Jo Nelson

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen

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Das Museum der Weltkulturen

Das Museum der Weltkulturen

 (2)
Erschienen am 02.11.2015

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Rezension zu "Das Museum der Weltkulturen" von Jo Nelson

Tolles Museum
buecher_bewertungen1vor 2 Jahren


Die äußere Gestaltung dieses Buches gefällt mir sehr gut, man sieht schon auf dem Cover einige "Austellungsstücke" vergangener Kulturen, die auch auf der Rückseite zu sehen sind. Das passt ziemlich gut zum Buch, da die abgebildeten Gegenstände auch im Buch vorkommen und beschrieben werden.
Ein kleiner Tipp allerdings: verschätzt euch nicht in der Größe dieses Werks! Ich habe es oben noch hingeschrieben, dieses Buch misst 27x37 cm und ist damit riesig! 
Somit ist der Preis von knapp 25€ dann aber auch berechtigt. 

Schon als ich das Buch online gesehen habe, hat es mich fasziniert, da ich es wunderschön fand, aber als ich es in natura vor mir hatte, hat es meine Erwartungen übertroffen, sodass ich sofort reinblättern musste. 
Nach dem Vorwort der Autorin ist ein Inhaltsverzeichnis zu sehen. Das Buch ist nach den einzelnen Kontinenten in sogenannte "Säle" aufgeteilt, sodass man sich wirklich wie in einem Museum vorkommt. 
In jedem Saal sind 3-4 fundamentale Kulturen "ausgestellt", die auf dem Kontinent lebten. 

Zu jeder einzelnen Kultur gibt es eine kleine Einführung, in der beispielsweise geklärt wird, wann diese etwa auftauchte oder inwiefern sich diese jeweilige Kultur auf unser heutiges Dasein auswirkt.
Beispielsweise wird im Europa-Saal unter anderem über die Kelten und die Wikinger geschrieben.

Gleich nach dem Inhaltsverzeichnis kommt der Leser allerdings erst einmal in den "Eingang" des Museums. Hier werden grundlegende Fragen erläutert, wie beispielsweise "Was ist Archäologie?" Dazu gibt es eine wunderschöne Zeitleiste, auf der einige "Austellungsstücke" den einzelnen Kulturen zugeordnet werden können und man die Zeit sieht, in der sie etwa entstanden sind. 

Wenn man sich dann in einem Saal befindet und gerade zum Beispiel bei den Azteken ist, so sind nach einer kleinen Einführung einige Artefakte abgebildet, die von Richard Wilkinson gezeichnet wurden. Diese Abbildungen sind so schön und detailgetreu, dass mich jedes dieser kleinen Kunstwerke verzaubert hat. 
Zu jedem Artefakt gibt es eine ausführliche Erklärung, was es war, zu was es benutzt wurde und Weiteres. 
Insgesamt finde ich den Aufbau des Buches sehr schön, man sieht deutlich, wie viel Mühe sich die Autorin gegeben hat. 

In dem Buch sind neben den vielen Illustrationen auch einige Texte enthalten, die mit Herzblut geschrieben wurden. 
Man merkt beim Lesen einfach, wie viel Mühe sich die Autorin gemacht hat, alles verständlich und auch kindsgerecht aufzuschreiben. Dabei wirken die Textpassagen keineswegs trocken oder gelangweilt, sondern spannend. 

Insgesamt bin ich sehr begeistert von diesem Buch, da einfach unglaublich viel Wissen drinsteckt. Zudem sind die Illustrationen wunderschön und die Texte sehr anschaulich. 
Deshalb vergebe ich 4,5 Sterne 

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Bücherfüllhorn-Blogs avatar

Rezension zu "Das Museum der Weltkulturen" von Jo Nelson

Kultur-Schätze für Kinder - wunderschön!
Bücherfüllhorn-Blogvor 3 Jahren

Das Buch ist wunderschön! Als es bei mir ankam, war ich zunächst erstaunt über die Größe (27x68cm) und gleichzeitig sofort begeistert. Der Anblick und das haptische Gefühl beim anfassen ergaben eine perfekte Symbiose. Ich konnte nicht anders, ich musste mit der Hand drüber streicheln, bevor ich die ersten Seiten aufschlug.

