Jim Shepard Aron und der König der Kinder

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Inhaltsangabe zu „Aron und der König der Kinder“ von Jim Shepard

<p>Aron, ein kleiner polnisch-jüdischer Junge, ist in seiner nicht gerade kleinen, armen Familie so etwas wie eine Katastrophe auf zwei Beinen. Nichts will ihm so recht glücken und alles macht er kaputt. Doch halb Tom Sawyer, halb Simplicius – er ist ein guter Kerl. Aron hat leider keine Zeit, ein vernünftiger Erwachsener zu werden. Denn seine Familie zieht nach Warschau, die Deutschen überfallen Polen und die Juden werden ins Ghetto gepfercht. Er freundet sich mit einer Gruppe Jugendlicher an, die für sich und ihre Familien ums Überleben kämpfen, arbeiten, schmuggeln und stehlen und sich immer fragen müssen, wieviel Freundschaft und Liebe sie sich noch leisten können. Verrat und Tod lauern jederzeit. Als der König der Kinder, der berühmte Arzt und Pädagoge Janusz Korczak, Aron in sein Waisenhaus aufnimmt, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, die den Jungen verändert und beide über sich hinauswachsen lässt.<br /> Der preisgekrönte amerikanische Autor Jim Shepard erzählt in diesem spannenden und lakonisch-anrührenden Roman aus dem Warschauer Ghetto eine Geschichte von Menschwerdung und Überleben in einer inhumanen Welt und berichtet von einer Dimension des Menschlichen, die noch das Finsterste überstrahlt.</p>

Dieses Buch lehrt, was Demut bedeutet.

— Lysander
Lysander

Ein kleines Buch großer Worte. Dieser Roman bekam von mir eine zweite Chance, daraus wurde Liebe auf den zweiten Blick. 4 Sterne!

— Floh
Floh

Bewegend und sehr ergreifend!

— DagmarTollwerth
DagmarTollwerth

Ein Zeitzeugnis ohne erhobenen Zeigefinger, aus dem Blickwinkel eines Kindes. Sehr lesenswert!

— dicketilla
dicketilla

leider nicht so leicht zu lesen...

— nicigirl85
nicigirl85

Eine wundervolle, wenn auch traurige Geschichte über einen Mann, dem seine Waisenkinder wichtiger sind als sein eigenes Leben ...

— 19angelika63
19angelika63

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  • Leserunde zu "Die Nachtigall" von Kristin Hannah

    Die Nachtigall
    LaLeser

    LaLeser

    Zwei Schwestern im Kampf um Liebe und Freiheit.  Frankreich, 1939: Die beiden Schwestern Vianne und Isabelle begegnen der Besetzung der Deutschen und ihrem damit verwobenen Schicksal auf unterschiedlichen Wegen. Dabei werden die Schwestern getrieben von Liebe und Loyalität, aber auch vom Durst nach Selbstbestimmung und Sicherheit. Doch welche Entscheidung ist die richtige im Angesicht der drohenden Gefahr? "Die Nachtigall" von Kristin Hannah verspricht fesselnde Lesestunden! Ein Buch, das schon weltweit für Begeisterung sorgte!Mehr zum Buch:Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt? In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern. In den USA begeisterte „Die Nachtigall“ Millionen von Lesern und steht seit über einem Jahr auf der Bestsellerliste.>> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!Mehr zur Autorin:Kristin Hannah, 1960 in Südkalifornien geboren, studierte zunächst Jura, doch ihre Mutter prophezeite ihr bereits zu diesem Zeitpunkt, dass sie Schriftstellerin werden würde. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst als Anwältin, bevor sie ganztags den Beruf als Autorin ausübte. Sie ist in den letzten Jahren in den Staaten zu einer der Top-Bestseller-Autorinnen avanciert und lebt heute mit ihrem Mann und Sohn auf einer kleinen Insel im Pazifik.Gemeinsam mit Aufbau vergeben wir in dieser Leserunde 40 Exemplare von "Die Nachtigall" an alle, die mehr über das Schicksal von Vianne und Isabelle erfahren möchten.Was du dafür tun musst? Bewirb dich bis einschließlich 24.08. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, indem du folgende Frage beantwortest:Kannst du dir vorstellen, wie es ist, wenn deine Familie und deine Freiheit bedroht sind? Würdest du eher wie Vianne oder wie Isabelle handeln? Aufgepasst! Wir haben noch fünf Exemplare der LovelyBox Special-Edition zu "Die Nachtigall". Eine dieser Boxen kannst du gewinnen, wenn du neben der Antwort auf die Bewerbungsfrage auch noch folgenden Satz über Twitter oder Facebook teilst und den Link zu deinem Posting in deinen Bewerbungsbeitrag packst:Zwei Schwestern im Kampf um Liebe und Freiheit – Entdeckte #DieNachtigall http://bit.ly/LBnachtigallIch bin schon sehr gespannt auf deine Antwort und freue mich auf die Leserunde mit dir!Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.Bitte veröffentliche deine Rezensionen erst ab dem 19. September 2016. Bei Bedarf wirst du an diesem Tag nochmal per Privatnachricht daran erinnert. Außerdem wäre es toll, wenn du die Rezension dann auch auf amazon.de, thalia.de, iTunes & weiteren Plattformen posten könntest.

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    Floh

    Floh

    07. September 2016 um 12:53
    Arachn0phobiA schreibt Ich bin zwar noch nicht ganz durch mit dem Buch, aber da es mir bisher verdammt gut gefällt, bekomme ich grad wieder starke Lust, mehr in der Richtung zu lesen - also Romane vor dem Hintergrund ...

    hier ein paar spontane Tipps von mir.

  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. Weltkrieg: anne_lay 0/2anushka    2/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    1/2 ChattysBuecherblog  0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  0/2histeriker    2/2Insider2199 1/2 JuliB       1/2 Kirschbluetensommer     0/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  1/2Traubenbaer 0/2 werderaner  1/2 Historische Ereignisse: anne_lay   2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  1/2 Ginevra 1/2 histeriker    0/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    1/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      1/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Glauben: anne_lay 2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    0/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  0/2 Ginevra  2/2 histeriker    0/2 Insider 21099 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne   1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe    0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  0/2

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    Floh

    Floh

    12. July 2016 um 02:43
    Buecherwurm1973 schreibt Wie versprochen habe ich alle in der Kategorien "1. + 2. Weltkrieg" eingeordneten Bücher nochmals kontrolliert. In den Fällen, wo ich nicht einverstanden war, habe ich eine Nachricht geschickt. ...

