Joël Dicker Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

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  • 129 Rezensionen
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Inhaltsangabe zu „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker

Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht. +++ Dieses Buch können Sie bequem auf Ihrem Smartphone und Tablet weiterlesen – mit Papego: Kostenlose App downloaden, Buchseite scannen und sofort mobil weiterlesen. Nähere Infos auf www.papego.de +++

Wahnsinnig gut!

— RoxyKa

Neues Lieblingsbuch! Spannend und fesselnd erzählt :) Bitte mehr davon

— Sonnenschein96

Gute Story,flüssiger Stil,Spannung,ärgerlich nur die seltsam trivialen Dialoge,die eine Liebe in den 70ern darstellen sollen,deshalb nur 3⭐

— Alanda_Vera

Spannend und lebendig! Ich liebe es!

— Demrach

Wieder ein grandioser Roman von Joel Dicker. Die ersten 200/300 Seiten zogen sich doch sehr in die Länge, daher nur 4 von 5 Sterne.

— izzy_hh

Einfach nur Furchtbar !

— Lanna

Absolutes Lesehighlight! Spannend und durchdacht! Hat mehr als 5 Sterne verdient!

— marielilith

Ein unglaubliches Buch! Zeit- und Handlungsstränge sind so genial verwoben, dass einem am Ende ganz schwindlig ist!

— Marjuvin

Wunderschön geschrieben, wahnsinnig spannend, mit mehreren Twists, die weder vorhersehbar noch abstrus waren. Unbedingt empfehlenswert!

— Bill777

Pseudotiefsinn, kolportagehaft, schrecklicher Stil ... nach 193 Seiten Geduld verloren und Ende gelesen, reichte völlig...

— alasca

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Gute Story mit toller Erzählweise

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    Sonnenschein96

    30. August 2017 um 14:05

    Die Wahrheit über den Fall von Harry Quebert war das zweite Buch, welches ich von Joel Dicker gelesen habe. Die Geschichte der Baltimores hat mir schon total gut gefallen, weshalb ich hohe Ansprüche für dieses Buch hatte. Diese wurden komplett erfüllt. Die Erzählweise des Autors ist ansprechend und fesselnd, denn er beschreibt die Personen sehr detailiert und genau. Aber auch die Story wird so erzählt als wäre man Mitten im Geschehen dabei.

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  • Erneut ein grandioser Joel Dicker-Roman

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    izzy_hh

    21. July 2017 um 11:43

    Wieder ein grandioser Roman von Joel Dicker. Die ersten 200/300 Seiten zogen sich doch sehr in die Länge, daher nur 4 von 5 Sterne.

  • Gut konstruiert, spannungs- und überraschungsreich

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    PMelittaM

    03. June 2017 um 19:28

    Marcus Goldman gelingt es nach seinem erfolgreichen Debütroman nicht mehr, etwas Erfolgversprechendes zu Papier zu bringen. Als im Garten Harry Queberts, Marcus' ehemaligem Mentor, die Leiche eines vor 33 Jahren verschwundenen jungen Mädchens gefunden wird, reist Marcus' nach Aurora, um Harry unter die Arme zu greifen. Dass sich ihm hier die Chance für einen weiteren Roman bietet, erkennt er erst später.Endlich hat Joël Dickers Roman den Weg auf meinen Bookseat gefunden und mich ähnlich unterhalten und begeistert, wie viele andere vor mir. Der Autor erzählt in verschiedenen Zeitebenen nicht nur das aktuelle Geschehen, sondern auch, was Jahrzehnte zuvor dazu führte, dass die 15jährige Nola Kellergan spurlos verschwand. Dabei gelingt es dem Autor, den Leser immer wieder zu überraschen, ihn auf falsche Fährten zu führen und die Wahrheit erst nach und nach aufzudecken. Am Ende ist klar, was passiert ist und der Leser kann den Roman zufrieden zuklappen. Bis dahin hat man viele Möglichkeiten, selbst zu überlegen, was geschehen sein könnte, Theorien aufzustellen und wieder zu verwerfen, und der Lösung vielleicht sogar recht nahe zu kommen. Ich fand die Auflösung durchaus gelungen, den Roman an sich wunderbar komponiert.Das aktuelle Geschehen wird von Marcus selbst in Ich-Form erzählt, so dass man Marcus ganz gut kennen lernt, die anderen Charaktere dagegen durch seine Augen betrachtet. Der Vergangenheitsteil wird in der dritten Person erzählt und aus verschiedenen Perspektiven, Harrys, Nolas, aber auch die anderer Charaktere. So kann es passieren, dass verschiedene Charaktere unterschiedliche Züge aufweisen und sich auch hier sich erst nach und nach der wahre Charakter verschiedener Personen klärt.Dass die Kapitelzahlen rückwärts gezählt werden, ist ein weiteres Rätsel, das sich dem Leser stellt und das erst gegen Ende geklärt wird. Trotz aller tragischen Ereignisse, fließt auch immer wieder, wenn auch recht abgefahrener, fast schwarzer Humor, ein, so etwakki wenn manche Charaktere ziemlich überzogen dargestellt werden, wie z. B. Marcus' Mutter oder sein Verleger und auch, dass man nicht alles ernst nehmen sollte, wie z. B., dass ein Polizist Marcus regelmäßig mit Interna versorgt und mit ihm zusammen ermittelt. Für mich war der Roman ein regelrechter Pageturner, der immer spannender wurde und mich von Anfang an gut unterhalten hat. Ich vergebe gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung, wer gerne miträtselt, vor dicken Romanen nicht zurückschreckt und Humor gepaart mit Tragödie mag, könnte Gefallen an diesem Roman finden.

