiß eingelassen ist. Katie und Benjamin beschließen, dem Geheimnis des Briefs auf die Spur zu gehen und dessen Adressaten zu finden. Doch was sie nicht ahnen: Ihre Suche wird sie ins Österreich des Jahres 1938 führen. An den Ort, wo ein junges Paar sich einst begegnete und sich ewige Liebe versprach.
»Jillian Cantor hat mich von der ersten bis zu letzten Seite in ihren Bann gezogen.« - Jerusalem Post

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453422384
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:10.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die man einfach lesen muss!
    Eine Geschichte, die man einfach lesen muss!

    Katies Vater leidet an Alzheimer. Seine große Leidenschaft waren immer seine Briefmarken. Sein ganzes Leben lang hat er gehofft, irgendwann einen großen Schatz darunter zu entdecken, doch inzwischen ist er so krank, dass er sich nicht mehr wirklich daran erinnern kann. Katie versucht, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Sie packt die vielen, vielen Briefmarken und bringt sie zu dem Philatelisten Benjamin. Er entdeckt unter den unsortierten Sachen tatsächlich einen ungeöffneten Brief mit einer außergewöhnlichen Marke, einer Marke mit einem Edelweiß. Welches Geheimnis, welche Geschichte mag hinter dieser Briefmarke stecken? Und werden sie Absender und Adressat finden können? 

    Noch ahnen weder Katie noch Benjamin, dass diese außergewöhnliche Marke sie nach Österreich ins Jahr 1938 führen wird, in der einst der junge Christoph als Lehrling bei Friedrich Faber anfangen darf, einem Briefmarkengraveur. Christoph fühlt sich zu der jungen Elena hingezogen, doch die Zeiten sind unruhig und die Fabers sind Juden. Die Nazis ergreifen auch in Österreich die Macht. Den kleinen Ort, in dem die Fabers leben und ihre Werkstatt haben, machen sie dem Erdboden gleich. Gerade noch rechtzeitig konnte die jüngere Tochter der Fabers nach England geschickt werden. Elena sollte sie begleiten, doch diese will sich um die Eltern kümmern. Der Vater gilt als tot, die Mutter als vermisst. Christoph und Elena versuchen, die Werkstatt am laufen zu halten, doch die junge Frau darf nicht entdeckt werden. Eines Tages sind alle verschwunden, nur Christoph ist übrig...

    "Das Mädchen mit dem Edelweiß" - eine fesselnde und sehr bewegende Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt. Eine Geschichte, die den Leser mitnimmt auf eine Reise in eine Welt, in der alles im Umbruch ist. Trotz aller Tragik ist der Roman unterhaltsam, geheimnisvoll und sehr, sehr spannend. Durch seine überraschenden Wendungen hält er seine Spannung. Es ist dramatische Liebesgeschichte zweier Menschen, die durch den Krieg auseinander gerissen wurden. Interessante Persönlichkeiten begleiten den Leser durch die Geschichte, die einen ständig beschäftigt. 

    "Das Mädchen mit dem Edelweiß" - unbedingt lesen!

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    tinstamps avatar
    tinstampvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Eine bewegende Geschichte mit Tiefe, die mich überzeugen konnte und mir spannende Lesestunden gebracht hat.
    Die geheime Sprache der Briefmarken

    Bewertung: 4 1/2 Sterne

    Vom Verlag erhielt ich die Anfrage, ob ich diesen Roman lesen und rezensieren möchte. Da ich selbst in Österreich lebe und Bücher mit dem Thema Zweiten Weltkrieg gerne lese, war meine Neugierde geweckt. Außerdem war mein Vater ebenfalls Briefmarkensammler und hat mich schon als Kind in diese Materie eingeführt. Trotzdem hatte ich etwas Bedenken, denn ich fragte mich, ob es eine amerikanische Autorin schafft mein Heimatland zur Zeit des 2. Weltkrieges und das Thema Briefmarken realitätsnah und authentisch zu beschreiben. Da ich bereits einmal einen Roman einer britischen Autorin gelesen habe, die über das Schi fahren schrieb und dabei wirklich hanebücherne Dinge verfasste (ich muss noch heute den Kopf darüber schütteln!), war ich sehr skeptisch. Doch Jillian Cantor hat mich positiv überrascht und schließlich überzeugt!

