Jo Lendle Was wir Liebe nennen

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Inhaltsangabe zu „Was wir Liebe nennen“ von Jo Lendle

Lambert ist Zauberer, aber er ist es nicht gern. Bei einem Auftritt in Kanada lernt er Fe kennen, die ausgestorbene Tierarten erforscht. Sie geht ihm nicht aus dem Kopf. Bald muss Lambert sich entscheiden: Will er zurück in sein altes Leben in Osnabrück, wo seine Freundin auf ihn wartet – oder setzt er alles aufs Spiel und geht mit Fe in die Wildnis? Ein zauberhafter Roman über das Wesen der Liebe – und warum manchmal nur ein Trick die Rettung bringt

Philosophie versteckt in einem Roman. Für mich kein 'ROMAN' mehr..

— aufgehuebschtes
aufgehuebschtes

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    Was wir Liebe nennen
    aufgehuebschtes

    aufgehuebschtes

    26. September 2016 um 08:33

    In Jo Lendles Roman "Was wir liebe nennen" werden genau diese Themen beschrieben. Knappe 250 Seiten bietet der am 12.8.2013 erschiene Roman. Für UVP 9,99 Euro kannst du dieses Buch erwerben. Die Protagonisten des Werkes sind Lambert, Fe und Lambert.Inhalt:Magier und Zauberer Lambert reist einen Tag nach der Beerdigung seines Vaters nach Montreal zu einer großen Zauberer-Gala. Das Flugzeug muss notlanden und mit seinen neuen Bekanntschaften aus dem Flieger verbringt Lambert die Nacht im Hotel. Zu seinem Auftritt schafft es Lambert quasi in letzter Sekunde. Und das nur durch Fe. Eine Pferdehalterin, welche er am Flughafen in Montreal kennenlernte. Immer wieder begegnen sich die beiden, bis die Gefühle in beiden immer stärker werden. Lambert möchte Fe in ihrer Mission, Pferde auszuwildern, unterstützen, sie begleiten. Doch immer wieder nagt das schlechte Gewissen an ihm. Andrea, seine Freundin, wartet in Deutschland auf ihren Partner. Lambert tut alles in seiner Macht stehende, um dennoch länger bei Fe bleiben zu können. Seine Bekanntschaft vom Hinflug arbeitet in der Flugsicherheit, er fädelt ein Flugverbot ein, sodass er nicht zurück muss. Wie es sein Schicksal wohl will, ist auch der nächste Flug überbucht und er kann noch eine Nacht bei Fe bleiben. Sie verbringen die Nacht gemeinsam, doch am Morgen ist sie verschwunden. Ebenso seine Klamotten, sein Geld, sein alles. Lediglich das Ortungsgerät ihrer Pferde fand er im Bad. Er kam ihr auf die Spur und entdeckte sie mit einem anderen Mann. Er entdeckte sie mit sich. Zwei Lamberts machten sich nun auf den Weg, Fe zu folgen. Ein ständiges hin und her folgt. Als der neue Lambert eines der Pferde von Fe tötet, tut sie es ihm gleich. Sie bringt ihn um und steht zu Lambert 1. Er jedoch hat sich nach all diesen Strapazen für Andrea entschieden.Aufbau:Der Roman ist in sehr kurzen Kapiteln geschrieben. Maximal 10 Seiten ist eines dieser lang. Dennoch klappen die Übergänge von einem Kapitel in das nächste sehr gut, sodass keine Geschichtsstücke fehlen. Ein allwissender Erzähler spricht, was geschieht, wer wie denkt und was wer sagt. Dennoch gibt es keine Ausblicke in die Zukunft. Der Erzähler ist immer in der selben Zeit wie die Protagonisten. Die Einführung von Fe als wichtiger CHarakter geschah sehr plötzlich in Kapitel 5. Ich al Leser ging weiterhin davon aus, dass alles was Lambert tut erzählt wird, doch der Inhalt passte nicht. Bis irgendwann herauskam, dass plötzlich von Fe geschrieben wurde.Sprache/Stil/Schlüssigkeit der Handlung:Die Sprache ist keine normale Sprechsprache. Die Art und weiße, wie der Roman geschrieben ist, ist anstrengend. Erinnert mich in leichten Zügen an Shakespeares Werke. Auch sehr philosophisch wird im Werk diskutiert. Das alles nimmt leicht das Lesevergnügen, da sehr ernsthaft über Themen und Äußerungen nachgedacht werden muss, um den Hintergrund und Zusammenhang zu erkennen.Des Weiteren wird die wörtliche Rede ganz starr als hin und her dargestellt. Der eine spricht, dann der andere. Wieder der Erste und so weiter. Es gibt keine beschreibenden Nebensätze. Dem Leser ist es die Aufgabe zu entscheiden, ob laut, leise, in Rage oder ruhig gesprochen wird. Macht es ab und an schwer, den Dialog richtig zu verstehen. Denn es wird dem Leser auch nicht gezeigt, ob eventuell Ironie im Spiel ist.Die Handlung ist, wie am Inhalt schon erkannt, eher unschlüssig. Wie kann ein Mensch plötzlich zwei Menschen sein. Es gibt einige Ungereimtheiten im Roman.Design:Das Design des Buches find ich sehr gelungen. Ein sehr cleanes Cover, lediglich zwei kleine Seepferdchen in der unteren rechten Ecke unterbrechen die klaren Linien. Die Farbzusammenstellung gefällt mir sehr gut und wirkt auch recht ruhig, ohne langweilig zu sein. Die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite beschreibt den Roman spannender, als ich ihn letztlich empfand. Dennoch ist diese Angabe gelungen, denn es bringt den Leser in Spannung. Die benutzten Farben und Seepferdchen wiederholen sich noch einmal auf der Rückseite. Die reinen Textseiten sind ebenfalls in einem besonderen Design, denn lediglich circa 2/3 der Seiten wurde beschrieben. Es ist ein relativ breiter, weißer Rand gelassen wurden.Buchempfehlung?Nein. Wer auf der Suche nach einem Roman ist, ist hier leicht falsch. Die versteckte Philosophie im Werk macht das Lesen ab und an unangenehm und zäh.Diese Rezension erschien zuerst auf meinem Blogwww.aufgehuebschtes.blogspot.de

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  • Was ist Liebe?

