Jo Lendle

 3.8 Sterne bei 38 Bewertungen
Autor von Alles Land, Was wir Liebe nennen und weiteren Büchern.

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Alles Land

Alles Land

 (13)
Erschienen am 09.09.2013
Was wir Liebe nennen

Was wir Liebe nennen

 (11)
Erschienen am 08.09.2015
Die Kosmonautin

Die Kosmonautin

 (6)
Erschienen am 04.01.2010
Mein letzter Versuch die Welt zu retten

Mein letzter Versuch die Welt zu retten

 (6)
Erschienen am 11.07.2011
Akzente 3 / 2016

Akzente 3 / 2016

 (2)
Erschienen am 26.09.2016
Akzente 3 / 2018

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 (0)
Erschienen am 24.09.2018
Akzente 4 / 2018

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 (0)
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Akzente 4 / 2016

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 (0)
Erschienen am 05.12.2016

Neue Rezensionen zu Jo Lendle

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Seitenhains avatar

Rezension zu "Was wir Liebe nennen" von Jo Lendle

Kurzweilig
Seitenhainvor 3 Monaten

Lambert ist Zauberkünstler und mit seinem Beruf eigentlich nicht glücklich. Dennoch fährt er auf eine Zaubererkonferenz in Kanada. Auf seiner Reise dahin begegnet ihm viel Chaos: sein Flug wird umgeleitet, er wird fast angefahren und trifft die charmante Fe. Eigentlich hat er zu Hause Andrea sitzen, die sehnsüchtig auf Nachrichten von ihm wartet, und doch zieht er mit Fe um die Häuser und verliebt sich ein wenig in sie. Wird Lambert nach Deutschland zurückfliegen, zurück zu Andrea, zurück in sein altes Leben? Oder hat Fe ihren eigenen Zauber erfolgreich gewirkt?



Wie schon bei der Lesungsrezension festgestellt, ist das Buch sehr ruhig, aber auch sehr witzig. Jo Lendle schreibt ohne Hektik, er nimmt sich für jeden Satz Zeit und für jede Beobachtung den gewünschten Raum. Dadurch ist das Buch einerseits perfekt zum Vorm-Schlafen-Lesen geeignet, andererseits zieht es einen am Tage mit gewitzten Dialogen in seinen Bann.



Gegen Ende, als die Wortgefechte etwas weniger und dafür die internen Monologe etwas mehr wurden, hatte ich ein wenig Schwierigkeit, der Handlung folgen zu können - ich las abends vor dem Schlafengehen und wusste am nächsten Tag nicht mehr, was passiert war, weil sie einfach so ruhig dahinfließt. Doch auf den letzten 50 Seiten wird es nochmal richtig abstrus, als Lambert die bisher nur theoretisch besprochenen Thesen von Paralleluniversen und Eidechsenschwänzen hautnah erleben muss.



Ansonsten war es aber eine sehr schöne, kurzweilige Sommerlektüre, aus der man viele Zitate im Hinterkopf behält. 



"Zauberei dagegen gehörte nicht ins Reich der Wunder. Wahrscheinlich gab es keinen größeren Unterschied als den zwischen Wunder und Zauberei. Lambert beschloss, von nun an jeden Tag ein Wunder zu erleben."

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Calanthas avatar

Rezension zu "Akzente 3 / 2016" von Jo Lendle

Anregende und nachdenkliche Texte mit hoher literarischer Qualität
Calanthavor 2 Jahren


Die Akzente ist eine Literaturzeitschrift, welche 4 mal im Jahr erscheint. Sie wird vom Hanser Verlag herausgegeben und ist eine der bekanntesten Literaturzeitschriften. Jede Ausgabe steht unter einem bestimmten Motto. Dieses Mal war das Motto „Europa“.

Thematisiert wird das Verhältnis zwischen Osteuropa und Westeuropa, Abhängigkeiten und geschichtliche Vorkommnisse, die Europa geprägt haben, von Holocaust bis Diktatur. Das unausgeglichene Gefälle zwischen den einzelnen Ländern und auch das Miteinander und Gegeneinander wird erwähnt. Außerdem kommt Europas Platz in der Weltpolitik zur Sprache und es wird sich mit der „Festung Europa“ und dem eurozentrischen Blick auseinander gesetzt.

Die Texte sind ganz unterschiedlich gestaltet. Nicht alle Texte haben mir auch gefallen, manche fand ich zu sehr konstruiert und übertrieben, wie die Geschichte „Bärenfett“. Es fing erst ganz normal an und wurde dann immer absurder. 