    Die Handlung wird in zwei Zeitebenen aufgeteilt. Wir befinden uns 1989 in Kalifornien und 1938/39 in einem kleinen Dorf in Österreich.
    Katie lebt in L.A. und hat im Moment eine schwere Zeit. Die Scheidungspapiere liegen zum Unterzeichnen in ihrer Wohnung, ihr baldiger Ex-Mann ist noch dazu ihr Chef und ihr Vater leidet immer mehr an Demenz. Schweren Herzens muss sie ihn ins Heim bringen. Seine große Leidenschaft im Leben waren seine Briefmarken. Jeden Sonntag nahm er seine Tochter mit auf diverse Flohmärkte und träumte davon, irgendwann einen besonderen Schatz zu finden. Katie bringt seine Sammlung zum Schätzen zum Briefmarkenhändler Benjamin Grossmann. Dieser findet tatsächlich etwas Außergewöhnliches: einen nicht abgeschickten Briefumschlag an Fräulein Elena Faber mit einer sonderbaren Briefmarke darauf. Es ist eine alte Marke aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und zeigt den Stephansdom in Wien. Doch auf der Kirchturmspitze befindet sich, fast unkenntlich, ein Edelweiß. Katie und Benjamin beschließen daraufhin herauszufinden, welches Geheimnis diese Marke birgt.
    1938: Christoph, ein Waisenjunge, darf das Handwerk des Briefmarkengraveurs beim berühmten jüdischen Graveur Friedrich Faber erlernen. Dort wird er liebevoll in die Familie aufgenommen. Christoph ist faszniert von der kunstvollen Arbeit. Er ist ein guter Zeichner, doch mit dem Stichel und der Metallplatte tut er sich anfangs sehr schwer. Fabers Tochter Elena arbeitet selbst heimlich mit dem Stichel und ist nicht ungeschickt. Politisch ist die Zeit keine leichte, denn Österreich wird von Deutschland ins Deutsche Reich "aufgenommen" und die Hetzte gegen die Juden wird immer schlimmer. Friedrich Faber, seine Frau und die Töchter Miriam und Elena sind in Gefahr....

    Jillian Cantor hat die Faszination des Gravurhandwerks hervorragend beschrieben. Im Widerstand gegen Hitler wurden auf Briefmarken öfters geheime Botschaften versteckt und so weiter gegeben.
    Die Autorin hat die Lage in Österreich zur Zeit der Besatzung und des anschließenden Beginn des Zweiten Weltkrieges sehr anschaulich dargestellt. Das Niederbrennen und die Ausrottung einzelner Dörfer, die Enteignung der Juden und ihrer Geschäfte, sowie im besonderen Fall die Aufgabe eigene österreichische Briefmarken im Deutschen Reich herzustellen. Es geht auch um Fluchthilfe und Widerstand.
    Aber auch das Jahr 1989 ist ein politisch wichtiges Jahr. Mit Katie reisen wir kurz nach dem Fall der Mauer nach Berlin und der Leser erlebt auch hier einen denkwürdigen Moment. Im Gegenwartstrang nimmt sich die Autorin der Alzheimererkrankung und menschlichen Verlusten an. Auch diese Themen hat sie gut umgesetzt.

