Jim Kelly

 3,3 Sterne bei 38 Bewertungen

Lebenslauf

Jim Kelly ist Journalist und hat bereits für die BEDFORDSHIRE TIMES, die YORKSHIRE EVENING PRESS and die FINANCIAL TIMES gearbeitet. Von seinem Vater - ein Detective Chief Inspector bei der Londoner Metropolitan Police - hat er die Faszination für Verbrechen geerbt. Für seine Romane hat er bereits den CWA DAGGER IN THE LIBRARY und den NEW ANGLE PRIZE FOR LITERATURE erhalten, zudem stand er auf der Shortlist des John Creasey Awards.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jim Kelly

Cover des Buches Die Schatten von Cambridge (ISBN: 9783404188475)

Die Schatten von Cambridge

(17)
Erschienen am 25.11.2022
Cover des Buches Tod im Moor (ISBN: 9783442358267)

Tod im Moor

(4)
Erschienen am 10.06.2003
Cover des Buches Kalt wie Blut (ISBN: 9783442364367)

Kalt wie Blut

(5)
Erschienen am 10.09.2007
Cover des Buches Die dunklen Stunden der Nacht (ISBN: 9783404185078)

Die dunklen Stunden der Nacht

(2)
Erschienen am 23.12.2021
Cover des Buches Unter der Erde (ISBN: 9783442364350)

Unter der Erde

(2)
Erschienen am 24.07.2006
Cover des Buches Einer blieb zurück (ISBN: 9783442369539)

Einer blieb zurück

(1)
Erschienen am 18.10.2008
Cover des Buches Kein Ort zum Sterben (ISBN: 9783442358274)

Kein Ort zum Sterben

(2)
Erschienen am 01.07.2004

Neue Rezensionen zu Jim Kelly

Cover des Buches Die dunklen Stunden der Nacht (ISBN: 9783404185078)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die dunklen Stunden der Nacht" von Jim Kelly

Bellis-Perennis
Cambridge am Vorabend des Zweiten Weltkrieges

Autor Jim Kelly entführt uns in das Jahr 1939 nach Cambridge. Die Zeiten stehen auf Krieg. Großbritannien versucht   die Städte, die von Deutschland aus leicht erreichbar sind, vor den Angriffen der deutschen Luftwaffe mittels Sperrballonen, zu schützen. Auch in der Universitätsstadt Cambridge sind solche Sperrballons in Stellung gebracht worden.  

Als sich vier dieser mit Gas gefüllten Sperrballons losreißen und einer eine Explosion in einem Stellwerk verursacht, dreht Inspector Eden Brooke gerade wieder seine nächtlichen Runden. Brooke leidet an chronischer Schlaflosigkeit, die wie seine extrem lichtempfindlichen Augen, die er stets hinter, den Lichtverhältnissen angepassten, getönten Brillengläsern verbirgt, ein Relikt aus der Kriegsgefangenschaft im Großen Krieg (wie man den Ersten Weltkrieg damals noch nennt) ist. 

Am nächsten Morgen wird neben der Leiche eines amerikanischen Wissenschaftlers ein Stück des zerstörten Sperrballons gefunden. Ist der Ballon an dessen Tod schuld? Doch dann entdeckt Eden Brooke, dass die Schuhe des Toten falsch an den Füßen angebracht sind und beginnt zu ermitteln. Man will ihm über den Mann keine richtige Auskunft geben und versteckt sich hinter der Floskel „geheime militärische Operation“.  

Gleichzeitig gibt es mehrere Gruppen und Grüppchen wie die eine kleine Schar Kommunisten ihr eigenes Süppchen kochen sowie einen Trupp Soldaten, der geheimnisvolle Gruben aushebt und wieder zuschütten lässt. Zudem macht verschiedene Gerüchte von verschwundenen Schlachttieren und neuartigen Waffen die Runde. Und der tote Amerikaner wird nicht der einzige Tote bleiben .... 

Doch niemand hat mit Eden Brookes Hartnäckigkeit, die ihn auch mehrmals in Lebensgefahr geraten lässt, gerechnet. 

Meine Meinung: 

Als Teilnehmer und invalider Überlebender des Großen Krieges ist Eden Brookes besonders auf der Hut. Vor allem, was die Entwicklung neuer Waffen betrifft. Die durch Senfgas getöteten und verwundeten Soldaten aller Nationen sind ihm nach wie im Gedächtnis. 

Wie schon der andere Krimi (Der Junge im Fluss), den ich von Jim Kelly gelesen habe, ist auch dieser hier kein rasanter Thriller mir wilden Verfolgungsjagden, sondern eher ein dunkler, tiefgründiger Krimi wenige Tage vor Beginn des Zweiten Weltkriegs.  

