Jimmy Kelly , Patricia Leßnerkraus Streetkid

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Inhaltsangabe zu „Streetkid“ von Jimmy Kelly

In den Neunzigerjahren füllen Jimmy Kelly und seine Geschwister die größten Hallen und Stadien in Deutschland, verkaufen mehrere Millionen CDs und verdienen ein Vermögen. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Der "Family" muss sich jeder unterordnen. Erst nach dem Tod des Vaters, der innerhalb der Familie die Fäden fest in der Hand hielt, schafft Jimmy Kelly den Ausstieg aus der Familienband – und steht vor dem Nichts, denn das Erbe ist weg. In seiner Not besinnt er sich auf seine Wurzeln und zieht wieder als Straßenmusiker durchs Land. In Streetkid erzählt er erstmals, wie er aus seiner größten persönlichen Krise zu seiner wahren Berufung und zu sich selbst findet. Ehrlich, menschlich, sehr persönlich!

Ein gutes Buch - doch ich habe mehr erwartet

— PollyMaundrell

Ein tolles Buch!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein großartiges Buch, dass einem das Leben der Straßenmusiker näher bringt und viel fürs Leben mit geben kann

— Kinderbuchkiste

Von der Zeit nach dem großen Ruhm... Wirklich eindrücklich und lesenswert!

— BeeLu

Ein unglaublich schönes Buch!

— annamarianagy

Zurück auf die Strasse

— voeglein

...ich bin richtig begeistert von Jimmy 's Streedkid... du siehst die Straßenmusiker danach mit anderen Augen und die Kelly's übrigens auch

— Lalemeer

Was wir alle nicht wussten....

— Buchstabenschatz

Ein MUSS für alle Kelly Fans - und alle die es noch werden wollen

— mj303

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    Streetkid

    LilStar

    27. September 2017 um 15:17

    Ich war früher in den 90ern bis in die 2000er Jahre hinein großer Fan der Kelly Family und auf etlichen Konzerten. Damals erfuhr man nur recht wenig über die berühmte Musikerfamilie und privates schon gar nicht. Nun, Jahre später, bin nicht nur ich erwachsener geworden, sondern auch die Mitglieder dieser einzigartigen Musikerfamilie. Sie haben gelernt Individuen zu sein und alleine zu agieren. Genau darüber hat nun Jimmy Kelly ein Buch geschrieben. Er beschreibt in seinem Buch die Abnabelung von seiner Familie nach dem großen Erfolg und wie er es geschafft hat seinen eigenen Weg und seine eigene Identität zu finden. Man kann es sich gar nicht vorstellen, dass die Kelly Family, die in den 90er Jahren Millionen von Platten verkauft, tausende von Konzerten gegeben und Rekorde gebrochen hat, nur wenige Jahre später pleite sein soll. Genau so war es allerdings und so stand Jimmy Kelly Mitte der 2000er Jahre nicht nur ohne Job und ohne seine Geschwister da, sondern auch absolut pleite. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits seine Frau Meike an seiner Seite, ebenso wie zwei kleine Töchter. Und er konnte weder seine Miete bezahlen, noch garantieren, wie in der nächsten Woche das Essen auf den Tisch kommen sollte. Das ist bestimmt der Alptraum eines jeden Familienvaters, wie man sich vorstellen kann. Aber für jemanden wie Jimmy Kelly, der nie einen festen Beruf erlernt hatte und sich außerdem nie um Geld scheren musste, muss dies ein absoluter Tiefschlag gewesen sein. Genau so beschreibt er diese Zeit auch. Ich war überrascht ob seiner ehrlichen und offenen Worte. Der Weg dahin fiel ihm aber auch oft nicht leicht und genau das beschreibt er auch. Jimmy war schon soweit auf der Straße zu spielen, aber trotzdem gestand er in der Öffentlichkeit immer noch nicht, wieso er dies tat, dass er pleite war. Es brauchte erst ein sehr ernüchterndes Ereignis, dass ihn dazu brachte offen zu reden und zuzugeben, dass die Kellys pleite sind, dass vom einigen Ruhm nicht mehr viel übrig war. Jimmy beschreibt diese Erkenntnis ganz klar und ungeschönt in einem Kapitel dieses Buches. Und man nimmt ihm seine Worte ab. Jimmy Kelly erzählt hier mit Hilfe von Patricia Leßnerkraus generell nicht wirklich chronologisch. Er erzählt seine Geschichte zwischen dem großen Erfolg der Kelly Family bis hin zum großen Comeback im letzten Jahr häppchenweise in Form von kurzen Kapiteln. Tatsächlich sind diese zum größten Teil chronologisch, aber nicht in der Hauptsache. Tatsächlich geht es in den vielen Kapiteln um Ereignisse, die ihn wachgerüttelt haben, die ihm geholfen haben auf den Weg zu kommen, den er schlussendlich beschritten hat. Jimmy ist wieder zurück auf die Straße gegangen und hat sich hart erarbeitet was er sich aufgebaut hat. Er beschreibt seinen Weg nach dem großen Erfolg, als er sich als Opfer eines Systems sah, als er versuchte die Schuld bei jemand anderem zu suchen. Er beschreibt, wie er es geschafft hat aus diesem Sumpf aus Selbstmitleid heraus zu kommen und über seinen eigenen Schatten zu springen. “Ignore the moods” – dieser Spruch wurde zu seinem Motto, was bedeutete, dass er sich einfach zusammen riss, ungeachtet von Wind, Wetter und Launen und einfach sein Ding durchzog. Er erzählt, wie er sich sein neues Leben mit seiner eigenen Band, dem Street Orchestra, aufgebaut hat, wie er wieder auf einen guten und erfolgreichen Weg kam.Dabei erleben wir auch mit, was Jimmy mit dem titelgebenden Spruch “Fluch und Segen ein Kelly zu sein” meint. Ich habe dieses Buch als recht emotional erlebt, eben weil ich fand, dass Jimmy hier sehr offen und persönlich seinen Weg schildert und das muss ich ihm hoch anrechnen. Natürlich spielt auch seine Familie eine Rolle in diesem Buch. Aber nicht nur ausschließlich und genau das ist auch der Grund, warum dieses Buch doch sehr, sehr lange brauchte, bis es endlich erscheinen konnte, denn der erste Entwurf befasste sich zum größten Teil mit der Kelly Family und das sollte es ja eben nicht. Dieses Buch befasst sich mit Jimmy Kelly, dem Streetkid. Es setzt quasi dort ein, wo der große Erfolg der Kelly Family endete und es hört auf, kurz bevor die Kellys sich wieder als Band zusammen fanden.  Jimmy lässt uns in seinen Kopf, lässt uns seinen inneren Wettstreit miterleben und das hat mir sehr gefallen mir Jimmy als Menschen nahe gebracht. Das Buch ist eine broschierte Ausgabe mit unheimlich vielen, schönen Fotoaufnahmen und einem sehr schönen Vorwort von Thomas Stachelhaus, einem seit Jahren befreundeten Fotografen der Familie und engen Freund. Fazit Jimmy Kelly hat mit seinem Buch Streetkid – Fluch und Segen ein Kelly zu sein wahnsinnig private Einblicke in sein Leben gegeben. Wir erleben ihn zu einer Zeit, als er ganz unten war und sich nur mühsam wieder nach oben arbeitete. Sehr persönlich und sympathisch, aber immer menschlich gewährt uns Jimmy hier Einblicke in sein Leben nach dem großen Erfolg der Kelly Family. Nicht nur für Kelly-Fans oder ehemalige lesenswert, sondern für jeden, der ebenfalls seinen inneren Schweinehund zu überwinden versucht und sich selbst finden will.

