Jo Baker Im Hause Longbourn

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Inhaltsangabe zu „Im Hause Longbourn“ von Jo Baker

Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens Stolz und Vorurteil. Doch keiner weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah mit Wäsche und Töpfen ab, immer noch hoffend, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Butlers James ein Zeichen? Während Elizabeth und Mr. Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt in Longbourn noch ein anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein großes Geheimnis. Jo Baker erzählt Jane Austens bekanntesten Roman neu: aus Sicht der Dienstboten. Und zeigt, dass deren Dramen jenen der Herrschaften in nichts nachstehen.

👍🏻

— M_lovesbooks
M_lovesbooks

Ein kleines Intermezzo für Zwischendurch!

— FinchensBücherecke
FinchensBücherecke

Das Buch hatte so viel Potential, nur leider wusste die Autorin dies nicht zu nutzen.

— atomicleonie
atomicleonie

Eine Schöne Idee aber bisweilen etwas länglich

— Friederike_290702
Friederike_290702

Konnte mich nicht überzeugen: Geschichte zieht sich und die Charaktere aus "Stolz und Vorurteil" sind teilweise total verdreht.

— Azalee
Azalee

Toller Schmöker in einer Austen-Parallelwelt! Ich habe es verschlungen.

— LittleDream
LittleDream

hat mir nicht so gut gefallen!

— Goldammer
Goldammer

Hat mir besser gefallen als Stolz & Vorurteil

— Applebee
Applebee

Definitiv ein muss wen man Jane Austen's Klassiker liebt! Mehr dazu auf SarahTesoro Booktown.

— SarahTesoroBooktown
SarahTesoroBooktown

Hatte mir mehr erhofft, der Roman plätschert dahin, mit vielen Wiederholungen zur Arbeit im Haushalt und der kleinen Liebesgrschichte.

— Elda
Elda

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  • Viel Lärm im Hause Longbourn

    Im Hause Longbourn
    FinchensBücherecke

    FinchensBücherecke

    22. May 2017 um 17:26

    InhaltHier kommen die Angestellten des Hauses Longbourn zu Wort. Dabei kommt so die junge Sarah zu Wort. Diese plagt sich mit der Wäsche der Herrschaften ab und hilft im Haus, wo sie nur kann. Auch sie hofft, dass das Leben noch etwas besseres für sie bereit hat. Diese Hoffnung bekommt Aufwind, als der neue Butler, James, seinen Dienst im Hause antritt. Nicht nur Elizabeth und Mr. Darcy erleben ein regelrechtes Bad der Gefühle. Nein! Auch ein Liebesdrama hinter den Türen und Fenstern von Longbourn nimmt seinen Lauf... Meine Meinung Jo Baker lässt den Leser einen Blick hinter die Kulissen von "Stolz und Vorurteil" werfen. Dabei werden die dort behandelten Ereignisse aus der Sicht der Bediensteten berichtet. Gleichzeitig haucht sie aber diesen ihre eigenen Empfindungen und Träume ein. Mit ein bisschen Ironie und einer riesigen Portion Charme wird der Leser in  die Welt von Jane Austen hineingezogen. Fazit Ich fand das Buch lesenswert. Doch nichts geht über Jane Austen selbst. Deswegen war es für mich ein kleines Intermezzo für zwischendurch. Doch wer mal die Ereignisse aus "Stolz und Vorurteil" aus einer anderen Perspektive erleben will, dem kann ich das Buch nur wärmsten empfehlen. Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne.

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  • Im Hause Longbourn

    Im Hause Longbourn
    josie28

    josie28

    27. March 2017 um 12:38

    Inhalt Eine mächtige Familie und ihre Dienstboten. Und ein Haus das alle Geheimnisse kennt. Während oben in den Salons von Longbourn die Töchter der Familie Bennet überlegen, wie sie die reichen Junggesellen Mr. Bingley und Mr. Darcy einfangen können, müht sich unten in den Diensträumen das Hausmädchen Sarah über Wäschebottichen und Töpfen ab und träumt dabei von einem anderen, aufregenderen Leben. Als ein neuer Hausdiener im Herrenhaus auftaucht, scheint er wie die Antwort auf ihre Stoßgebete. Doch James hütet ein Geheimnis von großer Sprengkraft. Es könnte das Leben auf Longbourn für immer verändern.   Meine Meinung   Ich habe Stolz und Vorurteil bisher dreimal gelesen und bin ein großer Fan der Geschichte, daher war klar dass ich um dieses Buch nicht drum herum komme und ich bin positiv überrascht von dieser Seite der Geschichte, man bekommt von Mr.Darcy, Mr.Bingley und den Mädchen zwar nicht viel zu hören, aber das macht nichts, denn diesen Teil der Geschichte kennen wir ja bereits. Man erfährt viel über die täglichen Aufgaben der gesamten Dienerschaft und zu Beginn drehte sich eben alles um das Wäsche waschen, kochen, putzen und ankleiden der Herrschaften, bis zu dem Zeitpunkt als der neue Hausdiener James eingestellt wurde. Dieser macht einen verschlossenen Eindruck, als ob er was verheimlichen will, und man kommt nicht dahinter was es ist. Es hat was mit der Miliz zu tun,denn er versteckt sich meistens wenn Offiziere auf Longbourn verkehren, man kann zwar Vermutungen anstellen, aber weiß nicht genau was es tatsächlich ist. Als Netherfield Park verpachtet wurde an Mr.Bingley kam noch ein anderer Hausdiener ins Geschehen, Ptolemy Bingley und er hatte ein Auge auf Sarah geworfen. Da ich nicht Spoilern will, sage ich zum Inhalt nichts mehr, und widme mich dem Buchaufbau und dem Schreibstil der Autorin. Mir gefällt besonders gut, dass das Buch in unterschiedliche Bände aufgeteilt ist. So erfährt man im dritten Band auch endlich etwas mehr über James und seine Geschichte bevor er auf Longbourn gekommen ist. Und plötzlich ergibt vieles auch einen Sinn, wenn man seine Geschichte kennt. Jo Baker hat ihren Schreibstil sehr an Jane Austens Schreibstil angepasst, nur ist er um einiges leichter zu lesen, sodass man gut durch das Buch durchkommt. Sehr schön fand ich, dass jedes Kapitel mit einer Textstelle aus „Stolz und Vorurteil“ eingeleitet wurde. Mein Fazit zu diesem Buch lautet, absolut empfehlenswert und eine großartige Ergänzung zu Jane Austens Meisterwerk.

