Die Sternennacht

von Jimmy Liao 
4,7 Sterne bei31 Bewertungen
Die Sternennacht
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Etwas speziell, aber eine Hommage an eine wunderschöne Erinnerung.

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"Die Sternennacht" ist ein wundervolles Buch.

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Inhaltsangabe zu "Die Sternennacht"

Damals lag die Zukunft noch in vager Ferne,
und für meine Träume wusste ich noch keinen Namen.
Oft ging ich weite Wege allein, und wenn ein Wind aufkam, fühlte ich mich wie ein abgefallenes Blatt.
Beim Blick zum Sternenhimmel fragte ich mich: Ist von irgendwoher auf der Welt gerade jemand unterwegs zu mir?
So wie das Licht eines Sterns zu einem anderen Stern.

Dann bist du gekommen. Und wieder gegangen.
In Erwartung der Jugend haben wir uns verpasst.

Ein Blick zum Sternenhimmel, und die Welt wird ungeheuer groß …
Wo es Schatten gibt, da gibt es Licht.

Die Sternennacht ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden.
Ein einsames junges Mädchen trifft auf einen schweigsamen Jungen. Beide sind keine glücklichen Kinder, in ihren Elternhäusern mangelt es an Wärme und Zuwendung, in der Schule sind beide Aussenseiter.
Eines Tages beschließen die beiden, gemeinsam die Stadt zu verlassen und damit dem schulischen Druck und der Enge des Elternhauses für eine Weile zu entfliehen und in die Berge zu fahren, wo das Mädchen bei ihren verstorbenen Großeltern die ersten Lebensjahre verbracht hatte. In einer Nacht in den Bergen sehen die beiden den allerschönsten, strahlenden Sternenhimmel. Wieder zurück in der Stadt wird das Mädchen krank, und der Junge zieht mit seiner Familie aus der Stadt weg.
Das Mädchen wird den Jungen nie wieder sehen, aber ihre Erinnerungen an die gemeinsam verbrachte Zeit bleiben - den strahlenden Sternenhimmel, den sie in jener Nacht erlebten, wird sie nie vergessen.

Dieses Buch ist allen Kindern gewidmet, die der Welt fremd gegenüber stehen.

Jimmy Liao
Jimmy Liao veröffentlichte 1998 im Alter von 40 Jahren seine ersten Werke. Auslöser für sein kreatives Schaffen war ein Kampf gegen Leukämie, den er nur knapp überlebte. Sein erstes Bilderbuch sollte eigentlich bloß ein Abschiedsgeschenk an seine Familie sein, bildete aber den Start für eine fulminante Karriere.
Häufige Themen in seinen Büchern sind Einsamkeit, Isolation, Abschiednehmen, ungestillte Sehnsucht nach Glück und die Flüchtigkeit jeden menschlichen Glücks. Die Figuren sind oft Kinder, die entfremdet sind von ihrer Umgebung.
Seine Bilderbücher für Erwachsene haben einen neuen Trend begründet. Sie erfreuen sich im In- und Ausland großer Beliebtheit und sind in viele Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Griechisch, Koreanisch, Japanisch und Thailändisch) übersetzt worden.
Viele seiner Werke sind zu Musicals, Fernsehspielen oder Filmen umgeschrieben worden.
Der Zeichentrickfilm Der lächelnde Fisch auf der Grundlage seines gleichnamigen Bilderbuchs gewann auf der Berlinale 2006 den Spezialpreis des Deutschen Kinderhilfswerks.
2003 wurde er von der Zeitschrift Studio Voice zu einem der „55 kreativsten Köpfe Asiens“ gewählt.
2007 widmete ihm der Discovery Channel als einer von sechs herausragenden Persönlichkeiten Taiwans ein Porträt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783905816693
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:70 Seiten
Verlag:Chinabooks E. Wolf
Erscheinungsdatum:01.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    LillianMcCarthys avatar
    LillianMcCarthyvor 4 Monaten
    Ein unerwartetes Highlight

    Die Sternennacht greift - ebenso wie Ein Jahr lang Schüler 34 in Klasse A - auf eine etwas andere Darstellungsart zurück. Auch hier werden großeflächige Panels oder auch Bilder untertitelt und aus diesem Mix entsteht die Geschichte. Im Fokus steht ein Mädchen, dessen Eltern ihr nicht genügend Aufmerksamkeit schenken. In ihrer kindlichen Fantasie sucht sie Fluchtwege, lernt einen Jungen kennen und erlebt mit ihm eine Nacht unter dem Sternenhimmel.