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  • Leider nicht ganz das, was ich mir vorgestellt habe

    Streetkid

    PollyMaundrell

    22. August 2017 um 16:50

    BuchinfoIn den Neunzigerjahren füllen Jimmy Kelly und seine Geschwister die größten Hallen und Stadien in Deutschland, verkaufen mehrere Millionen CDs und verdienen ein Vermögen. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Der "Family" muss sich jeder unterordnen. Erst nach dem Tod des Vaters, der innerhalb der Familie die Fäden fest in der Hand hielt, schafft Jimmy Kelly den Ausstieg aus der Familienband – und steht vor dem Nichts, denn das Erbe ist weg. In seiner Not besinnt er sich auf seine Wurzeln und zieht wieder als Straßenmusiker durchs Land. In Streetkid erzählt er erstmals, wie er aus seiner größten persönlichen Krise zu seiner wahren Berufung und zu sich selbst findet. Ehrlich, menschlich, sehr persönlich (Verlag)Erster Satz"Aus dir wird mal was", sagte eine ältere Dame mit einem kleinen Hund im Arm zu mir. "Sie erinnern mich an jemanden...", fügte sie hinzu und warf einen Euro in meinen Gitarrenkoffer.Meine Meinung Ach ja, The Kelly Family ♥ Traum meiner Kindheit und frühen Jugend.   Verknallt war ich abwechselnd mal in jeden der Jungs - aber bei Jimmy blieb ich zum Schluss dann hängen. So war es auch nicht verwunderlich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen MUSSTE (!!!!) Laut Klappentext ehrlich und persönlich...vielleicht wird ja sogar der ein oder andere Skandal aufgedeckt oder aus dem Nähkästchen geplaudert. So zumindest mein Gedanke, als ich das Buch dann endlich in die Hand nehmen konnte. Aber Pustekuchen! Insgesamt war das Buch dann doch recht entäuschend, was mich wirklich traurig macht.  Sie füllten riesige Hallen, traten in jeder TV-Show auf und es gab kaum eine Zeitung ohne ihr Coverbild. Sie verkauften alles was sich zu Merchandise umwandeln lies und wenn die Sache mit den Reality-Shows damals schon so weit gewesen wäre, wäre auch das ein Erfolg geworden. Eine Zeit lang wurde alles zu Gold, was diese Familie auch nur ansah. Umso schlimmer war es als alternder Fan, in dessen Herz noch immer ein Plätzchen für diese langhaarigen Stimmen ist, mit ansehen zu müssen, wie sie fast über Nacht alles verloren. Geld weg, Freunde weg und dann zerbrach auch noch die heile Familienwelt, die sie nach außen immer darstellten. Plötzlich sah man sie nur noch getrennt. Einer ließ sich beim auswandern filmen, eine andere tanzte sich in die Herzen und wurde sicherlich Vorbild für das eine oder andere moppelige Mädchen, wieder ein anderer saß plötzlich als Mönch in einem französischen Kloster. Der Sportlichste der Familie ist aus Fernsehsendungen mit Extremsportarten gar nicht mehr wegzudenken und eine der Schwestern startete einen Versuch beim Supertalent, der ordentlich Fremdscham-Charakter hatte. Und dann die Meldung, dass ein Familienmitglied, nämlich Jimmy, wieder als Straßenmusikant unterwegs war. Spätestens da war allen klar - wer hoch fliegt kann auch tief fallen. Was mir an diesem Buch wirklich extrem gut gefallen hat sind die ganzen Fotografien. Das Buch ist über und über mit schönen Farbfotos bestückt, die manchmal sogar zwei Seiten ausfüllen. Der Preis von fast 20€ ist also absolut gerechtfertigt. Leider sind es "nur" Bilder von der Straße. Natürlich ist auch das ein oder andere dabei, das sehr privat wirkt. So zeigt sich Jimmy, als er über seinen ersten Winter berichtet zum Beispiel dabei, wie er mit Plastiktüten versucht die Kälte von seinen Füßen fernzuhalten oder wie er mit seiner Gitarre und dem Wagen durch den Schnee läuft. Deutlich gezeichnet und mit starker Müdigkeit im Blick, sieht er sehr sorgenvoll aus. Das ist ein intimer Einblick, keine Frage. Doch mein kleines Fan-Herz hätte auch auf das ein oder andere Kinderbild oder bisher unveröffentlichte Familienbild gehofft. Ja, es geht in diesem Buch um Jimmy. Nur um ihn und seinen Weg zurück ins Leben - aber ich habe doch ein bisschen auf Familie gehofft. Hier und da wird die Familie mal erwähnt. Zum Beispiel hat er einen guten Draht zu Patricia (♥) und Barby wohnt/e eine ganze Weile bei ihm und seiner Familie. Zwischendrin wird deutlich, dass er sich nicht mit allen gut versteht und man wartet nur drauf, dass nun endlich die Bombe platzt. Aber nein, mehr erfährt man nicht. Auf der einen Seite spricht das natürlich absolut für ihn und ist total verständlich, aber auf der anderen Seite wäre genau das der Punkt gewesen, der dieses Buch interessant gemacht hätte. Spannend ist es nämlich leider nicht wirklich.  Es war für mich absolut interessant mal die andere Seite der Straßenmusik kennenzulernen. Welche Gefahren dort lauern, was man sich von Passanten gefallen lassen muss und was passiert, wenn das Ordnungsamt um die Ecke kommt. Neben all den negativen Dingen, erwähnt Jimmy aber auch immer wieder die schönen Seiten seiner Arbeit. Wenn gestandene Männer plötzlich weinen, weil die Musik sie so tief berührt oder sich unter den verschiedensten Straßenkünstlern Freundschaften bilden. Doch leider besteht das Buch eigentlich aus nichts anderem. Es ist eben nicht "sehr persönlich" wie im Klappentext angekündigt. Zumindest nicht für mich als Leser. Dass keine Kohle mehr da ist und (fast) jeder Kelly verschuldet ist/war, ist ja kein Geheimnis. Dass man sich dann wieder hochkämpfen muss und der Weg von einer winzigen Schimmelwohnung bis zum Einfamilienhaus schwer und beschwerlich ist, sollte auch jedem klar sein. Für Jimmy als Autor sind das ganz persönliche Dinge, das will ich gar nicht in Abrede stellen - aber für mich persönlich einfach keine Überraschung. Die Geschichten der Straße, die am Anfang noch so spannend, schockierend oder witzig sind, wiederholen sich eigentlich immer in wechselnder Reihenfolge. Wie Jimmy sich einen Platz zum Spielen aussucht, wird in jeder neuen Stadt beschrieben, ebenso wie die Männer und Frauen vom Ordnungsamt, die ihn darauf hinweisen, dass er nicht mit Verstärker spielen darf. In der einen Geschichte sind es Punks, die ihm das Leben schwer machen, in der anderen eine organisierte russische Bande. Zwischendrin immer wieder Geschichten über Menschen die seine Musik mögen und welche, die sie nicht mögen. Und das war es dann auch. Mehr ist es leider nicht. Für mich persönlich war das einfach zu wenig um eine bessere Bewertung zu bekommen.Textstellen Trotz meiner Suche nach meinem eigenen Weg kann ich meine Geschwister nicht völlig vergessen. (Seite 127) Wir hatten alles erreicht, was man sich als Band nur hatte erträumen können. Doch unsere Freundschaften zueinander gingen in die Brüche. (Seite 131) FazitEin Buch, von dem ich mir mehr erhofft habe. Das ewig gleiche Muster und die sich fast gleichenden Geschichten sind wenig abwechslungsreich und sorgen nicht für Spannung. Allerdings sind die vielen (professionellen) Farbfotos wirklich schön. Wer "schmutzige Familien-Wäsche" erleben möchte, wird sie hier nicht finden. Doch ist das Buch sehr informativ, wenn man wissen will wie es "hinter den Kulissen" bei Straßenmusikern zugeht. Wer nicht viel mit dem Christentum anfangen kann, wird das ein oder andere Mal sicherlich mit den Augen rollen können/müssen/wollen. Jimmy ist gläubiger, als ich gedacht hätte. Insgesamt war das Buch nicht schlecht, aber auch nicht das, was ich mir als ehemaliger Fan erhofft habe. Schade!