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  • Langwierige Handlung und verdrehte Charaktere - Jane Austens Zauber fehlt

    Im Hause Longbourn
    Azalee

    Azalee

    19. February 2017 um 12:14

    Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll und mich letztlich für einen Stern entschieden. Warum? Das Buch wirbt mit der Verbindung zu Stolz und Vorurteil und die Verbindung ist durchaus da - rein namentlich. Charakterlich sind die Personen teilweise total verändert. Nur ein Beispiel ohne viel zu spoilern: Mr. Collins ist plötzlich furchtbar bemittleidenswert und wird von allen anderen ausgelacht. Mrs. Bennet dagegen pumpt sich mit Drogen voll. Zur eigentlichen Geschichte: Jo Bakers Schreibstil ist sehr detailliert. Dadurch kann man sich die Sachen zwar gut vorstellen, gleichzeitig zieht sich das Buch teilweise extrem in die Länge. Das Buch ist in drei Teile geteilt, am Anfang jedes Kapitels steht zudem ein Zitat aus Stolz und Vorurteil (wobei die Zitate nicht wirklich chronologisch angeordnet sind, sondern danach ausgesucht wurden, dass sie einigermaßen zum Inhalt der Kapitel passen). Die Handlung dreht sich im Grunde nur um den Dienstbotenalltag. Viel passiert nicht und auch das auf dem Buchrücken angepriesene "Geheimnis von großer Sprengkraft" ist genau das: ein Geheimnis. Der Leser erfährt es irgendwann, aber sonst wissen im Buch weiterhin nur die Personen Bescheid, die es sowieso schon kannten. Teilweise war die Handlung extrem vorhersehbar. Die Figuren sind nicht immer sympathisch. Am meisten genervt hat mich allerdings die Protagonistin Sarah. In einem fort jammert sie über ihr Leben: sie hat zu viel Arbeit, sie ist unglücklich, sie liebt ihn, ach nein, sie liebt doch einen anderen, sie hat zu wenig Arbeit, sie hat Liebeskummer, sie könnte ja glücklich sein, aber dann kann sich nicht mehr jammern. Allzu viele Gründe, sich zu beschweren, hat Sarah dabei aber nicht. Denn sie lebt Anfang des 19. Jahrhunderts. Im Krieg. Zu Beginn der Industrialisierung. In einer Zeit, in der die Männer die Familien verlassen mussten, um Krieg zu führen, und schon die kleinsten in Fabriken arbeiten mussten, um die Familie zu ernähren. Gereicht hat es oft genung trotzdem nicht. Sarah lebt dagegen geradezu paradiesisch: ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, auch mal ein freier Tag, eine Art Familie um sich, die Möglichkeit jederzeit ein Buch zu lesen etc. Ihre Handlungen fand ich auch nicht immer ganz nachvollziehbar. Die Gesellschaft war extrem prüde und Sarah hat nichts besseres zu tun als dauernd irgendwelche Affären zu haben?! Aber es hat sich ja ohnehin jeder Kerl, der nicht zum Ensemble von Stolz und Vorurteil gehört (sprich Mr. Wickham, Mr. Bingley, Mr. Darcy etc.) in sie verliebt. Auch die Handlungen der anderen schienen mir nicht immer nachvollziehbar und vor allem Polly scheint mir reichlich kindisch für eine 12-/13-jährige zu sein. Lydia ist nur wenige Jahre älter und verheiratet. FAZIT: Wer eine Geschichte passend zu Stolz und Vorurteil erwartet ist hier definitiv falsch. Stattdessen werden die ursprünglichen Charaktere total verdreht. Die Geschichte wäre besser in einem anderen Herrenhaus angesiedelt gewesen - aber klar, dann hätte sie sich wahrscheinlich nicht so gut verkauft. Aber auch abgesehen von dem Stolz-und-Vorurteil-Aspekt konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Handlung zieht sich (auch durch den Schreibstil) und die Charaktere sind teilweise extrem unsympathsich. Gesellschaftliche Probleme spricht die Autorin auch an. Aber nur das, was direkt mit Longbourn zusammenhängt. Die leben da ein bisschen in ihrer eigenen Welt und verschließen die Augen vor dem Rest, hatte ich das Gefühl. Und sollten nicht gerade die Dienstboten, die aus dem untersten gesellschaftlichen Milieu stammen, wissen wie das Leben sich da verhält?

