Jim Rogers

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Die Wall Street ist auch nur eine Straße

Die Wall Street ist auch nur eine Straße

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Erschienen am 08.02.2013
Die Abenteuer eines Kapitalisten

Die Abenteuer eines Kapitalisten

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Erschienen am 21.10.2005
Jim Rogers - Investmentregeln fürs Leben

Jim Rogers - Investmentregeln fürs Leben

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Erschienen am 18.02.2009
Rohstoffe - Der attraktivste Markt der Welt

Rohstoffe - Der attraktivste Markt der Welt

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Erschienen am 15.08.2016
Investieren in China

Investieren in China

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Erschienen am 29.01.2008
Rohstoffe - Der attraktivste Markt der Welt

Rohstoffe - Der attraktivste Markt der Welt

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Erschienen am 06.03.2007
Social Work with Vulnerable Adults

Social Work with Vulnerable Adults

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Erschienen am 29.06.2015

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Die Wall Street ist auch nur eine Straße" von Jim Rogers

"Auf die Inkompetenz von Politikern und Bürokraten kann man sich immer verlassen." (125)
R_Mantheyvor 3 Jahren

"Tiger in the Lion City", so heißt dieses sehr unterhaltsame und lehrreiche Buch im amerikanischen Original. Dabei sieht sich Jim Rogers offenbar als Tiger in seiner Wahlheimat Singapur ("Löwenstadt"), in die er 2007 mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern aus tiefer Überzeugung zog. Asien ist nach Rogers Meinung der Kontinent der Zukunft. Für seine Landsleute und auch für Westeuropäer muss es schon verstörend wirken, wenn er zum Beispiel die New Yorker Flughäfen als peinliche Dritte-Welt-Airports bezeichnet, um damit seinen Lesern ein wenig die Augen für Tatsachen zu öffnen, die viele nicht wahrhaben wollen.

Rogers hat sein Buch als eine Mischung aus Autobiografie und "einer Untersuchung, wie wir dorthin gekommen sind, wo wir jetzt sind, und wie wir uns auf die Zukunft vorbereiten können", konzipiert. Und dieser Ansatz geht auf, auch weil Rogers ein Mann klarer Worte ist und die Welt und die Märkte nicht theoretisch untersucht, sondern praktisch erkundet hat. Seine Investment-Weltreisen, die ihn selbst nach Nordkorea führten, sind legendär. Rogers handelt seit 1964 an den Finanzmärkten, war Partner von Soros im Quantum Fund und setzte sich bereits in jungen Jahren formal zur Ruhe, weil er genug Geld verdient hatte.

Mit der Rogers-Methode kann man dauerhaft und nachhaltig nur Gewinne erwirtschaften, wenn man von den Marktgegebenheiten ausgeht, also die Dinge so begreift, wie sie sind und nicht so, wie sie aus welchen Gründen auch immer sein sollten. Und wenn man ausgehend davon die zukünftige Entwicklung richtig voraussieht. Da Rogers steinreich ist, kann man seinen Einschätzungen wohl ein gewisses Vertrauen entgegenbringen. Erst recht dann, wenn sie auch noch einleuchtend sind.

In den 16 Kapiteln seines Buches befasst er sich natürlich auch mit seinem Spezialgebiet, den Rohstoffmärkten, aber sein eigentliches Thema ist die Verschiebung der ökonomischen Macht vom Westen in den Osten. Dabei lernt der Leser die eigenwilligen, aber nachvollziehbar einleuchtenden Einschätzungen von Rogers zu vielen ökonomischen und politischen Sachverhalten kennen. Beispielsweise zu der sogenannten BRICS-Theorie eines Goldman Sachs-Ökonomen, die besagt, dass Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika die ökonomische Zukunft gehört.

Rogers findet das amüsant und lässt kein gutes Haar an dieser Prognose, mit Ausnahme von China natürlich. Indien hält er für einen hoffnungslosen Fall, der nur Leuten in den Kopf kommen kann, die noch nie lange in Indien waren, das Land und seine enormen Probleme also gar nicht wirklich kennen. Rogers unkonventionelle Urteile zu den anderen drei Kandidaten fallen ähnlich drastisch aus. Das ist sehr lesenswert.

An vielen Stellen des Textes geht Rogers auf die Finanz- und Schuldenkrise ein. Immer wieder vergleicht er dabei das zu erwartende Schicksal der USA mit dem von Großbritannien nach dem 1. Weltkrieg und sieht prinzipielle Parallelen, etwa in der Vergeudung von Kapital und Ressourcen durch einen völlig überdehnten Militärhaushalt, kostspielige Kriege und massive Transferleistungen. All dieses Kapital trägt nichts zu einer zukünftigen Produktivität bei, sondern beschleunigt im Gegenteil den ökonomischen Niedergang der USA.

Rogers schreibt: "Die Leute, denen wir die Verantwortung übertragen haben, sich um dieses Problem zu kümmern - zu viel Konsum, zu hohe Schulden -, haben beschlossen, die Lösung sei, noch mehr zu konsumieren und sich noch stärker zu verschulden."

Insbesondere das 9. Kapitel ("Kapitalismus ohne Bankrotte ist Christentum ohne Hölle") ist eine Abrechnung mit politischer und ökonomischer Inkompetenz. Im nächsten Kapitel untersucht Rogers unter anderem einige Sachzwänge, die die US-Produktivität mindern, etwa die notwendigen Rückstellungen zur Abwehr von Schwachsinnsklagen gegen US-Hersteller. In den USA gibt es bekanntlich bedeutend mehr Anwälte als Ingenieure.