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    • 7
  • Eine spannende Schreibblockkade

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    Daphne1962

    17. April 2017 um 16:35

    Harry Quebert ist Schriftsteller und lebt in einem kleinen idyllischen Ort namens Aurora. Marcus Goldmann ist ein Schützling des berühmten Autors Quebert, der nur durch Zufall zu einem Ziehsohn geworden war. Denn Marcus kann sich gut verkaufen, obwohl er eigentlich nicht wirklich erfolgreich ist. Dennoch hat er es geschafft einen Roman zu schreiben, der ein wahrer Renner war. Nun muss dringend ein neues Buch her. Allerdings ereilt ihn eineSchaffenskrise, die auch andere Autoren ereilen, wenn der Druck zu groß wird. Er verkriecht sich bei Harry in Aurora und hofft, sein Mentor kann ihn von dieser Schreibblockkarde befreien. Es will zunächst aber nicht gelingen. Marcus reist zurück und da passiert etwas Erschütterndes. Im Garten des berühmten Autors wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um ein junges Mädchen Namens NOLA, welches vor 30 Jahren spurlos verschwand. Als der Autor verhaftet wird und des Mordes angeklagt werden soll, denn er hatte eine Affäre mit der 15jährigen, eilt Marcus zu Hilfe. Er will diesen Fall aufklären, denn er ist von der Unschuld Queberts voll überzeugt. Wird ihm das Gelingen, hinter die wahre Geschichte zu kommen? Auch nach so langer Zeit? Oder ist er befangen, weil er viele Einwohner kennt und selbst dort zur Schule gegangen war. Beharrlich verfolgt er jede noch so kleine Spur. Ungewöhnlich wird dieser Roman, da er ein Buch in einem Buch wird, denn Marcus fängt an eine Story zu schreiben, welche aber der Wahrheit entsprechen soll. Die Wahrheit verwischt sich aber zusehends und es handelt sich nicht nur um eine Liebesgeschichte, die zu Tage kommt, sondern es ist ja auch ein Mord geschehen und somit wird es auch ein Kriminalfall. Dieser dicke Schmöker hat mir super gut gefallen. Er war leicht zu lesen, die Geschichte war spannend und äußerst komplex erzählt. Immer wieder taten sich neue Überraschungen auf, wenn man glaubte es sei die Wahrheit, so das es nicht eine Seite langweilig wurde. Hochgelobt und das zu Recht. Da hat man auch Lust über 700 Seiten zu lesen. Es ist ein Buch, welches mir noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Der Autor Joel Dicker ist meiner Meinung nach eine große Überraschung. Mich wundert nur, warum ich nicht eher auf dieses Buch aufmerksam wurde. Ich möchte unbedingt mehr von ihm lesen und bestelle mir auch gleich den Nachfolgeband.

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  • Die Wahrheit über die Wahrheit...

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    Miamou

    02. March 2017 um 10:05

    Obwohl mir Joel Dicker durchaus ein Begriff war, haben mich seine Bücher doch nicht gleich in Beschlag genommen, auch wenn man ja nach dem letztjährigen Erscheinen von „Die Geschichte der Baltimores“ ja gar nicht an ihm vorbei konnte. „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ habe ich ehrlicherweise „nur“ gekauft, weil es mir als Mängelexemplar zu einem „Spottpreis“ in die Hände gefallen ist. Nachdem ich es jetzt aber gelesen habe, will ich alle seine Bücher :-) Und nachdem er schon wieder ein neues in Arbeit hat, fiebere ich dem auch schon entgegen. Der Plot des Buches ist an sich ja nicht ganz neu. Harry Quebert steht auf der Sonnenseite des Lebens, bis in seinem Garten (im Jahr 2008) die Leiche der vor etwa 30 Jahren verschwundenen Nola Kellergan gefunden wird. Sie war damals 15 und als Quebert dann auch noch zugibt, dass er mit ihr eine Liebesbeziehung hatte, ist Feuer am Dach. Das übertrieben sittenstrenge Amerika in Dickers Roman, nimmt sich den Autor Harry Quebert zum Fraß vor. Dieser wird aber aufgrund mangelnder Beweise bald wieder auf freien Fuß gesetzt. Sein Student Marcus Goldman, der immer wieder beteuert, dass er ohne Quebert nicht der große Schriftsteller geworden wäre, der er ist, steht seinem alten Professor zur Seite und beschließt die Wahrheit über diesen Fall ans Licht zu bringen und einen Roman darüber zu schreiben. Im Genick sitzt ihm nämlich sein Verleger, der endlich ein neues Buch von Goldman einfordert. Marcus Goldman deckt schlussendlich aber viel mehr auf, als es zu Beginn den Anschein hat. Und über der angenommenen Wahrheit gibt es wieder eine neue Wahrheit, die aber auch nicht unbedingt wahr sein muss. So schafft es Dicker seine Leser in sein Buch zu ziehen und ihn soweit zu treiben jede neue Erkenntnis wieder zu hinterfragen. Dabei lässt er ihn aber nie allein und klärt alles schlüssig auf. Gleichzeitig schafft er es auch viele aktuelle Themen in seine Geschichte aufzunehmen. Diese erstrecken sich über Aufdeckung von Lebenslügen, Moral in der Öffentlichkeit und wie man schlussendlich damit umgehen kann oder besser muss. Auch Dickers Erzählstruktur spielt diesen Themen in die Hände – er erzählt aus mehreren Sichtweisen in verschiedenen Zeiten (vornehmlich im Jahr 2008 und 1975, zwischendurch aber auch immer wieder in den 1990ern). So breitet sich die Geschichte von Harry Quebert und Nola Kellergan, gleichzeitig aber auch die von Marcus Goldman sehr kaleidoskopartig vor dem Leser aus und immer wenn man denkt, dass das nun schon das Ende sein muss, setzt der Autor noch einen drauf. Was mich auch noch sehr beeindrucken konnte, waren die teilweise übertrieben – sartirisch dargestellten Charaktere, die in den Nebenrollen waren. So war beispielweise Goldmans Mutter ein Unikat, auch wenn man immer wusste, worauf die Gespräche zwischen ihr und ihrem Sohn hinauslaufen werden, hatten diese die Lacher auf ihrer Seite. Oder auch Goldmans Verleger, der ihm gehörig auf die Zehen stieg, damit die Verkaufszahlen ja passen. Am besten gefallen hat mir Sergeant Gahaloway…ich mag solche Typen, die Außen hin so rau wirken, in Wirklichkeit das Herz aber auf dem rechten Fleck haben. Man kann dem Autor schon einiges vorwerfen, was er vielleicht hätte „besser“ machen können. Man kann sagen, dass er nicht allen Figuren die nötige Tiefe gegeben hat, dass die Sprache durchaus ausgereifter sein könnte, dass die Liebesgeschichte, um die sich alles dreht, doch sehr oberflächlich bleibt und dass die Auflösung des Kriminalfalls am Ende hin dann doch ein wenig konstruiert, ja vielleicht sogar unrealistisch und plötzlich wirkt. Das kann man wirklich alles tun und es ist auch durchaus nachvollziehbar, dass es Leser gibt, die das Buch genau deswegen zum Teufel jagen und den Hype darum nicht verstehen können. Aber, der Roman bereitet Lesevergnügen und ich hatte einen Heidenspaß daran. Auch wenn er streckenweise vielleicht zu konstruiert wirkt, so ist er doch ausgeklügelt konstruiert und Dicker bringt immer wieder neue Wendungen in das Buch, sodass die respekteinflößenden 720 Seiten im Nu weggelesen waren.