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  • Lesenswertes Buch

    Streetkid

    Benundtimsmama

    17. August 2017 um 15:43

      Worum geht es? In den Neunzigerjahren füllen Jimmy Kelly und seine Geschwister die größten Hallen und Stadien in Deutschland, verkaufen mehrere Millionen CDs und verdienen ein Vermögen. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Der „Family“ muss sich jeder unterordnen. Erst nach dem Tod des Vaters, der innerhalb der Familie die Fäden fest in der Hand hielt, schafft Jimmy Kelly den Ausstieg aus der Familienband – und steht vor dem Nichts, denn das Erbe ist weg. In seiner Not besinnt er sich auf seine Wurzeln und zieht wieder als Straßenmusiker durchs Land. In Streetkid erzählt er erstmals, wie er aus seiner größten persönlichen Krise zu seiner wahren Berufung und zu sich selbst findet. Ehrlich, menschlich, sehr persönlich! Quelle Meine Meinung zum Buch: Auch wenn viele bei der Kelly Family die Nase rümpfen, gebe ich bekannt: Ich fand die singende Familie Anfang der 90er toll und habe ihre Musik sehr gern gehört. Zwar brach mit ihrer Trennung für mich keine Welt zusammen, aber traurig war ich damals trotzdem. Umso schöner finde ich, dass inzwischen ein Teil der Geschwister wieder gemeinsam Musik macht. Auch wenn für mich die Kelly Family ohne ihren Leader Michael Patrick Kelly nie wieder so sein wird wie früher. Neben Paddy gehörten damals auch Jimmy und John zu meinen Lieblingen. Ich habe mich riesig gefreut, als ich gesehen habe, dass einer von ihnen im Heyne Verlag ein Buch veröffentlicht hat. Jimmys Geschichte beginnt mit dem Ende der großen Erfolgszeit der Kelly Family. Ich war total überrascht, wie schonungslos und offen er seine Geschichte erzählt. Bereits auf den ersten Seiten schafft der Autor, der dieses Buch zusammen mit Patricia Leßnerkraus geschrieben hat, eine tolle Stimmung. Seine vielen interessanten Geschichten hat er in kleine, kurze Kapitel zusammengefasst. Diese sind echte Pageturner und lassen sich ziemlich schnell lesen. Der Schreibstil ist flüssig, leicht und in einfacher Sprache geschrieben. Ich habe mich über die gesamte Lesezeit damit sehr wohl gefühlt. Ich war total überrascht zu lesen, dass ein Mitglied der Kelly Family es tatsächlich wieder nötig hat, auf der Straße Musik machen zu müssen. Aber nach dem Tod des Vaters und dem Erbstreit unter den Geschwistern, der fast zum Zerwürfnis unter ihnen führte, war das Vermögen weg und jeder musste auf eigenen Beinen stehen und wieder ganz von vorne beginnen. Dies hieß für Jimmy eben: Straßenmusik. Es wurden viele schöne, aber auch sehr emotionale Erlebnisse auf der Straße geschildert und ich habe von Anfang bis Ende sehr viel Spaß beim Lesen gehabt. Neben den vielen Geschichten ist das Buch randvoll mit unzähligen Farbfotos. Ich habe dadurch noch ein viel besseres Bild von den Erzählungen bekommen. Diese Fotos hat der Jimmy Kellys langjähriger Freund Thomas Stachelhaus aufgenommen. Die Verbundenheit der beiden kommt auch beim Betrachten der Fotos deutlich rüber, denn es wurden viele einzigartige Momente eingefangen. Ich habe mich beim Lesen des Buches großartig unterhalten gefühlt und bin mir sicher, immer mal wieder durch das Buch zu blättern und einzelne Geschichten nachzulesen. Meine Erwartung an das Buch wurde erfüllt, und so vergebe ich sehr gern fünf von fünf Sternen und spreche eine Leseempfehlung nicht nur für Fans der Kelly Family aus.