    Alles klar, ich habe umsortiert und einen anderen Titel bei 1. und 2. WK einsortiert.

  • Bewegend

    Aron und der König der Kinder
    czytelniczka73

    czytelniczka73

    "Angenommen diejenigen von uns,die hier waren,begegnen sich später wieder"sagte er schließlich zu ihr "wie können wir dann einander in die Augen sehen,ohne zu fragen:Wie kommt es,dass ausgerechnet du überlebt hast?" (Seite 226) Inhalt: "Aron, ein kleiner polnisch-jüdischer Junge, ist in seiner nicht gerade kleinen, armen Familie so etwas wie eine Katastrophe auf zwei Beinen. Nichts will ihm so recht glücken und alles macht er kaputt. Doch halb Tom Sawyer, halb Simplicius – er ist ein guter Kerl. Aron hat leider keine Zeit, ein vernünftiger Erwachsener zu werden. Denn seine Familie zieht nach Warschau, die Deutschen überfallen Polen und die Juden werden ins Ghetto gepfercht. Er freundet sich mit einer Gruppe Jugendlicher an, die für sich und ihre Familien ums Überleben kämpfen, arbeiten, schmuggeln und stehlen und sich immer fragen müssen, wieviel Freundschaft und Liebe sie sich noch leisten können. Verrat und Tod lauern jederzeit. Als der König der Kinder, der berühmte Arzt und Pädagoge Janusz Korczak, Aron in sein Waisenhaus aufnimmt, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, die den Jungen verändert und beide über sich hinauswachsen lässt." Meinung: "Als ein paar Kinder ihrem Unmut Luft machten,erklärte er,dass er uns dies sage,weil er sein Leben lang Achtung für das Kind gefordet habe und es jetzt an der Zeit sei,seine Predigten in die Praxis umzusetzen" (Seite 254) Janusz Korczak war ohne Zweifeln ein Mann,der das,was er "gepredigt"  auch gelebt hat.Sein ganzes Leben hat er den Kindern gewidmet,vorallem denen,die am meisten Hilfe und Unterstüzung gebraucht haben,den Weisen.Daher ist es sehr passend (und fast schon genial) eine Geschichte in der Korczak wichtige Role spielt aus Kindersicht zu erzählen.Auch wenn der Erzähler Aron noch zu klein ist um richtig zu begreifen was um ihn herum passiert,ist sein Bericht aus  dem Warschauer Ghetto genauso erschüternd und bewegend wie alle andere,die ich gelesen habe.Und auch wenn schon unzählige Bücher zu dem Thema gibt,jedes davon finde ich wichtig,weil wir einfach nie vergessen durfen was damals passiert ist.Jedes mal,wenn ich etwas zu Nationalsozialismus lese bin ich aufs neue  schockiert und kann einfach nich begreifen,dass Menschen zu solchen Untaten fähig waren (oder immer noch sind).Um so wichtiger ist es auch an die Menschen zu erinnern,die trotz der Umstände die Menschlichkeit bewahrt haben.Das Bild von Korczak fand ich sehr berühren und authentisch.Er ist kein Superheld,auch er verliert langsam die Hoffnung und fühlt sich machtlos,aber er macht weiter ( auch wenn es nur betteln für die Kinder ist),weil aufgeben einfach keine Option ist. Ja,ich finde solche Zeitgeschichten sehr wichtig und lesenswert.Diese hier ist auch ziemlich gut gelungen mit einem ungewöhnlichen Erzähler und einem wahren Helden.Das einzige Kritikpunkt-der Schreibstil.Anfangs hat mich sehr gestört wie holprig und sprunghaft die Geschichte erzählt wird (was vielleicht auch daran liegt,dass ein Kind der Erzähler ist?)Man kann sich aber dran gewöhnen und je interessanter die Geschichte wurde,desto weniger hat es mich gestört.Zum Schluß war mir der Schreibstil und Sprache auch egal,mit Tränen in den Augen achte ich nicht mehr auf Details. Fazit: Sehr lesenswert!

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    • 2
  • Rezension: "Aron und der König der Kinder" (J. Shepard)

    Aron und der König der Kinder
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    Der Roman wird aus Sicht des jungen Aron erzählt. Er ist ein kleiner Taugenichts, da er viel Blödsinn anstellt und seinen Eltern mehr Kummer als Freude bereitet. Im Ghetto wird er ein echter Überlebenskünstler und schließt sich mit Lutek, Boris, Adina und Zofia zu einer Schmugglerbande zusammen. Das Leben zwingt die Jugendlichen dazu, kriminell zu werden, jedoch hatte ich vor allem bei Boris und Lutek das Gefühl, dass hier bereits schon vor dem Einmarsch der Deutschen viel kriminelle Energie vorhanden war. Die beiden hatten kein Mitleid für irgendwen und hätten genauso gut auf die andere Seite, die der Täter, gepasst. Die Bande war mir deshalb auch von Anfang an umsympathisch.  Aron mochte ich anfänglich nicht. Er ist zwar nicht so herzlos wie Boris und Lutek, aber auch nicht wirklich sympathisch. Hierzu trug sicherlich auch der nüchterne Erzählstil bei, in dem er das entbehrungsreiche Leben und später auch die von ihm beobachteten Gräuel wie Erschießungen relativ emotionslos schildert. Dadurch werden die Agierenden und auch der Protagonist auf Distanz zum Leser gehalten. Erst als Aron ganz alleine ist und auf Korczak trifft, wirkt er viel verletzlicher und unschuldig wie das Kind, das er noch immer ist. Erst hier konnte mich die Geschichte abholen, vorher habe ich sie recht emotionslos heruntergelesen. Die Geschichte gewinnt viel durch den Auftritt des Waisenhausleiters Korczak. Dieser ist eine faszinierende Persönlichkeit, die auch wirklich damals gelebt hat und nicht vom Autor erfunden wurde. Korczaks Hingabe für seine Waisenkinder war beeindruckend und rührend. So ging er mit den Kindern freiwillig ins Vernichtungslager und somit in den Tod, statt das Angebot anzunehmen und sich selbst zu retten. Das Leben im Ghetto und die menschenunwürdigen Lebensumstände werden eindringlich und realistisch wiedergegeben und lösen beim Lesen Beklemmungen aus. Jegliche Menschlichkeit geht unter den Ghettobewohnern nach und nach verloren, Opfer werden Täter, es zählt das nackte Überleben, das Recht des Stärkeren. Man bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie schlimm das Leben dort war, wie gefährlich, entbehrungsreich und menschenunwürdig. Ich habe ja schon viele Bücher über den Holocaust gelesen, in der Regel Zeitzeugenberichte und Sachbücher, so dass die Erlebnisse von Aron und den jüdischen Bewohnern des Ghettos mich nicht mehr erschrecken konnten. Dennoch ist diese mehr oder weniger fiktive Geschichte beklemmend und erschütternd und ließ mich traurig zurück.