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    • 5
  • Im Hause Longbourn

    Im Hause Longbourn
    Kleine8310

    Kleine8310

    11. February 2017 um 04:36

    "Im Hause Longbourn" ist ein Roman der Autorin Jo Baker. Und vielen wird bei dem Titel auch ein Licht aufgegangen sein, denn Longbourn, den Namen kennt man doch, oder? Genau, "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen bildet die Basis für diesen Roman. Aber er ist nicht nur eine Adaption, es ist eine ganz neue Geschichte und zwar aus der Sicht der Dienstboten im Hause Longbourn.   In dieser Geschichte geht es um die junge Protagonistin Sarah. Sarah arbeitet als Haushälterin im Hause Longbourn und träumt, während sie sich bei der harten Arbeit abmüht davon, dass das Leben für sie mehr bereithält. Als ein neuer Butler im Hause ankommt fragt sich Sarah, ob seine Ankunft wohl ein Zeichen ist. Aber was niemand ahnen kann ist, dass James ein großes Geheimnis hütet ...   Was mir direkt sehr positiv aufgefallen ist, war, dass die Kapitel eine angenehme Länge hatten. Neunzehn sind es an der Zahl und jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus "Stolz und Vorurteil" was ich echt schön fand. Ich mag so liebevolle Details, da man daran merkt, dass auch das Original eine besondere Bedeutung für die Autorin haben wird. So war zumindest mein Eindruck davon. Die Charaktere hat Jo Baker schön dargestellt und nicht nur die Protagonistin Sarah wurde liebevoll gezeichnet. Ein Highlight war für mich zum Beispiel auch Mrs Hill. Das Leben und den Alltag der Dienstboten im Hause Longbourn hat die Autorin authentisch und detailliert wiedergegeben. Das hat mir auch gut gefallen, aber besonders zu Beginn habe ich ein bisschen darauf gewartet, dass endlich etwas passiert. Die Handlung wird durch die Wiederholungen manchmal etwas langatmig, was sich mit der Ankunft von James aber besserte.   Positiv:  * schöne Buchidee * liebevoll gezeichnete Charaktere * interessante Handlung   Negativ:  * zu Beginn gab es mir ein bisschen zuviele Wiederholungen und es dauerte etwas,     bis die Handlung dichter wurde   "Im Hause Longbourn" ist ein tolles und unterhaltsames Buch (nicht nur für Fans von "Stolz und Vorurteil ) , welches ich gerne gelesen habe!  

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    • 2
  • Austen-Parallelwelt lockt zum Schmökern

    Im Hause Longbourn
    LittleDream

    LittleDream

    07. February 2017 um 08:58

    Elisabeth Bennet und Mister Darcy mal als Nebenfiguren in einem ansonsten opulenten historischen Roman? Wie geht das denn?! Indem die Autorin Jo Baker die Handlung im Hause der Familie Bennet auf Longbourn ansiedelt, jedoch den Schwerpunkt nicht in der Etage der Herrschaften, sondern in der der Dienerschaft legt. Dort rackert sich das Hausmädchen Sarah mit Wäsche, Nachttöpfen und Wasserschleppen ab. Doch als James Smith als neuer Hausdiener zu ihnen kommt, gerät das alltägliche Einerlei plötzlich durcheinander. Ohne es selbst als solches wahrzunehmen, verliebt sich Sarah auf den ersten Blick in den geheimnisvollen jungen Mann, der sich so gut auf Pferde versteht und ihr ungefragt ungeliebte und schwere Arbeit abnimmt. Doch sie spürt genau, dass James mehr ist als nur der neue Hausdiener … Für Fans der Jane Austen Bücher – selbstverständlich auch „Stolz und Vorurteil“ – erscheint dieser Rahmen vielleicht zunächst befremdlich. Doch schon nach wenigen Seiten wird man hineingesogen in die Geschichte, in der auch die alte Haushälterin Hill, deren Ehemann und die junge Polly entscheidende Rollen spielen. Deren Blick auf die Herrschaften, Mrs. und Mr. Bennet, die Mädchenschar im Haus, aber auch den Erben Mister Collins ist erfrischend neu und anders als von Jane Austen gewohnt. Zwar sollte den Lesern schon recht bald klar sein, welches Geheimnis James umgibt, doch auch diese vollkommen neue und ungewohnte Verstrickung der vertrauten Figuren gibt dem Buch eine spannende Würze. Für mich persönlich kommt es zum Schluss sogar noch zu einem unerwarteten, ganz besonderen Highlight, als nach den dramatischen Verwicklungen nicht nur das Happy End für Sarah und James winkt, sondern auch Mary, die mittlere der Bennet-Töchter, endlich ihren (von Jane Austen nicht herbeigeschriebenen) Frieden und ihr Glück findet. Ein Roman, in dem nicht nur Figuren der Weltliteratur aufgegriffen und zu neuem Leben erweckt werden, sondern auch der Alltag deren Dienstboten und sogar der Kriegsdienst zu jener Zeit anschaulich und authentisch geschildert wird. Als ergiebiger Schmökerstoff unbedingt zu empfehlen! Mein Tipp: Für noch mehr Lesegenuss vielleicht vorher noch einmal „Stolz und Vorurteil“ lesen oder – wenn es schnell gehen soll – in einer der Verfilmungen anschauen. So ist man dann bei Lesen voll im Thema.

