Jim Nisbet

 4 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Dunkler Gefährte, Welt ohne Skrupel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jim Nisbet

Jim Nisbet, Jahrgang 1947, ist Autor von dreizehn Romanen und mehreren Lyrik-Bänden. Bislang erschienen bei uns seine Romane TÖDLICHE INJEKTION und DUNKLER GEFÄHRTE als deutsche Erstaugaben. In den letzten vierzig Jahren veröffentlichte er darüber hinaus diverse Artikel, Essays und Shortstorys in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien sowie ein Sachbuch über Bau und Design retro-futuristischer Möbel. Er lebt mit seiner Frau in San Francisco.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jim Nisbet

Cover des Buches Dunkler Gefährte (ISBN:9783927734807)

Dunkler Gefährte

 (2)
Erschienen am 11.07.2014
Cover des Buches Welt ohne Skrupel (ISBN:9783927734630)

Welt ohne Skrupel

 (1)
Erschienen am 15.03.2019
Cover des Buches Der Krake auf meinem Kopf (ISBN:9783927734487)

Der Krake auf meinem Kopf

 (1)
Erschienen am 07.07.2014
Cover des Buches Krimi-Noir - Dunkler Gefährte (ISBN:9783864973611)

Krimi-Noir - Dunkler Gefährte

 (1)
Erschienen am 19.11.2016
Cover des Buches Lethal Injection (ISBN:9781590201954)

Lethal Injection

 (0)
Erschienen am 04.05.2010

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Rezension zu "Welt ohne Skrupel" von Jim Nisbet

Welt, ich kann Deinen Skrupel nicht sehen!
aus-erlesenvor 5 Monaten

Bei dem Namen Klinger muss jeder Fenrsehserienfan erst einmal schmunzeln. Das ist doch der auch „MASH“, der sich mit allerlei Dummheiten um den Militärdienst drücken wollte. So einer ist dieser Klinger hier nicht. Ein Schlitzohr. Ein ausgemergelter Kleinganove, dessen „Einkünfte“ immer nur bis zur nächsten miete reichen … sollen. Eine Lebensplanung für ihn zu erstellen, scheitert an nicht vorhandener Bereitschaft. 
Gerade eben hat er mit seinem Kumpel Chainbang wieder ein Ding gedreht, da schleudert es seine Karre, einen Miata, in Europa als Mazda MX-5 bekannt, gegen einen Laternenmast. Zu blöd nur, dass ein paar Block weiter die Feuerwehr von San Francisco stationiert ist. Sobald erklingt auch schon das Tatütata der Sirenen. Das können Klinger und Chainbang momentan überhaupt nicht vertragen. Zum Einen brummt ihnen der Schädel, auch wenn Chanbang den geöffneten Airbag mit einem Messer durchstochen hat (der Vergleich mit dem Pitbull, der durch einen Kindergarten rennt, fesselt den Leser ratzfatz an den Krimi und lässt ihn bis zum Schluss nicht mehr los). Zum Anderen liegt im Wagen auch noch die Beute. Und das Tatwerkzeug.  Klinger macht sich aus dem Staub. Chainbang hat weniger flinke Füße und demzufolge Glück. Und schon bald hat Klinger auch ein Smartphone. So was braucht er sonst nicht. Einen (und noch einen und noch einen und …) Whiskey hat er schon eher nötig. 
Ach ja, im Kopfrechnen ist Klinger ein Ass. Besonders, wenn an die Ziffernfolgen ein Dollarzeichen angehängt ist. Im Handumdrehen kann er Gewinnmarchen und Beteiligungen ausrechnen. Gehört wohl zum Handwerk eines Kleinkriminellen. Das erwähnte Smartphone soll Klingers kleine Welt jedoch gehörig durcheinanderwirbeln. Denn jetzt winkt die große Kohle. Ein App-Entwickler verdient sich mit seinen Fähigkeiten schnell mal eine goldene Nase – so viel kann Klinger schon mal ausrechnen. Und Marci – nicht minder durchtrieben wie Klinger, im Zweifelsfall um Längen gerissener und skrupelloser, weiß wie man auch ohne großen Aufwand sich ein Stück vom appetitlichen Geldkuchen etwas abschneiden kann. Klinger ist für sie ein williges und naives Werkzeug. Doch mit seiner Chuzpe hat sie nicht gerechnet.
Jim Nisbet knallt dem Leser eine Geschichte vor die Augen, die vor augenscheinlicher Brisanz nur so funkelt. Hier gibt es kein Versteckspiel, kein Sich-Hinter-Regeln-Verstecken, hier wird Klartext gesprochen und nicht minder offen gehandelt. Klinger ist kein Dummer. Auch ist es nicht die schiere Gier nach Geld, die ihn antreibt. Er hasst das System, und findet Gefallen daran es nach Schlupflöchern zu durchsuchen. Mal stolpert er, mal knallt er der Länge nach hin. Doch Liegenbleiben kommt für ihn nicht in Frage.

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Rezension zu "Dunkler Gefährte" von Jim Nisbet

Rezension zu "Dunkler Gefährte" von Jim Nisbet
Karrvor 8 Jahren

Banerjhe Rolf, kurz BJ, ist Chemiker, lebt in Kalifornien, mit seiner Frau, in einem netten Haus, mit einem etwas seltsamen Nachbarn. Alles gut? Nein. BJ steckt in der "Lücke": 56 Jahre, gerade gefeuert, beim letzten Gesundheitsckeck wurden diese Herzgeräusche festgestellt. Damit ist er für jeden Arbeitgeber ein Risiko: lohnt es sich, ihn noch einzustellen, wenn er womöglich bald wegegn Krankheit ausfällt, mithin zur Belastung wird?
Andererseits ist BJ zehn Jahre zu jung für MEDICARE, die staatliche Versicherung.
Nicht, dass BJ sich finanzielle Sorgen machen müsste - seine Frau Magde hat einen gut bezahlten Buchhalterjob. Und zudem hat ihm sein seltsamer Nachbar Toby Pride zwei Lose für die Lotterie aufgeschwatzt, die gerantiert gewinnen werden.

Man merkt schon - diese Geschichte entwickelt sich langsam. Stimmungsvoll, dicht, fesselnd. Das perfekt gezeichnete Bild des Vorstadtlebens mit all seinen kleinen Brüchen, die aus der Idylle einen Hölle machen. BJ wird geschnitten, weil er kein Star Sprangled Banner im Vorgarten hat, wie es all die anderen nach 9/11 aufgezogen haben. Die demütigende Zerstörung von BJs Arbeitsplatz, als die Firma von einer Heuschrecke übernommen wird. Bis dahin, dass man ihm schon fünf Minuten nachdem er gefeuert wurde die Parkplakette von der Windschutzscheibe kratzt.

Und dann dreht sich BJs Leben langsam ins Düstere - als er abends die nackte Freundin seines Nachbarn in seiner Garagenauffahrt findet und sich von ihr und dem Typen auf einen Drink einladen lässt.

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