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  • Zurück auf die Straße

    Streetkid

    Curin

    15. August 2017 um 18:23

    Als Familienmitglied der Kelly Family erlebt Jimmy Kelly große musikalische Erfolge. Doch nachdem der Vater gestorben ist und es Probleme bei der Aufteilung des Erbes gibt, gerät Jimmy in eine große finanzielle Krise. Um seine Familie ernähren zu können, wagt er den Schritt zurück auf die Straße. In diesem Buch berichtet er davon, was er in den verschiedenen Innenstädten in ganz Deutschland erlebt hat und wie die vielen Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen ihn geprägt und verändert haben.Jimmy Kelly gibt hier einen ganz persönlichen und offenen Einblick in sein Leben, aber auch in den typischen Alltag eines Straßenmusikers. Er beschreibt, wieviel Überwindung es ihn gekostet hat, wieder in den Fußgängerzonen aufzutreten und sich dem ständig wechselnden und äußerst kritischen Publikum zu stellen. Beim lesen kann man richtig miterleben, wie er nach und nach wieder an Selbstvertrauen gewinnt und auch schwierige Situationen meistert.Mir hat besonders gefallen, dass Jimmy auch Dinge anspricht, über die sonst kaum gesprochen wird. So thematisiert er, wie schwer es Städte Straßenmusikern machen, überhaupt legal auftreten zu dürfen. Auch berichtet er von Gesprächen mit älteren Menschen, deren Rente kaum zum Überleben reicht.Jimmy kommt im Buch sehr sympatisch rüber und wirkt nicht wie ein unnahbarer Star. Seine Erlebnisse sind unterhaltsam zu lesen, aber haben mich auch oft berührt. Ganz besonders sind auch die vielen Farbfotos, die ganze Seiten im Buch füllen und einen Eindruck von den Auftritten des Sängers geben.Insgesamt war ,,Streetkid" für mich eine sehr aufschlussreiche Lektüre. Wer sich genauso wie ich dafür interessiert, wie es nach den 90ern mit den Kellys weitergegangen ist und was Jimmy auf der Straße erlebt hat, sollte dieses Buch lesen. Gerne empfehle ich es hier weiter.

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  • Eine absolut authentische Biografie, die mich als Leser tief in Jimmys Gedanken- und Gefühlswelt hat

    Streetkid

    Wetterfroschiix333

    26. July 2017 um 18:00

    Wer Jimmy Kelly schon etwas länger verfolgt, weiß, dass er und seine Familie als Straßenmusiker groß geworden sind - einen passenderen Titel als "Streetkid" hätte das Buch also nicht haben können. Jimmy erzählt offen und ehrlich über sein Leben nach der Kelly Family. Sein Vater ist verstorben und vom Erbe ist nichts zu sehen, was einen teilweise heftigen Streit zwischen ihm und seinen Geschwistern auslöst. Pleite und in Sorge um seine inzwischen eigene Familie, entscheidet sich Jimmy wieder zur Straße zurück zu kehren - wieder von ganz vorne anzufangen. Nun könnte man meinen, kein Problem für Jimmy, hat er doch Jahrzehnte nichts anderes gemacht, doch so ist es nicht. Es kostet ihn einiges an Mut und Überwindung, alleine in der Fußgängerzone zu stehen und zu singen. Er zieht von Stadt zu Stadt und durchlebt dabei Höhen und Tiefen. Wiederholt lernt er Menschen aus den unterschiedlichsten Schichten kennen, muss um den besten Platz der Stadt kämpfen oder wird von der Polizei und dem Ordnungsamt verjagt."Zum Abschied sagte er zu mir "Jimmy, ich habe sehr viel Respekt vor dem, was du jetzt tust!" Ich kann kaum in Worte fassen, wie wichtig mir dieser Satz bis heute ist"Das für mich Besondere an dem Buch sind die wunderschönen Momentaufnahmen von Jimmy und seiner Zeit auf der Straße. Sie verdeutlichen das Geschriebene und machen das Buch zu einem einzigen Erlebnis.Fazit: Eine absolut authentische Biografie, die mich als Leser tief in Jimmys Gedanken- und Gefühlswelt hat blicken lassen.

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  • Ein sehr gutes Buch!

    Streetkid

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. July 2017 um 15:51

    Ich war in den 90er kein Kelly-Fan, erst vor einem Jahr wurde ich durch Angelos Dokumentation im Fernsehen auf diese Familie aufmerksam. Seitdem habe ich mir zahlreiche Videos, Auftritte und Interviews von ihnen im Internet angesehen und wurde dadurch auch ein Fan. Jimmys Buch habe ich in einem Rutsch gelesen, es ist ein wunderschönes, sehr gut geschriebenes Buch, interessant und spannend, es langweilt an keiner Stelle, man lernt auch viel für sein eigenes Leben aus dem Buch, denn Jimmy ist ein sehr nachdenklicher Mensch. Das Buch ist schon anders als Patricias Buch (das mir auch sehr gut gefallen hat), denn Jimmy erzählt nicht so viel aus seiner Kindheit und Jugend (einiges schon, aber wenig), dennoch ist das Buch sehr interessant, manchmal lustig, manchmal traurig, es regt an vielen Stellen zum Nachdenken über das eigene Leben an. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, und wenn ich mal eine Pause einlegen musste (wegen Augenschmerzen), freute ich mich immer sehr aufs Weiterlesen. Absolut empfehlenswert, nicht nur für Kelly-Fans!

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  • Ein großartiges Buch, dass einem das Leben der Straßenmusiker näher bringt und viel fürs Leben mit g