    Das Buch selbst ist sehr poetisch verfasst und trotz der Kürze muss man deutlich länger auf den Seiten verweilen um das gesamte Ausmaß des Erzählten zu begreifen. Das jedoch ist wunderschön und zutiefst ergreifend und ich war die 70 Seiten über durchgehend berührt und begeistert. Besonders für Kunstfans ist dieses Buch ein kleines Highlight. Viele der Bilder sind nämlich an Gemälde angelehnt. Eines davon findet sich sogar im Titel des Werkes. Die Sternennacht von van Gogh. So kann ich gar nicht anders, als diesem Buch 5 von 5 Sternen zu geben.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 8 Monaten
    Die Sternennacht

    Ein kleines Mädchen wächst bei ihren Eltern auf, einsam und verlassen. Sie haben keine Zeit und geben zu wenig Wärme und Aufmerksamkeit. Als sie noch bei ihren Großeltern auf dem Land lebte, da war sie glücklich. Aber die sind beide gestorben. In der Schule findet sie auch keinen rechten Anschluss. Bis im Nachbarhaus ein Junge einzieht mit dem sie sich versteht, weil er ebenso fühlt. Eines Tages verschwinden die beiden aufs Land, dorthin, wo einmal ihre Großeltern wohnten. Leider währt diese Zeit nur kurz, denn bald ist sie in der Stadt zurück, krank und wieder verlassen, aber etwas von dem Ausflug blieb, auch wenn der Junge kurz darauf für immer aus ihren Augen verschwand.
    „Die Sternennacht“ ist ein Bilderbuch für Erwachsene, welches ursprünglich von dem Autor als Abschiedsgeschenk gedacht war. Aber er hat seine Krankheit besiegt, und nun gibt es noch viele weitere Bücher dieser Art. Das Thema ist sehr traurig, denn es geht um die Einsamkeit des Mädchens und den Abschied und berührt einen tief. Es steht sehr wenig Text in dem Buch, und trotzdem sagt es alles aus. Auf A4 bzw. A3 gibt es viel zu sehen und zu entdecken; es ist sehr farbenfroh, phantasiereich und versteckt sogar große Werke, aber vor allem macht es nachdenklich. Das Ende dann ist unerwartet.

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Etwas speziell, aber eine Hommage an eine wunderschöne Erinnerung.
    Etwas speziell, aber eine Hommage an eine wunderschöne Erinnerung.

    Die Geschichte handelt von zwei Kindern, die in der Schule Außenseiter sind und gemobbt werden. Durch Zufall, weil einer dem anderen hilft, entsteht eine schöne Freundschaft.

    In den Illustrationen kann man die Entwicklung der beiden verfolgen, wobei das Mädchen im Vordergrund steht. Ich war berührt von der Einsamkeit und der Isolation, die Illustrationen wirkten stellenweise auf mich auch subtil bedrohlich. Während der langsamen Annäherung der beiden Protagonisten baut sich Vertrauen und eine große Freundschaft auf. Text und Illustration ergänzen sich, wobei einige Textfragmente einen poetischen Klang haben. Die Illustrationen wirkten auf mich fast schon wie naive Malerei, und fast immer mit phantastischen Elementen. Jede Illustration könnte für sich allein eine Postkarte sein.

    Die Protagonisten haben keine Namen, dies ist auch nicht nötig. Die Geschichte funktioniert so noch viel besser, würde ich meinen. Es bleibt mehr Raum im eigenen Denken, im Kopfkino.

    Die Illustrationen waren für mich überraschend, weil ich nicht voraussehen konnte, was mich auf den folgenden Seiten erwarten würde. Das machte einen großen Teil der Spannung aus, dieses sehnsuchtsvoll wirkendes Bilderbuch zu „lesen“. Wobei dem „Text lesen“ der kleinere Teil zukommt. Auf jeder Doppelseite stehen höchstens drei kleine Sätze. Man sieht und liest fast gleichzeitig. Eine stimmige Gesamtkomposition.