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    • 7
  • Harry Quebert

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    Katjuschka

    27. January 2017 um 14:44

    Marcus Goldmann schreibt im Jahr 2006 einen Bestseller und wird dadurch zum Star unter den Literaten.Er genießt ein sorgloses Leben - bis der Abgabetermin für das zweite Buch immer näher rückt!Denn: Wegen einer Schreibblockade bringt er nichts zu Papier...In seiner Not erinnert er sich an seinen Mentor Harry Quebert, ebenfalls Bestsellerautor, und Professor an der Universität Aurora.Er fährt zu ihm und verbringt dort am Meer einige gemeinsame Wochen mit Harry in dessen Haus, doch die Inspiration bleibt aus.Zurück in New York erhält Marcus die Nachricht das sein Freund festgenommen wurde. Auf seinem Grundstück wurden bei Gartenarbeiten die Leiche der 1975 verschwundenen 15jährigen Nola Kellergan gefunden.Marcus ist überzeugt von Harry Queberts Unschuld und beginnt mit eigenen Ermittlungen. Bei der Recherche erfährt Marcus von der Liebesgeschichte zwischen Harry und Nola. Auch werden einige Geheimnisse um die Familie Kellergan und die Bewohner der Gemeinde Aurora nach und nach aufgedeckt und einige Lügen und Intrigen kommen ans Tageslicht.Die Frage ist, wer hat Nola ermordet und kann Marcus ein neues Buch schreiben?Das Buch hat mir extrem gut gefallen.Trotz der Zeitsprünge wurde die Geschichte nicht verwirrend und die Spannung hat sich durchgehend immer weiter gesteigert.Die finale Auflösung kam überraschend und ich hatte sie so nicht erwartet.Den Hype, der um Joël Dicker gemacht wurde, kann ich im nachhinein verstehen und ich bin gespannt ob sein nächstes Werk, "Die Geschichte der Baltimores", die geweckten Erwartungen erfüllen wird. Ich werde es definitiv lesen!

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    • 7
  • Adieu, allerliebste Nola.

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    Rpunkt99

    17. August 2016 um 12:48

    "Ein gutes Buch lässt sich nicht allein an seinen letzten Worten bemessen, sondern an der Gesamtwirkung aller vorausgegangenen Worte, Marcus. Ungefähr eine halbe Sekunde nachdem der Leser mit Ihrem Buch fertig ist, nachdem er das letzte Wort gelesen hat, muss er spüren, wie ihn ein starkes Gefühl überkommt. Er muss einen Moment lang an nichts anderes denken als an das, was er gerade gelesen hat, und den Einband mit einem Lächeln, aber auch mit einer Spur von Traurigkeit betrachten, weil ihm alle Figuren fehlen werden. Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert, dass man es ausgelesen hat." (aus 'Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert')Zu Beginn meiner Lektüre hatte ich einfach nur einen riesigen Respekt vor den über 700 Seiten. Aber als ich angefangen habe diese Geschichte über Harry Quebert und seinen Schriftsteller-Schützling Marcus Goldman zu lesen war ich sofort hin und weg! Dieses Buch hat alles, was man für lange Sommernächte braucht. Es nimmt einen mit in das kleine, verträumte Städchen Aurora und lässt einen nicht mehr los! Die Charaktere sind so vielschichtig und umfassend beschrieben, dass man das Gefühl hat wirklich mit dort gewesen zu sein. Im Jahre 1975, in dem alles begann.. Ich liebe die Zeitsprünge, die immer aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Außerdem die Lebensweisheiten von Harry Quebert am Anfang jedes Kapitels. 'Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert' beschreibt das Leben eines Schriftstellers, die Ängste und Sorgen, die damit verbunden sind, der Druck gegenüber der Öffentlichkeit. Außerdem befasst er sich mit den ganz großen Gefühlen im Leben - mit der einen Liebe, die für immer fort ist. Der Schreibstil von Joël Dicker ist wirklich außergewöhnlich! Dieses Buch ist ein Roman und eigentlich auch ein literarischer Krimi, spannend ohne Ende und mit unerwarteten Wendungen. Ich habe es wirklich genossen dieses Buch zu lesen und kann es jedem nur empfehlen! Wirklich grandiose zeitgenössische Literatur!