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  • Jane Austen Fans sollten es sich schleunigst zulegen und lesen

    Im Hause Longbourn
    Kats_Bookworld

    Kats_Bookworld

    30. January 2017 um 12:33

    Im Hause Longbourn ist der Schauplatz Longbourn.Alle die Stolz und Vorurteil kennen sollten nun aufhorchen,denn nun ist nicht die berühmte Romanze rund um Elizabeth Bennet und Mr Darcy Mittelpunkt,sondern das Leben des Hausmädchen Sarah.Ihr Leben und das von Mr und Mrs.Hill und Polly werden nun erzählt und so lernen wir die andere Seite von Longbourn kennen.Der Roman wird in drei Bänder aufgeteilt und beginnt bei Sarah auf dem Hof.Unter den Fittichen der Haushälterin Mrs Hill,arbeitet sie von Kindheit an für die Familie Bennet und wünscht sie des öfteres ein anderes Leben fernab von Longbourn in London.Schon bald wird ihr Alltag auf den Kopf gestellt,denn James Smith wird als neuer Hausdiener engartiert und während alle in ihm einen Vorteil und eine große Hilfe sehen,blickt Sarah schon schnell hinter seine Fassade und merkt nicht das sie insgeheim Gefühle für ihn entwickelt.Diese werden ihr erst klar als sie durch Mr. Bingleys Hausdiener Ptolemy ihr bisheriges Leben aufgeben will und sie nachts von James aufgehalten wird.Von da an erkennt sie,was sie wirklich im Leben braucht doch dann verschwindet James.Hier beginnt der zweite Band des Romans und die die Vorgeschichte von James wird erzählt.Dieser war vor Longbourn in der Miliz,in derselben Miliz in der Mr Wickam in Stolz und Vorurteil zu den Bennets gelangt.Und auch derselbe Mr Wickham spielt im im eersten Band des Romans eine entscheidene Rolle für den Weggang von James.Und auch Mrs Hills Jugendzeit wird hier erzählt.Der dritte Band wird wieder aus Sarahs Sicht erzählt,doch was am Ende aus ihr und James passiert werde ich nicht verratenSoviel darf aber gesagt werden,der Roman hat mich in seinen Bann gezogen.Mit flüssigen Schreibstil wird man in die Zeit von Jane Austen katapulziert und Jo Baker hat es geschafft ihr Werk wie eines von Austen klingen zu lassen.Gefallen hat mir auch das jedes Kaptitel mit einem Satz aus Stolz und Vorurteil beginnt,denn Austens Werk läuft hier parallel ab.Jo Bakers Roman ist für alle Jane Austen Fans ein Muß und ich würde ihn am liebsten nochmal lesen...und zwar jetzt!

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  • Spannender und lebendiger Einblick