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    • 2
  • Die Lebensgeschichte einer Zeitzeugin ...

    Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    Elisabeth Meisels genannt „Pici“ wird 1924 als vierte Tochter eines jüdischen Paares in Carei (Rumänien) geboren. Die Bevölkerung ist latent judenfeindlich, aber hat man sich arrangiert. Doch mit der Machtergreifung der Nazis in Deutschland ändert sich auch in Rumänien einiges. Die jüdischen Mitbewohner werden – wie überall – systematisch ausgegrenzt und in Ghettos gesperrt bis sie in die diversen Lager abtransportiert werden.Die Eltern werden von den Kindern getrennt. Pici und ihre Schwestern können wie durch Zufall zusammenbleiben. So gut es geht, versuchen sie einander zu schützen. Immer wieder werden sie verlegt. Die Stationen ihres Leidensweges sind Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück.Letztendlich wird nur Pici das Grauen überleben und später eine Familie gründen. Sensationell sind die klaren Worte, mit denen Pici ihrem Enkel Robert einfühlsam und doch aufrüttelnd ihre Lebensgeschichte erzählt. Der Leser hat das Gefühl, gemeinsam mit dem Autor bei seiner Großmutter zu sitzen und ihren Ausführungen zu lauschen.Robert Scheer und seine Großmutter haben eine besondere Beziehung zueinander, ist er doch in jungen Jahren quasi bei ihr aufgewachsen. Als seine Eltern nach Israel emigrieren, wird Pici, spät aber doch Europa verlassen. Wie viele Überlebende des Holocaust kann Pici erst mit ihrem Enkel über das Grauen sprechen. Die eigenen Kinder sind zu nahe an den Erlebten dran. Manchmal spürt der Leser, dass Pici Schuldgefühle den ermordeten Familienmitgliedern gegenüber hat. Doch sieht sie realistisch, dass ihr Vater einige Chancen zur Flucht ungenützt verstreichen hat lassen.Ergänzt wird das Buch durch eine Reihe von Fotos und Dokumenten, die der Verlag als zusätzliche Information zur Verfügung gestellt hat.Ich finde, dass dieses Buch eine Bereicherung des Unterrichts in Schulen ist. Leider hat Pici die Veröffentlichung nicht mehr erlebt. Sie stirbt im Jahr 2015 91-jährig.Mit diesem Werk setzt Robert Scheer seiner Großmutter Pici ein ehrendes Andenken und gibt ihr das zurück, was ihr von den Nazis geraubt wurde: ihre Würde.

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    • 7
  • Dieser Roman verdiente von mir eine zweite Chance. Es wurde Liebe auf den zweiten Blick!

