Jim Marrs

 3.3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Das UFO-Dossier, Die Billionen-Dollar-Verschwörung und weiteren Büchern.

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Die Billionen-Dollar-Verschwörung

Die Billionen-Dollar-Verschwörung

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Erschienen am 28.03.2011
Der Aufstieg des Vierten Reiches

Der Aufstieg des Vierten Reiches

 (1)
Erschienen am 08.09.2009
Die geheime Geschichte der Menschheit

Die geheime Geschichte der Menschheit

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Erschienen am 26.11.2015
Alien Agenda

Alien Agenda

 (1)
Erschienen am 01.04.2000
Crossfire

Crossfire

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Erschienen am 21.01.1993
Heimliche Herrscher

Heimliche Herrscher

 (0)
Erschienen am 05.03.2007

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Rezension zu "Die Billionen-Dollar-Verschwörung" von Jim Marrs

Eine merkwürdige Mischung aus Wahrheit und Unverständnis
R_Mantheyvor 3 Jahren

Mitunter wird die Welt in amerikanischen Köpfen ziemlich merkwürdig wahrgenommen. Auch wenn das keine besonders originelle Erkenntnis ist, so bietet dieses Buch ein hervorragendes Beispiel dafür. Zwar verspricht der Titel eine besondere Geschichte, doch der wirkliche Inhalt hält dieser Ankündigung keineswegs stand. Ganz abgesehen davon, dass die im Titel angeprangerte Verschwörung im Inneren des Buches weder nachvollziehbar beschrieben, noch gar aufgedeckt wird, sollte der Leser wissen, dass der Text sich eigentlich an US-Bürger richtet. Wer es tatsächlich bis zum Schluss durchhält, kann dort viel über die innenpolitischen Probleme der USA im Detail erfahren.

Die Grundaussage des Buches ist ganz einfach zu formulieren: Die USA sind eine Zombie-Nation, deren Zombie-Bürger vollgefressen und von der Pharmaindustrie vergiftet vor dem Fernseher hocken und sich von einer üblen Clique aus Superreichen manipulieren lassen. Im Grunde kann man gegen dieses Aussage tatsächlich nicht viel sagen. Doch leider ist dieses Buch nicht besonders gut geschrieben. Und es verwirrt durch einige völlig überzogene Behauptungen und bringt sich damit insgesamt in Misskredit, obwohl die meisten seiner Aussagen eigentlich richtig sind, wenn man sie nur in den richtigen Zusammenhang setzt.

Eine dieser überzogenen Behauptungen findet der Leser bereits in der Einleitung. Dort steht: "Im Jahr 2008 vollzog das Land den Wechsel vom extremen Nationalismus zu einem marxistisch geprägten Sozialismus, als die totalitäre Bush-Administration durch die Obamas abgelöst wurde ...". Später wird der Autor dann seine Behauptung wiederholen, die USA seien von aus Deutschland nach dem letzten Weltkrieg geholten Nazis und ihren Nachfolgern durchseucht. An anderer Stelle meint er wiederum, die letzte Finanzkrise wurde absichtlich erzeugt, weil die amerikanischen Großbanken den Dollar schwächen wollen, um eine neue globale Weltwährung unter ihrer Vorherrschaft zu installieren.

Wenn man sich solche Behauptungen ein wenig näher betrachtet, dann fällt auf, dass sie alle ein Körnchen Wahrheit enthalten, aber dennoch falsch und in sich widersprüchlich sind. Beispielsweise folgt aus der Unterstützung der US-Großbanken für die Bolschewisten in Russland oder die Nazis in Deutschland nicht unbedingt eine Sympathie für deren Ziele. Vielmehr hielt man sich dabei an eine fragwürdige Tradition. So haben schon die Rothschilds immer beide Seiten eines Krieges finanziert, um auf diese Weise am Ende stets beim Sieger zu sein. Der Autor jedoch folgert, dass die heutigen US-Banken eine sozialistische Weltherrschaft anstreben ohne allerdings zu verstehen, dass sie sich damit ihr eigenes Grab schaufeln würden.

Neben der geringen Durchdringungstiefe und der teilweise ideologisch vorgeprägten Schlussweise muss man dem Autor zusätzlich ankreiden, dass er selten seinen roten Faden straff hält, soweit er im Konkreten überhaupt einen besaß. Statt Aussagen klar und nachvollziehbar zu formulieren, zitiert er permanent andere Leute, sodass man am Ende selten so richtig weiß, was er eigentlich wirklich präzise sagen wollte. Wirklich gut gefallen haben mir nur seine recht ausführlichen Beschreibungen, wie eine Hand voll riesiger Pharmakonzerne ihre Monopolstellung nutzt, um die halbe Bevölkerung (wie bei der künstlich erzeugten Schweinegrippe-Panik) zu verängstigen, damit sie anschließend ihre maßlos überteuerten Produkte massenhaft loswird.