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  • Rezension zu "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert"

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    ElkeK

    16. August 2016 um 10:51

    Inhaltsangabe: Marcus Goldman, der neue Star am amerikanischen Literaturhimmel, ist schon seit dem College eng mit Harry Quebert befreundet. Mehr noch: Harry Quebert, selbst ein großer Schriftsteller und gefragter Vortrags-Redner, ist sein Mentor, der in Marcus einen weiteren großen Stern am Literaturhimmel sieht und ihn protegiert und unterrichtet. Doch Marcus ist nach seinem ersten großen Achtungs-Erfolg von der Schriftsteller-Krankheit befallen. Schon knapp zwei Jahre hat er eine Schreibblockade und sein Verleger sitzt ihm mächtig im Nacken. Plötzlich spielen die Medien verrückt: In dem kleinen Ostküsten-Städtchen Aurora wird zufällig eine Leiche entdeckt – in Harry Quebert’s Garten. Als sich herausstellt, dass es die seit 33 Jahren vermisste Nola Kellergan ist, wird Harry verhaftet. Denn zwei Dinge belasten Marcus’ Mentor schwer: Bei der Leiche wird das Original-Manuskript zu Queberts größten Erfolg „Der Ursprung allen Übels“ gefunden. Außerdem gibt Harry zu, dass er mit der damals 15jährigen Nola eine Liebesbeziehung hatte. Marcus Goldman reist nach Aurora, denn trotz aller erdrückenden Indizien glaubt er an Harrys Unschuld und beginnt mit seinen eigenen Recherchen. Schon ziemlich schnell merkt Marcus: Je mehr er fragt und je tiefer er gräbt, desto mehr Verdächtige gibt es. Und es tauchen immer mehr Fragen auf. Bald ist ganz Aurora verdächtigt, das Mädchen ermordet zu haben. Was ist damals von 33 Jahren wirklich passiert? Mein Fazit: Joël Dicker ist ein großartiger Erzähler von komplexen Geschichten. Im Urlaub hatte ich schon den Nachfolge-Band gelesen und war ganz begeistert. Doch dieser Roman setzt neue Maßstäbe! Und wieder fiel der flüssige Erzähl-Stil auf. Der Autor hat mich mit seiner Geschichte sofort in den Bann gezogen, auch wenn er erstmal von seiner Schriftsteller-Krankheit erzählt. Aber er beschreibt es so, als würde er neben mir sitzen. Und nebenbei offenbart er menschliche Schwächen, gesellschaftliche Missstände und eine grandiose Kriminal-Geschichte, die mich als Leserin bis zum Schluss im Atem gehalten hat. Die über 700 eng beschriebenen Seiten störten mich dabei überhaupt nicht. Im Gegenteil, endlich mal eine spannende Geschichte, die nicht gleich wieder zu Ende war! Die Kapitel-Angaben werden rückwärts gezählt, beginnen also mit dem 31. Und was man vorher nicht ahnt: Vor jedem Kapitel erklärt Harry eine Lektion zum Thema schreiben. Mal nur ein paar Worte, mal eine ganze Seite. Sehr geschickt gemacht und irgendwie passen sie auch immer zum jeweiligen Abschnitt. Und natürlich springt der Autor immer wieder zwischen den Zeiten. Aber er notierte die Orts- und Zeitangaben, so dass ich immer wusste, wo wir uns gerade befanden. Manchmal schloss das Kapitel mit einem neuen Hinweis oder einer neuen Vermutung, so dass ich oft in die Irre geleitet wurde. Schließlich dachte ich ebenfalls angestrengt nach, wer Nola Kellergan umgebracht haben könnte Die Lösung ist so genial und doch logisch und konsequent. Keine Frage bleibt offen! Zwischendurch musste ich sogar laut lachen, wenn Marcus wieder mal mit seiner Mutter telefonierte. Auch die Dialoge zu seinem Verleger waren grandios, zeigten sie doch, wie die Welt der Verlage und Literaten wirklich tickt. Und das eine oder andere Körnchen Wahrheit wird da sicherlich zu finden sein. Für mich war es ein absoluter Lesegenuss, der mich noch lange gedanklich begleiten wird. Ich hoffe, ich werde noch viele Bücher von diesem Autor lesen können. Dieser bekommt uneingeschränkte 5 Sterne.

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  • Fesselnd bis zur letzten Seite

