João Tordo Stockmans Melodie

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Inhaltsangabe zu „Stockmans Melodie“ von João Tordo

João Tordo, der Gewinner des renommierten Prémio José Saramago, fasziniert mit einem raffinierten Rätselspiel über einen Doppelgänger. Nach erfolglosen Jahren in Montreal kehrt der Kontrabassist Hugo nach Lissabon zurück, um dort mit seiner ersten Jazzkomposition endlich den musikalischen Durchbruch zu erzielen. Doch als er ein Konzert des berühmten wie geheimnisumwitterten Jazz-Pianisten Luís Stockman besucht, verwandelt sich der erhoffte Neuanfang in seinen schlimmsten Alptraum: Stockman spielt eine Melodie, die dem Portugiesen mehr als vertraut vorkommt – denn es ist seine eigene. Als er dann auch noch auf der Straße mit dem Pianisten verwechselt wird, beginnt für Hugo eine obsessive Suche nach seinem Doppelgänger, bei der er sich immer mehr in einem Labyrinth aus Realität und Wahn verliert … »Tordo ist ein magischer Zauberer, der mit mehreren doppelten Böden spielt. Das ist literarisch kaum zu übertreffen.« Ostthüringer Zeitung

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  • Joao Tordo - Stockmans Melodie

    Stockmans Melodie
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    20. July 2016 um 20:47

    Hugos Flucht nach Kanada hat ihn auch nicht wirklich weitergebracht. Zwar hat er dort den Kontrabass und Jazz Musik für sich entdeckt, aber schließlich zieht es ihn doch mittel- und perspektivenlos in die portugiesische Heimat zurück. Auf einem Konzert des berühmten Pianisten Luiz Stockman meint er sich verhört zu haben: hat dieser Musiker gerade genau die Melodie gespielt, an der er seit Jahren komponiert? Wie ist er an die Noten gekommen? Und warum sieht Stockman aus wie sein toter Zwillingsbruder? Eine irrwitzige Verfolgung beginnt. Tordo gelingt es in seinem Roman den typisch portugiesischen Fardo einzufangen. Die Geschichte wird von einer schwer greifbaren, aber stets präsenten Melancholie überlagert. Das macht sie nicht schwer, aber traurig. Man wünscht sich ein Happy-End für Hugo, oder zumindest eine Erklärung. Diese wird der Figur vorenthalten, aber dem Leser präsentiert. Der Bruch ist ungewöhnlich, der vermeintliche Autor, der sich direkt an den Leser wendet und seine Sicht der Dinge schildert - man liest dies selten und ist irritiert bis verwundert. Aber es erlaubt auch die zweite Perspektive, die von genauso viel Traurigkeit und Einsamkeit geprägt wird. Ein emotional aufgeladenes Buch, das tief berührt ohne jedoch zu verstören.

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  • Hugo und Stockman

    Stockmans Melodie
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    30. May 2016 um 08:43

    ·  Gebundene Ausgabe: 256 Seiten ·  Verlag: Droemer HC (1. Februar 2016) ·  Sprache: Deutsch ·  ISBN-10: 3426281252 ·  ISBN-13: 978-3426281253 ·  Originaltitel: O ano sabático ·  Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 2,5 x 20,8 cm   PREIS: 19,99 Euro   Ich mag den Autor sehr - der Portugiese wurde 1975 geboren - studierte Philosophie und Journalismus. Er schrieb für Zeitungen und studierte anschließend kreatives Schreiben. Danach war er als freier Journalist tätig und jetzt kann man ihn als Romancier und Drehbuchautor bezeichnen. Das mir vorliegende Buch ist das erste aus seiner Feder, welches man auf Deutsch lesen kann. Todo erhielt den wichtigsten portugiesischen Literaturpreis - den Premio.   Tordo ist sozusagen der junge José Saramago - so sagt man ... Ich habe Saramagos "Die Reise des Elefanten" gelesen - ja, es ist wirklich so, die Art ähnelt !!!   Das Erzählerische - die Sprache Tordos gefällt mir sehr gut, das Buch liest sich flüssig - fantasievoll und emotional, kurzweilig und spannend.   Kurz zum Inhalt: ============   Hugo kehrt nach Lissabon zurück, er war in Montreal alles andere als erfolgreich. Zurück will er endlich seinen musikalischen Durchbruch erreichen. Er hat ein Jazzstück komponiert - sein erstes ... Hugo besucht Stockmans Konzert - was er hört ist seine Melodie - verrückt, aber auf der Straße verwechselt man ihn mit dem berühmten Pianisten - was ist passiert - er kann sich das alles nicht erklären. Kann Stockman die Melodie aus seinem Kopf gestohlen haben? Es ist verrückt, aber die Noten existieren NUR in Hugos Kopf und doch hört er sie im Konzert.   Sehr tiefgründig - aber nicht langatmig - wird die Handlung geschildert und vor allem auch die Charaktere innerhalb ihrer Entwicklung. Der Alptraum, den Hugo erlebt, wird lebendig zwischen den Zeilen - innerhalb der Zeilen - Wahnsinn und Realität verschmelzen sozusagen.   Außerdem finde ich es prima, dass man die Geschichte aus zwei Sichtweisen erleben kann, die von Hugo und die von Stockman.   Topp gemacht - gibt absolut nichts zu bemängeln.