    Der Schluss, bietet zwei weitere, unerwartete Überraschungen, und eine davon ist Van Goghs Sternennacht.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es schwierig werden könnte, das Buch zu vermitteln. Es ist wunderschön, beseelend, sehnsuchtsvoll, nachdenklich - keine Frage, aber man sollte schon eine bibliophile Neigung für besondere Bilderbücher abseits des Mainstreams haben, dass sich einem hier diese Themen erschließen. Es ist ein Bilderbuch für alle, Erwachsene und Kinder.

     

    Fazit:Etwas speziell, aber eine Hommage an eine wunderschöne Erinnerung.

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    Osillavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: "Die Sternennacht" ist ein wundervolles Buch.
    Ein wundervolles Bilderbuch auch für Erwachsene

    Dieses traurige, aber gleichzeitig wunderschöne Bilderbuch von Jimmy Liao hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Wundervolle Bilder sind mit knappen aber eindringlichen Worten versehen und erzählen die Geschichte eines Mädchens, welches in einer schwierigen Welt erwachsen werden muss.

    Jimmy Liao (geboren 1958) veröffentlichte im Alter von 40 Jahren seine ersten Werke. Zu diesem Zeitpunkt war er an Leukämie erkrankt und sein erstes Bilderbuch sollte eigentlich ein Abschiedsgeschenk für seine Familie sein. Die schwere Krankheit hat er inzwischen bekämpft und so widmet er sich weiter seinen Bilderbüchern, die primär für Erwachsene vorgesehen sind. Seine Themen sind ernster Natur; Einsamkeit, Isolation, Abschied, Glück und Unglück bestimmen seine Werke.

    Im Mittelpunkt dieses Buchs steht ein junges Mädchen, welches in Einsamkeit lebt. Früher lebte sie glücklich bei ihren Großeltern und vermisste ihre Eltern. Nun lebt sie bei ihren Eltern und vermisst ihren Opa und ihre Oma, die inzwischen verstorben ist. Ihre Eltern haben keine Zeit für sie, in der Schule hat sie keine Freunde. Eines Tages zieht ein Junge in die Nachbarschaft. Er ist genauso einsam und verlassen wie das Mädchen und so kommt es, dass die beiden gemeinsam einsam sind. Nach dem Tod des Opas beschließen die beiden, von zu Hause wegzulaufen.

    Dieses Buch berührte mich von der ersten Seite an. Auch meine Tochter war sofort von den farbenprächtigen Bildern begeistert und auch die Haptik der ersten und letzten Seiten begeisterte sie sehr.
    Das Buch erzählt einige traurige Episoden aus dem Leben eines Mädchens, welches erwachsen wird. Es ist somit eher für ältere Kinder oder Erwachsene geeignet, aber auch meine 6-jährige Tochter hat aufmerksam der Geschichte gelauscht. Sie kann allerdings wohl die Tragweite der Geschichte noch nicht so recht erfassen.
    Jimmy Liaos Schreibweise und die Art zu malen ist sehr berührend. Die kurzen Texte beinhalten viele tiefgängige Botschaften und bilden mit den großflächigen und farbenfrohen Illustrationen eine wunderschöne Einheit. Viele Bilder stehen ganz ohne Text und dennoch aussagekräftig für sich. Voller Phantasie unterstreichen die Bilder den Weg des Mädchens in ihrer Einsamkeit und Trauer. Trennung, Verlust und Mobbing kommen behutsam zur Sprache und die Botschaft ist ganz klar. Auch wenn du dich alleine fühlst, so gibt es immer jemanden, der für dich da sein kann.

    „Wo es Schatten gibt, da gibt es Licht.“ (Einband)

    "Die Sternennacht" ist ein wundervolles Buch. Jimmy Liao beweist großes Fingerspitzengefühl in der Beschreibung dieser schwierigen Thematik. Die Bilder mögen den ein oder anderen vielleicht aufrütteln oder für eine Thematik sensibilisieren, wie sie heutzutage vermutlich viel zu häufig vorkommt. Die Reise des Mädchens ist beeindruckend dargestellt und wird mir nachhaltig in Erinnerung bleiben.

