Jo Nesbø Durst

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Inhaltsangabe zu „Durst“ von Jo Nesbø

Ein Serienkiller findet seine Opfer über die Dating-App Tinder. Die Osloer Polizei hat keine Spur. Der einzige Spezialist für Serientäter, Harry Hole, unterrichtet an der Polizeihochschule, weil er mehr Zeit für seine Frau Rakel und ihren Sohn Oleg haben möchte. Doch Holes alter Chef Mikael Bellmann setzt Hole unter Druck. Die schlimmsten Befürchtungen werden wahr, als tatsächlich eine weitere junge Frau verschwindet, ausgerechnet eine Kellnerin aus Holes Stammlokal. Und der Kommissar kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass der Mörder für ihn kein Unbekannter ist.
"Der unumstrittene König des skandinavischen Kriminalromans."
The Times
Das Warten hat ein Ende: Der neue Harry Hole ist da!

Wieder ein absolutes Highlight unter den skandinavischen Krimis und ein verwegener und überzeugender Harry Hole

— EvelynM

Spannender Psychothriller mit vielen Wendungen und falschen Fährten

— Lilith79

Erschreckend aktuell! Trotz seiner Länge sehr fesselnd - definitive Leseempfehlung

— Kiritani

Nesbo beherrscht das Spiel mit vielen unerwarteten Wendungen in seinem 11.zugegeben äußerst brutalen Band perfekt. So muss ein Thriller sein

— SalanderLisbeth

Ein super Werk von Jo Nesbø .

— Stiefeli

Der 11. Fall von Harry Hole spannend von Anfang bis Ende. Durst konnte mich begeistern.

— chrissysbooks

Endlich ist Hole zurück. Nicht mehr ganz so düster, aber genau so fesselnd...

— Pippo121

Harry Holes elfter Fall ist ein weiterer packender Thriller.

— oberchaot

Spannend und ereignis- und facettenreich mit originellem Plot. Aber nicht das Beste von Nesbo.

— antonmaria

Ein solider Thriller der meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt hat. Jo Nesbo kann es besser!

— BettinaForstinger

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  • Spannender Psychothriller mit vielen Wendungen und falschen Fährten

    Durst

    Lilith79

    21. February 2018 um 15:30

    "Durst" ist der neueste Thriller aus der "Harry Hole" Reihe von Jo Nesbo, aus der ich schon einige Bücher gelesen habe. Inzwischen ist Harry Hole offiziell gar kein Polizist mehr, sondern arbeitet als Hochschuldozent und ist mit seiner Ehefrau Rakel und Stiefsohn Oleg quasi häuslich geworden. In seiner alten Polizeidienststelle leitet die junge Polizistin Katrine Bratt die Ermittlungen und es erwartet sie ein besonders gruseliger Fall, eine junge Frau wird quasi ausgeblutet mit durchgebissener Kehle aufgefunden und es scheint als sei der Täter ein Mensch gewesen, ein Mörder der wohl Gefallen daran findet, das Blut seiner Opfer zu trinken. Zu finden scheint er die Opfer über die Dating-App Tinder...und schon bald nach dem ersten Mord gibt es ein zweites Opfer. Der ehrgeizige (und wirklich sehr unsympathische) Polizeichef Mikael Bellmann träumt indes von einer großen Karriere als Justizminister und möchte auf keinen Fall, dass ein ungelöster Mordfall seinen Aufstiegschancen im Wege steht, weswegen er um jeden Preis versucht Harry Hole wieder für die Ermittlungen zu gewinnen. Zu dem Sonderermittlungsteam kommt noch ein junger talentierter Polizist namens Anders Wyller und ein selbsternannter Professor für Vampirismus, der in der Vergangenheit für sein Forschungsfeld viel Spott einstecken musste, jetzt aber hochgefragt ist...aber grade als die Ermittlungen Fahrt aufnehmen wird auch noch Harrys Frau schwer krank... Soweit die Prämisse des Buches, auch wenn der Hintergrund etwas reißerisch daherkommt, handelt es sich um einen intelligenten psychologischen Thriller mit interessanten Charakteren in dem viele falsche Fährten gelegt werden und so einige erwartete und unerwartete Wendungen auftauchen. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn es für einen Psychothriller vielleicht nicht total innovativ ist, sondern eher ein klassischer Vertreter mit allen Zutaten, die man von so einem Thema so erwartet. Das Ende ist sehr spannend und führte bei mir durchaus dazu, dass ich das Buch die letzten 100 Seiten nicht mehr aus der Hand legen konnte, genau wie man es von einem guten Thriller erwartet. Einzige Schwäche des Buches war für mich, dass doch sehr offensichtlich einzelne Personen als "potentielle Verdächtige" inszeniert werden und es dann nur noch darum geht, wer von ihnen tatsächlich etwas zu verbergen hat und bei wem es sich um eine falsche Fährte handelte. Für sehr erfahrene Krimileser waren diese Konstrukte doch etwas sehr offensichtlich, was dem Lesespa0 aber trotzdem keinen Abbruch tat.