    Die Charaktere seind sehr lebendig und liebevoll gestaltet. Ich hatte sie alle vor Augen und die individuellen Charaktere haben mir äußerst gut gefallen. Katie liebt ihren Vater sehr und kümmert sich rührend um ihn. Benjamin blieb mir allerdings ein bisschen zu blass. Er war generell die einzige Figur, die ich nicht richtig greifen konnte. Katies Großmutter hingegen ist mir besonders ans Herz gewachsen. Auch Christoph ist ein sehr liebenswürdiger Mensch, der vorallem für Andere da ist. Elena ist eine sehr impulsive junge Frau, die oft handelt und erst später denkt. Sie ist im Widerstand tätig und sich oftmals der Gefahr, in die sie sich begibt, nicht richtig bewusst. Eine sehr starke Frau!

    Was ich nicht unbedingt gebraucht hätte, war die Liebesgeschichte in der Gegenwart. Sie hat mich auch nicht zu 100% überzeugt.

    Schreibstil:
    Der bewegende und bildhafte Schreibstil der Autorin hat mich mit den Figuren mitfiebern lassen. Jilliane Cantor hat hervorragend zu den Themen Briefmarken, Beginn des zweiten Weltkrieges in Österreich und auch zum Thema Alzheimer recherchiert. Ihre Ausführungen über die politischen Ereignisse in Österreich 1938/39 und die der Wende in Deutschland 1989 wurden sehr interessant und authentisch dargestellt.

    Fazit:
    Ein Roman auf zwei Zeitebenen, der teilweise in meinem Heimatland spielt. Eine bewegende Geschichte mit Tiefe, die mich überzeugen konnte und mir spannende Lesestunden gebracht hat. Gerne empfehle ich diesen Roman weiter.
    Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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    esb07s avatar
    esb07vor 3 Tagen
    Eine ergreifender Reise!

    Schon als kleines Mädchen geht Katie mit ihrem Vater auf Flohmärkten und in Trödelladen, immer auf der suche nach kostbare Briefmarken. Eine Schatzsuche unter tausenden kleinen Papierquadraten was Katie nie verstanden hat, was genau ihr Vater suchte. Als ihr Vater schwer an Alzheimer erkrankte, vertraut er der ganzen Kisten voller Sammlung Katie an. Katie, die immer noch nicht weiß, was sie mit der Sammlung machen soll, beschließt sie bei einem Philatelist wertzuschätzen und bringt sie zu Benjamin. Er soll herausfinden, ob sich unter den vielen Marken doch ein Schätzchen befindet. Und tatsächlich entdeckt Benjamin einen vergilbten ungeöffneten Brief, der mit einer seltsamen und untypischen Briefmarke aus den Dreißigerjahren versehen ist. Auf dem Marke ist der Stephansdom abgebildet mit kaum Sehbahren Edelweiß, was Benjamin merkwürdig findet. Benjamin hat nie an Zufällen glaubt und beschließt dem Geheimnis des Briefs auf die Spur zu gehen. Katie dagegen glaubt das es eine Zeitverschwendung ist, dennoch willigt sie nur ein, weil sie endlich verstehen möchte, warum ihre Vater die Sammlung über alles liebt. Aber die beiden ahnen nicht, dass sie ihre Spurensuche ins Österreich des Jahres 1938 führen wird, genau an den Ort, an dem ein junges paar einst begegnete und sich ewige liebe versprach...


    Ich muss zugeben, bin sehr skeptisch an den Buch herangetreten. Ich meine, seit Jahrzehnten schreibt man die Bücher über den Zweiten Weltkrieg, da denkt man, gibt es überhaupt noch irgendwelche Ecken, die im dunkel geblieben sind? Und noch dazu, eine junge Amerikanische Autorin über das Thematik schreibt, ob das gut geht? Und ob das geht! Bin begeisterst! Als erfahrener Leser merkt man schnell, wie sorgfältig und gründlich die Autorin recherchiert hat. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Kapitelweise reist man zwischen dem Jahr 1938 nach Österreich und in dem Jahr 1989 nach Los Angeles, welcher den Leser sehr guten Einblick jeweiligen geschehen ermöglicht und diese zwei Erzählstränge sind so gut verknüpft, sodass sie richtig ineinander übergehen. Die Autorin hat schwierige Themen wie Krieg, Antisemitismus und Krankheiten ausgesucht aber ordentlich mit Mut, Hilfsbereitschaft und mit Liebe gewürzt, so dass man nicht nur traurig rein blickt sondern oft schmunzelt. Ihr Schreibstil ist leicht und locker, so dass man ohne Verständnisprobleme lesen kann. Alle Charaktere sind sehr sympathisch und bildhaft aber mir hat das besonders starke Protagonistinnen sehr gut gefallen. Die Komplette Geschichte ist schon ein bisschen vorhersehbar. Aber mich hat es nicht gestört, weil gewisse Spannung auch dabei war, wobei man einfach weiter lesen möchte. Im Großen und ganzen ist es ein sehr gut gelungener, bewegender Roman. Sehr empfehlenswert!