Im 13. Kapitel ("Die Krise des Papiergeldes") befasst sich Rogers auch mit dem Goldstandard, den er für keine Lösung gegen die Geldschwemme hält, da Politiker erfahrungsgemäß garantiert Auswege aus dieser Disziplinierung finden werden. Die einzige Chance, der ständigen politisch gewollten Überschuldung zu entgehen, wäre, den Markt und nicht Regierungen entscheiden zu lassen, welches Geld man verwendet. Ein Ansatz, den nicht nur er teilt.

Aber Politiker schieben gerne ihr eigenes Versagen, so Rogers, irgendwelchen anonymen Spekulanten oder den Märkten in die Schuhe. Funktionierende Märkte (und nicht etwa solche, die mit Zustimmung von Politikern von einer Finanzoligarchie übernommen wurden und in Wahrheit keine mehr sind) bedeuten Freiheit. Der Versuch, sie abzuschaffen, wird Instabilitäten erzeugen. Rogers verdeutlicht dies an vielen Beispielen im 14. Kapitel ("Niemand hat jemals die Gesetze von Angebot und Nachfrage außer Kraft gesetzt").

Im 15. Kapitel schildert Rogers, was gegenwärtig meist unbeachtet von der westlichen Mainstream-Presse an dramatischen ökonomischen und politischen Veränderungen still und leise abläuft. Er informiert über eine ganz einfache, aber nachhaltig die Welt verändernde Strategie Chinas. Rogers schreibt: "(Sie) kaufen alle erdenklichen produktiven Assets, Ölfelder, Plantagen, Minen und alles, was sie finden können, weil sie sehen, was ich sehe - einen Mangel an Rohstoffen. Und sie machen sich dabei viele Freunde. Ihre Methoden bilden einen scharfen Kontrast zu denen der USA und der alten europäischen Kolonialmächte, die sich diese Dinge mehr oder weniger gewaltsam aneigneten."

Im letzten Kapitel unterbreitet Rogers schließlich noch einige lesenswerte Vorschläge, die unsere fatale Lage verbessern könnten. Doch er glaubt wohl selbst nicht daran, dass sie jemals in die Tat umgesetzt werden, weil sie eine einsichtige politische Führung voraussetzen würden. Doch die stirbt lieber in Arroganz und Dummheit.

Rogers legt mit diesem Text ein außerordentlich informatives Buch vor, das seine erfrischend unkoventionelle Sicht auf die gegenwärtige Lage des Westens schildert und noch viel mehr ökonomische Wahrheiten enthält als man selbst in einer relativ langen Rezension andeuten kann. Das Buch liest sich sehr gut.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Jim Rogers - Investmentregeln fürs Leben" von Jim Rogers

Konzentriert euch auf das, was ihr gerne tut
R_Mantheyvor 3 Jahren

Jim Rogers, immerhin Jahrgang 1942, hat zwei Töchter, die 2003 und 2008 geboren wurden. Vorher - so schreibt er in diesem Buch - hatte er weder Zeit noch Lust, um sich mit eigenen Kindern herumzuplagen. Nun, da er etwas anders denkt, hat er sich entschlossen seinen beiden Töchtern dieses Buch mit auf den Weg zu geben. Rogers wohnt mit seiner Familie inzwischen in Singapur und lässt seinen Töchtern neben Englisch auch Mandarin ("die Weltsprache der Zukunft") und Spanisch beibringen.

Sein Buch enthält jede Menge allgemeine Lebensregeln, die ich alle einzeln sofort unterschreiben kann. Bei manchen hätte ich nicht gedacht, sie in einem Buch über Investment-Regeln zu finden. Wie zum Beispiel: "Ehe ihr eine lange Fahrt antretet oder einen öffentlichen Auftritt habt, geht immer noch mal zur Toilette." Faszinierend, dass andere offenbar ähnliche Erfahrungen machen mussten.

Natürlich findet der Leser auch wirkliche, allerdings sehr allgemeine, Investmentregeln und Prognosen für die Zukunft. Rogers überrascht dabei mit der Behauptung, dass Indien wohl nicht zu den aufstrebenden Regionen gehören wird. Ihm missfallen aus eigener Erfahrung die Bürokratie und die nicht entwickelte Infrastruktur des Landes. Wenn seine Töchter das Alter erreicht haben werden, in dem sie an ein Investment irgendwo in der Welt denken können, mag das vielleicht schon anders aussehen.

Nicht nur aus diesem Grund kann man daran zweifeln, ob Rogers sich wirklich an seine Töchter wendet. Vielmehr ist dies ein ganz allgemeines Regelwerk für ein erfolgreiches und unabhängiges Leben, das man durch profitable Investments erreichen kann. Entstanden sind diese Regeln aus Jims Lebenserfahrungen, seinen Beobachtungen und dem Wissen vergangener Generationen seiner Familie.

Fazit.
Auf wenigen dutzend Seiten beschreibt Rogers in diesem Buch seine Investment- und Lebensphilosophie. Entstanden ist so ein allgemeines Regelwerk, das jeder intelligente Mensch sofort akzeptieren und verinnerlichen kann. Es ist sehr unterhaltsam geschrieben und sicher auch ein schönes Geschenk für Heranwachsende.

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