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  • Erschreckend aktuell!

    Durst

    Kiritani

    20. February 2018 um 12:09

    Ich habe mich beim Lesen so sehr geärgert, dass ich mich nicht schon früher an die Romane von Jo Nesbo getraut habe, denn ich bin regelrecht verliebt in Harry Hole. Einige mögen ihn als arrogant und eigenbrödlerisch abstempeln, aber gerade im Umgang mit seiner Frau bemerkt man, wie humorvoll und ehrlich er ist. Ich bin ein großer Fan solcher ‚Ermittler‘. Sie haben was eigenes, wirken nicht wie Übermenschen, die Identifikation mit solchen Charakteren fällt einem leichter und macht das Buch interessanter. Das neuste Werk von Nesbo wartet mit einer großen Charakterbandbreite auf. Es sind Charaktere da, die der Leser sofort ins Herz schließt, wie Rakel und Oleg. Natürlich gibt es eine handvoll Menschen, die den Posten des Unsympathischen einnehmen. Die armen naiven Seelen sind auch mit an Bord und die gemütlichen Ermittler, dessen Privatleben eher einem Trümmerfeld, als einem Zuhause gleicht. Die perfekte Mischung, gepaart mit einer interessanten Storyline. Nesbo legt nicht einfach nur einen Geschichtsverlauf ab, er verflicht einzelne Stränge so gut zusammen, dass ein komplexes Geflecht entsteht, welches sich auf den ersten Blick nicht entwirren lässt. Nesbo jongliert zwischen Sympathie und Abneigung und zieht den Leser so in seinen Bann. Er versteht es unsympathische Charaktere interessant wirken zu lassen, sodass der Leser gar keine andere Wahl hat, als das Buch weiter zu lesen. Die Story ist sehr aktuell und erschreckend einfach. Nicht die Taten an sich, sondern die Situationen in denen es passiert. Wir geben in der heutigen Zeit fremden Personen im Social Media Bereich viel zu viel preis und treffen uns fast kopflos mit völlig Unbekannten. Dies macht sich der Mörder in Nesbos Buch scheinbar zum Vorteil. Eine blutige (also wirklich blutige) und rasante Jagd nach einem Vampiristen-Mörder auf knapp über 600 Seiten. Auf keiner der Seiten dachte ich, dass das Tempo mal angezogen oder entschleunigt werden könnte. Lediglich zum Schluss dachte ich kurz:“Das war es?“ Ich war unzufrieden, wurde dann doch noch zufrieden gestellt, auch wenn mir das Ende nicht gefiel. Mit Ende meine ich die Aufklärung und den Menschen hinter den grausamen Morden. Es passte für mich nicht und wirkte überzogen, als hätte man sich kurz vor Schluss für ein anderes Ende entschieden. Und das fand ich wirklich schade, es war so ein tolles Buch. Interessant hingegen war, dass das Buch mit einem offenen Ende aufwartete. Das hätte ich nicht erwartet und ich glaube, dass Hole noch ein weiterer Bekannter im nächsten Buch begegnet.

