Jo Beverley Seduction in Silk (Malloren World)

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Inhaltsangabe zu „Seduction in Silk (Malloren World)“ von Jo Beverley

Diesmal bekommt endlich Peregrine Perriam sein eigenes Buch & seine eigene Liebe, schön erzählt, lädt zum Schmökern ein !

— Cridilla
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  • Ein Ausflug in das Regency Genre…

    Seduction in Silk (Malloren World)

    Cridilla

    Das Genre: Regency Romanzen sind ein Subgenre der Liebesromane, deren Setting in der Zeit des Britischen Regency (1811-1820) oder im frühen 19.Jahrhundert angesiedelt ist. Sie sind ein eigenständiges Genre mit eigenen Plots, stilistischen Sitten und Gebräuchen. Nicht nur simple Abklatsche von zeitgenössischen Liebesromanen in ein historisches Setting versetzt. Das Genre basiert nicht auf den Werken von Jane Austen, sondern ist aus den Büchern von Georgette Heyer entstanden, die über zwei Dutzend Bücher schrieb, deren Setting im Regency spielten. Es ging ebenso aus den Büchern, als die Bücher der Manieren bekannt, hervor. Ein paar der bekanntesten Schriftsteller dieses Genre, waren Evelyn Waugh, Henry James, Edith Wharton und John Marquand. Insbesondere bestehen die mehr traditionelleren Regency Romane zu einem Großteil aus intelligenten temporeichen Dialogen zwischen den Protagonisten und nur sehr wenigen freizügigen Sexszenen, wenn überhaupt. Die Autorin: Jo Beverley, geborene Mary Josephine Dunn im britischen Blackpool, Lancashire (*22. September 1947) ist eine sehr produktive Englisch-Kanadische Schriftstellerin von historischen und zeitgenössischen Liebesromanen seit 1988. Dazu gehört auch ihre bekannte Malloren Reihe, die Rogue Reihe und deren Ableger, die zu den Regency Romanen zählen. Sie ist seit 1971 mit dem Engländer Ken Beverley verheiratet, den sie an der Universität Keele in Staffordshire kennengelernt hat. Inzwischen lebt sie wieder in England, Dawlish in Devon. Sie hat zwei erwachsene Söhne, ist New York Times Bestsellerin, fünffache Gewinnerin des RITA Awards und nur eine der wenigen Mitglieder des RWA (Romance Writer of America) Hall of Fame. Zweimal hat sie den Romantic Times Career Achievement Award verliehen bekommen. Ihre Reihen werden in mehrere Sprachen übersetzt und auch mehrmals ausgezeichnet. Ihre Romane gelten als sehr genau recherchiert, gespickt mit historischen Details und bevölkert mit Gemeinschaften von eng verwobenen Charakteren, die die Grenzen des Historischen Liebesromans ausdehnen. Das Buch: From five-time RITA Award winner Jo Beverley comes an exciting new novel set in the scintillatingly wicked Georgian age. Two lives are thrown into chaos by a centuries old feud and a wicked curse. “Wickedly, wonderfully sensual and gloriously romantic.” – Mary Balogh “Beverley can be counted on to come up with clever and creative ways of mixing paasion and intrigue to create a beguiling love story.” – Booklist Peregrine Perriam, Sohn eines Earls hat nicht das Verlangen sich zu verheiraten; aber als er als Erbe von Perriam Manor eingesetzt wird, muss er feststellen, dass ihm nur ein Monat bleibt, um eine Fremde: Claris Mallow, zu überreden mit ihm vor den Traualtar zu treten. Sonst wird das Vermögen auf ewig für seine Familie verloren sein, und sein Familienzweig wird einem Fluch anheimfallen. Die qualvolle Ehe ihrer Eltern einigermaßen unbeschadet überstanden, bevorzugt Claris eher die Armut als jemals einen Ehemann zu ehelichen. Als aber ein fremder Adeliger ihre Hand verlangt, verjagt sie ihn mit dem Lauf einer Pistole, die sie auf seinen Kopf richtet. Perry setzt seine eigenen Waffen als Überredung ein und schon bald stimmt Claris seinem Antrag zu. Aber nur zu ihren eigenen Bedingungen; insbesondere, dass die Ehe nur dem Namen nach gültig ist. Sobald sie die Herrin von Perriam Manor ist, stellt sie fest, dass sie seinem Charmekünsten erliegt. Vielleicht ist eine wirkliche Ehe das Risiko wert – ein Ehebett miteingeschlossen… Der Kenner der Malloren Welt, wird hier, ebenso wie ich erfreut feststellen, dass endlich der redegewandte modisch perfekt gekleidete politisch äußerst involvierte Höfling Perriam Peregrine, liebevoll „Perry“ von seinen Freunden und Mitstreitern auf dem höfischen Parkett genannt, seine eigene Geschichte und somit Ehegattin bekommt. Dass sich das Ganze zu Beginn als etwas kompliziert erweist, dürfte ebenso klar sein. Angefangen mit dem Testament seines ungeliebten Onkels Giles, dessen Linie im Begriff ist mit ihm auszusterben. Durch eine lange zurückliegende Familienfehde ist der Besitz von Perriam Manor einschließlich der Ländereien auf einen weiblichen Zweig der Familie übergegangen und wird seitdem, von Generation zu Generation weitergegeben, aber nicht an Perriams Seite. Bis jetzt. Da der alte Earl kinderlos – nach diversen Eheversuchen auch mehrfach verwitwet – stirbt, glaubt er einem alten Fluch erlegen zu