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    Scholus avatar
    Scholuvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: einfach großartig! <3 #highlight
    Tolle Unterhaltung mit sympathischen Charakteren

    Eigentlich ist das Buch nicht unbedingt mein Lieblingsgenre bzw. mein Lieblingsthema; von Büchern mit dem Thema "2. WK" halte ich mich normalerweise eher fern, wahrscheinlich hab ich da in jüngeren Jahren zuviel von gelesen. Ich kann auch gar nicht nachvollziehen, wie ich an das Buch gekommen bin, aber ich bin total froh, es gelesen zu haben!
    Dieses Buch spielt zum Teil zu Beginn des 2. Weltkrieges in Österreich und zum Teil 1989 in Amerika.
    Die Autorin greift dabei in ihrem Werk viele verschiedene Themen auf: Der Waise Christoph, der bei der jüdischen Familie Faber das Gravieren von Briefmarken erlernen will, die Verschleppung der Juden und den Kindertransport. Demgegenüber in der "Gegenwart" Kathie mit ihrem demenzkranken Vater, einem Briefmarkensammler, der immer auf der Suche nach einem Schatz war. Diese Suche führt nun Kathie sogar bis nach England und Deutschland, welches gerade wiedervereinigt wird ...
    Trotz dieser vielen Themen gelingt es Jillian Cantor, die Geschichten einfühlsam miteinander zu verweben. Es scheint gut recherchiert und keine Information ist überflüssig
    Der Sprachstil ist flüssig, und die Personen sind allesamt sympathisch! Obwohl es nicht mein bevorzugtes Genre ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und war gespannt, wie sich am Ende alles verbindet. Frau Cantor hat mich wirklich begeistert und ich bin gespannt, ob bald weitere ihrere Bücher ins Deutsche übersetzt werden!

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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Etwas vorhersehbar und auch mit Längen, aber gute Unterhaltung.
    Nur eine Briefmarke

    Katies Vater hat leidenschaftlich Briefmarken gesammelt. Zusammen mit ihm hat sie viele Flohmärkte besucht, er war immer auf der Suche nach einem ganz besonderen Schatz. Nun lebt er seit einiger Zeit in einem Heim für Demenzkranke. Sein Gedächtnis schwindet immer mehr und Katie bringt die Sammlung zu einem Briefmarkenhändler. Vielleicht findet sich ja doch eine besonders wertvolle Marke darunter.

    Tatsächlich findet Benjamin Grossman etwas Besonderes. Einen vergilbten, nie abgeschickten Brief mit einer österreichischen Marke, an der einige Linien sein Interesse erwecken. Katie und er machen sich daran, die Geschichte des Briefes und der besonderen Marke zu erforschen und das führt sie in das Jahr 1939 nach Österreich. Katie ahnt noch nicht, wie die Geschichte und die Briefmarke mit ihrem Leben verknüpft sein werden.

