Jo Lendle Alles Land

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Inhaltsangabe zu „Alles Land“ von Jo Lendle

Ein fesselnder Abenteuerroman über den letzten großen Helden der Polarforschung. »Vor achtundzwanzig Stunden sind wir aufgebrochen, und immer noch ist es hell. Seither fahren wir auf dem Inlandeis, in der Wohnung der bösen Geister, wie die Grönländer es nennen. Was werden wir finden?« 1930 bricht Deutschlands letzter großer Polarforscher Alfred Wegener ins Grönlandeins auf. Er will der Menschheit zeigen, dass es möglich ist, am einsamsten Punkt der Erde zu überwintern. Hinter ihm liegt ein Leben wie ein Abenteuerroman, den Jo Lendle jetzt erzählt: bildkräftig und voller Liebe zu einer untergegangenen Epoche.

Spannend, informativ und dazu offenbar ziemlich dicht an der Wahrheit - der Roman über das aufregende Leben eines interessanten Mannes

— RobinBook
RobinBook

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  • Nicht, was ich erwartet hatte

    Alles Land
    Jisbon

    Jisbon

    20. May 2016 um 22:50

    "Alles Land" lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite fand ich das Buch interessant. Der Schreibstil ist zwar eher nüchtern und fast schon kurz angebunden, aber die Geschichte ist dennoch (oder gerade deshalb?) eindringlich geschrieben. Gerade die Forschungsreisen, die Alfred Wegener unternimmt, fand ich faszinierend: Lendle gelingt es, die Probleme, die die Figuren durchleiden, sehr realistisch darzustellen, sodass man als Leser genau merkt, wie entbehrungsreich und qualvoll die Reisen damals waren. Der Autor schildert Hunger, Kälte, Einsamkeit und auch den Tod sehr realistisch, ohne etwas zu beschönigen oder auszuschweigen. Da ich mir das Buch nur gekauft habe, um über die in der Inhaltsangabe beschriebene Reise zu lesen, haben mir die Kapitel, die sich um Wegeners Forschungen vor Ort treten, sehr gut gefallen. Sie waren interessant, informativ und zugleich auch beklemmend. Deshalb hat es mich enttäuscht, dass den Reisen nicht mehr Raum gegeben wurde. Zwar spielen sie eine wichtige Rolle und werden auch recht ausführlich beschrieben, doch anhand der Inhaltsangabe hatte ich erwartet, dass das Buch sich nur beziehungsweise hauptsächlich damit befassen würde. Dies ist aber nicht der Fall; "Alles Land" ist eine Art Biographie über Wegener, die mit seiner Kindheit beginnt und mit seinem Tod endet. Gerade die Erzählungen über seine Kindheit haben mich nicht wirklich interessiert - im Gegenteil haben sie mich zu Beginn erst einmal irritiert, weil ich nicht erwartet hatte, dass das Leben Wegeners außerhalb seiner Forschungen so ausführlich behandelt werden würde. Meine falschen Erwartungen haben dann auch dazu beigetragen, dass ich stellenweise etwas gelangweilt war, da ich mehr über die Reisen ins ewige Eis lesen wollte, nicht über Eheschließungen oder Kriegserlebnisse. An dieser Stelle muss ich anmerken, dass ich, bevor ich das Buch gelesen habe, nicht wirklich viel über Alfred Wegener wusste. Ich kannte seinen Namen und habe schon von ein paar seiner Theorien gehört, aber über ihn als Mensch oder seine Forschungen wusste ich nichts konkretes. Aus diesem Grund kann ich auch nicht überprüfen, wie akkurat Lendles Schilderungen sind; er selbst schreibt im Nachwort, dass sein Roman in vielem vom Leben Wegeners abweicht. Leider - und dies ist ein weiterer Kritikpunkt - wird im Buch selbst nicht wirklich deutlich gemacht, welche Stellen Fiktion und welche Wiedergabe der Realität sind. Da das Buch aber als "Roman" und nicht als "Biographie" verkauft wird, kann man dies denke ich verschmerzen. Außerdem ist es Lendle definitiv gelungen, ein fiktives Konstrukt von Wegener zu erschaffen, mit dem man als Leser mitfühlen kann und das sehr lebendig und realistisch wirkt. Fazit: "Alles Land" ist zu empfehlen, wenn man sich für das Leben von Wegener interessiert, mehr über ihn erfahren und sich einmal einlesen möchte. Wer allerdings einen Roman erwartet, der sich hauptsächlich mit seinen Forschungsreisen beschäftigt, wird vermutlich einige Schwierigkeiten haben, sich in das Buch einzufinden.