    Streetkid

    Kinderbuchkiste

    06. July 2017 um 14:34

    Was für ein Buch!Ich glaube die Kelly Family muss ich hier nicht vorstellen.Ich möchte hier auch gar nicht weiter auf sie eingehen.Meine Motivation dieses Buch zu lesen hatte nichts mit ihnen zu tun, sondern einzig  und allein mit der Straßenmusik, dann erst mit Jimmy Kelly und überhaupt nicht mit seiner Familie.Gut, auch mich hat ihre Musik begleitet. Die Musik der Familie, die im Doppeldeckerbus von Stadt zu Stadt zog und auf der Straße spielte. Die Kellys danach, die Konzerte gaben, die Stadthallen und Arenen füllten mochte ich nicht.Ich kann mich gut an die Zeit erinnern wo ich sie  auf der Straße erlebte, denn es war der Beginn meiner musikalischen Leidenschaft für die Straßenmusik, die meines Erachtens unglaubliche Musiker beheimatet, die alle mal besser sind, als vieles was uns heutzutage im Radio und Fernsehn' so zugemutet wird.Straßenmusik ist etwas sehr ehrliches und diesen Musikern gilt meine Bewunderung.Sie singen aus Überzeugung, live und ausdauernder als alle anderen Musiker.Man stellt sich nicht einfach so hin und singt mal eben ein paar Lieder.Es ist schwere Arbeit bei Wind und Wetter hinaus zu gehen, nicht überall gewollt zu sein, ständig in mehr oder weniger einer Position zu verharren und auf die Gunst der vorbeiziehenden Leute angewiesen zu sein.Kein leichtes, aber vielleicht doch sehr glückliches Leben.Mein Sohn ist ,wie ich finde ein begnadeter Musiker. Er spielt Gitarre wie ein Gott ebenso, wenn nicht sogar besser noch Tuba. Darüberhinaus noch eine recht passabel Stimme.Was ich jedoch wirklich fast noch mehr an ihm bewundere ist es den Mut zu haben vor Publikum zu spielen.Er spielt in vielen Bands auch richtig guten aber so wirklich glücklich ist er damit so im Hintergrund mit Gitarre oder Tuba nicht.Also riet ich ihm es einmal mit Straßenmusik zu versuchen.Normalerweise nehmen Kinder die Ratschläge ihrer alten Herrschaften ja nicht an, doch gleich am nächsten Tag zog er mit Gitarre und Verstärker los und kam mit reichlich Erfahrungen zurück. Immer wieder zieht es ihn seither auf die Straße und ich bin stolz darauf.Das nun war meine Motivation Jimmy Kellys Buch zu lesen.In einem Fernsehinterview bei daheim& unterwegs hatte ich schon von seinen Erlebnissen gehört. Jetzt alles einmal ausführlich lesen zu können war wirklich sehr spannend und vor allem bereichernd.Abgesehen von seinen sehr persönlichen Erfahrungen liefert das Buch unglaublich viel fürs Leben.Jemandem, der nicht weiß wie es weiter gehen kann, und dazu zähle ich mich auch hin und wieder, dem kann es Motivation und Hoffnung zu gleich sein, denn Jimmy Kelly hat eine ganz besondere Botschaft."Glaub an dich"Das Buch endet mit einem Satz von Franziskus von Assisi"Erst tue das Nötige.Dann das Mögliche.Und plötzlich tust du das Unmögliche"Ein Spruch, den Jimmy Kelly in seinem Büro hängen hat und der wirklich sehr viel aussagt.Eindrucksvoll und ehrlich,mit sich und seinen Lesern, erzählt er von seinen Ängsten und Nöten. Pleite, Schulden mit zwei kleinen, sehr kleinen Kindern in einer verschimmelten Wohnung und noch dazu droht die Kündigung dieser Wohnung weil er die Miete nicht mehr bezahlen konnte.Jetzt wird der ein oder andere denken, da holt man sich Hilfe vom Staat oder so. Nein Jimmy Kelly wollte nicht, dass die Welt erfährt wie es finanziell um ihn stand. Er hatte Angst vor den Schlagzeilen in der Presse und er wollte seine Familie nicht bloß stellen.Daher war die Straße zunächst auch erst mal nur in Gedanken eine Option. Wer auf die Straße geht wird erkannt und zwangsläufig irgendwann zum Spielball der Presse.Doch irgendwann ist die Not so groß, dass er es einfach wagen muss.Die Straße war über Jahre die Heimat der ganzen Familie, dahin zurück zu kehren eigentlich die beste Idee, die man haben kann.Eindrucksvoll schildert Jimmy Kelly diesen Weg, wie er sich etwas Gitarrenspielen beibringt, den Spruch seines Vaters im Ohr hat, dass man nur 3 Lieder braucht um Erfolg zu haben, die ersten zaghaften Versuche als Straßenmusiker und die Frustration und Selbstzweifel, die mit spielten.Er lässt uns teilhaben an den intensiven Erlebnissen, die nicht immer positiv gewesen sind. Jimmy Kelly erzählt von Begegnungen mit Menschen, gefährlichen Situationen, zuweilen auch ein Überlebenskampf. Er schildert das tägliche Leben eines Straßenmusikers,  auf der Suche nach dem geeignetem, guten Platz um Geld zu verdienen, dem Konkurrenzkampf unter den Menschen auf der Straße von den Ordnungshütern, die ihm meist das Leben schwerer als nötig machten.Selbstkritisch erkennt er, dass er  häufig Menschen misstraute, die es eigentlich gut mit ihm meinten. Zuweilen wunderteer sich über sich selbst, wie er über sich selbst hinauswuchs, sich unangenehmen Zeitgenossen couragiert entgegenstellte.Häufig stößt er auf Abneigung bei den anderen Leuten von  und auf der Straße, weil sie kein Verständnis dafür haben, dass ein Millionär so sein Geld verdient. Wie auch konnten sie wissen, dass er kein Millionär ist und von Schulden geplagt. Er redete ja auch nie darüber ( zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt.Jimmy Kelly erzählt  von einer, wie ich finde,  besonders beeindruckende Situation, der eine heftige Auseinandersetzung mit unangenehmen Zeitgenossen voraus ging. Die wurden von der Polizei sogar über Nacht eingebuchtet. Am nächsten Morgen geht Jimmy wieder an die Stelle und trifft dort auf den gerade erst entlassenen Anführer. Er sucht das Gespräch und erzählt zur Verwunderung seines Gegenübers von seinem Leben, den Gründen wieso er wieder zurück auf die Straße ging. Damit hat er sich Achtung, Verständnis und Respekt erworben. Gleichzeitig zeigt er auch in dieser Situation sehr viel Empathie für seinen Gegner, der zum Freund wurde.Empathie ist ein großes Gut, dass Jimmy Kelly durch die Welt trägt. Er interessiert sich für die Menschen auf der Straße.Das Buch erzählt seine Geschichten aus den deutschen Städten.Jede Stadt hat mindestens eine aktuelle Geschichte und eine im Rückblick, denn an den meisten Orten, die er besucht war er schon früher einmal mit seiner Familie. An diesen Erinnerungen lässt er uns genauso teilhaben wie an seinem aktuellem Leben mit Frau und Kindern.Zum Ende des Buches erleben wir die Entstehung des Staßenorchesters, das dann doch auf Tournee in kleineren Hallen und Sälen spielt.Gleichzeitig erzählt er vom langen Weg zu sich selbst, an dessen Ende  eine Reise stand zurück in seine Kindheit, zurück an das Grab seiner Mutter.Mittlerweile hat Jimmy Kelly seine Schulden längst bezahlt. Er hat sogar ein Haus für seine Familie kaufen können, ist das dritte Mal Vater geworden und hält auch Kontakt zu einigen Geschwistern.Trotz allen Entwicklungen wird die Straßenmusik sein leben auch weiter begleiten.*Ein unglaubliches Buch, das tief in die Seele des Lesers gehen kann.Ein Buch dass einem das Leben der Straßenmusiker näher bringt.Ein Buch, dass tiefe menschliche Geschichten erzählt.Ein Buch mit reichlich Gedanken an Gott.Ein Buch das man nicht nur einmal liest.Ein Buch von und über Jimmy Kelly, einem Straßenmusiker, dessen berühmte Familie, dessen berühmter Name ihm mehr hinderlich als nützlich war, der es aber durch Authentizität und Empathie geschafft hat als eigenständige Persönlichkeit seinen Weg zu gehen und auch anerkannt zu werden.***

