Jo Hess Und die Welt stand Kopf

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Inhaltsangabe zu „Und die Welt stand Kopf“ von Jo Hess

Die neun Geschichten haben es in sich. Sie sind der Stoff, aus dem Alpträume sind. Geschichten über Tragödien, die uns jeden Tag genauso zustoßen können und die unsere Welt vollkommen auf den Kopf stellen. Denn unter der Oberfläche unseres ganz normalen Lebens lauert das Grauen und zwar bei jedem Schritt. Und manchmal holt es uns ein...
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  • Klein, aber oho!

    Und die Welt stand Kopf
    Zroyas_Papiergefluester

    Zroyas_Papiergefluester

    „Und die Welt stand Kopf“ hat mich mit seinen nur 43 Seiten komplett umgehauen und ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum niemand Geld dafür haben möchte. Das Buch ist in mehrere Kurzgeschichten unterteilt, die in sich abgeschlossen alle dasselbe Grundthema haben – ein Ereignis, das alles mit einem Schlag verändert. Dabei ist die Sprache von Jo Hess sehr gradlinig. Da ist nichts verschlungenes, kompliziertes – das Lesen fällt sehr leicht, weil der Autor es leicht macht – was für eine Ironie, verglichen mit der extremen Schwere des Inhalts. Ich habe mit diesem Buch eine Erfahrung gemacht, die ich gerne an euch weiter gebe. Nicht in der Bahn lesen! Es sei denn, ihr habt generell einen Hang zum öffentlichen Heulen. Ich habe die erste Kurzgeschichte gelesen, mir nichts dabei gedacht, wollte eben die Zeit zwischen zwei Haltestellen überbrücken. Es fängt seicht an, ein Mann, der morgens mit der Bahn zur Arbeit fährt, dabei die Menschen beobachtet, Zeitung liest. Und dann bumm. Die Dame auf dem Sitz gegenüber hat mich sogar gefragt, ob alles in Ordnung sei. Ich muss leichenblass geworden sein. Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper, mir war trotz 31 Grad im Wagon eiskalt, ich hatte Tränen in den Augen. Mir stand der Mund offen, ich war fassungslos. Jo Hess hat mich überrumpelt. Einfach von den Füßen gerissen. Hat mich mit seichten Sätzen unbemerkt immer tiefer in die Geschichte gezogen und mir dann völlig unerwartet vor den Kopf geschlagen. Und obwohl die erste Geschichte nur 3 oder 4 Seiten hatte, konnte ich danach erst mal nicht zur zweiten Geschichte weiter blättern, so betäubt war ich. Und als ich dann endlich doch so weit war, hat mich diese zweite Geschichte dann noch viel mehr zerstört als die erste. Dass ich meine Haltestelle verpasst habe, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Zu Hause angekommen habe ich dann die restlichen Geschichten gelesen. Alle enthielten eine sehr unerwartete Wendung, aber nicht alle konnten mich so mitnehmen, wie die ersten beiden. Ob das an den Geschichten selbst liegt, oder daran, dass der Anfang des Buches für mich so unfassbar war, dass ich den Rest nicht mehr so richtig aufnehmen konnte, weiß ich nicht. Was ich weiß, ist allerdings, dass dieses so kleine Buch ein eigentlich ganz großes ist. Und dass ich Jo Hess von nun an im Auge behalten werde.

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    Zroyas_Papiergefluester

    Zroyas_Papiergefluester

    03. September 2014 um 10:16