Jin Yong

 4,3 Sterne bei 15 Bewertungen

Lebenslauf von Jin Yong

Jin Yong wurde 1924 in Haining, China, geboren. Er studierte kurze Zeit an der »Zentralen Politischen Hochschule« in Chongqing und war anschließend als Übersetzer und Zeitungsredakteur tätig. 1955 veröffentlichte er seinen ersten Roman, dem noch viele weitere folgen sollten. Jin Yongs Hauptwerk »Die Legende der Adlerkrieger« wurde mehrfach verfilmt sowie in zahlreiche Sprachen übersetzt und gilt in China als Meilenstein der Wuxia-Literatur. In Hongkong gibt es sogar ein eigenes Jin-Yong-Museum. Der Autor starb 2018 im Alter von 94 Jahren.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Schwur der Adlerkrieger (ISBN: 9783453319929)

Der Schwur der Adlerkrieger

Erscheint am 09.08.2021 als Taschenbuch bei Heyne.

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Cover des Buches Die Legende der Adlerkrieger (ISBN: 9783453319905)

Die Legende der Adlerkrieger

 (15)
Erschienen am 12.10.2020
Cover des Buches Der Schwur der Adlerkrieger (ISBN: 9783453319929)

Der Schwur der Adlerkrieger

 (0)
Erscheint am 09.08.2021

Neue Rezensionen zu Jin Yong

Cover des Buches Die Legende der Adlerkrieger (ISBN: 9783453319905)B

Rezension zu "Die Legende der Adlerkrieger" von Jin Yong

Jin Yong ist ein Geschichtenerzähler wie kein anderer.
buchfreudevor einem Monat

Jin Yong ist ein Geschichtenerzähler wie kein anderer. 547 Seiten habe ich lange nicht mehr so schnell runtergelesen wie bei diesem Buch. „Die Legende der Adlerkrieger“ hat alles, was man von einem Heldenepos erwartet. Neben einer spannenden Geschichte, die unterlegt ist mit historischen Fakten und echter Kampfkunst bietet Jin Yong noch vielseitige Charaktere. Der Held der Geschichte Guo Jing ist nicht makellos und perfekt, wie sie oft in Heldengeschichten dargestellt werden, sondern hat Ecken und Kanten. Oftmals muss man sogar über seine Eigenarten lachen, aber genau das macht ihn so authentisch und nahbar. Auch seine Meister, von denen er in die Künste des Kung Fu eingeführt wird, sind weit davon entfernt, perfekt zu sein. Manchmal schüttelt man sogar verzweifelt den Kopf über so viel geballten Unsinn, den sie von sich geben. Aber das lockert die Atmosphäre des ansonsten sehr auf Kampfszenen bedachten Buchs. Denn diese kommen gewiss nicht zu kurz. Sie werden ausführlich beschrieben und man lernt viele Kung Fu Techniken beim Namen. Aber nicht, dass jetzt einige von euch denken, dass es zu „kämpferisch“ wäre. Ach wo! Nein, auch die Liebe und Freundschaft sind zentrale Themen. Jin Yong schafft es Humor, Spannung, Gefühl und Informationen in einem zu vereinen und lässt einen als Leser*in nicht los. Ständig möchte man weiterlesen und sobald das Buch auch nur kurz zur Seite gelegt wurde, packt einem die Neugier. Die Figuren gewinnt man nach und nach lieb und möchte keinen von ihnen missen. Auch wenn man langsam denkt, den Verlauf der Geschichte folgen zu können und meint vorauszusehen, was geschieht, hat Jin Yong noch ein Ass im Ärmel und präsentiert eine neue Wendung. Seine Erzähltechnik ist wirklich einzigartig und nach diesem Band kann ich zu 100 % nachvollziehen, warum er in China ein gefeierter Autor war. Nur eins kann ich nicht nachvollziehen… Warum hat es so lange gedauert, bis eine deutsche Übersetzung erschien? Doch zum Glück ist das nun geschehen und wenn ihr noch nicht in den Genuss dieses Meisterwerks gekommen seid, dann solltet ihr es unbedingt nachholen! Es war überragend. Und für alle, die bereits den ersten Teil kennen und sich nach mehr sehnen. Der zweite Teil erscheint schon dieses Jahr!

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Cover des Buches Die Legende der Adlerkrieger (ISBN: 9783453319905)Hilou81s avatar

Rezension zu "Die Legende der Adlerkrieger" von Jin Yong

Ein einzigartiges Meisterwerk
Hilou81vor 3 Monaten

Zum Inhalt:

Die Kung-Fu-Kämpfer und Schwurbrüder Guo Xiaotian und Yang Tiexin leben als Bauern getarnt mit ihren schwangeren Ehefrauen in einem Dorf in Süden Chinas, als die Soldaten des Jin-Reiches einfallen und die beiden töten. Vor ihrem Tod haben sie sich aber geschworen, dass ihre ungeborenen Kinder ebenfalls durch eine Bruderschaft miteinander verbunden sein sollen. Während Guos Frau in die mongolischen Regionen flüchtet und einen Sohn bekommt, der seinen Platz neben Dschingis Khan findet, landet Yangs Frau direkt im Palast der Jin, wo sie ebenfalls einen Sohn zur Welt bringt. Guos Sohn wird viele Jahre von den höchsten Kung-Fu-Meistern trainiert, ohne den Grund zu wissen, bis endlich der Tag gekommen ist, an dem er seine Kräfte mit einem anderen Kämpfer messen soll. Sein Gegner ist jedoch niemand Anderer als sein eigentlicher Schwurbruder von Geburt an...