    Der Roman von Jillian Cantor spielt auf zwei Zeitebenen, die sich abwechseln, die Gegenwart ist Los Angeles im Jahr 1989, die Vergangenheit in Österreich sind die Jahre 1938/1939.
    Katie ist eine Frau, die an einem Wendepunkt ihres Lebens angekommen ist. Ihre Ehe ist gescheitert, der Vater, ihre Verbindung zur Kindheit erkennt sie nur noch an guten Tagen. Sie ist verletzt und ein wenig aus ihrer Lebensbahn geworfen. Mit der Suche nach der Empfängerin des alten Briefes findet sie eine Herausforderung und auch einen Grund sich öfters mit Benjamin Grossman zu treffen. Der schüchterne, wortkarge Mann beginnt sie zu interessieren.

    Liebesgeschichte und historischer Roman gehen hier eine Verbindung ein. Je tiefer Katie in der Vergangenheit gräbt, umso besser kann sie ihre Gegenwart und ihre Zukunft einschätzen. Die Idee ist nun nicht sonderlich originell, aber die Umsetzung fand ich gelungen. Der Roman wird immer spannender und dramatischer, je näher Katie der Wahrheit kommt. Die Wahl der Zeitebenen hat mir auch gut gefallen, der Anschluss Österreichs an Nazideutschland und die Folgen auf die jüdischen Bewohner geben einen dramatischen und sehr persönlichen Hintergrund und das Jahr 1989 ist ebenfalls von vielen Umbrüchen geprägt. Mit dem Fall der Mauer in Deutschland bekommt auch die deutsche Herkunft von Katies Großeltern eine Bedeutung.

    Auch wenn ich den Verlauf der Geschichte und ihr Ende schon früh ahnte, bleibt mir die Geschichte doch positiv in Erinnerung. Auch über einige Längen konnte ich gut hinwegsehen. Gute Unterhaltung mit Anspruch, wie ich finde.



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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Einerseits extreme Längen, andererseits stellenweise sehr reißerisch - für mich nicht die optimale Kombination trotz des spannenden Themas!
    Mit einem Edelweiß in die Vergangenheit

    Kalifornien 1989: Ein Edelweiß ist alles, was Katie hat - nein, stimmt nicht ganz: Es ist ein Mädchen mit einem Edelweiß. Auf einem Briefumschlag, denn es handelt sich um eine Briefmarke. Und zwar um eine aus dem Besitz von Katies dementem Vater, der ein ebenso begeisterter wie eifriger Sammler war. Bis es nicht mehr ging. Jetzt lebt er in einem Heim und erkennt manchmal seine eigene Tochter nicht.

    Katie zeigt die Sammlung dem Experten Benjamin, um sowohl materiellen als auch möglichen geistigen Wert schätzen zu lassen. Darunter auch diesen im Übrigen ungeöffneten Brief.

    Es kommt heraus, das es sich um Post aus dem von den Nazis bereits eingegliederten Österreich handelt. Und wir treten ein in eine längst vergangene Welt: in eine österreichische Kleinstadt im Jahr 1938, als alles begann.

    Jedenfalls alles, was für die Handlung dieses Romans von Belang ist. Ein Roman, der auf zwei Ebenen spielt, von denen die eine 1989, die andere 1938 ihren Anfang nimmt. In zwei verschiedenen Ländern, auf zwei unterschiedlichen Kontinenten. Und doch fließt alles zusammen.

    Die amerikanische Autorin Jilian Cantor hat für dieses Roman ein spannendes Thema gewählt und die Stationen, die zur Auflösung des Plots beschritten werden, sind ebenso spannend. Manchmal jedoch etwas zu sehr ins Sensationslüsterne tendierend - wogegen andere wichtige Punkte gar nicht tangiert werden.

    Daher aus meiner Sicht ein interessantes und wichtiges Buch, aber mit viel Luft nach oben!