    Aron und der König der Kinder
    Floh

    Floh

    In „Aron und der König der Kinder“ vom Romanautor Jim Shepard steckt eine bemerkenswerte Buchidee, einen Kriegsroman aus ganz anderer Sicht und Umsetzung darzustellen. Ein interessanter und galanter schriftstellerischer Kniff und Schachzug. Dieser außergewöhnliche Roman mit dem einprägsamen Titel "Aron und der König der Kinder" des amerikanischen Autors Jim Shepard befasst sich mit einer sehr beklemmenden und ernsten Thematik. Dieses Werk taucht in Form von kindlichen und teils naiven Gedanken in Grundsatzfragen des Lebens ein. All diese Fragen entspringen der Suche nach Vertrauen, Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Der Autor hat ein kurzes, knapp 270 Seiten umfassendes, jedoch emotionales und ehrliches Buch erschaffen, welches zu Herzen geht und zum Nachdenken anregt. Erschienen im C.H. Beck Verlag (http://www.chbeck.de/)Inhalt:"Aron, ein kleiner polnisch-jüdischer Junge, ist in seiner nicht gerade kleinen, armen Familie so etwas wie eine Katastrophe auf zwei Beinen. Nichts will ihm so recht glücken und alles macht er kaputt. Doch halb Tom Sawyer, halb Simplicius – er ist ein guter Kerl. Aron hat leider keine Zeit, ein vernünftiger Erwachsener zu werden. Denn seine Familie zieht nach Warschau, die Deutschen überfallen Polen und die Juden werden ins Ghetto gepfercht. Er freundet sich mit einer Gruppe Jugendlicher an, die für sich und ihre Familien ums Überleben kämpfen, arbeiten, schmuggeln und stehlen und sich immer fragen müssen, wieviel Freundschaft und Liebe sie sich noch leisten können. Verrat und Tod lauern jederzeit. Als der König der Kinder, der berühmte Arzt und Pädagoge Janusz Korczak, Aron in sein Waisenhaus aufnimmt, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, die den Jungen verändert und beide über sich hinauswachsen lässt.Der preisgekrönte amerikanische Autor Jim Shepard erzählt in diesem spannenden und lakonisch-anrührenden Roman aus dem Warschauer Ghetto eine Geschichte von Menschwerdung und Überleben in einer inhumanen Welt und berichtet von einer Dimension des Menschlichen, die noch das Finsterste überstrahlt."Schreibstil:Der Schreibstil dieses Autors weist mehrere Besonderheiten auf, die ich so noch nicht oft gelesen und entdeckt habe. Dieser Stil besitzt Wiedererkennungswert und Personalie. Jim Shepard schreibt sehr kurze Sätze, die fast nichts ausführen oder erläutern. Sie stellen einen momentanen Fakt dar. Es wird nichts emotional oder dramatisch verschönert, detailliert oder ausgeschmückt, sondern einfach und nüchtern eine Aussage getroffen, wie Aron, genannt Sch´maja, seine Welt, seine Umwelt und seine Familie, vor allem die Mutter, wahrnimmt. Ein naives, kindliches Bild. Die Zerstörung durch Bombardements und das Getto als Spielplatz und Abenteuerplanet. Kleine Gaunereien, zwischendurch der Tod des Bruders und die aktuellen Nachrichten zur Mobilmachung und der Hass auf die Juden. Keine Tragödien, nur Falten. Ein grobmaschiges Netzt aus Worten, indem der Leser selbst das Gefühl, die Dramaturgie und Botschaft legen darf. Sehr interessant, zwar gewöhnungsbedürftig, aber von enormer Wucht. Ich brauchte lange, um in diesem Roman anzukommen. Meine Erwartungen waren aufgrund der Lobeshymnen sehr hoch, lange konnte ich die Tiefe und Botschaft aus den wenigen kurzen Zeilen nicht deuten, bis sich mir nach und nach ein engmaschigeres Bild formte und mich das Buch nicht mehr loslassen konnte. Dafür brauchte ich jedoch zwei Anläufe. Ich habe eine Lesepause gemacht und bin erneut gestartet und mit einem wunderbaren und emotionalen Buch beglückt worden. Es lohnt sich, dieses Buch und diese Stilsetzung zuzulassen. Es ist was Neues und Bleibendes. Dieser Stil ist mir bislang ein neuer, jedoch möchte ich gern mehr in dieser Art lesen, auch wenn die Erwärmung länger andauerte als bei mir üblich. Ein sehr eingehender und bewegender Roman in dieser knappen und gedanklich-fortgesetzten Schreibweise. Das Buch erzählt kurz und knapp die Gedanken, Gefühle und die Sicht des anfangs gerade mal 4 jährigen Rabauken Aron. Arons Welt scheint im Krieg auseinander zu brechen. Er muss viel zu schnell erwachsen werden und großes Leid mit ansehen. Seine Eltern streiten, sein Bruder verstirbt, der Hass gegen die Juden wächst. All die kindlichen und teils naiven Gedanken bringt der Autor Jim Shepard hier sehr authentisch und nahe zu Papier. Ein Beispiel, wie Aron den Mauerbau im Getto beschreibt: „Den ganzen Tag hörten wir draußen vor dem Fenster Schubkarren quietschen und Maurerkellen kratzen und Backsteine aneinanderschlagen.“ Aber auch Momente, wie er die Erschießung eines Menschen mit ansieht, wie er den Hunger und die Zerstörung beschreibt, all das in diesen beinahe naiven Worten, dass ist dass, was diesen Roman so bewegend macht. Arons Sicht und Beschreibungen. Mit kurzen Sätzen, aber starker Aussagekraft zeigt der Autor Jim Shepard ein ganz anderes Bild des Krieges. Ein Bild beklemmender Sorge, nagenden Fragen, hoffnungsvollen Aktionismus und die egoistische Blindheit vieler Erwachsener. Jim Shepard verwendet kurze und knackige Sätze und sorgt somit für Tiefgang und ungeschmückte Wahrheit und Realität. Alle Fakten werden offen genannt und unverblümt wiedergegeben. Durch Arons Augen lernen wir seine Ängste und Hoffnungen sehr genau kennen, jedoch konnte mich dieser Stil leider erst sehr spät um im zweiten Anlauf beglücken und wirklich erreichen. Das Schriftbild ist ungewöhnlich locker gehalten, die Kapitel nicht allzu lang und die Wortwahl angenehm und ganz leicht und locker zu lesen. Keine schwere oder anspruchsvolle Kost, aber von ganz besonderer Note im Thema.Charaktere:Aron und seine Familie. Aron und seine Bande. Aron, der polnisch-jüdische Junge, ein Halunke, ein Rabauke, ein ganz lieber Kerl, der zu schnell erwachsen werden muss und schlimme Bilder sieht. Bei Aron, dem König der Kinder, stehen seine Reife und seine Naivität teilweise in starkem Kontrast. Stellenweise wirkt er sehr erwachsen und reif, andersherum zeigen seine kindlichen Fragen und Gedanken, wie jung er doch noch ist. Ein starker Gegensatz. Neben Aron als Erzähler und Hauptcharakter lernen wir natürlich auch seine Eltern, die Geschwister, die Nachbarn, die Soldaten, das Umfeld, die Flucht, die Gettoisierung und Mobilmachung kennen. Wir treffen auf Schulkameraden und Lehrer und auf einen besonderen Mann, Janusz Korczak, der Aron schon sehr früh durch Radio und Erzählungen geprägt hat. Das Familienleben der Protagonisten, die Zeit im Krieg, die Arbeit im Waisenhaus werden durch die Charaktere authentisch dargelegt und sehr nahe gebracht.Können beweist der Autor Jim Shepard auch durch die raffinierte Auswahl der wenigen Nebendarsteller, hier besitzt sie ein gutes Händchen für eine gelungene Zusammenstellung der Akteure. Schauplätze:Hier verhält sich der Autor sehr dezent, und lenkt daher wenig vom Kern der Handlung ab. Dennoch werden die Zerstörung und das Ausmaß des Kriegs sehr deutlich und greifbar. Das finde ich sehr galant und schlau gelöst. Der Autor Shepard konzentriert sich auf das Geschehen an sich und definiert die Schauplätze auf ein für die Handlung richtiges und wichtiges Maß aus der Sicht von Aron geschildert und wahrgenommen. Dadurch erhält jede Kulisse besondere Tiefe und Bedeutung. Meinung:Dieser Roman, bei dem meine Erwartungen im Vorfeld sehr hoch waren, hat mich leider gar nicht so leicht überzeugen können. Die Thematik ist sehr gut gewählt, jedoch hat mich dieses Buch einfach nicht berühren und erreichen können. Stellenweise habe ich mich über diese Distanz zum Buch und zu den Charakteren sehr geärgert. Zwar habe ich Aron und seine Gedanken lieb gewonnen und fand die Idee ganz bemerkenswert, aber leider fehlte hier sehr viel Herzblut und Verbundenheit. Dass hat sich jedoch erstaunlicherweise bei einem zweiten Versuch mit dem Roman schnell gelegt. Das Buch hatte einfach eine zweite Chance verdient, die ich selten vergebe. Ich wollte dieses Buch einfach lieben. Es wurde eine Liebe auf den zweiten Blick! Die Grundsatzfragen von Aron zum Leben, zum Krieg, zur Menschlichkeit, zur Hilfe und zum Aktionismus und zum Vertrauen fand ich sehr toll ausgeformt, auch die Starrheit der Erwachsenen zeigt sich sehr deutlich. Kinder und Erwachsene nehmen die Welt, gerade im Krieg, ganz anders wahr. Eine Gesellschaftskritik, aber auch ein wichtiger Bezug zur Gegenwart. Aktueller denn je. Die Idee hinter dieser Buchidee, den Krieg einmal ganz anders zu thematisieren, und die Botschaft und Tiefe dahinter finde ich ganz großartig und lobenswert. Dieser Roman hat erst im zweiten versuch seinen Glanz bei mir geäußert. Daher fällt mit die Bewertung besonders schwer. Vieles spricht für das Buch, vieles bedarf aber auch einen zweiten Blick. Cover / Buch:Das Cover, so besonders wie speziell. Der Schriftzug springt ins Auge, dort sieht man einen kleinen Jungen, Aron, womöglich. Die Farbgebung ist ideal. Ein Buch, was man gern in die Hand nimmt, wenn man Literatur und Gesellschaftsthemen sowie historische Romane zu schätzen weiß. Der Titel macht neugierig und der Klapptext verspricht ein bewegendes Buch! Das Hardcover ist qualitativ sehr hochwertig, die Seiten sehr fest und stabil. Ein wirklich edles Buch. Der Autor:"Jim Shepard, geboren 1956, lebt mit seiner Familie in Williamstown, Massachusetts und lehrt am Williams College. Er hat sechs Romane und vier Erzählsammlungen veröffentlicht und hat u. a. The Story Prize gewonnen. Viele seiner Erzählungen sind in den Anthologien von "The Best American Short Stories" vertreten, 2016 gewinnt er den PEN New England Award."Fazit:Diesen Roman wollte ich so gern lieben. Ich habe dem Buch nach anfänglicher Schwierigkeit eine zweite Chance gegeben, was ich äußerst selten tue. Bei diesem Buch war es Liebe auf den zweiten Blick. 3,5 Sterne zu verdienten und respektvollen 4 Sternen aufgerundet!