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  • Straßenmusik mal anders

    Streetkid

    Regina_Kollo

    02. July 2017 um 20:17

    Street Kid:Fluch und Segen, ein Kelly zu sein Autor:Jimmy Kelly Erschienen: 15. Mai 2017 Version: Taschenbuch, eBook Seiten:256 Verlag: Heyne Verlag Inhalt (übernommen): In den Neunzigerjahren füllen Jimmy Kelly und seine Geschwister die größten Hallen und Stadien in Deutschland, verkaufen mehrere Millionen CDs und verdienen ein Vermögen. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Der "Family" muss sich jeder unterordnen. Erst nach dem Tod des Vaters, der innerhalb der Familie die Fäden fest in der Hand hielt, schafft Jimmy Kelly den Ausstieg aus der Familienband – und steht vor dem Nichts, denn das Erbe ist weg. In seiner Not besinnt er sich auf seine Wurzeln und zieht wieder als Straßenmusiker durchs Land. In Streetkid erzählt er erstmals, wie er aus seiner größten persönlichen Krise zu seiner wahren Berufung und zu sich selbst findet. Ehrlich, menschlich, sehr persönlich! Meine Meinung: Auf dem Cover ist Jimmy Kelly mit seiner Mundharmonika und Hut abgebildet. So tritt er auch auf der Straße auf. Das Buch erzählt zu Anfang ein bisschen allgemein über die Kelly Family, was dem Leser einen besseren Überblick verschafft. So können auch Menschen das Buch lesen, ohne ein eingefleischter Kelly Family Fan zu sein. Ich selber bin zu jung um mich an die Kelly Family von damals zu erinnern, dennoch hat mir dieses Buch einen guten und ausführlichen Einblick über das Leben von Jimmy Kelly gegeben. Das Buch wurde von Jimmy Kelly in Zusammenarbeit mit Patricia Leßnerkraus geschrieben. Es lies sich einfach und flüssig lesen. Zudem sind viele Bilder enthalten, die Jimmy bei seinen Auftritten auf der Straße zeigen. Auch ich habe Jimmy Kelly in der Leipziger Innenstadt getroffen und konnte sogar ein paar Worte mit ihm wechseln. Das Buch zeigt einfach, das wenn es im Leben mal nicht so läuft wie geplant, man sich einfach an seine Wurzeln zurückerinnern soll. Und vielleicht auch einfach da wieder anknüpfen sollte. Fazit: Das Buch ist für jeden etwas, der gerne mehr über Jimmy Kelly erfahren will. Mich selbst hat das Buch sehr fasziniert, aus diesem Grund gebe ich dem Buch „Street Kid“ 5 von 5Büchersternen.

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  • Das Leben schreibt die besten Geschichten!

    Streetkid

    BeeLu

    01. July 2017 um 17:43

    Ich muss zugeben, dass ich etwas skeptisch war, als ich von diesem Buch erfahren habe, kam es doch zufällig "pünktlich" zum Comeback der Kelly Family auf den Markt. Aber anscheinend sind diese beiden Projekte wirklich eher ungeplant zeitlich aufeinander gefallen. Den Untertitel finde ich auch nur mäßig, so reißerisch... Irgendwann hat es aber doch auch den Weg in mein Bücherregal gefunden und ich bin wirklich begeistert! Jimmy Kelly schreibt von der Zeit nach dem gigantischen Ruhm mit der Familienband "The Kelly Family". Es gibt einige kurze Rückblicke zu den gemeinsamen Zeiten mit den Kellys und in die Kindheit aber hier dreht es sich hauptsächlich um seinen Weg zurück auf die Straße und hinaus aus der Armut. Armut? Ja, man könnte meinen, dass die Kellys dank ihres Erfolgs finanziell für ihr Leben ausgesorgt haben müssten aber wegen des ungeklärten Erbes hat bisher anscheinend keines der Geschwister etwas vom Geld bekommen. Es wird deutlich, dass in diesem Bandunternehmen die Welt nicht so heile war, wie es nach außen scheinen sollte. Wir begegnen Jimmy am Tiefpunkt. Ausgebrannt (sowohl finanziell als auch psychisch), mit einigen Geschwistern im Streit und mit den Sorgen, wie er nun seine Frau und seine beiden kleinen Töchter versorgen soll. Verschuldet und vom Vermieter frisch die Wohnung gekündigt bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit seiner Gitarre wieder zurück auf die Straße zu kehren und für Geld zu singen. Eindrücklich schildert er, wie es ist als ehemaliger Superstar plötzlich vor dem Nichts zu stehen und bei Null anfangen zu müssen. Die Zuschauer bleiben aus und er hat einen harten Kampf vor sich. Dieses Buch besticht mit Jimmys ehrlicher Art, unbeschönigt, untermalt mit toll ausgewählten Fotos "von der Straße". Frei von der Leber weg berichtet Jimmy von seinem Leben als Straßenmusiker, von sich als Privatperson und auch davon, wie er sich selbst und auch seinen Geschwistern wieder näher kommen konnte. Es wirkt, als würde er vor einem sitzen und mit Händen und Füßen gestikulierend von seiner Zeit erzählen, es fühlt sich wirklich ganz nah an. Es gibt wunderliche, schöne, traurige Anekdoten und Begegnungen mit Menschen, an denen Jimmy uns teilhaben lässt und viele davon regten mich sehr zum Nachdenken an. Gern höre ich Straßenmusikern zu, bleibe stehen, lausche den Tönen und oftmals frage ich mich, welche Geschichte hinter dem Menschen, der da gerade zum Anfassen nah vor mir steht und Musik macht, steht. Ist dieses Leben doch so fernab von meinem, so anders und gleichzeitig so faszinierend. Nach dem Gelesenen sehe ich diese Musiker wahrscheinlich nochmals in einem anderen Licht. Ich bin sehr froh, dass ich mir dieses Buch doch zugelegt habe, denn es hat mich positiv überrascht und ich merke einmal mehr, wie gern ich mal einen kleinen Blick in die Lebensform anderer Menschen werfe und über den Tellerrand hinaus schaue. Hier und da kann man sich durchaus die ein oder andere Weisheit zu Herzen nehmen. Das Leben schreibt einfach doch die besten Geschichten!

