Jim

 4 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Sonnenfinsternis, Eine Nacht in Rom - Erstes Buch und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jim

Cover des Buches Sonnenfinsternis (ISBN: 9783868690194)

Sonnenfinsternis

 (6)
Erschienen am 01.06.2009
Cover des Buches Eine Nacht in Rom - Erstes Buch (ISBN: 9783958398146)

Eine Nacht in Rom - Erstes Buch

 (5)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches Eine Nacht in Rom. Band 2 (ISBN: 9783868695946)

Eine Nacht in Rom. Band 2

 (4)
Erschienen am 01.02.2014
Cover des Buches Wo sind die großen Tage geblieben? (ISBN: 9783958391512)

Wo sind die großen Tage geblieben?

 (3)
Erschienen am 01.09.2015
Cover des Buches Einladung, Die (ISBN: 9783868694451)

Einladung, Die

 (3)
Erschienen am 24.01.2012
Cover des Buches Die Erektion. Band 1 (ISBN: 9783962190248)

Die Erektion. Band 1

 (2)
Erschienen am 22.02.2018
Cover des Buches Helena - Zweites Buch (ISBN: 9783958391420)

Helena - Zweites Buch

 (2)
Erschienen am 01.04.2016
Cover des Buches Süße Versuchung (ISBN: 9783868697568)

Süße Versuchung

 (2)
Erschienen am 01.08.2014

Neue Rezensionen zu Jim

Cover des Buches Die Erektion. Band 1 (ISBN: 9783962190248)Elmar Hubers avatar

Rezension zu "Die Erektion. Band 1" von Jim

Die Erektion
Elmar Hubervor 5 Jahren

STORY
Samstagabend, einige Tage vor Weihnachten im Paris: Lea und Florent haben das befreundete Pärchen Andrea und Jean-Fabrice zum Abendessen eingeladen, um in dieser gemütlichen und vertrauten Runde Leas 48. Geburtstag zu feiern. Als Andrea damit herausrückt, dass sie und Jean-Fabrice sich trennen werden, ist der Abend gelaufen. Noch bevor sich das Ex-Paar kurz darauf verabschiedet, bemerkt Lea, dass Florent einen beachtlichen Ständer hat, für den sie zunächst Andrea und deren luftiges Outfit verantwortlich macht. Erst nach einigem Hin und Her beichtet Florent, dass er sich zum Jux und als Geburtstagsüberraschung für Lea eine Viagra eingeworfen hat. Doch statt dass sich der Streit damit in Lachen und Wohlgefallen auflöst und endlich die Privatparty losgeht, die sich Florent erhofft hatte, eskaliert der Streit weiter.

MEINUNG
Mit DIE EREKTION hat Jim (Thierry Terrasson) einen Comic für Erwachsene geschrieben, der mit seinen Dialogen, Wendungen und Entwicklungen Woody Allen zur Ehre gereichen würde. Aus einer vermeintlich harmlosen und sogar witzigen Situation entspinnt sich ein Wortgefecht, das an den Grundfesten von Leas und Florents langjähriger Beziehung rüttelt. Die Argumente reichen von „Was findest du an der blöden Schlampe von Andrea, dass du hier mit einem Dauerständer rumläufst?“ über „Mach ich dich nicht mehr an, dass du chemische Hilfe brauchst?“ bis zum schwerwiegenden Vorwurf des Vertrauensbruchs. Da wirkt dieser als Jux gedachter Fauxpas wie Wasser auf Leas Mühlen, die ihre Jugend und Attraktivität mit Riesenschritten schwinden sieht. Eine erhitzte Situation, in der Florents Argumente überhaupt nicht zu ihr durchdringen, der nichts anderes tun kann, als zu versuchen, sie zu beschwichtigen und die Harmlosigkeit seiner Absicht zu erklären. Dinge, die vermutlich jeder, der in einer Beziehung lebt, in der ein oder anderen Weise und Ausprägung wiedererkennt.

Meisterhaft gelingt es Jim, die Argumente beider Seiten plausibel zu vermitteln und für keinen seiner Charaktere Partei zu ergreifen. Weder steht Lea als hysterische und überempfindliche Zicke da, noch Florent als gefühlloser und notgeiler Spinner. Auch das Umfeld ist fantastisch gestaltet, das indirekt ebenfalls Einfluss auf die Dynamik des Zwiegesprächs hat. Plötzlich spürt Lea förmlich den Spießermief aus den Wänden der gemeinsamen Wohnung dringen, in der vorher Florents Eltern lebten. Und ein Stock über dem streitenden Paar ist eine Eltern-außer-Haus-Party im Gange, bei der schon mal ein Höschen über das Balkongeländer segelt.

So pendelt DIE EREKTION meisterhaft auf einem schmalen Grat zwischen Drama und Komödie. Der Disput erfolgt noch vergleichsweise kultiviert und keine der Figuren und Sichtweisen werden ins Lächerliche gezogen.

Zeichner Lounis Chabane hat bereits Jims HELENA illustriert und überzeugt auch hier mit einem sehr eleganten Strich, der Jims ebensolche Erzählweise perfekt illustriert. Auch die warme Farbgebung sorgt dafür, dass man sich in dem Szenario wohl fühlt. Nicht zu unterschätzen ist außerdem natürlich die Mimik aber auch wie sich die Figuren während ihres Dialogs in der Wohnung bewegen, wie und wo sie stehen oder sitzen, die Non-verbale-Kommunikation. Auch dies hat einen immensen Einfluss auf die Dynamik der jeweiligen Situation und ist von Lounis Chabane brillant umgesetzt.