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    Heane

    15. August 2016 um 18:39

    „Die Wahrheit ändert nichts an dem, was man für einen anderen Menschen empfindet. Das ist ja die Krux mit den Gefühlen“ (S. 680) Marcus Goldman ist der aufsteigende Stern am Literaturhimmel. Sein erstes Buch schlägt wie eine Bombe ein und macht aus ihm einen gefeierten, wohlhabenden Mann. Er unterschreibt einen Vertrag mit einem großen Verlag über mehrere Folgebücher und schlittert dann langsam aber unaufhaltsam in eine Schreibkrise. Als der Verleger ihm schließlich mit Klage droht, sollte er sein zweites Buch nicht fristgerecht fertig stellen, flüchtet Goldman zu seinem früheren Mentor Harry Quebert. In der Abgeschiedenheit des Städtchen Aurora, hofft er die Inspiration zu finden um das geforderte Buch doch noch verfassen zu können. Die Entdeckung aber, die er im Haus von Quebert machen wird und die darauffolgenden Ereignisse, sollen das Leben von Marcus komplett verändern. Joel Dicker knallt uns rund 700 Seiten Buch um die Ohren und sagt nicht dazu was es sein soll. Ist es Literatur, Krimi, Liebesgeschichte oder doch eher Gesellschaftskritik? Ich würde sagen, ein bisschen was von all diesen Dingen und dann noch in der beinah perfekten Mischung. Wir erleben eine Männerfreundschaft, wie sie wohl nur einmal im Leben vorkommt, ein Lehrer und ein Schüler, die sich lieben wie Vater und Sohn und sich vielleicht gerade deswegen nichts schenken und sich das größte Geschenk des Lebens überhaupt machen – sie erlauben sich an der Ehrlichkeit des jeweils anderen zu wachsen. Wir erleben eine Mutter, die besessen von seit jeher gültigen sozialen Normen geprägt, alle heiligen Zeiten bei ihrem Sohn anruft und ihm die Hölle im Bezug auf sein Single-Dasein heiß macht. Dabei bringt sie alle Waffen der emotionalen Erpressung gezielt und für  beeinflussbare Charaktere absolut tödlich zum Einsatz. Den LeserInnen entkommt beim Lesen hier sicher der eine oder andere herzhafte Lacher. Eine Kleinstadt, gebeutelt von einem schrecklichen Verbrechen, hüllt sich in Schweigen und verschwindet lieber in totale Verdrängung als sich der Vergangenheit und ihrer Auswirkungen zu stellen. Schließlich erleben wir mit Goldmans‘ Verleger den absoluten Mitläufer im Web 2.0 – Wahnsinn. Barnaski surft auf jeder Welle, die Geld verspricht mit. Um die nächste Million zu machen würde er wahrscheinlich seine Mutter samt Schoßhündchen dem Teufel verkaufen und am Scheiterhaufen des Social Media Hypes noch selbst anzünden. Alles für die Klicks, alles für die Verkaufszahlen. Ethik, Moral oder Respekt vor der Kunst existieren für ihn nicht. Einzig die Liebesgeschichte bleibt auf weiten Strecken recht unnahbar. Als LeserIn ertappt man sich immer wieder dabei, dass man den Liebenden ihre tiefen Gefühle nicht ganz abnimmt. Nichts desto trotz hat der Autor einen Roman geschaffen, der bis zur letzten Seite spannend und unvorhersehbar bleibt. Dicker nimmt uns mit auf eine Reise in den scheußlichsten Abgrund der menschlichen Seele um uns zu zeigen, dass genau dort auch die schönsten Eigenschaften eines Menschen wohnen können.

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  • Nola und die große Liebe

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    schokoloko29

    12. August 2016 um 21:08

    Inhalt des Buches:Der bekannte Schrifsteller Harry Quebert möchte sein Garten mit Hortensien bepflanzen. Beim Umgraben des Gartens entdeckt der Gartner ein Leiche. Nach einer Untersuchung stellt es sich heraus, dass sie von der 15- jährigen Nola stammt. Sie ist 1975 verschwunden und keiner hat sie danach mehr wiedergesehen. Nola ist Harrys große Liebe und er steht unter Mordverdacht und es besteht die Gefahr, dass er hingerichtet wird. Sein Freund Marcus Goldmann, ein bekannter Schriftsteller gerade in einer Schaffenskrise, glaubt nicht an sein Schuld. Er versucht jetzt Beweise zu sammeln, um seinen Freund zu entlasten...Eigene Meinung:Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten. Der letzte Teil des Buches ist sehr spannend, so dass ich die letzten 200 Seiten in einer Nacht durchgelesen habe. Wer hochgradige Literatur sucht ist bei diesem Buch nicht richtig. Die Charakerisierung der Personen ist sehr flach. Sie wirken nicht sehr komplex. Auch die Vorgehensweise der Nola entspricht nicht einer 15 Jährigen Mädchen/ Frau. Sondern sind ein Hirngespinst eines geilen Schirftstellers. Und dies kann man auch nicht mit einer labilen Persönlichkeit Nolas begründen.Fazit:Das Buch ist unterhaltsam und spannend. Man darf nur nicht sein Gehirn anstellen, da die Vorgehensweise von den Protagonisten in meinen Augen nicht logisch sind.

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    • 4
  • Spannendes und grandios geschriebenes Krimi-Lesevergnügen