    Im Hause Longbourn
    Sirene

    Sirene

    16. January 2017 um 21:05

    Inhalt: Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens Stolz und Vorurteil. Doch keiner weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah mit Wäsche und Töpfen ab, immer noch hoffend, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Butlers James ein Zeichen? Während Elizabeth und Mr. Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt in Longbourn noch ein anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein großes Geheimnis.Ein Roman in den man sich gut vertiefen kann, und auch genießen."Das Ankleidezimmer von Mrs Bennet; ihr Allerheiligstes und ihr Rückzugsort vor den Zumutungen des Familienlebens; ein mit prallen Polsters, Decken und Kissen, voluminösen Vorhängen und türkischen Teppichen ausgestatteter Raum; ein Durcheinander aus einmal getragenen Kleidern, au srangierten Umschlagtüchtern, Mäntel und Hauben; muffige Rosenblüten, gestreifte Tapeten, auf den Oberflächen ein Sammelsurium, bemalter Tellern und Kunsthandwerken aus Muscheln und Schnecken, angefertigt von den geschickten Händen ihrer Töchtern - und alles bereits im Stadium des Verfalls (...)" - S. 56Die Autorin hat so viel Leben in die Geschichte eingehaucht. Greifbar und packend ließt sich das Leben der Dienstboten im Hause Longbourn. Die junge Sarah steht im Mittelpunkt und erlebt selbst eine Liebesgeschichte, während die Bennet Töchter ihre Abende auf Bällen verbringen. Aber auch ihre Liebe kommt mit Komplikationen und hin und her gerissen zwischen der weiten Welt und zwei Männern versucht sie ihren Weg im harten Alltag der damaligen Zeit zu finden.Zuallerst wollte ich den Roman lesen, da er in Verbindung steht zu Jane Austens "Stolz und Vorurteil". Zu jedem Kapitelstart gibt es ein Zitat aus dem Original und so findet man Parallelen und es dient als eine Art Zeitangabe, man weiß wo man gerade in "Stolz und Vorurteil" ist/wäre.Wir begegnen auch immer wieder den Figuren aus dem Klassiker und bekommen einen tieferen Einblick in ihr Leben. Es waren immer wieder schöne und interessante Szenen gewesen, denn die Autorin versteht es gut, sie authentisch wirken zu lassen und umzusetzen. Aber es hätte mir auch gut gefallen, wenn sie einen Charakter, Mr. Bennet, nicht angetastet hätte (kein Spoiler) - eine hinzugedachte Tatsache im Zusammenhang mit ihm wollte ich einfach nicht wahrhaben - er ist in meinen Augen unantastbar.Die Protagonisten von Jo Baker waren spannend gewesen und sie hat einen gewissen Blick auf die Dinge der damaligen Zeit geboten, sodass ich mit großen Interesse immer weiter gelesen habe. Sie beschreibt eindringlich die schwierigen Arbeiten des Alltags und über das Leben als Dienstboten, im Hinterkopf immer die Bennets, die davon nichts zu wissen scheinen - oder wollen.Ihr Sprachstil an sich hat mir gefallen, sie lehnt sich an die Sprache von Austen an, aber beschreibt einige Punkte viel bildlicher und lebendiger, was meine Vorstellung angeregt hat.Sarah ist zunächst eine Mischung aus naiv und stur. Zu Anfang konnte ich sie schwer einschätzen, aber mit der Zeit wächst sie in die Rolle einer Protagonisten und gewinnt an Reife. Der mysteriöse James hatte es mir gleich von Anfang an angetan mit seiner Verschwiegenheit und Zerissenheit fand ich ihn aufregend und er brachte Dramatik mit sich.Der Roman hat mich überrascht. Lebhaft, eindringlich, aber auch bequem und gelassen erzählt Jo Baker die Geschichte der Dienstboten und im Hintergrund finden Elizabeth und Mr. Darcy zueinander. "Im Hause Longbourn" ist nichts "nur" für Fans des Klassikers, sondern auch für alle Liebhaber von historischen Romanen.

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    • 3
  • Rezension - Im Hause Longbourn

    Im Hause Longbourn
    SarahTesoroBooktown

    SarahTesoroBooktown

    08. January 2017 um 14:54

    Wer kennt sie nicht? Die berühmten Romane von Jane Austen. Ich liebe "Stolz und Vorurteil", sowohl das Buch und auch als Film. Diese Liebe hat mich zu "Im Hause Longbourn" geführt. Der Klappentext hat mich vollends überzeugt und mir starke Vorfreude auf den Einblick hinter die Kulissen des berühmten Klassikers garantiert.Die Optik des Buches hat mich von vorne herein angesprochen. Die Taschenbuchausgabe ist erst am 11.10.2016 erschienen, wo die Hardcover Ausgabe schon etwas länger auf dem Markt ist. Die beiden Cover miteinander verglichen, spricht mich die Aufmachung des Taschenbuchs umso mehr an. Das Buch ist in drei Bände unterteilt, doch alle Geschichten laufen letzendlich zusammen. So sind es auch kurze Zitate aus dem Originalroman, die die Kapitelüberschriften bilden. Bei dem ersten durchblättern ist mir aufgefallen, dass die Zeilenabstände sehr gering gehalten sind und die Schrift sehr klein gedruckt ist. Ohne Brille war es mir nicht möglich den Roman zu lesen, obwohl meine Augen noch recht gut intakt sind. Über dieses kleine Makel kann man gut hinweg sehen, denn schließlich geht es hier um diese wunderschöne Geschichte.Ca. 200 Jahre später nach der Veröffentlichung des berühmten Klassikers von Jane Austen, wurde ich mit diesem Roman direkt hinter die Kulissen von "Stolz und Vorurteil" katapultiert. In diesem Buch wird uns die Sichtweise der Bediensteten im Hause Longbourn nähergebracht. Hauptprotagonistin in diesem Buch ist das Hausmädchen Sarah. Ihr Leben ist geprägt von harter Arbeit. Die Wäsche der feinen Herrschaft muss gründlich gewaschen werden und mit blutig gescheuerten Händen geht es zeitnah in die Küche um den Bennets ein feines Mahl zuzubereiten. Das Wort Freizeit ist ihr kein Begriff und von der Welt hat sie ebenfalls noch nie etwas zu Gesicht bekommen. Das Leben auf Longbourn ist hart und doch hat Sarah Träume. So gerne würde sie etwas von der Welt zu Gesicht bekommen und herumreisen. Die Bennet-Frauen ziehen die Gentleman in der Umgebung nur regelrecht an. Sarah träumt ebenfalls davon einen Mann kennen zu lernen, doch wer würde nur ein einfaches Dienstmädchen mit dreckigen Kleidern und wundgescheuerten Händen lieben? Mit dem plötzlichen Auftauchen des neuen Dieners James verändert sich alles. Er zieht Sarah magisch in seinen Bann doch schnell wird klar, James hat etwas zu verbergen. Welches dunkle Geheimnis umgibt James? Sarah ist sich sicher, sie wird es herausfinden.Da ich den berühmten Klassiker von Jane Austen schon gelesen habe kann ich mit Sicherheit sagen, dass sich Jo Baker sehr viel Mühe gegeben hat den Schreibstil von Jane Austen nahezukommen. Für mich ist dieses Buch ein Wiederaufleben des berühmten Klassikers. Die berühmte Geschichte der Bennets spielt sich eher in dem Hintergrund ab und dem Leser wird erst einmal bewusst, welche harte Arbeit hinter den Kulissen stattfindet. Das was mich zuvor bei "Stolz und Vorurteil" in den Bann gezogen hat, die umbeschwerliche Art von Elizabeth die zuvor keinen Wert auf ihre teure Kleidung gelegt hat, wird nun in diesem Buch ganz anders dargestellt. Dieser unglamouröse Perspektivwechsel eröffnet dem Leser eine ganz andere Welt. Den Schreibstil habe ich als sehr bildlich und detailliert wahrgenommen. Orte und Tätigkeiten werden sehr anschaulich beschrieben und der Leser wird auf eine Reise in das frühere 19 Jahrhundert mitgenommen. An einigen Stellen erschien mir der Roman ein wenig langatmig, doch im großen und ganzen hat mich die etwas andere Sichtweise des berühmten Klassikers vollends überzeugt. Eine sehr gelungene Darstellung der Dienstboten im Hause Bennet. Ihr liebt "Stolz und Vorurteil"? Dann solltet ihr euch dieses Schmuckstück definitiv nicht entgehen lassen. "Im Hause Longbourn" bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