Meine Leseerfahrung:

Es ist unglaublich, dass dieses Ende der 50er Jahre veröffentlichte Werk von Jin Yong erst jetzt seinen Weg nach Deutschland findet. Dabei ist es erstklassig und in seiner Art mit keiner anderen Fantasystory vergleichbar, und verdient daher nicht nur in der chinesischen Literatur einen Ehrenplatz. Dass es als "chinesischer Herr der Ringe" tituliert wird, finde ich aber unzureichend beschrieben. Denn es ist nicht einfach nur ein Fantasyroman. Vielmehr hat der Autor seine fiktiven Charaktere und erdachten abenteuerlichen Kampftechniken in die wahren historischen Ereignisse hineinversetzt und somit eine stimmige Kombination von Fiktion und Realität geschaffen. Kein Wunder, dass dieser Roman bereits mehrfach verfilmt wurde.


Die vielen Handlungsstränge sorgen dafür,  dass durchweg eine spannende Grundstimmung vorherrscht. Fesselnd erzählt Jin Yong Geschichten in Geschichten.  Auch wenn es manchmal ausufert und der westliche Leser von den vielen Charakteren mit exotischen Namen regelrecht erschlagen wird, findet man dennoch gut in die Story. Hilfreich ist hierbei das ausführliche Personenverzeichnis zu Beginn des Buches. Ich persönlich habe davon sehr oft Gebrauch gemacht, da ich die vielen asiatischen Namen sehr schwer auseinander halten konnte. Auch die zahlreichen Titel der jeweils angewendeten Kung-Fu-Techniken, die sich rasant abwechselten, waren erst sehr gewöhnungsbedürftig. Den Lesefluss störten sie jedoch kaum. Ganz im Gegenteil, das Buch war durchweg spannend, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte.


Nicht nur die historische Komponente hat mir sehr gut gefallen, auch der großzügige Einblick in die Kultur Chinas, sowie die Lebensweise und Mentalität der Menschen zu dieser Zeit, und natürlich die traditionelle chinesische Kampfkunst modifiziert mit mythischen Elementen. Beeindruckend ist dabei, dass der Autor die damalige vorherrschende Frauenrolle völlig überwindet, indem er auch weibliche Charaktere als Kung-Fu-Kämpfer einsetzt. Ich war so tief in der Geschichte drin, dass ich laut aufgeschriehen habe, als das Buch abrupt endete, und das auch noch mitten in einer spannenden Handlung. Der zweite Teil folgt ab Mai und natürlich werde ich mir den nicht entgehen lassen. 


Fazit: 

Jin Yong entführt uns mit seinem Heldenepos in eine zauberhafte Welt des Kung-Fu mit facettenreichen Persönlichkeiten und einer in höchstem Maße fesselnden Handlung. Das Buch ist spannend bis zum Schluss und mit einer unwillkommenen Unterbrechung am Ende, wonach man begierig auf den zweiten Teil wartet. Ein absoluter Lesegenuss!

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Cover des Buches Die Legende der Adlerkrieger (ISBN: 9783453319905)Christine_Fischer1s avatar

Rezension zu "Die Legende der Adlerkrieger" von Jin Yong

[REZENSION] Die Legende der Adlerkrieger
Christine_Fischer1vor 3 Monaten

Jin Yong

heyne Verlag

Seiten 576

Fantasy Roman


Zwei Kung-fu Krieger schwören sich ewige Bruderschaft und versprechen sich das ihre Kinder, diese auch schwören werden. Doch bevor ihre Kinder zur Welt kommen, werden sie von Kriegern angegriffen und ermordet. Die Frauen der beiden Männer werden entführt. So wachsen beide Kinder als Feinde auf. Als sie Jahre später aufeinander treffen geht es um nichts geringeres, als das Schicksal des gesamten Chinesischen Reiches. 


Es geht um fliegende Krieger, kämpfende Mönche und ein Abenteuer mit einem liebenswerten Helden, das sich von Chinas bis in die Mongolei erstreckt. Ein großartiger Fantasy Epos. Der Chinesische Herr der Ringe.


Ein Epos trifft es wirklich. Wir haben hier mehrere Handlungsstränge, die aber zum Ende wunderbar zusammenfließen. Ich mochte die Geschichte sehr gerne und bin schon sehr gespannt wie sie weiter geht. Die Charaktere waren mir alles sehr sympatisch und man sollte sich auf seinen ersten Eindruck zu ihnen nicht festklammern. Denn einige Charaktere die ich am Anfang nicht mochte, haben sich zum Ende als liebenswürdige Charaktere mit tragischen Vergangenheiten herausgestellt. Es gab leider einige Punkte die ich nicht so gut fand. Wie zum Beispiel, dass das Buch mit 576 Seiten nur aus 10. Kapitel besteht. Die Kapitel waren sehr lang was es manchmal schwierig gemacht hat das Buch zu lesen. Ich bin ein Kapitelleser und mag es nicht mitten im Kapitel zu unterbrechen, hier war ich manchmal leider dazu gezwungen. Denn auch wenn die Geschichte gut ist, stören die vielen Chinesischen Namen einen beim Lesefluss. Was man dem Buch aber nicht abrechnen kann, da es eben aus China stammt. Wenn man darüber hinweg sieht, war es eine sehr interessante Geschichte und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, der auch dieses Jahr erscheinen wird.

Man bedenke das es Erwachsenen Fantasy ist und die Handlungsstränge sehr komplex sind, also nicht für Fantasy Neulinge geeignet.




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