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  • Mörderisches Tinder

    Durst

    SalanderLisbeth

    05. February 2018 um 12:23

    „Meinst du, dass der Mörder tief in seinem Inneren verraten will, wer er ist?“ Harry antwortete nicht. „Nicht, wer er ist, aber was“, sagte Katrine. „Er zeigt Flagge.“ „Darf ich fragen, was das bedeutet?“ „Bitte“, sagte Katrine. „Frag unseren Experten für Serienmorde.“ Harry starrte auf den Bildschirm. Es war jetzt nicht mehr das Echo eines Schreis. Es war ein Schrei. Der Schrei des Dämons. „Das bedeutet…“, sagte Harry, entzündete das Feuerzeug, hielt die Flamme vor die Zigarette und nahm einen tiefen Zug. „Dass er spielen will.“ (Auszug Seite 151)   Mörderisches Tinder In Oslo wird eine junge Frau nach einem Date brutal ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Polizei hat es mit einem höchst komplexen Fall zu tun, denn sie finden keine Einbruchspuren. Tatwaffe scheint ein altertümliches Eisengebiss zu sein und dem Opfer fehlt ein halber Liter Blut. Als eine zweite Frau auf ähnliche Weise getötet wird, deutet das auf einen Serientäter. Auch sie suchte mit der Tinder-App nach Kontakten. Die Ermittlungen unter der Leitung von Katrine Bratt stecken in einer Sackgasse. Auch die Presse verstärkt mit ihrer Berichterstattung den Druck zum „Vampiristenfall“. Und der Experte für Serienmorde hat den Polizeidienst quittiert. Seit drei Jahren gibt Harry Hole als Dozent an der Polizeihochschule Vorlesungen, ist mit seiner großen Liebe Rakel verheiratet und führt mit ihr und ihrem Sohn Oleg ein stabiles, mehr oder minder glückliches Leben. Denn da sind ja noch die bedrückenden Alpträume, die den trockenen Alkoholiker immer wieder heimsuchen. Die Legende ist zurück Holes alter Chef und Erzfeind Mikael Belheim hat Angst um seine Karriere und will HH wieder im Team haben. Der ehrgeizige Polizeichef setzt ihn mit dem Wissen um Olegs Drogen-Vergangenheit unter Druck und trifft damit einen wunden Punkt bei Harry, dem seine kleine Familie sehr wichtig ist. Er scheint sein Leben im Griff zu haben, ist umgänglicher geworden und hat dem Alkohol abgeschworen. Das alles will er nicht wieder aufs Spiel setzen. Trotzdem entscheidet er sich dafür und bildet parallel zu der Ermittlungsgruppe um Bratt ein kleines Team, zu dem auch ein Vampirismus-Experte gehört, der Psychologe Hallstein Smith und der junge Polizeianwärter Anders Wyller. Denn Hole hat einen Verdacht bezüglich des Täters. Er denkt an einen lang gesuchten Sexualstraftäter, den er nie fassen konnte. Die Art und Weise wie der gerissene Täter vorgeht, entspricht nicht komplett seinem bekannten Muster und deutet auf einen zweiten Täter hin. Durch seine exzessive Arbeitsweise verfällt HH schnell wieder in altbekannte Verhaltensmuster. Das verstärkt sich noch, als Rakel lebensgefährlich erkrankt, denn es reißt dem abgeklärten Ermittler praktisch den Boden unter den Füßen weg und setzt ihm sehr zu. Sie versuchte, seinen Blick festzuhalten, ihn festzuhalten. Aber kaum merkbar, so wie die Farbe des Meeres sich von Grün zu Blau verändert, geschah es. Sein Blick richtete sich wieder nach innen. Und sie wusste, dass er, noch bevor das Lachen verstummt war, wieder von ihnen wegtrieb, hinein ins Dunkel. (Seite 180) Serienmorde Wenn ich den Klappentext gelesen hätte, ohne zu wissen, dass der Autor Jo Nesbø heißt, hätte ich mich gelangweilt und auch etwas angeekelt abgewendet. Nicht schon wieder Serienmorde und immer größere Kreativität in der Schilderung abartiger Gewaltverbrechen. Auch die Etablierung von Tinder, diese moderne Online-Platform, bei der man problemlos und schnell Kontakte knüpfen kann für eine Nacht oder mehr, wirkt kalkuliert. Aber es ist halt ein Nesbø und der elfte Fall für Harry Hole und es passiert das, was immer passiert, wenn ich einen Thriller des norwegischen Starautors lese. Schon nach wenigen Seiten stellt sich ein Sog ein und ich klebe an den Seiten. Was also unterscheidet einen Harry-Hole-Thriller von anderen Krimis dieser Art? in Erklärungsversuch Vier Jahre nach „Koma“ ist Jo Nesbø ein knallharter und explizit brutaler Thriller gelungen, mitreißend geschrieben und stilistisch und dramaturgisch auf hohem Niveau. Er beherrscht das Spiel mit vielen Verdachtsmomenten, Cliffhangern sowie überraschenden Wendungen perfekt und mischt diese in „Durst“ noch gekonnt mit Horrorelementen. Das können auch andere Autoren, aber Nesbø ist wirklich der Meister der falschen Fährten und Irreführungen. Typisch für den Autor erweisen sich die Dinge oft anders, als sie den Anschein haben. Für mich ist Nesbø einfach ein literarischer Krimiautor, sein intensiver Schreibstil entfacht ein fesselndes Kopfkino. Durch sein außergewöhnliches Talent spielt er mit der Sprache und ist in vielen Passagen hoch philosophisch. Man trifft eine Menge alter Bekannter wieder, alle authentisch und facettenreich gestaltet, die aber auch konsequent weiterentwickelt werden. Und mittendrin der Protagonist Harry Hole, dieser ambivalente, kantige und höchst widersprüchliche Charakter. Viele Perspektivwechsel in diesem ausgeklügelten Plot, die auch einen Blick hinter die Fassade des Täters ermöglichen, erhöhen die Spannung. Bis zum spannenden Showdown auf schmelzendem Eis mit einem angeschlagenem Einzelgänger Harry, dessen ohnehin schon ziemlich lädierter Körper weiter gezeichnet wird. Fazit Jo Nesbø überrascht mich immer wieder mit seinem Einfallsreichtum und ja man ahnt es schon, der Titel „Durst“ bezieht sich sowohl auf den Vampiristen als auch auf Harrys Achillesferse, den Alkohol.  