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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Meine unbedingte Leseempfehlung - bewegend, spannend, mitreißend.
    Der Schatz

    Los Angeles 1989: „Die Marken waren mein Ein und Alles.“ (S. 23) sagt Katies Vater, als sie ihm erzählt, dass sie seine Sammlung veräußern will. Das ist an einem guten Tag, an dem er sie erkennt und sich erinnern kann, denn er leidet an Demenz. In ihrer Kindheit sind sie jeden Sonntag losgezogen, um auf Flohmärkten und bei Haushaltauflösungen nach besonderen Briefmarken zu suchen. Jetzt hofft sie, dass sich wirkliches etwas Wertvolles in der Sammlung befinde

    Bis auf eine ungewöhnliche Marke (die auf einem ungeöffneten, nie abgeschickten Brief klebt) fällt dem Händler Benjamin Grossmann nichts auf. Aber „die Eine“ hat es in sich. Sie muss um 1938 in Österreich entstanden sein. Im eigentlichen Bild versteckt sich ein Edelweiß – das deutet lt. Benjamin darauf hin, dass es sich um einen Liebesbrief handelt. Aber er sagt Katie auch, dass die Marke so nie gedruckt wurde. Warum gibt es sie dann aber? „Vielleicht waren die Geschichten hinter den Marken der eigentliche Schatz.“ (S. 123) Die Suche führt die Beiden weit in die Vergangenheit.

     

    Die Geschichte hat mich sehr bewegt. Jillian Cantor verwebt darin geschickt zwei Zeitebenen und Handlungsstränge. Da ist zum einen Katie, die 1989 unbedingt den Graveur der Marke oder die Empfängerin des Briefes finden möchte. Gleichzeitig fällt in Berlin die Mauer und ihre Großmutter träumt davon, noch einmal ihre Heimat zu sehen, denn auch sie musste als Jüdin im 2. WK fliehen und konnte / wollte danach nicht in de DDR zurückkehren.

    Die zweite Ebene spielt in 1938 Österreich. Der ehemalige Waisenjunge Christoph hat beim jüdischen Briefmarkengraveur Friedrich Faber und dessen Familie endlich eine Lehrstelle und ein Zuhause gefunden. Doch dann wird Österreich an Deutschland „angeschlossen“ und die Fabers sind in Gefahr.

     

    „Das Mädchen mit dem Edelweiß“ ist extrem spannend geschrieben. Ich habe mit Katie und Benjamin auf ihrer Suche mitgefiebert. Katie ist eine zutiefst verunsicherte und einsame Frau. Ihr Mann lässt sich gerade scheiden, weil sie sich nur noch um ihren erkrankten Vater gekümmert und dabei ihre Ehe vernachlässigt hat. Ihr Vater lebt in der Vergangenheit und erkennt sie kaum noch. Ihren Glauben lebt sie seit Jahren nicht mehr, da ihr Mann kein Jude war. Sie hat ihre Wurzeln verloren.

    Durch die Suche und die Konfrontation mit der Vergangenheit versteht Katie endlich, was ihre Vorfahren mit der Flucht alles aufgeben mussten, was Heimat eigentlich bedeutet – und findet sich selbst wieder.

     

    Jillian Cantor beschreibt sehr mitreißend, wie die Nazis gegen die österreichischen Juden vorgegangen sind und wie geschickt diese sich dagegen gewehrt haben. Sehr interessant fand ich ihren Blick als Amerikanerin auf die Wende- und Nachwendezeit der DDR, da ich dort aufgewachsen bin.

     

    Meine unbedingte Leseempfehlung.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 11 Tagen
    Einem geliebten Menschen ein Edelweiß zu überreichen ist eine tiefempfundene Liebesoffenbarung ...