Sehr gut gefallen hat mir hingegen der Text „Ein Platz an der Sonne“ von Alek Propov, über zwei Männer am Schwarzen Meer. Der Eine beobachtet auf der georgischen Seite den Sonnenuntergang und der Andere beobachtet auf der bulgarischen Seite, den Sonnenaufgang. Beide kennen sich nicht, der eine träumt von der Zukunft, den Chancen und vom europäischen Fortschritt, während der andere in Europa sich an die alten Zeiten zurückerinnert und sich nach der wilden Vergangenheit sehnt und eine Verbindung mit den Ahnen sucht, die noch das wahre Leben kannten, ohne Supermärkte und Fließbandarbeit. Beide idealisieren die Lebensweisen des jeweiligen Anderen, ohne es zu merken. Und vielleicht erklärt dieses Gefühl auch den nationalistischen Ruck in Europa. Jetzt nach dem wir das haben, was wir wollten, sehen wir, dass diese ganze Konsum- und Leistungsgesellschaft, gar nicht so erstrebenswert ist und sehnen uns wieder nach dem Ursprünglichen, Traditionellen und „echt Deutschen“.
Die Gedichte haben mir eher weniger gefallen, aber das liegt sicher daran, dass ich allgemein nicht so leicht von Gedichten zu überzeugen bin, außer sie haben eine wirklich wundervolle Poesie. Nur das etwas längere Gedicht (14 Seiten) „Hotel Europa“ von Nicoleta Esinencu hat mir sehr gut gefallen und ich war auch sprachlich sehr angetan davon. Es geht um Belarus, dessen Vergangenheit, Gegenwart und um den russischen und westlichen Einfluss. Interessant ist auch, dass die Autorin eigentlich in Moldavien geboren ist und bereits in den verschiedensten Ländern Europas gearbeitet hat.  Aber genau darum geht es auch, in der Europa-Ausgabe, um dass sich hinwegsetzen über nationalstaatliche Grenzen. Einen Blick auf einen größeren Raum und einen größeren Zusammenhang zu werfen.

Dann gibt es auch noch Essays, die zum Teil verschiedene Gedankengänge wiedergeben. Stellvertretend für die Essays möchte ich kurz den Text „Der eindimensionale Europäer“ von Robert Menasse erwähnen, der übrigens auch einer der Herausgeber ist. Ich habe selten so eine gute und dichte Erklärung von derzeitig gesellschaftlichen Problemen und dem geschichtlichen Hintergrund gesehen. Der Autor macht Zusammenhänge sichtbar und regt zum Nachdenken an. Zentrale Thesen seiner Ausführungen sind, dass es keinen „guten“ Nationalismus gibt und die Idee eines homogenen Nationalstaates in Europa zu den beiden größten geschichtlichen Katastrophen, den Weltkriegen und den Holocaust geführt hat. Ein homogenes und durch Grenzen abgeschlossenes Volk, hat es in Europa nie gegeben. Besonders gut zeigt sich das auch an dem Nationalstolz von Österreich, dessen ganze Errungenschaften auf dem Habsburgerreich basieren. Menschen die heute als Ausländer diskriminiert werden, waren früher ganz Selbstverständlich ein Teil von der riesigen Monarchie in Österreich.

Absolute Lese-Empfehlung mit anregenden und interessanten Gedanken und auch einem kritischem Blick auf aktuelle Vorgänge in Europa. Die Vielzahl und die Unterschiedlichkeit der Texte, macht das Lesen sehr interessant. Sicher findet jeder Texte, die ihn mehr berühren, als Andere, in allem aber eine gelungene Mischung!

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aufgehuebschtess avatar

Rezension zu "Was wir Liebe nennen" von Jo Lendle

Lesevergnügen blieb leider aus..
aufgehuebschtesvor 2 Jahren

In Jo Lendles Roman "Was wir liebe nennen" werden genau diese Themen beschrieben. Knappe 250 Seiten bietet der am 12.8.2013 erschiene Roman. Für UVP 9,99 Euro kannst du dieses Buch erwerben. Die Protagonisten des Werkes sind Lambert, Fe und Lambert.