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  • Zurück auf die Strasse

    Streetkid

    voeglein

    30. June 2017 um 21:58

    Ok, ich habe eh eine Schwäche für Strassenmusiker(war ich als Teenie doch mal total verliebt in einen), aber als ich vor kurzem in einer Reportage ein Interview mit Jimmy Kelly gesehen hatte, wollte ich nun auch mehr von ihm erfahren. Das Buch erzählt in kurzen knappen Kapiteln die Geschichte von Jimmy bzw.wie er wieder den Weg zur Strassenmusik fand. Tja, ein leichtes Leben sieht anders aus....... Schön und kurzweilig erzählt er aber auch Stories rechts und links seines Weges sowie einiges über seine Familie bzw. seine Geschwister. Ich habe das Buch an einem Tag regelrecht verschlungen und mich an den vielen farbigen Fotos erfreut. Gerne empfehle ich das Buch,( nicht nur an Kelly Fans) weiter, denn man kann schon die eine oder andere Weisheit für sich selbst anwenden. Jimmy und seiner Familie wünsche ich alles Gute und........man sieht sich, irgendwo, irgendwann, auf der Straße oder auf einem der Konzerte ( jaaaa, ich habe auch eine Schwäche für die teilweise doch recht traurige irische Folkmusik und der "Junge" hat echt ne tolle Stimme....)

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  • Offener, spannender Lebensbericht

    Streetkid

    Buchbahnhof

    31. May 2017 um 17:43

    Ich war total gespannt auf dieses Buch von Jimmy Kelly. Ich muss gestehen, dass ich aufgrund des Titels „Streetkid“ etwas anderes erwartet habe, mehr Informationen über die Kindheit von Jimmy. Dieses Buch setzt aber da an, wo der große Erfolg der Kelly Family aufhört, dort, wo die Familie musikalisch auseinander geht und jeder seinen eigenen Weg sucht. Ab und an werden auch Anekdoten eingestreut, aber hauptsächlich geht es um die Zeit, in der Jimmy versucht, seinen eigenen Weg zu gehen und seine kleine Familie zu ernähren.Auch wenn Jimmy das Buch zusammen mit einer Autorin, Patricia Leßnerkraus, geschrieben hat, so haben sie es gemeinsam geschafft, den unverwechselbaren Ton von Jimmy einzufangen. Wer schon einmal auf einem seiner Konzerte war, und ihn erzählen gehört hat, der hört auch bei dem, was man in diesem Buch liest, Jimmys Stimme heraus. Das fand ich unheimlich schön, denn gerade bei Biografien, die von anderen (mit)geschrieben werden, hat man es auch oft, dass man die eigentliche Stimmfarbe nicht mehr heraushört, sondern das Gefühl hat, dass da ein Fremder erzählt.    „Aus dir wird mal was“, sagte eine ältere Damen mit einem kleinen Hund im Arm zu mir. […] Während des Songs lachte ich innerlich und dachte: „Aus mir war mal was geworden.“    Zitat aus dem VorwortIn kurzen Episoden aus den verschiedenen Städten, in denen Jimmy auf der Straße aufgetreten ist, erzählt er davon, wie er aus den großen Konzerthallen wieder auf die Straße zurück ist. Jimmy berichtet sehr offen von der Angst davor, zu versagen, davor, dass ihn vielleicht niemand hören will. Er berichtet, wie er zu Beginn keine besonders großen Einnahmen auf der Straße generieren konnte und die Familie von der Hand in den Mund leben musst, teilweise nicht wusste, wie sie die Miete bezahlen sollten. Er berichtet aber auch davon, welche großartigen Freundschaften mit anderen Künstlern sich auf der Straße ergeben haben, dass er viel Unterstützung erfahren hat. Ich bin beeindruckt, wie offen Jimmy Kelly über seine Gefühle schreibt, sich nicht zu schade ist, zuzugeben, dass auch er Angst hat. Ich muss gestehen, dass mich diese Teile des Buches am meisten berührt haben. Man denkt doch automatisch, dass Menschen, die auf den großen Bühnen dieser Welt von tausenden, hunderttausenden von Menschen „angehimmelt“ werden, auch ein riesen Selbstbewusstsein haben. Dass dem nicht so ist, macht auch diese Menschen sehr menschlich.Richtig gut gefallen hat mir, dass Jimmy nicht mit irgendjemandem „abrechnet“ in diesem Buch. Man hört, gerade bei Jimmy, wenn man die Kelly Family über das Internet so ein bisschen verfolgt, doch ab und an den einen oder anderen sehr kritischen Ton heraus. Ich finde das auch richtig, denn es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, in keiner Familie, aber öffentliche Abrechnungen sind einfach unwürdig. Das Buch ist durchaus nicht weichgespült, aber die kritischeren Anmerkungen, die er macht, wirken dennoch sehr wertschätzend und durchdacht. Ich kann für mich sagen, dass ich nach der Lektüre dieses Buches sehr viel Respekt gegenüber dem Menschen Jimmy Kelly empfinde. Da scheint jemand, trotz Fehler, die wir alle machen, das Herz am rechten Fleck zu haben.Untermalt werden die Erlebnisse von wirklich schönen Fotos von Thomas Stachelhaus, der die Kelly Family durch viele Jahre begleitet hat und auch Jimmys Straßenkonzerte in eindrucksvollen Bildern eingefangen hat.Von mir gibt es 5 Sterne für einen offenen Lebensbericht, der zeigt, dass es nicht verwerflich ist, auch ab und an auch an sich zu zweifeln und Angst zu haben. Man muss nur zusehen, dass man weitermacht und wieder auf die Beine kommt.

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  • Jimmy Kelly auf der Suche nach sich selbst - ein emotionales Highlight nicht nur für Kelly-Fans

    Streetkid

    booknerd84

    29. May 2017 um 18:02

    Titel: Streetkid - Fluch und Segen ein Kelly zu sein, Autor: Jimmy Kelly, Verlag: Heyne Verlag, Seitenanzahl: 255 Seiten Inhalt/Klappentext:In den Neunzigerjahren füllen Jimmy Kelly und seine Geschwister die größten Hallen und Stadien Deutschlands, verkaufen mehrere Millionen CDs und verdienen ein Vermögen. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Der "Family" muss sich jeder unterordnen. Erst nach dem Tod des Vaters, der innerhalb der Familie die Fäden feset in der Hand hielt, schafft Jimmy Kelly den Ausstieg aus der Familienband - und steht vor dem Nichts, ein Erbe ist nicht in Sicht. In seiner Not besinnt er sich auf seine Wurzeln und wagt sich allein zurück auf die Straße. Schonungslos ehrlich, menschlich und sehr persönlich erzählt Jimmy Kelly, wie er als einfach Straßenmusiker aus seiner größten persönlichen Krise zu seiner wahren Berufung und endlich zu sich selbst findet.Mein Fazit:Für mich als riesen großer Kelly-Fan seit über 20 Jahren, war das Buch von Jimmy Kelly natürlich ein Muss. In diesem Buch berichtet er so offen und ehrlich wie noch nie über sein Leben als Straßenmusiker und Familienvater mit großen Geldproblemen. Die vielen Momentaufnahmen und die emotionalen, wie auch humorvollen Worte von Jimmy, berühren das Herz jeden Lesers. Man kann mit ihm Lachen und Weinen. Das Buch regt außerdem sehr zum Nachdenken an und man sieht danach einiges mit ganz anderen Augen. In all den Jahren als Straßenmusiker, lernte Jimmy viele Leute kennen, die ihm in Notsituationen zur Seite standen. Andere widerum machten ihm das Leben schwer. Jedoch konnte Jimmy aus allen Situationen, die er auf der Straße erlebt hatte, etwas für sein Leben lernen.Ich kann dieses Buch, mit ganzem Herzen, als eines meiner Jahreshighlights empfehlen. Natürlich empfehle ich es nicht nur den Fans der Kelly Family, sondern auch Lesern die sich einen Einblick in das harte Leben eines Straßenmusikers nicht entgehen lassen möchten. Von mir gibt es wohlverdiente 5 von 5 Sternen!Liebe Grüßeeure Jasmin (booknerd84)