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    • 12
  • Aron und der König der Kinder

    Aron und der König der Kinder
    DagmarTollwerth

    DagmarTollwerth

    Gelegentlich stößt man auf ein Buch, das einen auf eine unerklärliche Weise einnimmt und lange nicht mehr loslässt. „Aron und der König der Kinder“ ist für mich so ein Exemplar. Es hat mich von Beginn an überzeugt weiterzulesen, um in das traurige Dasein von Aron und seinen Gefährten einzutauchen. Bevor ich meine Meinung zu diesem Buch aufschreiben konnte, musste ich es lange auf mich wirken lassen. Beim Lesen haben mich diese tragischen Schilderungen richtig mitgenommen und dabei meine Laune enorm beeinflusst. Die plötzlichen Wendungen, die in einem stillen Ton erzählt werden, haben mir zwischendurch regelrecht den Atem verschlagen. Ich war sofort emotional beteiligt. Aron wird mit seiner Familie aus dem Leben, wie er es kannte, gerissen und in das Warschauer Ghetto verschleppt. Aus seiner Perspektive wird das zunehmend schlimmer werdende Leben im Ghetto erzählt. Unter Lebensgefahr beginnt Aron in einer kleinen Gruppe von Kindern das Schmuggeln und Stehlen, um für seine Familie das Nötigste zum Überleben zu besorgen. Die unaussprechliche Dimension des Bösen bringt in den Kindern den unbändigen Willen zum Überleben zum Vorschein. Der Leser sieht die Ereignisse förmlich in Bildern an sich vorbei ziehen. Aron, der sich endlich einmal nützlich fühlt, in dem er für seine Familie sorgen kann, bringt sich dabei in Situationen, die von ihm Entscheidungen abverlangen, die er aus seiner Sicht richtig trifft. Leider haben diese Entschlüsse, die Aron ohne jede böse Absicht wählt, schlimme und unkontrollierte Folgen. Aus diesen und anderen Umständen wird er aus seiner eigenen Gruppe geworfen und von den Mitgliedern bedroht. Nachdem seine Mutter verstirbt und er seine Gruppe verliert, muss Aron einige Zeit auf der Straße leben. Der Arzt und Pädagoge Janusz Korczak rettet ihn vor dem Erfrierungstod, in dem er ihn in sein Waisenhaus aufnimmt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine überaus interessante Freundschaft, die beiden in dieser tieftraurigen Zeit etwas Wärme bringt. Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten. All dies wird in einem überzeugenden Ton erzählt. Eine Geschichte, die keine Zeile zu lang ist und in der die Figuren ungewöhnliche Größe beweisen. Der Autor ermöglicht dem Leser den Blick auf die schrecklichen und unfassbaren Gräueltaten des damaligen Regimes aus Sicht eines Kindes. Es ist ein starkes und kraftvolles Buch, das von Jim Shepard in einer nüchternen, schnörkellosen und auch melancholischen Sprache erzählt wird. Es ist ein Wunder der Erzählkunst mit einem zutiefst bewegenden Ende.

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    • 2
  • Sch'maja interessiert sich nur für sich selbst