Die Verunsicherung sowohl bei der Bevölkerung als auch bei der Exekutive, also Polizei und Militär, ist deutlich spürbar. Bei beiden sind nicht immer die fähigsten Männer an der richtigen Stelle, sondern Herkunft und Einfluss geben oft die Richtung vor. 

Jim Kelly ist ein dunkler Krimi gelungen, der von Frauke Meier sehr gut übersetzt worden ist. 

Fazit:

Wer einen britischen Krimi, der am Vorabend des Zweiten Weltkriegs lesen will, ist hier richtig. Gerne gebe ich hier 4 Sterne. 

 

 

Cover des Buches Tod im Moor (ISBN: 9783442358267)
MartinAs avatar

Rezension zu "Tod im Moor" von Jim Kelly

MartinA
Routiniert

TOD IM MOOR erschien bereits 2003, allerdings merkt man das nicht unbedingt. Ob man dieses Buch aber unbedingt aus der Versenkung holen musste ist eine andere Frage ... es gibt zahlreiche aktuellere Autoren, deren Werk eine Übersetzung verdient hätte. Nun ja, die deutsche Übersetzung gibt es ja auch schon seit 2003 als Übersetzung.
Ich mag Moore und fand den Klappentext sehr vielversprechend. Aber so ganz das bekommen was ich erhofft hatte, habe ich nicht. Der Schreibstil war für nicht immer leicht zu lesen. Dryden fand ich gut skizziert und auch sehr unterhaltsam (und ungewöhnlich), den Rest der Charaktere dagegen empfand ich als eher farblos und wenig gut gezeichnet, vielleicht mit der einen oder anderen Ausnahme. Wirklich Spannung konnte ich nicht empfinden, aber es ist tatsächlich Dryden zu verdanken, dass ich mich trotzdem gut unterhalten fühlte. Ein interessanter Krimi wurde mir geboten, vielleicht etwas solide und abgesehen von den Protagonisten nicht unbedingt überzeugend.
An manchen Stellen ist die Handlung vielleicht etwas holprig und zu langatmig, aber ein routinierter Whodonit mit wenig Überraschungen, der aber auf Klischees verzichtet und einen durchaus interessanten Protagonisten hat, der es vielleicht wert ist, den weiteren Büchern zu folgen.

Hat noch einige Luft nach oben

Dieser Krimi ist der erste einer Reihe um den Journalisten Philip Dryden und beginnt gleich so düster, wie das Cover aussieht.  

An einem nebeligen Tag wird ein scheinbar leeres Auto aus dem Moor geborgen. Die Überraschung der Polizei ist groß, als sie im Kofferraum eine tiefgefrorene Leiche findet. Wenig später taucht auch noch ein Skelett auf. 

Philip Dryden, Reporter der lokalen Zeitung in Cambridgeshire wittert eine große Schlagzeile, denn er ist felsenfest davon überzeugt, dass die beiden Toten in einem Zusammenhang stehen.  

Noch ahnt er nicht, dass seine Recherchen seine eigenen Dämonen, die er mit viel Alkohol in Schach zu halten versucht, wieder zu neuem Leben erwecken. Denn Dryden hat einst seine Frau im Moor verloren ...  

Meine Meinung: 

Ich habe von Jim Kelly den historischen Roman aus dem Ersten Weltkrieg „Die Schatten von Cambridge“ gelesen und war von seiner Art zu schreiben begeistert. Deshalb habe ich zu „Tod im Moor“ gegriffen.  

Das Buch ist erstmals 2002 (auf Englisch) erschienen und von Val McDermid als „Bestes Krimi-Debüt des Jahres“ bezeichnet worden. Leider kann ich dieses Urteil nicht bestätigen. 

Der Schreibstil liest sich stellenweise ein wenig antiquiert. Vermutlich hätte eine behutsame Modernisierung ein wenig Schwung in die Sprache gebracht. Manche Sequenzen hätten durchaus gestrafft werden können. 

Gut gefallen hat mir die Perspektive des Journalisten, dem ja andere Mittel als der Polizei bei den Ermittlungen zur Verfügung stehen. Manchmal begibt sich Dryden auf einen schmalen Grat der Legalität bei seinen Recherchen. 

Den Charakteren kann ich leider wenig Sympathien entgegenbringen. Alkoholkranke Journalisten gibt es in der Kriminalliteratur in reicher Fülle. Da fällt der wortkarge Taxifahrer schon eher auf.  

Ich bin unschlüssig, ob ich die Reihe fortsetzen soll.  

Fazit:

Ein englischer Krimi, der durchaus noch Luft nach oben hat und deshalb 3 Sterne erhält.

 

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