FAZIT
Ein harmloser Jux entwickelt sich zu einem ausgewachsenen Beziehungsdisput. Elegant gestaltete und fantastisch ausbalancierte Anatomie eines Streitgesprächs.

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Cover des Buches Sonnenfinsternis (ISBN: 9783868690194)PaulTemples avatar

Rezension zu "Sonnenfinsternis" von Jim

Rezension zu "Sonnenfinsternis" von Fane
PaulTemplevor 12 Jahren

Vier Freunde - mittlerweile alle zwischen 30 und 40 -treffen sich nach Jahren wieder, um gemeinsam dem Ereignis der Sonnenfinsternis beizuwohnen und gemeinsam eine schöne zeit zu verbringen. Doch hinter der allseits fröhlichen Fassade schlummern Gefühle und Ängste von Betrug und Misstrauen, die nach und nach immer mehr hervorbrechen. Dem nicht genug, hat der verheiratete Jean-Pierre eine 19 jährige Internetbekanntschaft mitgebracht, die zusätzlich für Spannungen innerhalb der Gruppe sorgt. Nach und nach wird immer deutlicher, dass die individuellen Probleme jedes Einzelnen die Freundschaft auf eine harte Probe stellt.

Die emotionale Geschichte wird grafisch sehr detailreich und dynamisch umgesetzt, so dass ich diesen Comic wärmstens empfehlen kann!

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Cover des Buches Sonnenfinsternis (ISBN: 9783868690194)semikolons avatar

Rezension zu "Sonnenfinsternis" von Jim

Rezension zu "Sonnenfinsternis" von Fane
semikolonvor 13 Jahren

»Warum wir hier sind? ... um uns Erinnerungen zu stricken.«

... wie nah lässt man andere Menschen an sich heran und wie tief lässt man diese in sein Innerstes blicken? Wir angreifbar und verletzbar macht man sich dadurch, ist sich dessen bewusst und lässt es einfach geschehen, weil man sich sicher wähnt? Wie viel Respekt hat ein jeder verdient? Auf welchem Grundsatz basiert Freundschaft ... Liebe? Muss man immer gleich die knallharte Wahrheit offenbaren oder ist ein wenig Verschwiegenheit manchmal sogar besser? Wie viel Schuld kann ein einzelner Mensch ertragen ohne daran zu zerbrechen? Und wie funktioniert eigentlich das Prinzip zwischenmenschlicher Beziehungen? Gibt es einen Code um das Leben zu meistern... eine Zahlenkombination, die uns zeigt, wie mit Menschen umzugehen? Kann das Vertrauen in einer Beziehung zweier Menschen so abgrundtief sein, dass es an Naivität grenzt? Wo, verdammt nochmal, ist der Bauplan für das Uhrwerk des Lebens? ...

»Es gibt Momente, die zählen und Momente, die nicht zählen. Wir alle wissen das. Wir alle verbringen unser Leben mit so vielen Momenten, die nicht zählen. Wir schlafen. Wir arbeiten. Wir putzen uns die Zähne, fahren Auto, schieben Einkaufswagen. Schauen uns nichtssagende Filme an. Lesen Bücher, die uns nicht berühren. Wir reihen all die kleinen Momente brav aneinander .. Wir haben alle unser Lebenskonto.
Mitunter betrügen wir uns selbst. Wir treffen Leute. Wir treffen Mädchen. Manchmal küsst man sich, man redet, lacht, rauft. Manchmal haben wir Sex. Aber im tiefsten Innern wissen wir, dass diese Stunden nicht den Reiz haben, den wir suchen. Diese Stunden, die wir miteinander verbrachten, waren genau nach meinem Geschmack. Diese Stunden waren perfekt. Sie hatten den Geschmack der Zeit, die bleibt.«

Fane und Jim haben in meinen Augen einen sehr philosophischen und doch klar strukturierten Comic geschaffen. Sie beschäftigen sich mit den zentralen Fragen des Lebens. Fragen die sich der ein oder andere irgendwann in seinem Leben stellen mag ... auf die es aber keine Antworten gibt. Hat schon mal jemand eine Antwort auf die Frage bekommen, wie der Mensch gestrickt ist? .. das ist und bleibt wohl das größte Mysterium unserer Geschichte..

Diese hier wird anhand von sechs langjährigen Freunden dargestellt. Alle von unterschiedlicher Natur - wie sollte es auch anders sein. In einem Zeitraum von vier Tagen wird das Leben jedes einzelnen durchleuchtet.. die Beziehungen zueinander aufgezeigt. Die sechs Protagonisten werden unterschwellig herausgefiltert und dem Leser wird schonungslos der nackte Charakter präsentiert. Die einzelne Person .. mit all ihren Fehlern, Lügen, positiven Eigenschaften, Gewissensbissen, Erinnerungen, Wahrnehmungen..

Beim lesen dieses Comics wird wohl jeder etwas über sich erfahren. Vielleicht über seine Persönlichkeit, sein immer wiederkehrendes Verhalten in bestimmten Situationen oder auch über seine ganz persönlichen Abgründe..

Warum fällt es uns so schwer über unseren eigenen Schatten zu springen? Und warum zum Teufel können wir uns nicht mit dem zufrieden geben was wir haben? Warum braucht der Mensch immer mehr? Reicht es nicht einen! Menschen zu haben, von dem man geliebt wird?
Fragen ragen über Fragen... Die Antwort: Der Mensch an sich ist unersättlich..
Und dennoch...

»Eigentlich braucht es nicht wirklich viel .. Vielleicht nur etwas Losgelöstheit damit das Leben wieder an Reiz gewinnt.«

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