    Aron und der König der Kinder
    dicketilla

    dicketilla

    Das Kind Aron , polnischer Jude, wird schon von Beginn an von seiner Familie als unnützes Kind betitelt, Sch'maja gerufen. Stolpert er doch von einem Missgeschick ins andere, die Mutter ihn ständig  versucht vor den Schlägen des Vaters zu beschützen. Er hat keine Freunde, versteht nicht, warum man nichts von ihm wissen will, so richtet er sich sein Leben so gut es geht ein. Sie behaupten, er würde sich nur um sich selbst kümmern. Dann zogen sie nach Warschau, und bald wird Polen von den Deutschen angegriffen, Juden im Ghetto gehalten. Dort lernt er Lutek und Zofia kennen, denkt Freunde in ihnen gefunden zu haben. Begeht kleine Einbrüche und Diebstähle mit ihnen, tauscht die Beute gegen Lebensmittel, sorgt sich um den kranken, kleinen Bruder, wird zur unsichtbaren Stütze der Familie. Immer wieder taucht der Name Janusz Korcak auf, mal als zufällige Begegnung, mal bei einem Theaterspiel im Waisenhaus, bis er ihm selbst begegnet, und sich für Aron viel verändert. Erzählt wird die Geschichte durch Aron selbst, wie Erinnerungsfetzen eines Tagebuches.Das Leben im Ghetto , mit seinem Schmutz, der ständigen Suche nach Essbarem. Sein Einfallsreichtum als Schmuggler. Tragische, aber auch komische Momente erleben wir mit ihm, dem Tom Sawyer des Ghettos, mit einem noch schlagendem Herzen in der Brust, wo manche schon zu Stein geworden sind. Als Leser wird man schleichend in diese unwirkliche Welt eingewiesen, die sich immer mehr in ein Inferno verwandelt. Man ist angewidert, verzweifelt, wütend, wissend, dass es keine Fiktion, sondern traurige Geschichte ist. Jim Shepard schreibt mit solch einer bildhaften Sprache, dass ich die Läuse- und Wanzenbisse meinte selbst zu spühren, die Demütigungen selbst erfahren müßte. Hilflos lesen musste, wie die Kinder sich selbst überlassen , Essbares von Erwachsenen entrissen wurde.Und er läßt uns mit der Geschichte allein, so dass wir selbst begreifen, erkennen, was da passierte. Als König der Kinder, läßt Shepard, den berühmten Kinderarzt und Reformpädagoge Janusz Korcak, einen Kampf führen, der zwar sinnlos, aber nicht umsonst ist. Wie er zu Beginn des Buches in einem Gespräch sagt: " Ich finde, dass extremer Druck auch zu extremem Mitgefühl führen kann und der Art von Hoffnung, die uns am Leben erhält." Wie schnell kann sich das Gute im Menschen zum Bösen wandeln, und dennoch gibt es immer einen Funken Menschlichkeit. Ein hervorragendes Buch, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit einer Botschaft, die zeigt, dass es sich immer zu kämpfen lohnt, auch wenn es am Ende aussichtslos erscheint. Absolut lesenswert!

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    • 7
  • Eindrücklich...traurig...wird in mir nachklingen.

    Aron und der König der Kinder
    Igela

    Igela

    Aron ist ein jüdischer Junge und lebt mit seiner Familie um 1936 in Polen ,nah an der litauischen Grenze. Er ist ein richtiger Lausbub und bringt seine Eltern so manches mal an den Rand der Verzweiflung. Doch die Sorglosigkeit im Leben der Familie endet abrupt als die Deutschen in Polen einmarschieren. Kriegsausbruch! Aron wird ins Warschauer Ghetto evakuiert, dort sind Repressalien, Hunger und Überwachung an der Tagesordnung. Aron kämpft zusammen mit seinen Freunden um das Überleben.... Die Geschichte erzählt eindrücklich über die Situation der jüdischen Bevölkerung bei Kriegsbeginn. Ganze Ladungen mit Menschen werden evakuiert, isoliert und gedemütigt. Jim Shepard hat ein dunkle Seite der Geschichte in diesem Buch beschrieben. Da die Erlebnisse und Geschehnisse aus der Sicht eines Kindes dar gestellt sind, hat sich bei mir beim Lesen Gänsehaut eingestellt...und dann noch zu wissen, dass dies keine Fiktion, sondern traurige Realität war... "Live" erfährt man als Leser mit wie viel Phantasie, Willen und Kampf die Menschen damals in dem Getto ums Überleben gekämpft haben. Das damals ansteckende Fleckfieber und die Ungeziefer haben diesen Kampf noch mal härter gemacht. Den Schreibstil kann ich als abgehackt, jedoch flüssig zu lesen und minimalistisch beschreiben...und ich war froh darum.Ich weiss nicht, ob ich hätte weiter lesen können, wenn zu viel Details ausgeschmückt gewesen wären.Auch so harte Kost! Ein Buch, das definitiv noch lange in mir Nachklingen wird!

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    • 2
  • Eine berührende Lektüre, die mich darüber hinaus beschäftigt

    Aron und der König der Kinder
    dubh

    dubh

    Aron zieht mit seinen Eltern und Brüdern nach Warschau. Dann überfallen die Deutschen Polen und nach kurzer Zeit errichten sie in Warschau ein jüdisches Ghetto, in dem auch Aron künftig leben muss. Das Leben dort ist von Anfang an sehr hart, bald schon wird Aron und seine Familie mit Hunger, Krankheit und dem brutalen Vorgehen der "Obrigkeit" konfrontiert. Doch der Neunjährige findet eine Zweckgemeinschaft, in der er mit anderen Kindern und Jugendlichen ums blanke Überleben kämpft. Sie stehlen, schmuggeln und tauschen alles, was möglich ist und ihr Dasein verlängert oder vielleicht ein klein wenig erträglicher macht. Doch die Freundschaft und Solidarität der Gemeinschaft wird schnell auf die Probe gestellt, denn in solch finsteren Zeiten denken nicht wenige erst einmal oder sogar ausschließlich nur an sich selbst. In der tiefsten Dunkelheit menschlicher Geschichte begegnet Aron dem polnischen Arzt und Pädagogen Janusz Korczak, der gemeinsam mit Stefania Wilczyńska, einer Lehrerin und Erzieherin, das Dom Sierot, ein Waisenhaus, leitet. Nachdem Aron dem berühmten Arzt einige Male zufällig begegnet ist, nimmt ihn dieser schließlich ebenfalls in seinem Haus auf - eine Entscheidung, die Aron verändern wird. Wer von den realen Figuren Janusz Korzcak und Stefania Wilczyńska schon einmal gehört hat, der wird nicht nur ahnen, wie die Geschichte weitergeht...  Jim Shepard setzt mit seinem Buch zwei realen Menschen ein Denkmal, das sie mehr als verdient haben. Aus der Sicht eines Kindes schildert der Autor die unfassbar grausamen Erlebnisse im Warschauer Ghetto und im Gegensatz zu all diesem zutiefst Schlechten berichtet Shepard von sehr viel Menschlichkeit, die nicht nur von Mitgefühl und Liebe, sondern auch von größter Selbstlosigkeit zeugt. Vor einem Mann und einer Frau, die selbst in Anbetracht der größten Inhumanität und Hoffnungslosigkeit nicht aufgeben, kann ich heute noch nur den Hut ziehen. Auch wenn der Einstieg aufgrund der Perspektive und dem damit verbundenen Erzählstil nicht einfach war, so finde ich, dass Jim Shepard hier ein großartiges Buch vorgelegt hat. Es ist nicht nur thematisch sehr wichtig, weil es von Menschen erzählt, die in Deutschland kaum bekannt sind, sondern auch weil es durch den Jungen einen sehr eindrucksvollen Blickwinkel erhält. Aron, dessen Zukunft vor dem Einfall der Deutschen nicht sonderlich rosig aussieht, der als Kind im Ghetto - für mich als Leserin - greifbar abstumpft und der sich durch wichtige Begegnungen mit Menschen, die ganz anders sind, als die, die er größtenteils in den letzten Jahren erleben musste, stark verändert - trotz aller Sinnlosigkeit.  Dieses Buch berührt und erschüttert und die Lektüre ist in meinen Augen unbedingt empfehlenswert.