Inhalt:
Magier und Zauberer Lambert reist einen Tag nach der Beerdigung seines Vaters nach Montreal zu einer großen Zauberer-Gala. Das Flugzeug muss notlanden und mit seinen neuen Bekanntschaften aus dem Flieger verbringt Lambert die Nacht im Hotel. Zu seinem Auftritt schafft es Lambert quasi in letzter Sekunde. Und das nur durch Fe. Eine Pferdehalterin, welche er am Flughafen in Montreal kennenlernte. Immer wieder begegnen sich die beiden, bis die Gefühle in beiden immer stärker werden. Lambert möchte Fe in ihrer Mission, Pferde auszuwildern, unterstützen, sie begleiten. Doch immer wieder nagt das schlechte Gewissen an ihm. Andrea, seine Freundin, wartet in Deutschland auf ihren Partner. Lambert tut alles in seiner Macht stehende, um dennoch länger bei Fe bleiben zu können. Seine Bekanntschaft vom Hinflug arbeitet in der Flugsicherheit, er fädelt ein Flugverbot ein, sodass er nicht zurück muss. Wie es sein Schicksal wohl will, ist auch der nächste Flug überbucht und er kann noch eine Nacht bei Fe bleiben. Sie verbringen die Nacht gemeinsam, doch am Morgen ist sie verschwunden. Ebenso seine Klamotten, sein Geld, sein alles. Lediglich das Ortungsgerät ihrer Pferde fand er im Bad. Er kam ihr auf die Spur und entdeckte sie mit einem anderen Mann. Er entdeckte sie mit sich. Zwei Lamberts machten sich nun auf den Weg, Fe zu folgen. Ein ständiges hin und her folgt. Als der neue Lambert eines der Pferde von Fe tötet, tut sie es ihm gleich. Sie bringt ihn um und steht zu Lambert 1. Er jedoch hat sich nach all diesen Strapazen für Andrea entschieden.

Aufbau:
Der Roman ist in sehr kurzen Kapiteln geschrieben. Maximal 10 Seiten ist eines dieser lang. Dennoch klappen die Übergänge von einem Kapitel in das nächste sehr gut, sodass keine Geschichtsstücke fehlen. Ein allwissender Erzähler spricht, was geschieht, wer wie denkt und was wer sagt. Dennoch gibt es keine Ausblicke in die Zukunft. Der Erzähler ist immer in der selben Zeit wie die Protagonisten. Die Einführung von Fe als wichtiger CHarakter geschah sehr plötzlich in Kapitel 5. Ich al Leser ging weiterhin davon aus, dass alles was Lambert tut erzählt wird, doch der Inhalt passte nicht. Bis irgendwann herauskam, dass plötzlich von Fe geschrieben wurde.

Sprache/Stil/Schlüssigkeit der Handlung:
Die Sprache ist keine normale Sprechsprache. Die Art und weiße, wie der Roman geschrieben ist, ist anstrengend. Erinnert mich in leichten Zügen an Shakespeares Werke. Auch sehr philosophisch wird im Werk diskutiert. Das alles nimmt leicht das Lesevergnügen, da sehr ernsthaft über Themen und Äußerungen nachgedacht werden muss, um den Hintergrund und Zusammenhang zu erkennen.
Des Weiteren wird die wörtliche Rede ganz starr als hin und her dargestellt. Der eine spricht, dann der andere. Wieder der Erste und so weiter. Es gibt keine beschreibenden Nebensätze. Dem Leser ist es die Aufgabe zu entscheiden, ob laut, leise, in Rage oder ruhig gesprochen wird. Macht es ab und an schwer, den Dialog richtig zu verstehen. Denn es wird dem Leser auch nicht gezeigt, ob eventuell Ironie im Spiel ist.
Die Handlung ist, wie am Inhalt schon erkannt, eher unschlüssig. Wie kann ein Mensch plötzlich zwei Menschen sein. Es gibt einige Ungereimtheiten im Roman.

Design:
Das Design des Buches find ich sehr gelungen. Ein sehr cleanes Cover, lediglich zwei kleine Seepferdchen in der unteren rechten Ecke unterbrechen die klaren Linien. Die Farbzusammenstellung gefällt mir sehr gut und wirkt auch recht ruhig, ohne langweilig zu sein. Die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite beschreibt den Roman spannender, als ich ihn letztlich empfand. Dennoch ist diese Angabe gelungen, denn es bringt den Leser in Spannung. Die benutzten Farben und Seepferdchen wiederholen sich noch einmal auf der Rückseite. Die reinen Textseiten sind ebenfalls in einem besonderen Design, denn lediglich circa 2/3 der Seiten wurde beschrieben. Es ist ein relativ breiter, weißer Rand gelassen wurden.

Buchempfehlung?
Nein. Wer auf der Suche nach einem Roman ist, ist hier leicht falsch. Die versteckte Philosophie im Werk macht das Lesen ab und an unangenehm und zäh.

Diese Rezension erschien zuerst auf meinem Blog
www.aufgehuebschtes.blogspot.de

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