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  • Rezension zu "Alles Land" von Jo Lendle

    Alles Land
    GoHistory

    GoHistory

    Dieses Buch ist ein "Wissenschaftsroman". Allerdings erfährt man wenig und vor allem nicht viel Zusammenhängendes oder Umfassendes über den Stand der Polar- und Geoforschung zur Zeit von Alfred Wegner (1890-1930), um den es hier geht. Fast nichts ist zu lesen über die wilhelminische Zeit und die Weimarer Republik, in der er gelebt hat. Statt dessen muss man andauernd merkwürdig banale Sätze und Einlassungen lesen, die dem Hauptakteur und anderen in den Mund gelegt werden. So dass es einen wirklich wundert, dass hier kein Lektor durchgegriffen hat...

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    • 3
  • Kontinentalverschiebung und ewiges Eis - Alfred Wegener

    Alles Land
    RobinBook

    RobinBook

    17. January 2016 um 00:00

    Dieser Roman über Alfred Wegener hat mich gut unterhalten.

    Er erzählt von Wegeners Kindheit, Jugend, seiner Verlobungszeit und seinem Familienleben sowie natürlich seinem Dasein als Wissenschaftler und Forscher.

    Besonders interessant waren natürlich seine Reisen und Expeditionen.

  • Rezension zu "Alles Land" von Jo Lendle

    Alles Land
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    25. November 2011 um 09:57

    Das Konzept, dass am Ende des Paläozoikums, dem ältesten der drei Erdzeitalter und daher auch Erdaltertum genannt, alle Kontinente in einem Superkontinent vereinigt waren, geht zurück auf Alfred Wegener. Diese Entdeckung erweiterte er später zu seinem berühmten Buch „Die Entstehung der Kontinente und Ozeane“, das 1915 erstmals erschien. Alfred Wegener benutzte anfänglich den Begriff „Urkontinent“, der aber später in „ Pangäa“ (Alles Land) umgewandelt wurde. Somit war „Pangäa“ der letzte globale Superkontinent der Erdgeschichte und zerbrach durch plattentektonische Vorgänge im Jura – also vor etwa 150 Millionen Jahren. Alfred Wegener studierte Physik, Meteorologie und Astronomie, war Polarforscher, entwickelte schon sehr früh die Theorie der Kontinentaldrift, für die er heftig angefeindet wurde und die ihm damals niemand glauben wollte. Er war ein Einzelgänger und Getriebener, der die Einsamkeit liebte und extreme Überlebenssituationen nie scheute, denn nur so ist es wohl zu erklären dass er drei Grönlandfahrten unternahm, auch noch als Familienvater. Jo Lendle hat aus dem aufregenden, aber kurzen Leben des letzten großen Polarforschers Alfred Wegener einen fesselnden Abenteuerroman erschaffen, der durch stilistische Brillanz und eine klare Sprache überzeugt. Der Autor hat die offiziellen Expeditionsberichte studiert, die Erinnerungen von Wegeners Familie gesichtet, Briefe, Tagebücher und Notizen begutachtet und dennoch den Fakten auch einiges an Fiktion beigemischt - und das macht gerade die Stärke dieses Romans aus, Von der frühen Kinderstube in der großen Berliner Pastorenfamilie, dem Marburger Studentenleben, den abscheulichen Erlebnissen im ersten Weltkrieg bis hin zu dem getriebenen Polarforscher Alfred Wegener in der Arktis lässt Jo Lendle sehr lebendig und anschaulich, das Leben des Forschers Revue passieren. Besonders viel Raum nehmen dabei die harten und unerbittlichen Überlebenskämpfe im kalten Polareis ein. Hier zeigt sich besonders das schriftstellerische Können des Autors. Man kann förmlich den entbehrungsreichen Todeskampf im ewigen Eis miterleben: Frost und Einöde, Schmerzen und fiebrige Dämmerzustände, das tagelange Warten auf besseres Wetter in feuchten Schlafsäcken, die Dunkelheit, das niemals enden wollende Schneetreiben, die unmenschlichen Strapazen und die grenzenlose Einsamkeit, Schneeblindheit und tagelange Begegnungen mit der Todesangst. Immer weiter muss es gehen und der Leser kann nicht aufhören, weil er wissen will wie es enden wird. Und am Schluss hat man knapp vierhundert Seiten verschlungen und weiß dass man hier einen Abenteuerroman der besten Schule gelesen hat. In vielen der atemberaubenden Szenen des Romans, fühlt man sich an die atmosphärische Dichte eines Robert Louis Stevenson, Jack London, Herman Melville oder Edgar Allan Poe erinnert.