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    ConnyKathsBooks

    11. August 2016 um 13:04

    "Zwei Dinge geben dem Leben einen Sinn: die Bücher und die Liebe." (S. 725) Ein Skandal erschüttert die Kleinstadt Aurora in New Hampshire. Harry Quebert, der berühmte und angesehene Schriftsteller, wird des Mordes angeklagt! Denn auf seinem Grundstück wurde die Leiche der seit 33 Jahren vermissten 15jährigen Nola Kellergan gefunden. Dann wird auch noch bekannt, dass der 34jährige Harry damals eine Liebesaffäre mit der noch minderjährigen Nola hatte und die Empörung ist groß. Nur einer hält noch zu Harry; sein Freund, Boxkollege und erfolgreicher Debütautor Marcus Goldman, der gerade unter einer schweren Schreibblockade leidet. Marcus reist sofort nach Aurora und beginnt zu ermitteln, nichtsahnend, dass er damit in ein großes Wespennest sticht und bald mehr Inspiration für sein zweites Buch bekommt als gedacht. "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" ist ein äußerst unterhaltsamer und rasanter Pageturner aus der Feder des Schweizer Schriftstellers Joël Dicker. Der wunderbare leichte und flüssige Schreibstil, die fesselnde und vielschichtige Handlung sowie der außergewöhnliche Aufbau des Buches haben mich sofort in den Bann gezogen und durchweg begeistert. "Ihr zweites Kapitel ist sehr wichtig, Marcus. Es muss Biss haben und die Leser umhauen." (S. 41) Alles beginnt mit dem Fund von Nolas Leiche auf Harry Queberts Grundstück im Juni 2008, der die mysteriösen Ereignisse vom 30. August 1975 wieder aufrollt. Denn an diesem Tag verschwand Nola nach dramatischen Ereignissen spurlos und kurz darauf veröffentlichte Harry seinen einzigen Erfolgsroman "Der Ursprung allen Übels". Was dann folgt, ist ein raffiniertes Puzzle - und Verwirrspiel erster Güte mit zahlreichen Rückblenden, Rätseln und unerwarteten Wendungen. Die Kapitel werden dabei rückwärts gezählt und eingeleitet von 31 Ratschlägen für Schriftsteller, Boxer und Menschen, die Harry dem jungen Marcus vor einigen Jahren mit auf seinen Lebensweg gab. Und diese passen dann auch immer perfekt zu dem, was danach passiert. Das Ganze wird so genial verknüpft und erzählt, dass man den Autor nur bewundern kann und die mehr als 700 Seiten nur so dahinfliegen. "Halten sie die Liebe in Ehren, Marcus. Machen Sie sie zu Ihrer schönsten Errungenschaft, zu Ihrem einzigen Ziel." (S. 561) Je tiefer Marcus gräbt, desto mehr Fragen tauchen auf. Im Grunde ist bald jeder verdächtig; sei es z.B. Nolas Vater, der mysteriöse Gärtner von Harry, der ehemalige und jetzige Polizeichef oder die Inhaberin des ortsansässigen Cafés. Auch Nola selbst scheint nicht das unschuldige Mädchen gewesen zu sein, für das sie alle halten. Sogar Harry bleibt trotz einiger entlastender Beweise mit auf der Liste der Verdächtigen, denn die verbotene Liebe zu seiner "allerliebsten" Nola grenzte doch sehr an Obsession. Und dann soll Marcus auf Drängen seines Verlegers auch noch einen Roman über den Fall Harry schreiben, was zusätzliche Verwicklungen und einen interessanten Einblick in den Literaturbetrieb mit sich bringt. Denn die Öffentlichkeit ist begierig auf jedes noch so pikante Detail. "Wenn das Buch dem Ende zugeht, Marcus, bieten Sie ihrem Leser in letzter Minute einen Überraschungseffekt." (S. 623) Wer hier die Wahrheit sagt, wer lügt und wie die Ereignisse am besagten 30. August 1975 tatsächlich abliefen, das bleibt lange Zeit im Dunkeln. Das Miträtseln macht dabei großen Spaß und die Spannung steigt stetig an, auch weil kleine Hinweise den Leser immer wieder in die Irre führen. Als entscheidender Schlüssel erweist sich dann aber ein fast vergessenes Ereignis in der Vergangenheit. Damit wird ein Ende eingeleitet, das es in sich hat. Denn der Autor sorgt bei der finalen Auflösung nicht nur für einen Überraschungsmoment, sondern gleich für mehrere, die mich verblüfften und fast sprachlos machten. Mit einigen Sachen hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. "Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert, dass man es ausgelesen hat." (S. 721) Diesen Worten von Harry kann ich nur zustimmen. Denn "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" ist so ein Buch. Ein unvergleichliches Lesevergnügen und ein grandios geschriebener und packender Mix aus Krimi- und Liebesgeschichte, der noch lange nachklingt und mich mit Bedauern das Buch beenden ließ. Ich freue mich daher schon sehr auf Joël Dickers nächsten Roman "Die Geschichte der Baltimores". 5 Sterne von mir.

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    • 5
  • Wer hat Nola Kellergan ermordet?

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    maggiterrine

    09. August 2016 um 12:52

    Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Jede freie Minute habe ich mit Lesen verbracht. Wenn mein Mann für zwei Minuten kurz in die Küche gegangen ist, habe ich schnell das Buch rausgekramt um noch ein paar Seiten weiter zu lesen. Wenn ich morgens aufgewacht bin, habe ich als erstes an das Buch gedacht und wie es wohl weitergeht.Dabei ist das Buch alles andere als perfekt oder genial. Vieles hat mich eigentlich gestört.Die Presse redet bei "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" über ein Buch im Buch. Das ist offenbar dem geschuldet, dass der Hauptcharakter Schriftsteller ist und es viel darum geht, was für Probleme man als Schriftsteller hat und wie man eigentlich ein Buch schreibt. Obwohl ich gerne lese, interessiert mich dieser Schaffensprozess allerdings null und die ganze Rahmenhandlung mit den Schriftstellertipps am Anfang jedes Kapitels fand ich ziemlich öde. Auch gestört haben mich die vielen einfach gestrickten Charaktere. Beim ersten Telefonat, das der Protagonist am Anfang mit seiner Mutter führt, hätte ich das Buch fast wieder zugeklappt, weil dieser Charakter so überzeichnet war, dass es mir eher wie ein Possenspiel als wie ein Thriller vorkam. Man, die Mutter hat mich echt die ganze Zeit über genervt... Nichtsdestotrotz war dieses Buch einfach spannend! Spätestens ab Seite 100 wollte man wirklich wissen, wer die kleine Nola Kellergan umgebracht hat! Und der Adrenalinrausch den man bei der Auflösung eines Krimis verspürt, lässt einen dann auch ganz schnell den einen oder anderen pseudointellektuellen Ratschlag oder stereotypen Charakter vergessen.