Zum Inhalt. Nach der Einleitung geht es im ersten Teil ("Eine Zombie-Nation") darum, dass den USA der Sozialismus droht. Der zweite Teil ("Wie man Zombies erschafft") erklärt zunächst recht oberflächlich die Finanzkrise, um sich danach mit dem Lieblingsthema des Autors, dem mit Fluoriden verseuchten US-Trinkwasser und anderen Lebensmittelmanipulationen, zu beschäftigen. Dann schlussfolgert er aus Aussagen amerikanischer Politiker, dass man mit verschiedenen Mitteln die Bevölkerung reduzieren möchte. Von dort bis zur Eugenik ist es dann kein weiter Weg. Anschließend folgt ein Abschnitt über erzeugte oder erfundene Pandemien, die in Zusammenhang mit der oben genannten Vermutung des Autors gesetzt werden. Dieser Teil schließt mit Bemerkungen über das US-Bildungssystem.

Im dritten Teil ("Wie man Zombies kontrolliert") diskutiert der Autor die schleichende Rücknahme von bürgerlichen Freiheiten in den USA unter dem Vorwand der Terrorismus-Bekämpfung. Dieser Teil ist besonders durch den oft sehr konkreten Bezug auf die innenpolitische Wirklichkeit der USA gekennzeichnet.

Der Letzte Teil ("Wie man Zombies befreit") macht zahlreiche Vorschläge, um aus der in den vorangegangenen Teilen beschriebenen Lage zu entkommen. Auch hier muss sich der Leser mit der US-Innenpolitik beschäftigen, um folgen zu können. Am Ende findet man 36 "Heilmittel für eine kranke Gesellschaft", über die die US-Bürger nachdenken sollten. Das Buch enthält im Anhang zahlreiche Quellenangaben.

Fazit.
Eigentlich ist dies eine recht gute Beschreibung der amerikanischen Wirklichkeit. Allerdings muss man sie dazu von überzogenen Behauptungen und falschen Zusammenhängen befreien. Und das fällt nicht immer leicht. Das Buch ist vor allem für US-Bürger geschrieben. Eine Bewertung fällt mir schwer, denn einerseits enthält dieser Text viel Wahres, das aber andererseits in falsche oder unvollständige Zusammenhänge gesetzt wird. Es ist auch nicht besonders spannend und klar geschrieben.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Der Aufstieg des Vierten Reiches" von Jim Marrs

Sind die USA der wahr gewordene nationalsozialistische Albtraum?
R_Mantheyvor 3 Jahren

Dass dies so sei, behauptet der Autor dieses Buches in dessen Epilog. Vom Dritten Reich scheint auch ein halbes Jahrhundert nach seinem Zusammenbruch eine eigenartige Faszination auszugehen. Der Autor glaubt zu wissen, dass geheime Gesellschaften die Macht in den USA übernommen haben. Und diese geheimen Mächte sollen etwas mit dem untergegangenen Dritten Reich zu tun haben. Diese Aussagen klingen ziemlich abenteuerlich, so dass wir gespannt auf Beweise dafür warten.

Zunächst aber sollte klar sein, dass es unsinnig ist, die USA als Viertes Reich zu bezeichnen, denn ein solches ist in der Logik der Sache nur auf deutschem Boden möglich. Das Dritte Reich wiederum ist eine propagandistische Erfindung der Nationalsozialisten um sich selbst zu erhöhen und auf eine Ebene etwa mit Karl dem Großen zu kommen. Wer jetzt von den USA als einem wie auch immer gearteten Vierten Reich spricht, hat so einiges am Dritten Reich nicht richtig verstanden.

Bereits in der Einleitung werden wir mit der Behauptung konfrontiert, dass Hitler aus dem Führerbunker geflohen sei und ein Doppelgänger seine Rolle übernahm. Der erste Teil dieses Buches befasst sich dann mit der so genannten verborgenen Geschichte des Dritten Reiches. Insbesondere werden die starken ökonomischen Verflechtungen amerikanischer und deutscher Konzerne nach dem 1. Weltkrieg beleuchtet, der Flug von Rudolf Hess nach England und die angeblichen Wunderwaffen der Nazis diskutiert. Glaubt man dem Autor, dann war die deutsche Atom- und Raketentechnik ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus. Es gibt dafür aber keine direkten Beweise, insbesondere nicht für die Behauptung, dass Deutschland Atomtechnologie getestet und mehrere Atombomben gegen Ende des 2. Weltkrieges besessen hätte, die dann von den Amerikanern über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden.