    Was wir Liebe nennen
    goldfisch

    goldfisch

    14. January 2014 um 16:12

    Lambert ist Zauberer.Andere Menschen kann er verzaubern und bezaubern, aber den Zauber der Liebe hat er für sich scheinbar noch nicht entdeckt.Nun macht sich Lambert auf nach Montreal und sein erster Flug entpuppt sich gleich als Abenteuer.Wenn er bei der Landung schon ahnen würde, was ihn noch erwartet.Da ist zum Beispiel Fe und sie scheint Lambert verzaubert zu haben.Warum tut er plötzlich Dinge, an die er nie zuvor gedacht hat? Eine bezaubernde Liebesgeschichte,verfasst in einer wunderbaren Sprache. Geeignet gegen jeden Wetterblues.

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  • Chemische Botenstoffe oder einfach Romantik?

    Was wir Liebe nennen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    01. October 2013 um 13:17

      Was der Mensch Liebe nennt, ist, auf dem neuesten Stand der Hirnforschung, eine Verkettung und gegenseitige Beeinflussung von chemischen Prozesse im Hirn des Menschen. An manchen Stellen im Buch nimmt Lendle genau dieses auf und erläutert dem Leser Schritt für Schritt damit zunächst durchaus fast eine „Entzauberung der Liebe“, zumindest dessen an „Schmetterlingen“ und „romantischem In-die-Augen-versinken“, was man sich im Alltag (aus mannigfaltigen Romanen und Filmen mit bestimmt) so unter Liebe vorstellt.   Was ernüchternd wirken mag, von Lendle jedoch im Zusammenhang gelesen durchaus auch als eine Form der Darstellung des „Zaubers des Neuen“ und der Liebe verstanden werden kann. Trotzdem sind diese Passagen im Buch eher mühsam und langweilig zu lesen, was sich allerdings in der Gesamtbetrachtung verschmerzen lässt.   Denn diese Geschichte des Mannes Lambert, der sich plötzlich der Möglichkeit auch zu einem anderem als dem ihm gewohnten Leben gegenübersieht, der auf einer „beruflichen Reise“ als Osnabrücker Zauberer nach Kanada dort eine leidenschaftliche, aktive junge Frau kennenlernt, sich verliebt, wird zu einer ganz besonderen Geschichte werden, zu einer „Geschichte mit sich selbst“. Denn nun fragt er sich, ob das angenehme, gewohnte Leben mit Freundin in Osnabrück oder das neue, zu erkundende und (chemisch gesteuert eben) ihn hinziehende Erleben mit Fe in Kanada der nun wichtige Weg wäre. Ob er dem nicht einfach so nachgehen sollte.   Fragen, die durchaus beim Leser nicht auf unbekanntes Terrain fallen.   Mitsamt dem Hin und Her, mitsamt der Lust auf das Neue, das Berauschende und der Angst vor dem Verlust, dem Schritt ins Unbekannte. Und plötzlich steht da eine, die all das verkörpert, was das beschaulich bürgerliche Leben noch nie hergegeben hat. Wo das Adrenalin rauscht, die Hormone zur Attacke blasen und die Weite Kanadas (als Metapher für die mögliche Weite des Lebens und Liebens) vor Augen liegt. Und doch das mittelmäßige Leben sich nicht entscheiden, sich nicht wirklich lösen kann (so kann der Leser die biochemischen Erläuterungen im Buch auch als Versuch des Sicherheitsdenkens deuten, all dieses Überwältigende doch lieber in die Sphäre des rein rational erklärbaren und damit kontrollierbaren zu ziehen und damit zu „entzaubern“).   Eine Reibung in Lambert, die Folgen haben wird.   „Seitdem er nach der gemeinsamen Nacht aufgewacht war und sich zu seinem Erstaunen alleine im Bett befunden hatte, war er Fe einfach hinterhergelaufen, besinnungslos, ohne zu überlegen, was er von ihr wollte“.   Deutlich an Tempo auf nimmt das Buch, als sich Lambert, der sich  nicht entscheiden kann, der ständig rational versucht, abzuwägen, plötzlich Lambert2 gegenübersteht. Seinem Alter Ego, der Abspaltung seiner Lust. Und nicht nun zwei Lamberts eben zwei Leben leben, sondern der eine, neue, wagemutige sich dem Neuen hingibt während der andere, alte, weiterhin eher mit der Unschlüssigkeit zu kämpfen hat. Mit aufreibenden Folgen für beide.   Und dem Erleben auch, dass es „echte Wildheit“ eigentlich gar nicht wirklich gibt. Da draußen. Wohl aber „da drinnen“.   Auch wenn nicht jede Passage geglückt ist, auch wenn das Buch hier und da, gerade in der Anfangsentfaltung, Längen aufweist, diese beiden wesentlichen Fragen menschlicher Erfahrungen, was Liebe ist und mit welcher Kraft sie wirkt und wie „Seele“ und „Fleisch“, Sehnsucht und Sicherheitsdenken, Leben aus der Kraft der Emotion und Leben als „versorgte Haltung“ im Menschen tatsächlich reiben, das hat Lendle lesenswert zum Thema gesetzt. Mit allem an Verwirrungen und Aufreibung, was dazu gehört.

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