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  • Perfekte Kurzweiligkeit, nicht sehr viel Anspruch

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    shabbytext

    22. July 2016 um 11:34

    Vorweg: Gut geschrieben ist dieser Roman nicht wirklich. Er lässt sich einfach lesen. Das stimmt. Die innere Lesestimme kommt nur auf den Metaebenen des Buches ins rattern - hier merkt man, der Schriftsteller hatte Probleme damit, verschiedene Schreibstile herzustellen.Aber egal. Ich hab das Buch aus Versehen gelesen. Es lag auf einer Parkbank einsam herum, also nahm ich es mit. Fakt ist: Die Geschichte fesselt vom ersten Satz an. Das Thema ist da größtenteils Schuld: Eine 15 Jährige wird ermordet, nachdem sie eine Affäre mit einem ausgewachsenen 33 Jährigen hat. Na klar liest man weiter, schon allein wegen pikanter Details. Die gibt es dann später auch, aber alles im Rahmen des guten Geschmacks.Gut getroffen auch die Charaktere des Buches, deren menschliche Komplexität einen Hauch reduziert wurde. Dadurch bietet der Roman Splapstick, Klarheit und man schließt die Charaktere schneller ins Herz, da man das Gefühl bekommt, man würde sie in ihrer mikrobenhaften Einfachheit kennen. Wie soll ich es anders ausdrücken...man merkt, dass der Schriftsteller wirklich sehr jung ist und noch viel über die Abründe der menschlichen Psyche lernen musst. Oft kommt einem seine mehrschichtige Welt ziemlich einfach vor. Würgereflexe bekam ich nach einiger Zeit von den vermeintlich "romantischen" Szenen im Buch. TO MUCH! Und das sage ich als Romantikerin! Vieeeeel zu viel, sehr triefend. Hab mich manchmal fremdgeschämt.Aber: es lohnt sich den Roman zu lesen. Statt eine Serie zu schauen zum Beispiel. Den tatsächlich: als Seriendrehbuch würde der Fall Harry Quebert durchaus taugen. Die 700 Seiten verfliegen innerhalb einer Woche, man wird süchtig nach der tatsächlich sehr spannenden Handlung. Lohnt sich! Über die "Weisheiten" des Buches kann man in einigen Fällen tatsächlich nachdenken - die meisten stehen aber nur als Zierde da. Macht nichts, lest es, wirklich.

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  • Memo an alle: Lesen Sie dieses Buch! Unbedingt!

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    Callso

    07. July 2016 um 14:50

    Joel Dicker - Mr. Bombastic! "Der Roman hat 730 Seiten, und es gibt nicht einen Moment der Langeweile" , so urteilt die Morgenpost auf dem Buchrücken. Ein großes, feines Lob, dem kann ich mich nur anschließen. Über eine solch lange Wegstrecke einem Buch zu folgen, diesen dicken Schinken durchzuarbeiten, das hat richtig Laune gemacht. Joel Dicker hat einen prächtigen Roman konstruiert, der fesselt und den man nur ungern aus den Händen gibt. Toll aufgebarbeit und fein formuliert. Ein Buch über das Schreiben, über Schriftsteller, ein Werk über die Liebe, über die wahre Liebe und die heimliche Liebe. Ein Roman über ein kleines Nest, über Anklagen, Verleumdungen, Verrat und Tod. En Buch über Mord, ein Verschwinden und andere Verbrechen - ach kurzum: für dickes Werk über das ganze, pralle Leben! Dieser Auftrag geht an alle Büchwürmer auf diesen Breitengraden: Dieses Buch lesen, genießen und aufsaugen. Ein Werk mit einem steten Spannungbogen und mit tollen Charakteren. Ein Buch, bei dem man so häufig rätselt und versucht um die Ecke zu denken. Das macht ganz viel Spaß und Freude, weil Joel Dicker in seine Sprache so viel Leichtigkeit vereint. Auch sein zweiter Roman "Die Geschichte der Baltimores" war ein sehr ähnliches Meisterwerk, insofern frage ich mich, was der junge Autor in den nächsten Jahren noch fabriziert. Ich bin sehr, sehr gespannt...