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    Traubenbaervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderschönes Buch!
    Rezension für "Die Sternennacht"

    "Die Sternennacht" von Jimmy Liao (erschienen bei China Books) ist ein Bilderbuch für Erwachsene. Darin sind jedoch keine zotigen Zeichnungen, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern die Geschichte ist einfach tiefgründiger und nachdenklicher, als bei gewöhnlichen Bilderbüchern.

    Die Hauptprotagonistin ist ein kleines Mädchen. Sie fühlt sich einsam, da sie in der Schule keine Freunde hat und ihre Eltern beruflich voll eingespannt sind. Als ihr geliebter Großvater stirbt bricht für sie eine Welt zusammen. Doch dann freundet sie sich mit einem Jungen an, der genauso einsam ist, wie sie selbst.

    Die Illustrationen sind wunderschön. Jedes einzelne lädt zum Verweilen und Betrachten ein. Dabei gibt es auch jede Menge Details zu entdecken: Beispielsweise sind einige Räume mit Gemälden geschmückt. Unter vielen Bildern sind ein oder zwei Sätze geschrieben. Sie führen durch das Buch, ohne von dem eigentlichen Hauptaugenmerk, also den Zeichnungen, abzulenken. Trozudem sind sie ausreichend, um die Handlung problemlos zu verstehen und nachzuvollziehen.

    Mit diesen wenigen Worten und den detailverliebten Bildern beschreibt Jimmy Liao eine tiefgründige, jedoch auch melancholische Geschichte. Deswegen denke ich auch, dass dieses Buch nicht für Kinder geeignet ist, da sie eventuell den Sachverhalt nicht richtig verarbeiten können. Dafür bietet es für Erwachsene eine gute Grundlage, um über die Kleinen und das Leben im Allgemeinen Gedanken zu machen.

    Ich liebe dieses Buch und kann es nur jedem ans Herz legen, ganz gleich ob als Geschenk oder zum Selbstbehalten.

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    Sabine_Hartmannvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Poetisches Bilderbuch für Kinder und Erwachsene
    Poetisch

    Zwei Außenseiter finden zueinander und verbringen eine Zeit miteinander, die ihr Leben für immer beeinflussen wird.

    Ein Mädchen und ein Junge, beide Außenseiter in der Schule und aus Elternhäusern, die wenig Wärme und Zuneigung bieten, lernen sich kennen und finden zu einander. Gemeinsam laufen sie davon, aufs Land, in die Gegend, wo das Mädchen viel Zeit bei den Großeltern verbracht hat. Sie erleben zusammen besonders schöne Momente.

    Doch nach ihrer Rückkehr in die Stadt wird das Mädchen sehr krank, und der Junge zieht mit seinen Eltern weg. Die beiden werden sich vermutlich nie mehr wiedersehen.

    Trotzdem bleibt ein Funken Hoffnung, denn die Nacht in den Bergen, unter dem strahlendsten Sternenhimmel, hat sie verändert, ihnen etwas Bleibendes geschenkt, das sie mit dem Schicksal versöhnt und das Positive sehen lässt.

    So ist „Die Sternennacht“ auch eine poetische Geschichte über das Erwachsenwerden. Doch sie enthält noch viel mehr, was sich, sozusagen als zweite Ebene, durch die durchaus ungewöhnlichen Illustrationen ergibt.

    Starke Farben, surreale Elemente und gelegentlich Bilder, die dem Text widersprechen oder seine Bedeutung verändern, zeigen, wie sehr hier Autor und Illustrator in einer Person das jeweils Beste aus den beiden Metiers ziehen und das Buch für die Leserinnen und Leser zu einer ganz besonderen Reise werden lassen. Liao „zitiert“ große Werke der Weltliteratur, einerseits, indem er sie als Wandschmuck in den Bildern auftauchen lässt, aber auch, indem er seinen eigenen Stil variiert und Assoziationen zu van Gogh, Margritte und anderen erweckt.