    Immer, wenn man denkt, man hat die Thematik um den Zweiten Weltkrieg nun wirklich aus jedem Blickwinkel beleuchtet, kommt wieder eine tolle Autorin daher und straft einen Lügen! Die mir bis dato unbekannte Jillian Cantor hat mich schwer beeindruckt mit ihren detaillierten und sehr gefühlvollen Beschreibungen über den jungen Lehrling Christoph, der – verliebt in Elena – zu einer Stärke heranwächst, die ihresgleichen sucht. Doch auch der Erzählstrang der Gegenwart im Jahr 1989 ist fesselnd und abwechslungsreich. 1989 ist das Jahr des Umbruchs für die Welt – insbesondere natürlich für Deutschland. Die Mauer fällt! Mit ihr wird die Grenze aufgehoben und Deutschland wird zusammenwachsen. Gleichzeitig geht es aber Kathies Vater mit seiner Alzheimer Krankheit immer schlechter. Obwohl körperlich noch fit, zieht er sich geistig immer mehr in seine eigene Welt zurück. Auf berührende Weise lässt uns die Autorin daran teilhaben. Dieses Buch vereint so viel Information in sich ohne auch nur einmal langweilig oder gar langatmig zu sein. Ich freue mich, dass ich hier dabei sein durfte.  

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Eine tiefgründige und spannende Geschichte, wie ich sie bei dem Klappentext nie vermutet hätte. 🏆Mein Lesehighlight 2018🏆
    🏆Mein Lesehighlight 2018🏆

    Eigentlich war es hier der Originaltitel, der mich neugierig gemacht hatte. The lost letter, das klingt irgendwie geheimnisvoll aber auch nach sehr viel Gefühl. Mit diesen Erwartungen bin ich an den Roman getreten und wurde nicht enttäuscht.

    Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der erste Handlungsstrang spielt in Österreich um 1938. Hier wird nun jeder sofort an Krieg, Not und Elend denken. Richtig! Aber auch eine sehr interessante und spannende Geschichte, die eben außerdem der gewöhnlichen Kriegsgeschichten spielt. Dort habe ich auch zum ersten Mal von einem Briefmarkengraveur gehört bzw. gelesen. Okay, ich muss aber auch sagen, dass ich mir zuvor nie darüber Gedanken gemacht hatte, wie diese Motive zur Briefmarke werden.

    Sehr interessant fand ich hier auch den Weg vom Motiv zurück zum Hersteller. Und dieses einzig und allein durch das Edelweiß.

     Der zweite Handlungsstrang spielt in Los Angeles um 1989. Diese Geschichte hat mich noch mehr berührt, wohl auch, wegen der Demenz mit der Kates Vater zu kämpfen hat. Wobei, eigentlich kämpft ja Kate. Und zwar gegen die Vergessenheit der Geschichte, ihrer Geschichte.

    Auch in diesem Handlungsstrang habe ich etwas dazu gelernt, nämlich die Sprache der Briefmarken. Hattet ihr nicht auch schon mal eine Briefmarke falsch herum geklebt? Oder einfach ein bisschen schräg geklebt? Aber wusstet ihr, dass dieses ein geheimes Zeichen ist? Ein Zeichen, das Leben retten konnte?

     Beide Handlungsstränge laufen parallel und fügen sich wunderbar ineinander. Man begleitet somit permanent alle Protagonisten auf ihren Wegen, was die Geschichte umso spannender macht.

    Alle Personen waren sehr bildhaft beschrieben, so dass sich Stimmungen und Handlungen immer nachvollziehen konnte, und ich auch teilweise wirklich mitgelitten habe.

    Gerade am Schluss musste ich mir ein kleines Tranchen verkneifen, da mich die Geschichte wirklich emotional berührt hatte.

     Zum Schluß möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Ich möchte direkt auf den Titel zu sprechen kommen. DAS MÄDCHEN MIT DEM EDELWEIß - Anfangs dachte ich, dass es sich um einen Bergroman handeln würde, ein Blick auf das Cover zeigte jedoch, dass ich mich im Zeitraum des zweiten Weltkriegs befinden sollte. Der Blick auf den Originaltitel machte die Geschichte vollends klar, so dass ich sagen kann, dass dieser Originaltitel absolut passend ist.  Auch für den deutschen Titel sollte man das Buch gelesen haben, um den Hintergrund besser zu verstehen.

    Die Farben wurden wohl absichtlich blass gehalten, um die Frau bzw. den Titel in den Vordergrund zu stellen.