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  • Ein großartiges Buch

    Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

    -Leselust-

    21. June 2016 um 12:17

    Kurzmeinung: Ein spannender Krimi und ein Buch über Liebe, Freundschaft und das Schreiben. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Großartige Sprache! Zum Buch: Der Protagonist Marcus Goldman ist ein gefeierter Schriftsteller, dessen erster Roman gleich ein großer Erfolg wurde. 2 Jahre genoss er ein Leben in Saus und Braus und gab sich ganz seinem Ruhm hin, ohne eine weitere Seite zu schreiben. Als ihm klar wird, dass es so nicht weitergehen kann, muss Marcus jedoch feststellen, dass er an der "Schriftstellerkrankheit" leidet. Es fehlt ihm an Inspiration und so beschließt er, seinen alten Freund und Mentor Harry Quebert aufzusuchen. Dieser steckt jedoch in ernsthaften Schwierigkeiten. In seinem Garten wird die Leiche von Nola Kellergan entdeckt, einem beliebten Mädchen aus Aurora, welches vor 33 Jahren verschwunden ist. Quebert muss ins Gefängnis und es sieht nicht gut für ihn aus. Marcus Goldman ist schockiert und will seinem Freund beistehen. Er beginnt, selbst Nachforschungen anzustellen und ermittelt nach anfänglichen Schwierigkeiten bald zusammen mit dem ermittelndem Polizisten der State Police, Sergeant Gahalowood. Gemeinsam rollen sie den alten Fall noch mal auf und befragen alle Personen, die in Nolas Leben eine Rolle gespielt haben. Dabei machen sie bald schockierende Erkenntnisse und nichts ist, wie es zunächst scheint. Das Buch ist hauptsächlich aus Sicht von Markus Goldman geschrieben. Allerdings gibt es auch immer Zeitsprünge in die Zeit von vor 33 Jahren. Dann schildert die jeweilige von Goldman befragte Person ihre Sicht der Geschehnisse im Jahr 1975. Der Leser sieht die Vergangenheit dadurch aus verschiedenen Blickwinkeln, was sehr spannend ist. Auch kann man so gut die Motive und Gedanken der verschiedenen Personen nachvollziehen und die Charaktere werden einem sehr greifbar und nah. Schon bald fühlt man sich, als wäre man gut bekannt mit den Einwohnern Auroras. Das Buch ist in 3 Teile gegliedert: Die Schriftstellerkrankheit (acht Monate vor Erscheinen des Buches) Die Genesung der Schriftsteller (Das Schreiben des Buchs) Das Paradies der Schriftsteller (Erscheinen des Buchs) Die Kapitelnummerierung beginnt mit No.33 bis man sich langsam zu Kapitel 0 vorarbeitet. Schon allein diese absteigende Nummerierung erzeugt Spannung, da man sich im wahrsten Sinne des Wortes an "Stunde Null" heranarbeitet. Außerdem beginnt jedes Kapitel mit einer Lektion übers Schreiben von Harry an Marcus. Das waren teilweise wirklich wunderschöne Zitate. „Lernen Sie Ihre Niederlagen zu lieben, Marcus. Denn an ihnen werden Sie wachsen. Es werden Ihre Niederlagen sein, die Ihre Siege so köstlich machen.“ Meinung: Wow, was für ein Buch. Der Plot und der wunderschöne Schreibstil haben mich wirklich restlos begeistern können. Die Zeitsprünge und die verschiedenen Perspektiven sind gelungen umgesetzt und an keiner Stelle verwirrend. Die Charaktere sind alle sehr fein gezeichnet und absolut glaubwürdig. Nach und nach werden sie liebevoll eingeführt und man erfährt immer mehr über sie und bekommt ein immer klareres Bild von den Einwohnern des kleinen Städtchen Aurora. Auch die Stimmung zu der Zeit ist gut eingefangen. Man fühlt sich, als wäre man selbst mitten drin in dieser amerikanischen Kleinstadt im Jahr 1975. Die Lektionen von Harry am Anfang jedes Kapitels fand ich sehr schön und teilweise sehr inspirierend. Am meisten beeindruckt hat mich aber der wunderschöne Schreibstil. Er ist recht einfach und gut zu lesen, aber trotzdem elegant und schön. Das Buch ist ein Krimi, der vollkommen ohne übertriebene Gewaltdarstellung und Blutdurst auskommt. Spannungserzeugend sind nicht wie sonst oft wilde Verfolgungen und Katz und Maus spiel mit dem Täter, sondern wirklich die Geschichte und die Ermittlungsarbeit selbst. Dieses Buch ist ganz anderes als andere Krimis, die ich sonst gelesen habe und hat mich schwer begeistert. Das Stilmittel der Zeitsprünge ist gekonnt eingesetzt und erzeugt zusätzlich Spannung. Nach und nach entfaltet sich die wahre Geschichte vor dem Leser und immer wenn man glaubt, eine Ahnung zu haben und langsam zu verstehen, kommt alles doch noch einmalganz anders, als man dachte. Hier ein kleines Beispiel für die wahrlich geniale Konstruktion der Handlung: Harry Quebert ist als Autor berühmt geworden mit dem Buch "Der Ursprung des Übels" in dem es um eine verbotene Liebe zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen Frau geht. In Dickers Buch sind Auszüge aus dem (fiktiven) Buch "Der Ursprung des Übels" abgedruckt. Man liest die Passagen, darüber, ob den Liebe falsch sein kann und warum man sich Vorschriften von der Gesellschaft machen lassen kann, wenn was man fühlt so echt und rein ist. Und als Leser jubelt man und stimmt aus vollem Herzen zu. Wie engstirnig und gar albern, eine Liebe zu verpönen, nur weil die Liebenden verschiedene Hautfarben haben. Und dann liest man die selben Passagen noch einmal, mit dem Hintergrundwissen, dass es eigentlich um die verbotene Liebe zwischen dem 33-jährigen Harry Quebert und der 15-jährigen Nola geht. Und dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Ich fand es unglaublich spannend zu sehen, was allein diese kleinen Passagen mit mir gemacht haben. Wie ich es je nach Hintergrundwissen anders wahrgenommen und bewertet habe. Für mich ein wahrer Kunstgriff. Fazit: Eindeutig eines meiner Highlights 2016. Das Buch hat mich wirklich begeistern können. Es ist einfach alles stimmig in diesem Roman -die Atmosphäre, die Charaktere, die Handlung mit den vielen überraschenden Wendungen. Verpackt ist dieser spannende Krimi in eine wunderschöne, fließende Sprache. Und die Themen sind die, die wohl jeden von uns bewegen -Liebe, Freundschaft und Vertrauen. Die Geschichte ist gut konstruiert uns spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Die Erarbeitung der Geschehnisse ist plausibel und man fiebert richtig mit. Nebenbei bekommt man auch spannende Einblicke in die Arbeit der Schriftsteller und auch des Verlagswesen, was ich auch sehr interessant fand. Eine absolute Leseempfehlung, auch für Leser, die sonst eher Krimi- Muffel sind.

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