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  • Rezension zu "Alles Land" von Jo Lendle

    Alles Land
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    25. October 2011 um 18:54

    Kalt ist alles Land. Weiß und kalt. Ein Grab. Alfred Wegener findet seinen Tod im ewigen Eis. Er wollte der Welt beweisen, dass man an ihrem Ende überwintern kann. Zurück zur Küste schafft er es nicht mehr. Erst Jahre später wird sein Grab gefunden. Endlos ist alles Land. Endlos und ruhelos. Eine ewige Reise. Ende des 19. Jahrhunderts wird Alfred Wegener als eines von vielen Kindern in Berlin geboren. Hier ist er nie alleine – vielleicht ein Grund dafür, dass er später die Einsamkeit so sehr sucht. Früh beginnt er mit kleinen Experimenten – ein Forscher ist geboren und widmet sich später im Studium ganz seiner Leidenschaft. Er ist ruhelos. Immer wieder zieht es ihn ins ewige Eis. Er heiratet und wird Vater – doch auch seine Familie kann ihn nicht zur Ruhe bringen. Es zieht ihn fort. Hart ist alles Land. Hart und unbarmherzig. Ein ständiger Kampf. Für seine Forschungen muss Alfred Wegener lange kämpfen. Seine Erkenntnisse werden nicht ernst genommen, verspottet. Die Wissenschaft hält lieber an ihren engstirnigen Vorstellungen fest, als sich auf neue Theorien einzulassen. Auch das macht ihn ruhelos. Er muss es ihnen beweisen, er will es ihnen beweisen. Seine Theorie von der Drift der Kontinente – seine größte Leistung – wurde erst dreißig Jahre nach seinem Tod anerkannt. Ist Alles Land nun eine Biografie oder ein Roman? Ein Wissenschaftsroman? Eine Romanbiografie? Für mich nur schwer einzuordnen, denn da will so gar keine Schublade als passend erscheinen. Genau wie Alfred Wegener, der sich zeit seines Lebens auch in keine Schublade packen lassen wollte, sich nicht für eine Wissenschaft entscheiden wollte und sich nicht zwischen Forschung und Familie entscheiden konnte. Da passt es vielleicht ganz gut, dass ich keinen Begriff für Jo Lendles Buch finde. Groß ist Alles Land, beeindruckend und erdrückend. Jo Lendle versteht es, in wenigen Worten viel zu erzählen. Mit wenigen Worten eine einzigartige Stimmung zu schaffen. Kälte, Hunger, Durst und Angst – all diese Gefühle werden greifbar. Der Horror, dem Wegener in der Arktis begegnet, seine Zweifel, sein Überleben und sein Tod. Die Enge in der Weite Grönlands. Die selbstgewählte Einsamkeit. Warum tut man sich das freiwillig an? 81 Jahre nach seinem Tod wird Wegener literarisch aus seinem Grab gehoben, und wieder ein Stück ins Licht gerückt. Er soll nicht vergessen werden. Und er darf nicht vergessen werden – denn seine Forschung ist auch heute noch aktuell und wichtig. Ein Leben, das vom Willen nach Wissen bestimmt wird und das mich sehr bewegt hat.

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  • Rezension zu "Alles Land" von Jo Lendle

    Alles Land
    Anita27a

    Anita27a

    21. October 2011 um 11:20

    Für mich die Gelegenheit auf kurzweilige Art und Weise etwas über das mir bisher unbekannte Leben des Polarforschers Alfred Wegener zu erfahren.
    Ein sehr gut geschriebener Roman, der mich unterhalten hat und mitr nie langweilig wurde.