    Mein Lieblingssatz: „Er ist wie eine Pflanze in einem Irrgarten: Er interessiert sich nicht dafür, den Weg hinaus zu finden“ unter einem Irrgarten, der an die Holocaust-Stelen in Berlin erinnert, die aber von einer Unmenge an blühenden Pflanzen bewachsen sind.

    Zu entdecken gibt es auf jeder Seite etwas. Weshalb man das Buch auch immer wieder in die Hand nimmt und nach weiteren Details fahndet.

    Ein Bilderbuch für Kinder, das Erwachsenen viel zu sagen und zu zeigen hat.

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    AK87vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Bewegende, schöne, traurige Geschichte. Bilder auf denen es viel zu entdecken gibt, mit passendem kurzem Text.
    Auch wenn es momentan nicht gut aussieht, gib nicht auf!

    Bei diesem Buch handelt es sich um ein Bilderbuch für Erwachsene.

    Ein kleines Mädchen lässt uns als Leser in Ihre Welt eintauchen. Sie ist traurig, allein und fühlt sich unverstanden und nicht genug beachtet. Auch in der Schule ist sie ein Außenseiter, ohne Freunde. Eines Tages zieht nebenan ein Junge ein. Er ist schweigsam und gerne allein. Sie freunden sich an, brechen gemeinsam aus Ihrem Alltag aus, bis sich ihr Weg wieder trennt.

    Der Text beschränkt sich auf wenige Zeilen passend zum jeweiligen Bild, dass sich entweder auf einer DIN A4 Seite, bzw. auf einer Doppelseite befindet. Der Text ist kurz, prägnant, klar und einfach gehalten.
    Die Bilder haben einen kindlichen- teils impressionistischen Stil. Auf den Bildern gibt es einiges zu entdecken, wenn man sich die Zeit nimmt sie genau zu betrachten. Einerseits können berühmte Gemälde entdeckt werden, die eingearbeitet wurden. Andererseits tauchen bestimmte Gegenstände in verschiedenen Bildern immer wieder auf, wobei die Größe und Farben zum Teil verändert wurden.
    Für mich passen die Bilder sehr gut zum Text.

    Der melancholische, eher traurige Inhalt ist für mich der Ausschlag, weshalb sich das Buch eher an Erwachsene richtet. Die Bilder bieten einigen Platz zum Entdecken, Nachdenken und Reflektieren der heutigen Gesellschaft.

    Der Klappentext, genau wie meine Inhaltsangabe verraten den roten Faden der Geschichte und damit die Richtung des Ausgangs, dennoch gibt es auf dem Weg viel zu finden und mich hat das Buch sehr bewegt. 

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    EvelynMs avatar
    EvelynMvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschön und sehr berührend
    Ein faszinierendes, wunderschönes Erwachsenenbilderbuch voller Emotionen

    Von der ersten Seite an hat mich dieses Bilderbuch für Erwachsene begeistert. Es erzählt die Geschichte zweier einsamer Kinder, deren Leben durch ihre Begegnung bunter wird. Sie brauchen nicht viele Worte, um sich zu verstehen und füreinander da zu sein.

    Die wunderschönen Bilder von Jimmy Liao entführen in die Welt dieser beiden Kinder und große Kunstwerke (z.B. von Vincent van Gogh) verbergen sich ebenfalls darin. So wie die Kinder wenig reden so sparsam geht auch der Maler und Autor in seiner Geschichte mit Worten um. Das lässt dem Leser Raum für eigene Betrachtungen und Interpretationen. Die Fantasie bekommt Flügel und die Seiten gleiten nur so dahin.

    Die Einsamkeit des Mädchens wird durch die Darstellung ihrer Eltern – am Bildrand, meist mit Telefonhörer in der Hand – ganz klar und eindrücklich. Dazu bedarf es keiner großen Worte.

    Mich hat dieses Buch tief berührt und staunend zurückgelassen. Jimmy Liaos Begabung Bilder sprechen zu lassen und mit wenigen Worten große Emotionen heraufzubeschwören, lassen mich immer wieder zu seinem Werk greifen und darin blättern. Immer wieder entdecke ich dabei neue Schätze, die mir zuvor nicht aufgefallen sind.