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    • 3
  • Ein MUSS für alle Kelly Fans - und alle die es noch werden wollen

    Streetkid

    mj303

    25. May 2017 um 17:25

    In dem Buch von Jimmy geht es sehr wenig um die glorreiche Zeit der Kelly Family - er beginnt seine Erzählungen danach. Er berichtet absolut offen über Geldprobleme und seinen Weg als Straßenmusiker solo noch mal ganz von vorne zu beginnen.Für mich als großen Fan der bekannten Großfamilie war das Buch ein absolutes Muss und ein riesen Lesehighlight. Wer sich aber für starke Persönlichkeiten und die Weiterentwicklung eines Menschen interessiert, kann das Buch definitiv auch lesen ohne je Kelly Fan gewesen zu sein. 5 Sterne

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  • One day I will be free

    Streetkid

    PinkBookLady

    18. May 2017 um 14:09

    Jimmy Kelly Mitglied der berühmten und erfolgreichen Familienband "The Kelly Family" der 90iger Jahre, erzählt nun in diesem Buch sein Leben NACH der Kelly Family. Der Vater war gestorben, an das Erbe war fürs erste kein rankommen, er brauchte dringend Geld für sich und seine kleine Familie. Da besinnt er sich an die Anfänge der Kelly Family zurück  und geht mit Gitarre und Verstärker zurück auf die Strasse um sein Geld zu verdienen.Als großer Fan der Kelly Family fieberte ich der Veröffentlichung dieses Buches sehr entgegen und kaum hielt ich es in meinen Händen, zack da hatte ich es kurze Zeit später wieder beendet. Der Leser erfährt einiges aus dem Strassenleben von Jimmy wo man vorher noch nicht unbedingt wusste oder es an einem in der schnelllebigen Zeit vorrüber ging. Das Buch enthält tolle Momentaufnahmen und die passenden sowie emotionalen Worte von Jimmy treffen einen direkt ins Herz. Jimmy lernt in all der Zeit vielen Menschen mit ihren einzigartigen Geschichten kennen und mit dem ein oder anderen verbindet ihn auch heute noch eine Freundschaft. Natürlich hatte Jimmy Kelly auch Momente gehabt, wo er mit sich und der Welt im unreinen war. er ist wütend auf seinen Vater der nichts via Testament geregelt hat und sauer auf seine Geschwister, die seinen Anteil nicht rausrücken. Natürlich hätte man von Jimmy Kelly jetzt auch mehr Direktheit gewünscht, wer denn der besagte Bruder war, der ihm keinen Einblick in die Finanzbücher geben wollte und wer mit wem hinter seinem Rücken mauschelte und dadurch immer auf andere Seiten wechselte. Aber ich denke, so ist es auch voll ok, wenn man daraus im Nachinein keine größere Lawine ins rollen bringen wollte. Zwischen durch erzählt Jimmy auch immer wieder von ihren Topzeiten und dem großen Ruhm. Mit diesem Buch regt der Autor seine Leser zum nachdenken an, man sieht so manches aufeinmal mit ganz anderen Augen. Natürlich gab es auch Momente wo ich herzhaft lachen musste, aber auch Momente des weinens war dabei. Zazit: Eine absolute Leseempfhelung, nicht nur unbedingt für Kelly Fans gedacht. Wer einen kleinen chronologischen Einblick in das harte und nicht sehr leichte Strassenleben von Jimmy Kelly werfen möchte, der sollte sich dieses Buch unter keinen Umständen entgehen lassen. 

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  • Leserunde zu "Die Bücherflüsterin" von Anjali Banerjee

    Die Bücherflüsterin

    leucoryx

    Leucoryx SuB-Abbau-Challenge 2017 Ich möchte gerne mit euch zusammen daran arbeiten unsere SuBs kleiner werden so lassen oder zumindestens nicht entarten zu lassen. Ich habe mir dafür ein paar Regeln ausgedacht, an die ihr halten könnt, wenn ihr wollt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. ------------------------------------------------------------------------------- Die Regeln:1. Schreibt einen Sammelbeitrag (den ich verlinken werde):     - Anzahl der Bücher auf eurem SuB zu Beginn     - aktuelle Anzahl der Bücher     - je Monat: Höhe eures SuBs am letzten Monatstag     - Auflistung der gelesenen Bücher + Geldbeträge2. Es zählen die Bücher zum SuB, die sich bei euch Zuhause ungelesen befinden. Geliehene Bücher (z.B. Bibliotheksbücher, Wanderbücher) müssen nicht gezählt werden.3. Geldbeträge werden in einem extra Sparschwein gesammelt. Bitte legt für euch fest, ob ihr an diesen Geldbetrag erst nach Ablauf der Challenge rangehen wollt oder ob es euer (ausschließliches) Geldreservoir für neue Bücher ist.4. Geldbeträge:         1€ je gelesenes (/gehörtes) SuB-Buch ODER         2€ falls das Buch dem Monatsthema entspricht         Ende des Monats: + 3€, falls SuB <= SuB Ende des letzten Monats;   - 3€, falls SuB > SuB Ende des letzten Monats 5. Ich werde jeden Monat ein Auswahlkriterium benennen. Das soll als Hilfestellung dienen, falls ihr nicht wisst was ihr als nächstes lesen wollt.-------------------------------------------------------------------------------Teilnehmer: (Aktualisiert am 29.09.2017)Name                      |  Aktueller SuB   |  Original-SuB  |  Erspartesleucoryx                                  13                           22                     71,00€PollyMaundrell                     15                           60                     47,00€Kirschbluetensommer     181                         181                    53,00€ annlu                                        57                         100                   234,00€Nelebooks                            769                        703                      79,80€ulrikeu                                      81                          50                      19,00€Oanniki                                    27                          38                      23,00€ChattysBuecherblog             0                          20                      92,40€ Kurousagi                             346                        251                     0,00€StefanReschke                      69                          68                     -3,00€darkshadowroses              569                        554                     1,00€dia78                                   1.204                     1.249                    37,00€Julie209                                    72                          76                      16,00€

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