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    • 2
  • Das Leben im Warschauer Ghetto

    Aron und der König der Kinder
    marpije

    marpije

    27. February 2016 um 17:12

    Aron ist ein jüdische Junge welche hat den Unglück im Zeiten Zweitenweltkrieg  zu leben. Er zieht mit seinen Eltern und Brüdern nach Warschau , wo die deutschen errichten ein jüdisches Ghetto. Zusammen mit seinen Freund Lutek " organiesiert" er das Leben dort- das heißt die stehlen alles was hier geht und dann außer Ghetto Mauern tauschen die Sachen auf etwas essbares. Sein Vater und seine ältere  Brüder müssen zum Arbeitslager , seine Mutter bekommt Fleckenfieber und stirbt im Krankenhaus - Aron ist Weise und alleine auf die Strasse. Dort findet und rettet ihn Janusz Korczak- Aron geht zusammen mit ihm zum Wiesenhaus. Janusz Korczak und Stefania Wilczynska leiten das Dom Sierot, ein Wiesenhaus im Warschauer Ghetto. Die kämpfen um etwas Normalität, etwas Geborgenheit und etwas essen für die Kinder. Das Buch ist sehr traurig, grausam mit dunkle , schwere Atmosphäre von schrecklichen Angst. Der Angst ist überall und begleitet damals die Leute ständig . Sehr lesenswert !!!!!!!

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  • Sch'maja und der Pan Doktor

    Aron und der König der Kinder
    19angelika63

    19angelika63

    Klappentext Aron, ein kleiner polnisch-jüdischer Junge, ist in seiner nicht geraden kleinen, armen Familie so etwas wie eine Katastrophe auf zwei Beinen. Nichts will ihm so recht glücken und alles macht er kaputt. Doch halb Tom Sawyer, halb Simplicius – er ist ein guter Kerl. Aron hat leider keine Zeit, ein vernünftiger Erwachsener zu werden. Denn seine Familie zieht nach Warschau, die Deutschen überfallen Polen und die Juden werden ins Ghetto gepfercht. Er freundet sich mit einer Gruppe Jugendlicher an, die für sich und ihre Familien ums Überleben kämpfen, arbeiten, schmuggeln und stehlen und sich immer fragen müssen, wieviel Freundschaft und Liebe sie sich noch leisten können. Verrat und Tod lauern jederzeit. Als der König der Kinder, der berühmte Arzt und Pädagoge Janusz Korczak, Aron in sein Waisenhaus aufnimmt, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, die den Jungen verändert und beide über sich hinaus wachsen lässt. „Ein Kind hat das Recht zu sein, wie es ist. Ein Kind hat das Recht auf Trauer. Ein Kind hat das Recht zu lernen. Und ein Kind hat das Recht, Fehler zu machen.“ (Seite 265) Dies sind die letzten Worte, die Korczak zu Aron sagt. Korczaks Waisenhaus wird in ein Lager nach Treblinka deportiert, mit dabei Korczak und Aron. Wie eine Viehherde werden die Kinder und Korczak durch das Ghetto Richtung Treblinka getrieben. Die Menschen, die an den Straßenrändern stehen wissen genau um das Schicksal der Kinder und Korczak, und dennoch stehen sie dort und gaffen. „Allzu oft funktionierte meine Zunge, doch nicht mein Kopf, oder mein Kopf funktionierte, aber nicht mein Herz.“( Seite 8) Doch bis es zu diesem Ende kommt, erzählt Jim Shepard die Geschichte eines Jungen, der eigentlich gar keine Chance hat erwachsen zu werden. Sein Schicksal ist mehr oder weniger vorhersehbar/ vorherbestimmt. Als polnisch-jüdischer Junge geboren, landet er mit seiner Familie in Warschau. Doch bereits kurz nach deren Ankunft dort, werden die ersten Mauern gezogen und das Warschauer Ghetto entsteht. Mitten drin Aron und seine Familie. Jeder Tag in diesem Ghetto wird schlimmer und schlimmer. Die Familien, wie auch die Kinder kämpfen ums tägliche Überleben. Väter und Brüder kehren plötzlich nicht mehr nach Hause zurück, keiner weiß so genau wo sie geblieben sind. Einige haben Vermutungen. So ist auch Aron plötzlich alleine. Seine Familie nach und nach verschwunden oder am Fleckfieber verstorben. Eines Tages trifft er auf Korczak und dieser nimmt ihn mit in sein Waisenhaus. Schnell hat Korczak an diesem ungewöhnlichen Jungen einen Narren gefressen. Korczak selbst ist am Ende seiner Kräfte. Der ständige Kampf für die Kinder zehrt an seinen Körper und seinem Geist. Dennoch stellt er das Leben der Kinder über sein eigenes und geht am Ende mit ihnen nach Treblinka, damit seine Kinder nicht alleine sind! „Aber wegen der Läuse konnte ich nicht schlafen. Schließlich kochte meine Mutter meinen Pullover, der so vor Läusen wimmelte, dass wir sehen konnten, wie er sich bewegte. Doch die Nissen überlebten das Kochen und konnten nur mit dem Bügeleisen entfernt werden. Wenn sie sich unter dem Eisen auflösten, hinterließen sie graue Ölflecken, und nach einer Weile war wieder alles voll mit ihnen, denn was wir auch desinfizierten, es wurde sofort wieder befallen. (…) Morgens fuhr ich mit den Fingernägeln über die Kopfhaut und ließ, was ich abgekratzt hatte, auf den heißen Ofendeckel fallen, wo es gebrutzelte.“ (Seite 57/ 58) Dieses Buch hat mich an meine emotionalen Grenzen gebracht. Vom Stil und Sprache her ist es sehr einfach geschrieben. Shepard lässt Aron erzählen und so ist auch die Sprache … kindlich, kurze Sätze und manchmal auch springend, wie Kinder eben in ihren Gedanken springen. Doch das was Aron erzählt hat es in sich. Jim Shepard Geschichte um Aron und Korczak macht mich wütend, fassungslos und traurig. Doch für mich ein wichtiges Buch, das zeigt, dass es selbst in der Ausweglosesten Situation immer noch ein Funken Menschlichkeit und Liebe gibt. „Er ermahnte die Erwachsenen, Kindern liebevoll zu begegnen, weil sie bereits Persönlichkeiten seinen, und Achtung davor zu haben, wer sie in Zukunft sein würden. Er sagte zu uns Kindern, wir sollten daran denken, dass wir die Welt nicht so verlassen könnten, wie wir sie vorgefunden hätten.“ (Seite94/ 95) Dies ist wirklich kein einfaches Buch, kein Buch für Zwischendurch oder mal eben so. Dieses Buch verlangt vom Leser alles … aber es ist für mich eines der wertvollsten Bücher der letzten Zeit. Unbedingt lesen!!!