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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wirklich wunderschönes Buch!
    Ein wirklich wunderschönes Buch!

    Meine Meinung

     

    Selten lese ich illustrierte Kinder-/ Jugendbücher. Beim Buch von Jimmy Liao ist mir aufgefallen, dass ich es öfters machen sollte. »Die Sternennacht« ist Weltklasse! Berührend und so rein und klar, dass mir zum Schluss Tränen über die Wangen liefen.

     

    Die Geschichte in diesem fabelhaft gestalteten Buch will ich im Rahmen dieser Rezension nicht erläutern, da sie selbst »bewundert« werden muss, um den wahren Kern und die vollkommene Authentizität spüren zu können. Ich jedenfalls war von den wenigen Worten von Jimmy Liao begeistert. Abgesehen von den kleinen Beschreibungen war ich aber gefangen von diesen emotionalen und wirklich farbenprächtigen Illustrationen, die das Herzstück des Buches ausmachten. Mit prächtigen Farben und einem fantastischen, räumlichen Zeichenvermögen brachte uns der Autor auf jeder Seite ein Bild zum Entdecken, zum Bestaunen und Verlieben! Ich persönlich bin begeistert vom neuen Buch des taiwanesischen Autors, denn er hat uns Lesern die Liebe zur Kunst und die guten Dinge im Leben gezeigt, die man haben könnte, wenn man sie nur sucht. Dass man nicht verzagt, dass man aufsteht und weitermacht, dass man auf dem Weg zum Glück nicht rastet, sondern einfach mal mit Spontanität einen Ausflug ins Innere macht, den Kern des Lebens entdeckt und sich fallen lässt, abschaltet und sich neu regeneriert – und dass man Freunde und diejenigen, die einem guttun, festhält, und nicht loslässt. Dass Magier überall sein können – und dass das Buch »Die Sternennacht« Gold wert ist, und von jedem gelesen werden sollte, der sich wohl fühlen möchte.

    Fazit

    Große Kunst und eine wunderschöne Geschichte, vereint in einem tollen Buch von Jimmy Liao. Herzerwärmend, ein Feuerwerk für die Augen und eine Geschichte, die einem die Tränen in die Augen treibt – sehr empfehlenswert!

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    SABOvor 10 Monaten
    Sternenmagie

    Jimmy Liao - Die Sternennacht

    "Damals lag die Zukunft noch in vager Ferne,
    und für meine Träume wusste ich noch keinen Namen."

    Mädchen trifft Junge, beide erkennen ihre beiderseitige Einsamkeit und freunden sich an. Sie verbringen viel Zeit miteinander, die Natur steht im Vordergrund und da sie sie gerne als Abenteuer erleben wollen, reissen sie aus und sammeln Erlebnisse, wie andere Kinder Briefmarken.
    Sie kleben sie in ihr "Gedächtnisalbum" und werden diese schönen Tage niemals vergessen. Wandern über Stock und Stein und eine Bootsfahrt übers Meer. Nachts sitzen sie in einem Boot und da jedes Wort überflüssig ist, schweigen sie und bestaunen die unzähligen Sterne.

    Mancher mag sich fragen, was den ein Bilderbuch für Erwachsene ist:

    Der erwachsene Leser erkennt die Leidenschaft des Autors. Er hat ein Herz für Kinder, die etwas Besonderes sind, solche, die nicht mit dem Strom schwimmen wollen. Der Erwachsene erhält neben dem wundervollen Kunstwerk die Erkenntnis, wann Kinder zu Jugendlichen werden und ihre ersten Schritte zur Selbstständigkeit tun.

    Es ist eine Art Graphic Novel, ein aufmerksamer Betrachter liest die Bilder wie eine Geschichte. Die Worte darunter sind tiefgründig und gänsehautträchtig. Aber egal wie man es nennt, man kann darin versinken und staunen.

    Das Buch ist ein einziges Kunstwerk, von der ersten bis zur letzten Seite reiht sich der Zweck der Geschichte wie Perlen an einem roten Faden auf.
    Das Buch beinhaltet versteckte Kunstformen, Jimmy Liao gestaltete eine kleine Hommage an Rene´ Magritte und Vincent VanGogh, welcher auch der Namensgeber seines Buches ist.
    DIE STERNENNACHT
    Die Gedanken und Probleme zweier heranwachsender Kinder sind traumschön und phantastisch in Szene gesetzt.
    Bildgewaltig, melancholisch und kraftvoll.