Und schon „stand“ ich im Eingang des Museum (die Inhaltsangabe) und konnte mir nun aussuchen, welchen Saal (Kapitel) ich zuerst betreten sollte:

Saal 1: Afrika

Saal 2: Amerika

Saal 3: Asien

Saal 4: Europa

Saal 5: Naher Osten

Saal 6: Ozeanien

Bibliothek

 

Im Eingangsbereich wird zunächst die Frage geklärt „Was ist Archäologie?“ bevor ich auf der nächsten Seite eine äußert praktische Zeitleiste anschauen durfte: eine sehr perfekte Übersicht über einige Artefakte die im Buch beschrieben sind. Die jeweilige Illustration „liegt“ auf einer Zeitleiste, die eine Datierung möglich macht und außerdem auf einer  „Zuordnungs-Leiste“, es wird unterschieden zwischen Afrika, Amerika, Asien, Europa, Naher Osten und Ozeanien. Neben der Illustration werden kurz und knapp die ersten Infos gegeben.

Beispiel: Ich suche mir Artefakt anhand der Illustration aus, z.B. die Doppelköpfige Mosaik Schlangen der Azteken. Ich kann anhand der Zeitleiste oben am Rand des Buches sehen, dass sie „auf ca. 1500 nach Christus liegt“. Wenn ich die Leiste, auf der die Schlange liegt, weiter nach links verfolge, erscheint am linken Buchrand die Zuordnungs-Leiste. Die Schlange ist in der Amerika-Leiste vermerkt.

Dazu gibt es neben der Illustration der Schlange noch ganz kurze Informationen, unter anderen auch, auf welcher Seite im Buch die Schlange ausführlich vorgestellt wird.

Die Säle sind dann in Kulturen untergliedert, im Europasaal finden sich die Themen über die Kelten, Altes Griechenland, Altes Rom und die Wikinger. In Amerika die Olmeken, Maya, Azteken, Hopewell und Pueblo Kultur.

Zu jeder Kultur gibt es eine kleine Einführung: „Wann waren z.B. die Kelten?“ „Von was wurden die Kulturen geprägt?“ oder „Gibt es Bräuche oder ähnliches  davon, die bis heute überlebt haben?“ oder „Warum ging diese Kultur zu Ende?“.  Unter der Einführung werden dann die verschiedenen Artefakte erklärt, die auf der jeweils rechten oder linken Seite illustriert sind.

Das „Alte Rom“ nimmt gleich mehrere Seiten ein, auf Seite 62 werden folgende Illustrationen und Artefakte beschrieben: Wasserspeier, Die Portlandvase, Jupiterstatue und ein Mosaik.  Oder im „Alten Ägypten“ den Sarg der Henutmehyt, ein Miniatur-Halskragen, ein Horusfalke oder ein Schafsbock-Amulett. Oder mal etwas eher Unbekanntes aus Korea: eine Goldkrone, eine hausförmige Urne, eine eiserne Pferderüstung oder eine vergoldete Bodhisattva-Statue.

Besonders interessant fand ich ein Artefakt aus Asien: Auf Seite 45 ist ein kleiner Schlüssel-ähnlicher Gegenstand abgebildet, wie ich nachlesen konnte, ist es sogenanntes „Messergeld aus Bronze“, und sieht unseren heutigen Schlüsseln sehr ähnlich.

Beim durchblättern des Buches fielen mir auch noch einige andere Artefakte ein. Natürlich kann das Buch nicht vollständig sein, es soll einen Anreiz bieten, selber mehr zu entdecken. Vor kurzen habe ich das Buch „Der Tanz der Häsin“ von Dieter R. Fuchs

(https://buecherfuellhorn.wordpress.com/2015/10/28/fuchs-dieter-r-der-tanz-der-haesin-3/)

gelesen und habe mich sofort an die Netsuke erinnert. In diesem Buch hier sind keine vorgestellt, hätten aber sicherlich auch dazu gepasst.

Ebenso vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich das Buch von Andreas Steinhöfel „Beschützer der Diebe gelesen“. Es ist einfaches Kinderbuch, aber das Schöne daran ist, dass ein Teil davon im Pergamon-Museum in Berlin spielt und sofort hat man einfache und fiktive Anschlussliteratur für Kinder von 7-12 Jahren, aber durchaus im weitesten Sinne zu diesen Buch passend.

Fazit:

Das Buch bietet eine Auswahl an faszinierenden Gegenständen aus früheren Zeiten. Interessierte Kinder und Erwachsene können unendlich lange darin stöbern, anschauen und lesen. Ein Buch, dass in jeden Museums-Shop gehört und das auch jedes Kind mit Interesse an geschichtlichen Dingen haben sollte oder auch für jedes Kind, um das geschichtliche Interesse zu wecken!

 

Empfehlenswert!

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