Jim Henson

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Rezension zu "Jim Henson's Tale of Sand" von Jim Henson

Jim Henson's Tale of Sand
Elmar Hubervor 2 Jahren

STORY

Auf seinem unbestimmten Weg durch die Wüste gerät Mac in ein kleines Wüstenkaff, in dem gerade ein Fest stattfindet. Die Einwohner benehmen sich, als hätten sie den Neuankömmling erwartet und auch der Sheriff begrüßt ihn wie einen alten Bekannten, für den er auch gleich einen Auftrag hat. Weiter durch die Wüste, bis nach Eagle Mountain soll Mac es „schaffen“. Dann wäre er „in Sicherheit“. Dazu erhält er einen Rucksack voller merkwürdiger Dinge, einen riesenhaften Schlüssel und zehn Minuten „Vorsprung“. Eigenartig, denn er ist sich weder einer Gefahr, noch irgendeiner Aufgabe bewusst. Doch tatsächlich bemerkt er auf seinem Weg bald einen Verfolger, der ihn offenbar töten will. So hat er gar keine andere Wahl, als seinen Weg nach Eagle Mountain fortzusetzen.

MEINUNG

Mit TALE OF SAND liegt beim jungen Verlag dani books ein absolutes Art-Highlight vor. Die Geschichte von Muppet-Erfinder Jim Henson und seines Autorenkollegen Jerry Juhl erblickte das Licht der Welt als Drehbuch für einen Film der nie realisiert wurde. Allerseits für ihre Kreativität gelobt, wollte doch niemand den beiden ein solches Projekt finanzieren. Offenbar tickten die Hollywood-Bosse schon in den 1970ern so wie heute und misstrauten Geschichten, die sich in keine Schublade fügen lassen.

In enger Zusammenarbeit mit Lisa und Brian Henson, den Nachlassverwaltern vin Jim Henson und Leitern der Jim Henson Company, setzte Archaia Entertainment dieses unverfilmte Drehbuch fast 40 Jahre nach seiner Fertigstellung als kunstvolle Graphic Novel um
Die Geschichte erzählt von Mac, einem jungen Mann, über den man nichts weiter erfährt, der quasi aus dem Nichts kommt und dem eine vage Aufgabe übertragen wird, für die er sich nicht verantwortlich fühlt, bis ihn ein Verfolger unter Lebensbedrohung förmlich drängt, seinen Auftrag zu erfüllen. Auf seiner Flucht durch die Wüste hat unser „Held“ zahlreiche surreale Begegnungen, die sich allesamt seinem Einfluss entziehen und die ihn immer wieder aufhalten und von seinem Weg abbringen. Und stets ist ihm sein Verfolger auf den Fersen, unermüdlich, allwissend und sogar immer einen Schritt voraus.

Natürlich ist von Anfang an klar, dass zwischen Mac und seinem Verfolger eine Verbindung besteht, doch welcher Art diese ist, enthüllt sich erst zum Schluss. Ein wunderbares Element, das viel Spielraum für Deutungen lässt und TALE OF SAND über einen reinen Cartoon hinaus hebt.

Sieht man sich die Geschichte an, so atmet TALE OF SAND zweifellos das psychedelische Odeur der späten 1960er Jahre und bildet ein wildes, pastellfarbenes Konglomerat aus Alejandro Jodorowskis EL TOPO, dem kafkaesken NUMMER SECHS, und einer ordentlichen Ladung Anarchohumor a la LOONEY TUNES.

Gerade unter diesem Aspekt war der Künstler Ramon K. Perez eine perfekte Wahl. Der cartoonhaft-überspitzte, doch auch sehr detaillierte Zeichenstil, spiegelt perfekt die Absurdität der Ereignisse wider, denen Mac hilflos ausgesetzt ist. Darüber hinaus, kommt der Comic über weite Strecken ohne Text und Dialoge aus, was ebenfalls für die Meisterschaft von Señor Perez spricht.

Die Surrealität wird noch dadurch unterstrichen dass der Künstler z.B. Bildteile in andere Panels hinein ragen lässt, Bild-im-Bild-Technik verwendet oder im Bildhintergrund die Original-Drehbuchseiten von Jim Henson einfügt sind und noch einige weitere grafische Überraschungen.