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  • Ein geniales, packendes und außergewöhnliches Buch des portugiesischen Autors!

    Stockmans Melodie
    BlueSunset

    BlueSunset

    26. March 2016 um 12:22

    Inhalt Der gescheiterte Kontrabassist Hugo kehrt nach langer Zeit in seine Heimatstadt Lissabon zurück. Ohne Antrieb und ohne ein Ziel möchte er der Musik den Rücken kehren. Trotzdem arbeitet er an seiner ersten und immer noch unvollständigen Komposition weiter. Als er mit einer Frau das Konzert des erfolgreichen Pianisten Luís Stockman besucht, hört er diesen seine Komposition spielen – die, an der er bereits seit mehreren Jahren arbeitet und die er nie vollenden konnte. Anschließend wird er auch noch mit dem Pianisten verwechselt und versinkt in einer obsessiven Suche nach der Wahrheit, die sich irgendwo zwischen Realität und Wahn verliert. Meine Meinung Bereits nach wenigen Seiten konnte mich dieses Buch begeistern: João Tordos Schreibstil ist mir sofort positiv aufgefallen, da er sehr melodisch, emotional und auch etwas düster ist. Er vermittelt ein komplexes Bild seiner Handlungsorte und Personen und erschafft eine Geschichte, die dem Leser Tiefe und Emotionalität bietet. Die Emotionen werden sehr glaubhaft und intensiv beschrieben, was zusätzlich eine starke Verbundenheit und Mitgefühl zu dem Protagonisten beim Leser auslöst. „Ihm war zum Lachen zumute, aber er lachte nicht. In Momenten wie diesen, in denen ihn das Bedürfnis zu lachen überkam, drückte die Traurigkeit ihn am stärksten nieder.“ – Seite 11 João Tordo zeichnet in seinem Buch das Bild eines verzweifelten Musikers, der am Tiefpunkt seines Lebens angekommen ist, als ihm auch noch das Wichtigste genommen wird – seine einzige und noch unvollständige Komposition. Die Suche nach der Wahrheit erinnert leicht an Kriminalliteratur, die in eine philosophische und realitätshinterfragende Geschichte eingebettet wird. „Er schlief auf der Stelle ein und träumte von einem Mann, der in einem Schneesturm davonging, ein Unbekannter, der, das fühlte er, ihm etwas gestohlen hatte, etwas, das er für sein eigen hielt, obwohl es das vielleicht nie gewesen war – ein Gesicht, eine Identität.“ – Seite 35 Zwischen Zorn, Unverständnis und Verzweiflung findet sich auch die unglaubliche Hingabe und Liebe Hugos zu seinem Kontrabass und der Musik. „Jedes Mal, wenn er den wie eine ruhende Frau mit ausladenden Hüften am Boden seiner Wohnung liegenden Kontrabass angeschaut hatte, der so alt war wie sein Urgroßvater und den er wegen seiner haselnuss- und schokoladenbraunen Farbe mit einer zarten Honigpatina liebevoll Nutella getauft hatte, erwachte in ihm mit voller Wucht das Gewissen“ – Seite 15 Das Lesen dieses Buches ist ein außergewöhnliches Erlebnis, das ich so noch nicht erlebt habe. Mich ließ dieses Buch mit tiefem Respekt für den Autor und seinen genialen Schreibstil zurück. Auch die Handlung an sich ist alles andere als langweilig oder banal – sie machte mich stellenweise atemlos und packte mich von Anfang an. Zudem gibt es einen großen Wendepunkt der Geschichte, der das Buch in zwei Teile trennt. Er war absolut überraschend und der zweite Teil ging in eine ganz andere Richtung weiter, als ich zuvor gedacht hatte. Sprache Ich bin unglaublich angetan von João Tordos schriftstellerischem Können. Ich werde ihn auf jeden Fall im Auge behalten und hoffe sehr, dass auch seine weiteren Werke ganz bald auf Deutsch erhältlich sein werden. An dieser Stelle möchte ich ebenfalls auf die ausgezeichnete Arbeit der Übersetzerin Barbara Mesquita eingehen. Sie hat die schöne, poetische Sprache so authentisch übersetzt, dass ich das Gefühl hatte João Tordo hätte selbst das Buch auf Deutsch geschrieben. Ich denke, dass es gerade bei solchen Büchern unglaublich wichtig ist, gute Übersetzer einzusetzen, die die Eigenheiten und Besonderheiten des Autors ohne Verluste übersetzen können. Cover Das Cover ist ein wahrer Eyecatcher. Es ist düster und geheimnisvoll und zeigt eine kleine, düstere, portugiesische Gasse. Die Einbandgestaltung ist dem Verlag wirklich gelungen. Ich finde es sehr interessant, dass die Rückseite gewissermaßen das Negativ der Vorderseite bildet und so die Thematik der Doppelgänger und Kopien aufnimmt. Fazit „Stockmans Melodie“ konnte mich vollkommen überzeugen. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich ist es außergewöhnlich und ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Das Buch bietet nicht nur eine spannende Geschichte, sondern reißt sogar noch philosophische Fragen an, in denen es um Individualität und Seelenverwandtschaft geht. Die Idee des Buches fand ich von Anfang an sehr spannend, doch was mir das Buch letztendlich geboten hat, war weitaus mehr! Der zweite Teil des Romas geht, nach einer unglaublichen Wendung, in eine ganz andere Richtung. Dies habe ich nicht erwartet und deshalb mit viel Interesse verfolgt. Das Buch bekommt somit die Höchstwertung und reiht sich bei meinen Lieblingsbüchern ein! Lest auf jeden Fall mal in die Leseprobe rein, um zu sehen, ob João Tordo euch auch schon nach so wenigen Seiten überzeugen kann!