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    • 2
  • Zu langatmig

    Im Hause Longbourn
    Elda

    Elda

    05. January 2017 um 15:24

    Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen, viel zu langatmig und eintönig schildert Jo Baker, den Alltag des Hauspersonals, die kleine Liebesgeschichte kommt lange nicht in Fahrt, mir hat es nicht so gut gefallen.

  • Romanze aus der guten, alten Zeit

    Im Hause Longbourn
    Carol-Grayson

    Carol-Grayson

    18. December 2016 um 08:56

    "Im Hause Longbourn" trifft man die guten alten Bekannten aus Jane Austens "Stolz und Vorurteil": Die Bennetts und ihre zahlreichen Töchter, Mr. Wickham und Mr. Darcy. Doch sie spielen nicht die Hauptrollen. Hinter den Kulissen der großen Landhäuser gibt es nämlich eine andere Welt: Die der Küchenmädchen, Zofen und Butler.Jo Baker trifft nicht nur den authentischen Tonfall der damaligen Zeit, sondern passt ihre Figuren hervorragend in den Rahmen des Literaturbestsellers von Jane Austen ein. Und wer noch die Serie "Das Haus am Eaton Place" kennt, der wird diese Welt der einfachen Leute in dieser Geschichte wiederfinden.Als das junge Dienstmädchen Sarah sich in den neuen Hausdiener James verliebt, ahnt sie nicht, welche Geheimnisse sie eines Tages entdecken wird. Noch bevor es zu einer festen Bindung kommt, zieht James weiter. Zu schwer quält ihn seine eigene Vergangenheit und er will Sarah nicht auch noch damit belasten. Doch Sarah gibt nicht auf. Trotz einer sehr angenehmen Stellung bei der jung verheirateten Mrs. Darcy macht sie sich allein auf den Weg, um ihre verlorene Liebe zu suchen - und zu finden.Dieser Roman ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, wenn auch ohne große Effekthascherei und übertriebene Romantik. Aber er ist genau das richtige Buch für kalte Wintertage und wird natürlich in erster Linie Frauen ansprechen. 

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  • Ein Blick hinter historische Kulissen

    Im Hause Longbourn
    Carol-Grayson

    Carol-Grayson

    09. December 2016 um 22:30

    "Im Hause Longbourn" trifft man die guten alten Bekannten aus Jane Austens "Stolz und Vorurteil": Die Bennetts und ihre zahlreichen Töchter, Mr. Wickham und Mr. Darcy. Doch sie spielen nicht die Hauptrollen. Hinter den Kulissen der großen Landhäuser gibt es nämlich eine andere Welt: Die der Küchenmädchen, Zofen und Butler. Jo Baker trifft nicht nur den authentischen Tonfall der damaligen Zeit, sondern passt ihre Figuren hervorragend in den Rahmen des Literaturbestsellers von Jane Austen ein. Und wer noch die Serie "Das Haus am Eaton Place" kennt, der wird diese Welt der einfachen Leute in dieser Geschichte wiederfinden. Als das junge Dienstmädchen Sarah sich in den neuen Hausdiener James verliebt, ahnt sie nicht, welche Geheimnisse sie eines Tages entdecken wird. Noch bevor es zu einer festen Bindung kommt, zieht James weiter. Zu schwer quält ihn seine eigene Vergangenheit und er will Sarah nicht auch noch damit belasten. Doch Sarah gibt nicht auf. Trotz einer sehr angenehmen Stellung bei der jung verheirateten Mrs. Darcy macht sie sich allein auf den Weg, um ihre verlorene Liebe zu suchen - und zu finden.Dieser Roman ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, wenn auch ohne große Effekthascherei und übertriebene Romantik. Aber er ist genau das richtige Buch für kalte Wintertage und wird natürlich in erster Linie Frauen ansprechen. 