Ergänzt ist der Band mit einer detaillierten Einführung von Karen Falk (Archivleiterin der Jim Henson Company), die das gesamte kreative Schaffen von Jim Henson beleuchtet, einem Nachwort von Tochter Lisa Henson und einem Interview mit Zeichner Ramon Perez geführt von Comic-Profi Christian Endres.

Damit und mit der Präsentation als hochwertig gefertigtes Hardcover im Format 20,3 x 28,5 cm stellt TALE OF SAND ein uneingeschränkt sammelwürdiges Liebhaberstück dar.

FAZIT

Surreales Cartoon-Komödien-Drama nach einem unverfilmten Drehbuch von MUPPET-Erfinder Jim Henson in einer erstklassigen Präsentation.

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Rezension zu "Die Reise ins Labyrinth, 1 DVD" von Jim Henson

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Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Die Teenagerin Sarah ist wie viele Mädchen in ihrem Alter - rebellisch, störrisch und noch dazu fühlt sie sich ständig ungerecht behandelt. Sie lebt in ihrer eigenen Welt und läßt niemanden an sich heran. In ihren Träumen hat sie sich schon unzählige Male dem sagenumwobenen Koboldkönig stellen müssen, scheitert jedoch am Ende immer wieder, da sie stets die Formel vergisst, mit der sie ihn bezwingen kann.
Für Sarah ist alles nur ein Spiel. Zu spät erkennt sie, welche Macht ihre Worte tatsächlich haben, als sie ihren kleinen Bruder verwünscht und die Kobolde ihn daraufhin tatsächlich in ihre Welt entführen.
Als sie gleich darauf den Koboldkönig selbst zu sich ruft und ihn darum bittet, dass er ihren Wunsch rückgängig macht, beginnt Sarahs Reise durch das Labyrinth, denn ein Kobold gibt nicht so ohne weiteres etwas her, das ihm gehört - schon gar nicht, wenn dabei noch mehr für ihn herausspringen könnte ...
Ja, wie wahr - bei diesem hier gelisteten Exemplar handelt es ich nicht um ein Buch, sondern um eine DVD ... Aber wie könnte ich ein so großartiges Werk außer Acht lassen, das mich irgendwann in die Welt der Zwerge und Kobolde entführt und so unbeschreiblich verzaubert hat?
Für mich war es der Anfang ganz großer Träume und zahlreicher Ideen - und das ganz ohne die Hilfe von Computeranimationen.
In liebevoll detaillierter Kleinarbeit wurde mit diesem Film etwas ganz Großes geschaffen. Die Reise in das Labyrinth ist kein modernes Märchen, sondern basiert auf zahlreiche Mythen aus alten Zeiten über die Entführung von Menschen in das Geisterreich. Die Puppen und die Kostüme sind hervorragend gearbeitet und die Besetzung ist einfach fantastisch! Als ich in den Specials der DVD zum ersten Mal gehört habe, dass die wunderschöne Jennifer Connelly zum Zeitpunkt der Verfilmung gerade erst 14 Jahre alt war, musste ich zurück springen, um sicher zu gehen, dass ich mich nicht verhört habe. Sie schafft es, den Beobachter in ihren Bann zu ziehen und spielt ihre Rolle großartig.
Auch die Rolle des Koboldkönigs hätte mit David Bowie (von dessen Musik ich inzwischen ein großer Fan bin) gar nicht besser besetzt werden können. Er spielt seinen Part perfekt und als das Multitalent, das er nun einmal ist, hat er auch noch die traumhafte Musik zum Film dazu gesteuert.
Der Film ist und bleibt mein Lieblingsfilm. Er lädt zum Träumen ein und selbst, wenn man ihn schon mitsprechen kann, wird er noch nicht langweilig. Dies ist ein Märchen für jung und alt und ich kann es nur weiterempfehlen, denn auch die größten Träumer unter uns vermag es trotz altmodischer Technik der achtziger Jahre noch zum Staunen zu bringen ...

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L
hallo brauche dringend das buch zum film reise ins labyrinth wo bekomme ich es
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Letzter Beitrag von  Puzzelinevor 8 Jahren
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