Im nächsten Abschnitt schildert der Autor, wie SS-Mann Otto Skorzeny 1944 angeblich ein riesiger Goldschatz der Katharer in Südfrankreich in die Hände fiel, dessen Wert heute 60 Milliarden Dollar betragen würde. Diesen vermeintlichen Fund deutet er im folgenden Abschnitt als Finanzquelle für alle Aktionen der Nazis nach ihrer Niederlage. Dort wird uns erzählt, wie die Nazis angeblich schon nach der verlorenen Schlachten um Stalingrad und im Kursker Bogen Gold und andere Wertanlagen ins Ausland und dabei insbesondere in die USA transferierten. Direkte Beweise erbringt der Autor nicht. Er bezieht sich wie eigentlich immer auf andere Autoren, so dass man einige Mühe hätte, die Argumente zu überprüfen.

Mit dem nächsten Kapitel beginnt der zweite Teil des Buches. Der Autor erläutert wie zahlreiche Angehörige der NS-Oberschicht über so genannte "Rattenlinien" nach dem Krieg in Südamerika ankamen. Insbesondere beleuchtet er die bekannte Rolle des Vatikans bei dieser Aktion. Ob seine Aussagen in allen Einzelheiten stimmen, ist nicht überprüfbar. Es gehört zum Stil des Autors, bekannte Tatsachen mit Spekulationen so zu verbinden, dass sie an Glaubwürdigkeit zu gewinnen scheinen.

Im Folgenden behandelt der Autor die Rolle deutscher Wissenschaftler im amerikanischen Weltraumprogramm und kommt dabei zu der absurden Behauptung, dass Russen und Amerikaner eigentlich von Beginn an eine gemeinsame Entwicklung planten, deren Management auf beiden Seiten über die Deutschen lief. Mit der psychischen Beeinflussung der deutschen und amerikanischen Bevölkerung befasst sich der nächste Abschnitt. Auch wenn hier wieder einige recht fragwürdige Thesen aufgestellt werden, so findet der Leser doch zahlreiche Denkanstöße, zum Beispiel über den Zweck der Fluoridierung des Trinkwassers. Interessant am nächsten Kapitel sind die dort behaupteten Beziehungen zwischen Nazis und der Muslimbruderschaft in Ägypten. Im letzten Kapitel des zweiten Teils geht es schließlich um den Kennedy-Mord. Auch er geht nach Meinung des Autors auf die angeblichen US-Nazis und ihre Unterstützer zurück.

Der dritte Teil dieses Buches zeigt uns den vermeintlichen Aufstieg der USA zum Vierten Reich. Wie schon in den vorangegangenen Kapiteln hat die Argumentation des Autors zwei Stränge. Zum einen unterstellt er, dass es eine massenhafte Einwanderung von Nazis in die USA gab, die anschließend den gesamten Staat infiltrierten. Und zum anderen behauptet er immer wieder, dass der deutsche Faschismus eigentlich von den Amerikanern zur Bekämpfung des Kommunismus installiert wurde, also folglich geheime Mächte ("faschistische Globalisten"), die die US-Regierungen steuern, die wahren Nazis sind. Nachdem der deutsche Versuch gescheitert war, würde nun also ein entsprechendes System direkt in den USA errichtet.

Diese Schlussfolgerung ist abenteuerlich. Das bedeutet allerdings nicht, dass man alle in diesem Buch angeführten Zusammenhänge oder Fakten ablehnen muss. Neben vielen sehr skurrilen Behauptungen hört sich zumindest einiges interessant an. Allerdings sind die im dritten Teil diskutierten Beweise für US-Analogien zum Dritten Reich in sich widersprüchlich und nicht selten absurd. Beispielsweise wird die Trennung von Kirche und Staat als eine solche Analogie angesehen. Im Epilog des Buches finden wir noch zahlreiche andere angeblich beweiskräftige Analogien, beispielsweise den allgegenwärtigen Sexismus, den man im Dritten Reich so gar nicht kannte. Dieses Beispiel allein verdeutlicht bereits die prinzipielle methodische Schwäche des ganzen Buches.

Fazit.
In einem Land, in dem Herr Obama mit Hitler verglichen wird, nur weil er eine allgemeine Krankenversicherung einführen möchte, muss man sich nicht wundern, wenn gleich der gesamte Staat, wie in diesem Buch, als Fortführung des Dritten Reiches beschrieben wird. Eine solche Behauptung ist schon alleine wegen der fehlenden inneren Logik zweifelhaft. Entsprechend dünn ist die vom Autor versuchte Beweisführung. Ganz offensichtlich hat er die Strukturen, Zielsetzungen und Methoden des Dritten Reiches nicht wirklich begriffen. Obendrein widerspricht er sich auch noch recht häufig. Dennoch enthält dieses amerikanische Buch eine Reihe von interessanten Informationen und zahlreiche weiterführende Literaturstellen. Ihre Interpretation hingegen kann ich nicht teilen. Dieses Buch offenbart ein recht merkwürdiges Denkschema, das es so wohl nur in den USA gibt. Weil trotzdem ich eine Menge gelernt habe, gibt es zwei und einen halben Punkt.

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