Als Trekkie (ich oute mich mal) bin ich natürlich auch Science Fiction-Fan. Zudem lief auch gerade die Serie "Mars" im TV. Es ist durchaus beeindruckend, daß man heute eine Sonde so weit ins All schicken kann, die dann auch noch Bilder macht von einer Welt, die mittlerweile gar nicht mehr so fern scheint. Es ist in greifbare Nähe gerückt zum Mars zu reisen- wenn es auch für die ersten Menschen, die reisen wollen, ein One Way- Trip wird. Aber möchte ich dort leben? Definitiv nein, denn ich müsste meine Tage ständig in einem Raumanzug verbringen, wenn ich den Planet erkunden will- keine Bäume, keine Tiere....nur Staub, Mikroben und Eis, Stürme, die so gewaltig sind, daß sie Wochen andauern. Es ist interessant darüber nachzudenken, die faszinierenden, großen, schönen Bilder zu sehen, aber mir ist dennoch die Erde lieber.
Jim Bell
Alle Bücher von Jim Bell
Postkarten vom Mars
Neue Rezensionen zu Jim Bell
Am 10.6.2003 flog eine Rakete Richtung Mars. In ihr befand sich ein Fahrzeug, das auf dem roten Planeten rumgurken sollte. Am 4.1.2004 knallte der Marsrover Spirit mit Fallschirm und Airbags gesichert wie ein Flummi in den Gusev-Krater hinein. Zwanzig Tage später folgte ihm sein Zwilling Opportunity und landete auf der anderen Marsseite auf der Meridiana-Ebene. Jim Bell ist leitender Wissenschaftler bei der NASA und für die Panorama-Kameras der beiden Rover verantwortlich. Diese Kameras schicken nun schon seit vier Jahren regelmäßig Bilder zur Erde. Bilder wie von der Erde und doch von einem anderen Stern. Atemberaubend! Würd ich dort stehen, ohne Raumanzug, würd es mir auch den Atem rauben und kurz danach wär ich tiefgefroren - und doch sagen mir die Bilder: hier möcht ich mal losstiefeln! Es scheint vertraut und fremd zugleich. Und dann noch dies Bild: ein Horizont und Nacht und am Himmel ein kleiner Lichtfleck. Das ist die Erde. Die Fotos sind wirklich sehr berührend (und teilweise aufklappbar auf doppelte Buchbreite). Die Geschichte, die Jim Bell dazu schreibt, gilt der Vorbereitung und dem Ablauf der Expeditionen. Für 90 Tage waren die Rover ausgelegt, doch 2007, als die deutsche Ausgabe dieses Buches herauskam, fuhren sie immer noch. Langsam (220 Meter pro Tag ist der Rekord), aber stetig. Bell schreibt lebendig und spannend und doch sind es zuallererst seine Bilder, die dies Buch zu einem Hochgenuß machen.
Gespräche aus der Community
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
3 Bibliotheken
1 Leser*innen