    "Jimmy Liao veröffentlichte 1998 im Alter von 40 Jahren seine ersten Werke. Auslöser für sein kreatives Schaffen war ein Kampf gegen Leukämie, den er nur knapp überlebte. Sein erstes Bilderbuch sollte eigentlich bloß ein Abschiedsgeschenk an seine Familie sein, bildete aber den Start für eine fulminante Karriere."









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    C
    Damals lag die Zukunft noch in vager Ferne,
    und für meine Träume wusste ich noch keinen Namen.
    Oft ging ich weite Wege allein, und wenn ein Wind aufkam, fühlte ich mich wie ein abgefallenes Blatt.
    Beim Blick zum Sternenhimmel fragte ich mich: Ist von irgendwoher auf der Welt gerade jemand unterwegs zu mir?
    So wie das Licht eines Sterns zu einem anderen Stern.

    Dann bist du gekommen. Und wieder gegangen.
    In Erwartung der Jugend haben wir uns verpasst.



    Ein Blick zum Sternenhimmel, und die Welt wird ungeheuer groß …
    Wo es Schatten gibt, da gibt es Licht.

    Die Sternennacht ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden.
    Ein einsames junges Mädchen trifft auf einen schweigsamen Jungen. Beide sind keine glücklichen Kinder, in ihren Elternhäusern mangelt es an Wärme und Zuwendung, in der Schule sind beide Aussenseiter. 
    Eines Tages beschließen die beiden, gemeinsam die Stadt zu verlassen und damit dem schulischen Druck und der Enge des Elternhauses für eine Weile zu entfliehen und in die Berge zu fahren, wo das Mädchen bei ihren verstorbenen Großeltern die ersten Lebensjahre verbracht hatte. In einer Nacht in den Bergen sehen die beiden den allerschönsten, strahlenden Sternenhimmel. Wieder zurück in der Stadt wird das Mädchen krank, und der Junge zieht mit seiner Familie aus der Stadt weg. 
    Das Mädchen wird den Jungen nie wieder sehen, aber ihre Erinnerungen an die gemeinsam verbrachte Zeit bleiben - den strahlenden Sternenhimmel, den sie in jener Nacht erlebten, wird sie nie vergessen. 

    Dieses Buch ist allen Kindern gewidmet, die der Welt fremd gegenüber stehen.

    Jimmy Liao
    Jimmy Liao veröffentlichte 1998 im Alter von 40 Jahren seine ersten Werke. Auslöser für sein kreatives Schaffen war ein Kampf gegen Leukämie, den er nur knapp überlebte. Sein erstes Bilderbuch sollte eigentlich bloß ein Abschiedsgeschenk an seine Familie sein, bildete aber den Start für eine fulminante Karriere.
    Häufige Themen in seinen Büchern sind Einsamkeit, Isolation, Abschiednehmen, ungestillte Sehnsucht nach Glück und die Flüchtigkeit jeden menschlichen Glücks. Die Figuren sind oft Kinder, die entfremdet sind von ihrer Umgebung.
    Seine Bilderbücher für Erwachsene haben einen neuen Trend begründet. Sie erfreuen sich im In- und Ausland großer Beliebtheit und sind in viele Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Schwedisch, Spanisch, Griechisch, Koreanisch, Japanisch und Thailändisch) übersetzt worden.
    Viele seiner Werke sind zu Musicals, Fernsehspielen oder Filmen umgeschrieben worden.
    Der Zeichentrickfilm Der lächelnde Fisch auf der Grundlage seines gleichnamigen Bilderbuchs gewann auf der Berlinale 2006 den Spezialpreis des Deutschen Kinderhilfswerks.
    2003 wurde er von der Zeitschrift Studio Voice zu einem der „55 kreativsten Köpfe Asiens“ gewählt.
    2007 widmete ihm der Discovery Channel als einer von sechs herausragenden Persönlichkeiten Taiwans ein Porträt.
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