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  • schön!

    Im Hause Longbourn
    Just-Art

    Just-Art

    03. December 2016 um 13:32

    Inhalt/ Klappentext: Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens Stolz und Vorurteil. Doch keiner weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah mit Wäsche und Töpfen ab, immer noch hoffend, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Butlers James ein Zeichen? Während Elizabeth und Mr. Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt in Longbourn noch ein anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein großes Geheimnis. Jo Baker erzählt Jane Austens bekanntesten Roman neu: aus Sicht der Dienstboten. Und zeigt, dass deren Dramen jenen der Herrschaften in nichts nachstehen Meine Meinung: Was für eine tolle Idee, sich noch einmal der Mitglieder des Hauses Longbourn anzunehmen, aber dieses Mal alles aus einem ganz anderen Blickwinkel zu beleuchten. Die Geschichte läuft in dem Zeitrahmen ab, in dem sich auch "Stolz und Vorurteil" befindet. Auch das Leben der Familie Bennet läuft nebenbei ab (und wer das Buch kennt, weiß auch immer in welchem Teil man sich gerade befindet), wird aber selbstverständlich nicht bis ins Detail beleuchtet. Wer allerdings auf ein großes Wiedersehen mit der Familie Bennet aus "Stolz und Vorurteil" hofft, wird enttäuscht. Dem Leser muss klar sein, dass es hier nicht um die Familie, sondern um ihre Dienerschaft geht. Natürlich kommen die Bennets auch in der Geschichte vor, doch lediglich als Randfiguren. Das Ende kam recht schnell und ich hätte mir gewünscht, dass James Zeit in Spanien etwas kürzer gehalten worden wäre, aber dafür das Ende ein paar mehr Seiten bekommen hätte. Ich hätte einige Reaktionen auf das Ende im Buch einfach gerne noch miterleben wollen Für mich ist die Idee des Buches „Im Hause Longbourn“ eine grandiose Erweiterung von „Stolz und Vorurteil“, die nahtlos und ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen aufeinander abgestimmt sind.

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  • Experiment gelungen! Bravo

    Im Hause Longbourn
    Marjuvin

    Marjuvin

    21. November 2016 um 20:14

    Klappentext:Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens Stolz und Vorurteil. Doch keiner weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah mit Wäsche und Töpfen ab, immer noch hoffend, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Butlers James ein Zeichen? Während Elizabeth und Mr. Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt in Longbourn noch ein anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein großes Geheimnis. Jo Baker erzählt Jane Austens bekanntesten Roman neu: aus Sicht der Dienstboten. Und zeigt, dass deren Dramen jenen der Herrschaften in nichts nachstehen. Rezension: Ich bin ein großer Fan von Jane Austen und von Stolz und Vorurteil natürlich ganz besonders - daher war die Gefahr groß hier mit diesem Buch enttäuscht zu werden. Zu riskant sich hier an den bekannten Charakteren von Jane Austen zu stören oder dass es als Abklatsch durchfällt. Aber Jo Baker hat hier alles richtig gemacht. Man erkennt die Handlung von Stolz und Vorurteil eher subtil wieder, die Charaktere sind in ihrer Grundstimmung perfekt erhalten geblieben und wurde durch die Haupthandlung hier durch die Dienstboten ergänzt. Wer also Werke der Bronte Schwestern und Jane Austen mag, wird hier auch mit diesem Buch glücklich werden. Der Stil wirkt (bis auf ein paar kleine Ausnahmen) authentisch, die Charaktere haben ein angenehmes Maß an Tiefe und die Handlung fühlt sich "abgerundet" an. ich bin froh, mich nicht von meinem ersten Gefühl leiten gelassen zu haben - Leseempfehlung!!

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  • [Rezension] Im Hause Longbourn von Jo Baker