sein, der von einer Vorfahrin von Claris Mallow über ihm ausgesprochen wurde. Dieser Fluch muss nun seiner Meinung auch gebrochen werden, in dem Peregrine eine direkte Nachfahrin dieser Hexe binnen eines Monats ehelicht. Sollte ihm das nicht gelingen, wird der Besitz auf immer für seinen Zweig der Familie verloren sein. Ungeachtet dessen, dass die junge Frau, Tochter eines Vikars, noch nichts von ihrem Glück weiß, setzt Peregrine alles nur Erdenkliche daran den Teil des Testamentes zu erfüllen, um den vor sieben Generationen verlorenen Besitz endlich wieder in den Schoß der Familie zurückzuführen. Claris, nunmehr in ärmlichen Verhältnissen bei ihrer exzentrischen Großmutter und deren Gesellschafterin oder besser gesagt Busenfreundin Ellie, in einem Cottage lebend, wo Athena, besagte Großmutter, Tränke und Salben herstellt um ihren Lebensunterhalt zu sichern, trifft eines schönen Morgens auf den gutaussehenden Fremden, der ob seines Auftretens und seiner Kleidung hochwohlgeboren zu sein scheint und etwas schlichtweg unmögliches von ihr verlangt: ihn zu ehelichen. Dermaßen aus ihrer Ruhe gebracht, schnappt sie sich eine Pistole von Ellie und bedroht den unverschämten Eindringling. Aber weit gefehlt. Jetzt ist Peregrine erst recht entschlossen seine Braut wider Willen zu erobern und zieht alle Charmeregister, die ihm als gewandter Höfling zu Verfügung stehen. Es gelingt, trotz Claris enormer Vorbehalte, was die Institution Ehe betrifft. Als sie kurz nach ihrer Eheschließung auf Perriam Manor eintreffen, beginnt ein zermürbender Tanz der Geschlechter, in dem Peregrine immer mehr an Boden gewinnt, da er nicht nur Stolz auf seinen Besitz ist, sondern sich auch das Ansehen seiner Gattin erobern will. Beide rechnen nicht mit den Gefühlen, die sie füreinander entwickeln, da sie die Ehe eigentlich nur pro forma führen wollten. Und da Peregrine seinen Weg in ihr Herz nicht nur über ihre jüngeren Brüder hineinfindet, sondern auch in der Art, wie er mit ihrer ganzen Familie umgeht und den Angestellten auf Perriam Manor, ist es nur eine Frage der Zeit, bis beide ihren Gefühlen nachgeben. Aber wie wird der Fluch sich auf sie auswirken, vor allen Dingen, da alle Kinder, die auf ihrem neuen Besitz zur Welt gekommen sind, sehr früh starben, genau wie die Mütter. Claris beginnt sich zu fragen, wer die Verwandte war und warum sie Giles verflucht hat und was ihre Mutter damit zu tun hat. Werden die Schatten der Vergangenheit ihr frisch gefundenes Glück trüben?... So sehr ich Jo Beverley normalerweise liebe, so sehr ich ihre intelligenten Dialoge und ausgefeilten Plots schätze, so sehr mir die Charaktere der Malloren Welt ans Herz gewachsen sind, so muss ich hier doch leider einen Stern abziehen. Mehr hatte ich mir für Perry erhofft, mehr Witz, mehr höfische Intrige, mehr Verwicklungen mehr familiäre Einsichten in seinen Hintergrund, mehr Entschleierung, was seine Herkunft betrifft. Und vielleicht auch eine ihm mehr ebenbürtigere Gefährtin, und nicht nur jemand so Profanes, wie Claris. Klar ist sie auch scharfzüngig und durchaus nicht auf den Kopf gefallen, aber um in der Welt eines Spions der Krone zu überleben, scheint sie mir doch etwas zu simpel gestrickt, die gewisse Raffinesse fehlt um dem höfischen Leben gewachsen zu sein. Und interessanterweise ist es ausgerechnet dieser Charaktermangel, dem sich Claris bewusst ist, und der sie in ihren Augen seiner Liebe unwürdig macht. Genau das wiederrum, macht Claris in Peregrines Augen umso wertvoller. Nicht ganz nachvollziehbar für mich. Aber, was soll’s. Schön ist noch ihre Ahnenforschung, die sie auch ohne seine Hilfe betreiben will und interessant, was dabei zutage gebracht wird. Ein weiteres Plus ist natürlich ihre Familienkonstellation, ihre beiden Brüder, ihre exzentrische Tante mit einer ebenfalls dunklen Vergangenheit und Ellie, die eigentliche Heldin in diesem Buch (zumindest für mich). Auch erwähnenswert ist das Auftauchen vom Oberhaupt des Mallorenclans im Zuge politischer Geplänkel, die leider am Rande stattfinden und fast versanden. Aber nichtsdestotrotz erwähnenswert. Auch wenn meine vielleicht zu hohen Ansprüche aufgrund des Vorgängerwissens etwas enttäuscht wurden, so ist „Die Verführung in Seide“ doch ein mehr als durchschnittlich guter Regency mit liebgewonnen Figuren und neuen Charakteren, die ihren Platz in der Malloren Welt verdient finden. Drehungen und Twists sind diesmal nicht so häufig gesät, aber die paar vorhandenen sind durchaus gelungen. Witz und verbale Schlagabtäusche sind genügend zu finden und heben den Ausflug in die Georgianische Regierungszeit über den Durchschnitt hinaus. Wer Unterhaltung abseits des normalen historischen Liebesromans sucht, ist hier perfekt aufgehoben. Man muss auch keine Malloren Vorkenntnisse haben, um in die höfische Welt des redegewandten Peregrine Periams einzutauchen.

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