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  • Melodie im Doppelklang

    Stockmans Melodie
    JoBerlin

    JoBerlin

    21. February 2016 um 23:10

    João Tordos erstes Buch in deutscher Übersetzung gibt sich vordergründig als Doppelgänger-Roman. Dieses Motiv wird auch formal eingehalten, der Roman gliedert sich folgerichtig in zwei Teile.  Im ersten Teil geht es um den Musiker Hugo, der in Luis Stockman, ebenfalls Musiker, einen Doppelgänger, ja seinen totgeglaubten Zwillingsbruder zu erkennen glaubt. Ist es wahr?  Im zweiten Teil berichtet scheinbar der Autor Tordo selbst, er schreibt über seinen Freund Luis Stockman, der nach Kenntnis von Hugos Schicksal, aus seinem Leben ausbricht und das des Doppelgängers, des Zwillings Hugo aufnimmt. Ist es Wahn? Tordo ist –abgesehen von etwas Länge im ersten Teil - ein spannender philosophischer Roman gelungen, denn es geht ja nur vordergründig um Hugo und Luis. Es handelt es sich vielmehr um einen Diskurs zum Thema Vereinzelung versus Verbundenheit und um das (vergebliche) Individualitätsstreben des Menschen. „ … Ich habe so viele Jahre lang das Falsche geglaubt. Dass wir Unikate sind. Dass wir einzigartig sind. ---- Doch wie fragil sind die Bande, die uns mit der Welt verbinden. An einem Tag glauben wir eine Identität, eine persönliche Note, eine Prägung zu besitzen. Am nächsten Tag, wenn ein paar dieser Bande wegfallen, es müssen nicht viele sein, sind wir der Kehricht der Geschichte.“

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