    Im Hause Longbourn
    HappySteffi

    HappySteffi

    25. September 2016 um 16:44

    Gebundene Ausgabe: 448 SeitenVerlag: Albrecht Knaus Verlag Erscheinungstermin: 8. September 2014ISBN-10: 3813506169KlappentextEin Millionenpublikum liebt Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, ihren berühmten Roman über die Sorgen der Familie Bennet, für die fünf Töchter geeignete Ehemänner zu finden. Doch niemand weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah über Wäschebottichen und Töpfen ab. Aber sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Hausdieners James ein Zeichen? Während Elizabeth Bennet und Mr Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt im Hause Longbourn noch ein ganz anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein Geheimnis von großer Sprengkraft.Jo Baker erzählt Jane Austens bekanntesten Roman von einer ganz anderen Seite: der der Dienstboten. Und zeigt, dass deren Dramen jenen der Herrschaften in nichts nachstehen. AutorJo Baker wurde in Lancashire geboren und studierte an der Oxford University und der Queen’s University in Belfast, wo sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Seither veröffentlichte sie fünf Romane, die ihr in der Presse viel Lob einbrachten. Mit "Im Hause Longbourn" gelang ihr der internationale Durchbruch. Jo Baker lebt mit ihrer Familie in Lancaster. CoverDas Cover vermittelt mit seinem 19-Jahrhundert-Charme einen guten Eindruck von dem Inhalt des Buches. Die wohlhabende Frau kehrt dem Leser den Rücken zu, während man direkt auf das Dienstmädchen blickt, das im Dunklen in der Tür steht. Allgemein ist es unaufgeregt, doch man fühlt sich direkt in die Zeit versetzt und hat Lust das Buch zu lesen. MeinungDie Idee, Austen´s „Stolz und Vorurteil“ aus der Sicht der Dienerschaft zu erzählen fand ich großartig. Normalerweise bin ich kein Freund davon, die gleiche Story noch einmal aus anderer Sicht zu lesen, aber in diesem Falle dachte ich, könnten allein durch den gesellschaftlichen Unterschied der Erzählweise tolle neue Eindrücke entstehen. Nicht zuletzt, weil ich eben diesen Unterschied in der Serie „Downton Abbey“ sehr geschätzt und mir hier etwas ähnliches erhofft habe.Ich wurde nicht enttäuscht. Man erlebt hier nicht den schnöden Abklatsch der selben Geschichte, sondern erlebt die Zeit,durchzogen mit eigenen Problemen, Höhen und Tiefen neuer Charaktere auf eine ganz neue Art und Weise. Durch den Arbeitsalltag im Hause bekommen die Angestellten und somit auch der Leser viel von den Herrschaften, also den Bennets, mit. Sie lernen mit ihren Befindlichkeiten umzugehen und als Leser spickt man so immer wieder auf „Stolz und Vorurteil“ und zieht zeitliche Parallelen, was ich als sehr interessant empfunden habe. Man lernt deutlich die Kehrseite der schönen, heilen Welt, wie sie in Büchern und Verfilmungen der Gesellschaft zumeist dargestellt wird, kennen. Wie viel Arbeit es für das Personal eines solchen Hauses war alles aufrecht zu halten. Ungeschönt werden Themen wie blutige oder verbrannte Hände, Dreck und Gestank sowie der lange Arbeitsalltag thematisiert und lassen das Buch sehr plastisch und authentisch wirken. Mit viel Gefühl für die emotionale Darstellung wird das Leben des Hausmädchens Sarah beleuchtet. Ein unverheiratetes, junges Mädchen, das in diese gesellschaftliche Ebene hineingeboren ist und sich aufgrund ihrer Intelligenz erhofft aus diesem Kreis der harten körperlichen Arbeit und der Monotonie auszubrechen. Auch was Schreibstil und Wortwahl Baker´s angeht, fehlt mir nichts, um mich in die damalige Zeit hineinversetzen zu können. Als Leser fühlt man sich wohl und gut aufgehoben, da hier nicht mit hochgestochenen oder aufgesetzt wirkender Wortwahl um sich geworfen wird. Es wirkt echt und lebendig – was viel Freude beim lesen vermittelt. FazitFür mich ist die Idee des Buches „Im Hause Longbourn“ eine grandiose Erweiterung von „Stolz und Vorurteil“, die nahtlos und ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen aufeinander abgestimmt sind. 

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  • Zäh und zu viele Beschreibungen

    Im Hause Longbourn
    Steffi_the_bookworm

    Steffi_the_bookworm

    17. May 2016 um 14:41

    2.5Das erste Mal habe ich von dem Buch bei der Leserunde auf WLD gehört und ich hatte das große Glück das Buch auch zu gewinnen. Ich war sehr gespannt auf das Buch, denn "Pride and Prejudice" ist mir als eins der wenigen Klassikern aus Unizeiten positiv in Erinnerung geblieben.Das Buch fing auch wirklich sehr interessant an. Wir lernen das Dienstmädchen Sarah, das auf Longbourn im Dienste der Familie Bennet arbeitet, kennen. Es war interessant sowohl die Familie Bennet als auch die männlichen Umwerber der Mädchen, als Nebencharaktere zu erleben. Natürlich durften die potentiellen Männer auch bei Sarah nicht fehlen. Leider war dies aber auch das Höchstmaß an Spannung, denn irgendwann wurde die Beschreibung der alltäglichen einfach uninteressant und langweilig.Auch wenn es noch einige Überraschungen gab, konnte mich das Buch leider nicht überzeugen und ich bin regelgerecht enttäuscht von der Geschichte.Von dem Schreibstil der Autorin war ich zu Beginn noch ziemlich angetan, denn durch die detaillierten Beschreibungen konnte man die Landschaft etc. quasi bildlich vor Augen sehen. Wie oben schon erwähnt wurde mir der umfangreiche Stil irgendwann zu viel und es artete leider in Langeweile aus. Auch wenn es um Dienstboten geht, will man nicht zum gefühlt 20. Mal lesen wie der Boden geschrubbt oder die Wäsche gewaschen wird.Schade, dass sich eine so tolle Idee in einem unendlich langatmigen Ergebnis endet.

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