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    • 9
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • Ein bewegendes Buch

    Aron und der König der Kinder
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    19. February 2016 um 08:05

    Schon des Öfteren in der Vergangenheit ist das Leben und Leiden der Juden im Warschauer Ghetto literarisch bearbeitet worden, und auch vom Leben und Wirken Janusz Korczaks gibt es zahlreiche Bücher. Der amerikanische Schriftsteller Jim Shepard hat nun einen Roman geschrieben, in dem er einem neunjährigen polnisch-jüdischen Jungen namens Aron seine Stimme leiht und seine Geschichte erzählen lässt. Indem er diese Perspektive einnimmt, kann er sich mehr mit der menschlich-alltäglichen Lage im Warschauer Ghetto befassen, als mit den politischen Ereignissen, obwohl die an einigen Stellen, wo es zum Beispiel um den Judenrat geht, gestreift wird. Das Charakteristikum dieses Buches ist der mal ergreifende, mal entwaffnende, dann wieder komische und oft auch wütende Ton, in dem dieser Junge seine Geschichte erzählt. Aron kommt mit seiner Familie vom Land in die Stadt, dort ins Ghetto. Vom Ghetto kommt er, von seiner Familie getrennt, schließlich ins Waisenhaus und wird von da mit den anderen Kindern ins Konzentrationslager gebracht. Dabei kreuzt sein Weg den einer realen historischen Figur, dem polnischen Arzt und Pädagogen Dr. Janusz Korczak (Henryk Goldszmit), der in Polen eine neue kinderfreundliche Pädagogik etablierte und schon 1912 sein erstes Waisenhaus übernahm. Als dieses Haus 1940 ins Warschauer Ghetto verlegt wurde,  zog er mit und weigerte sich zusammen mit seiner Mitarbeiterin Stefanie Wilcynska, die Kinder ihrem Schicksal zu überlassen. Genauso entschieden die beiden, am 5. August 1942, ihre Kinder nach Treblinka zu begleiten. Die Geschichte, die Aron erzählt, handelt von Liebe, Freundschaft, Verrat und Tod. In einer Gruppe von Jugendlichen kämpft er mit Schmuggel um das Überleben zuerst seiner Familie und später um sein eigenes. Aron und seine Mitstreiter, und auch der „König der Kinder“, den er später näher kennenlernt (Shepard lässt ihn zu so etwas wie seiner rechten Hand werden), sind in einem sinnlosen Kampf gefangen und geben sich dennoch nicht geschlagen.  Sie sind wie ein Leuchtturm von Menschwerdung und Überleben in einer inhumanen Welt und überstrahlen mit ihrer Menschlichkeit das tiefste Dunkel. David Safier hat in „28 Tage lang“ eine ähnliche Geschichte erzählt und ebenfalls 2015 haben Irene Cohen-Janca hat mit beeindruckenden und bewegenden Illustrationen von Maurizio Quarello die Geschichte von Janusz Korczak letzten Jahren in dem Kinderbuch „Die letzte Reise“ erzählt. Beide sind ebenfalls sehr empfehlenswerte Bücher zum Thema.

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  • Alles andere als leichte Kost…

    Aron und der König der Kinder
    nicigirl85

    nicigirl85

    11. February 2016 um 17:21

    Seitdem ich „28 Tage lang“ von David Safier gelesen habe, interessiert mich das Schicksal der Warschauer Juden besonders und deswegen wollte ich auch dieses Buch lesen. In der Geschichte geht es um Aron, der laut seinen Eltern schon immer eine Katastrophe auf zwei Beinen ist. Anders als seine großen Brüder taugt er zu nichts. Als die Familie nach Warschau zieht, ändert sich das Leben der Familie schlagartig, denn sehr bald wird das Ghetto gebaut, in dem sich die Juden dann nur noch aufhalten dürfen. Die Not wird groß, der Hunger auch. Wird Aron sich in diesen schlechten Zeiten durchbeißen können? Aron agiert hier als Ich- Erzähler, was das Lesen der Geschichte nicht gerade vereinfacht, da er nun mal ein kleiner Junge ist und aus seiner Sichtweise nüchtern berichtet was um ihn herum passiert. Das erfolgt gefühlt auch nicht immer chronologisch, vielmehr folgt er seinen Gedankengängen. Die Sprache, die Jim Shepard benutzt ist sehr einfach gehalten, so dass man in jedem Fall abkauft, dass ein Junge zu einem spricht. Der Erzählstil ist so nüchtern und distanziert, dass man die dargestellten Figuren gar nicht so richtig fassen kann. Ich konnte zwar fühlen wie schlecht es den Menschen dort ergangen ist, aber mich nicht in die einzelnen Charaktere einfühlen. Je mehr man liest, desto mehr Grausamkeiten kommen auf einen zu, was beim Lesen gar nicht so leicht zu verdauen ist. Da bestiehlt der Eine den Anderen und Kinder schrecken vor Mord nicht zurück, was ich entsetzlich fand beim Lesen. Dieses Buch ist ganz klar keine leichte Kost und es ist kein Amüsement es zu lesen, da der Stoff so schwer zu verdauen ist. Dennoch bin ich der Meinung, dass das Lesen dieses Romans einen Mehrwert hat, denn er regt ganz klar zum Nachdenken an. Fazit: Schwere Kost, aber wer sich mit dem Thema Warschauer Ghetto näher befassen will, der bekommt hier ein sehr authentisches Bild. Für Interessierte auf jeden Fall lesenswert. Alle anderen, die das Thema etwas leichter präsentiert bekommen wollen, denen rate ich eher zu dem Roman von David Safier.

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