Ich halte nichts von der so genannten Meal Prep Bewegung. Dieses Buch gibt genau wieder, was ich denke. Vorratshaltung gibts schon immer und wurde lange vor uns betrieben. Vorkochen, einfrieren, haltbar machen und so weiter, dies geschieht bzw. sollte immer geschehen. Andrea Martens und Jo Kirchherr machen dies super finde ich. Sie nennen auch Meal Prep, weil es einfach Hip ist, aber sie widmen sich dem wesentlich und sagen es auch deutlich, dass es schon immer gemacht wurde. Die Rezepte sind toll und köstlich und lecker und hier kann man echt was raus ziehen.
Jo Kirchherr
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Jo Kirchherr
sweet & salty
Alles schön vorbereitet
Süß & Trendy - 80 Kleinigkeiten von Cake-Pop bis Whoopie
Neue Rezensionen zu Jo Kirchherr
Kennt ihr das? Abends überlegt man sich, am nächsten Morgen endlich einmal richtig zu frühstücken, sich etwas mehr Zeit zu nehmen, und ein bisschen Abwechslung in die erste Malzeit des Tages zu nehmen. Und dann wacht man morgens auf und macht sich doch nur wieder Toast, Müsli oder Porridge. Wie jeden Morgen. Um meine Motivation etwas zu beflügeln, habe ich mir jetzt zum ersten Mal ein reines Frühstückskochbuch zugelegt: Sweet & Salty. Vielleicht habe ich gerade wegen des zauberhaften Untertitels für dieses Buch entschieden: Frühstück für den ganzen Tag. Das klingt danach, de ganzen Tag im Bett zu bleiben, oder vom Bett (natrülich noch im Schlafanzug) zur Couch zu wandern, das klingt gemütlich und entspannt. Das klingt nach Sonntag.
Genauso spannend wie die Idee, ein Frühstück einen ganzen Tag lang zu zelebrieren, ist aber auch das Grundkonzept. Süß und zalzig, das mag auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Doch dann denke ich an meine heißegeliebte Salzkaramellschokolade und daran, dass es in den USA immer Bacon zu Pancakes und French Toast gab und dass das einfach herrlich zusammengepasst hat. Und daran, dass ich zurzeit morgens immer erst ein süßes Toast und dann ein herzhaftes esse. Mandelcreme mit Schinken auf einem einzigen Toast bin ich allerdings noch nicht bereit auzuprobieren.
Sweet & Salty unterteilt seine Rezepte, mit denen ers nach einer kurzen Einführung in das Süß-und-salzig-Prinzip auch sofort losgeht, in folgende Kapitel:
- Smoothies & Bowls
- Waffeln
- Pancakes & Crepes
- Brote & Toast
- Aus dem Ofen
- Omletts & Co
- Für den größere Hunger
Die Rezepte sind teilweise sehr ausgefallen - manchmal auch etwas zu ausgefallen - und nichts, was man mal eben morgens zubereitet, wenn man vor der Arbeit nur noch eine halbe Stunde Zeit hat. Waffeln mit Ente á la Orange oder Blätterteigschnecken mit selbstgemachter Chorizomarmelade? Da braucht es schon einen stressfreien Sonntag. Das eine oder andere werde ich sicherlich mal für mich und meine Familie ausprobieren, aber für das tägliche Frühstück im Arbeitsalltag sind die Rezepte eher nicht geeignet. Dafür aber vielleicht als Mittagessen, sofern sie sich gut vorbereiten lassen, als Abendessen, zum Brunch oder als Katerfrühstück an freien Tagen.
Die Aufmachung gefällt mir übrigens sehr gut. Die Food Fotos treffen genau meinen Geschmack und auch das dunkle, rustikale Layout spricht mich sehr an. Die Speisen sehen durch und durch appetitlich aus, keine Frage, und ich blätter das Buch sehr gerne durch. Wie oft ich es tatsächlich benutzen werde ist eine andere Frage.
(c) Books and Biscuit
Schon das Cover lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen und auch beim Durchblättern sieht man, dass dieses Buch super illustriert ist und was komplett anderes bietet.
Am Anfang hatten wir etwas Hemmungen immer süß mit salzig zu kombinieren, sodass erst mal ein paar Grundlagen gekocht wurden wie nur Pancakes oder nur Waffeln mit eventuell einer süßen oder salzigen Beilagen. Aber sobald diese Sachen geklappt haben, konnte man auch experimentierfreudiger werden und das hat richtig Spaß gemacht :)
Wie Bacon einfach super mit Schokolade schmeckt und die Karamell-Streusel auf den Eiermuffins wurden eindeutig zu unserem Liebling. Die dürfen nun auch auf den ein oder anderen Kuchen.
Das Buch ist einfach wirklich super um mal aus seiner Wohlfühlzone in der Küche zu kommen und dennoch einige Basics mitzunehmen.
Den einen Stern habe ich nur abgezogen, weil bei manchen Rezepten doch irgendwie mal was übrig bleibt (Toastrand, weil man Kreise ausgestochen hat) für das man sich dann selbst eine Weiterverwendung ausdenken muss.