    Der Klappentext bezieht sich auf den Anfang der Geschichte des zweiten Handlungsstrangs und wurde sehr ansprechend formuliert, so dass es schon ein bisschen neugierig macht.


    📚 Fazit 📚

     

    Ein toller, emotionaler Roman, den ich hinter dem Klappentext so nicht vermutet hatte. Der Klappentext vermittelt eine Geschichte, wie sie schon dutzendfach niedergeschrieben wurde, hier nun aber, erwartet den Leser etwas völlig anderes.

    Ich war von der ersten bis zur letzten Seite von der Story begeistert und wollte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.

    Eine großartige Story, die mich auf jeden Fall noch einige Zeit begleiten wird.

    Meine komplette Rezension findet ihr hier:

    https://chattysbuecherblog.blogspot.com/2018/10/edelweiss-cantor.html

    Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

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    nirak03s avatar
    nirak03vor 14 Tagen
    Der verlorene Brief

    Jillian Cantor erzählt ihre berührende Liebesgeschichte auf zwei Zeitebenen. Da ist Katie im Jahre 1989, sie hat die Briefmarkensammlung ihres Vaters zu dem Philatelisten Benjamin gebracht. Er soll die Sammlung durchsehen und schauen, ob etwas von Wert darunter ist. Katie ihr Vater hat sein Leben lang diese Marken gesammelt. Ist mit ihr auf diversen Flohmärkten gewesen. Nun ist er alt und lebt in einem Pflegeheim, da er an Alzheimer erkrankt ist. Benjamin findet unter den Briefmarken dann einen alten ungeöffneten Brief. Auf diesem befindet sich eine Briefmarke, die ihm sehr seltsam vorkommt und so beginnt eine Suche nach der Vergangenheit. Wo kommt dieser Brief her und warum ist seine Marke mit dem Edelweiß etwas besonderes? Ihre Suche führt sie in das Jahr 1938.


    Der zweite Handlungsstrang erzählt nun eben aus dieser Zeit. Der Leser lernt Menschen kennen, die in Österreich ihr Leben lebten. Von einem jungen Paar, das sich liebt. Von einer dramatischen Zeit und dem furchtbaren Kampf ums Überleben in dieser Zeit.


    Die Autorin erzählt eine ganz besondere Geschichte und dies mit viel Gefühl. Sie erzählt aus dem Leben 1938, davon wie Briefmarken hergestellt wurden, aber hauptsächlich davon, was in dieser Zeit geschah, und wie die Menschen versuchten damit zu leben.


    Christoph ist noch jung, als er bei dem berühmten Briefmarkenhersteller Faber in die Lehre geht. Faber und seine Familie sind Juden. Für Christoph ist es kein Problem, er fühlt sich wohl in dieser Familie. Berührend berichtet Cantor dann von dem Schicksal dieser Menschen. Ich konnte mich dieser Geschichte nicht entziehen, zu fesselnd war die Handlung.


    Um die Spannung dementsprechend hochzuhalten, hat die Autorin im richtigen Moment den einen Erzählstrang verlassen, um im Jahre 1989 von Katie zu berichten. Ihre Suche nach dem Besitzer und dem Schicksal des Briefes ist nicht weniger spannend. Auch Katie hat einiges zu verarbeiten. Sie sorgt nicht nur für ihren Vater, auch durchlebt sie eben selbst eine schwierige Phase. Jillian Cantor hat die beiden Handlungen, wunderbar zu einer Geschichte verwoben. Sie hat mich gut unterhalten und mich teilhaben lassen, an ein Leben und ein berührendes Schicksal.


    „Das Mädchen mit dem Edelweiß“ ist ein Liebesroman, der in die Tiefe geht. Die zwei Zeitebenen sorgen für Spannung und zeigen vor allem, wie die Vergangenheit mit der Gegenwart verwoben ist. Ich habe die Geschichte von Katie und Christoph gern gelesen.

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