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  • Mein Durst wurde gestillt...

    Durst

    Stiefeli

    01. February 2018 um 21:29

    Der Titel ist passend zu meinem Gefühl 
    endlich der 11. Fall von Harry Hole.
    Wie gewohnt von Anfang bis Ende sehr 
    spannend und flüssig zu lesen. 
    Auch in diesem Fall sind die Dinge anders 
    wie es den Anschein macht und führt zu 
    überraschenden Wendungen.


    Für mich immer wieder sehr beeindruckend 
    sind die starken Charakteren und die 
    Nachvollziehbarkeit.


    Fazit:
    Ein muss für jeden der spanende Krimis 
    liebt!

  • Ein tolles, spannendes Buch.

    Durst

    WinfriedStanzick

    17. January 2018 um 15:02

    Lange  mussten die Fans von Harry Hole auf den neuen Roman seines Schöpfers warten, doch nun ist er wieder da, und er ist besser als je zuvor. Eigentlich gehört Harry Hole ja gar nicht mehr zur Truppe im aktiven Polizeidienst, er unterrichtet mittlerweile an der Polizeihochschule Oslo, aber für den vorliegenden Fall gibt es natürlich doch keinen besseren Kriminalisten als ihn, gerade bei stockenden Ermittlungen. Wer ist dieser Serienkiller, der seine Opfer über eine Dating- App findet, sie misshandelt und vampirhaft beisst und tötet, der Blut trinkt und neue Seiten perversester Verbrechen aufschlägt. „Wir haben es mit einem Doppelmord zu tun, Harry, vielleicht mit einer Serie. Kann es da noch schlimmer werden? – Ja, sagte Harry, es kann.“Über 620 Seiten knüpft Nesbo an viel Altes an, doch auch der Erstleser kommt voll auf seine Kosten. Harry Hole ermittelt in einer Spezialtruppe, die für diesen Fall jede erdenkliche Kompetenzen erhält. Ermittlungen, die auch in die Vergangenheit reichen und die den in die Jahre und zur Legende gewordenen Kommissar an Grenzen bringen. Es sei, so sagt er, „wie wenn du Musik hörst, die du noch nie gehört hast, gespielt von einer Band, die du nicht kennst, und trotzdem hörst du, wer das Lied geschrieben hat. Weil da etwas ist. Aber etwas, das du nicht greifen kannst.“ Nesbo ist ein Meister der Andeutungen, der seinen Leser geradezu quält und mit Details und scheinbaren Nebensächlichkeiten, mit kleinsten Puzzlestücken und Andeutungen, mit beiläufigen Bemerkungen und zunächst unwichtig erscheinenden Informationen einen stetig an Spannung immer reicher werdenden Erzählfluss schafft. Ein tolles, spannendes Buch.

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  • Blutige Jagd

    Durst

    Havers

    15. January 2018 um 14:34

    In Oslo treibt ein besonders brutaler Serienkiller sein Unwesen. Er datet Frauen über Tinder, stalkt sie und bringt sie schließlich um. Die Polizei hat zwar Spuren, kann sie aber nicht erkenntnisgewinnend einsetzen, zudem mangelt es seit Harry Holes Ausscheiden aus dem Dienst an einem Spezialisten für Serientäter. Hole, obwohl mittlerweile als freischaffender Dozent an der Polizeihochschule tätig, wird mit einer astreinen Erpressung zurückgeholt. Man droht ihm, die Drogenvergangenheit seines Stiefsohns an Licht zu zerren, und damit dessen berufliche Zukunft zu gefährden. Harry schützt diejenigen, die er liebt, und so lässt er sich zähneknirschend auf diesen Handel ein. Die Jagd kann beginnen! Seit „Koma“, dem zehnten Band der Harry Hole-Reihe des Autors Jo Nesbø, sind vier Jahre vergangen, und nun gibt es endlich wieder Nachschub. „Durst“, so der Titel des aktuellen Thrillers mit dem norwegischen Kultkommissar, muss allerdings von Seiten der Kritik einige harsche Schläge einstecken. Der von mir sehr geschätzte Denis Scheck nannte das Buch „geistiges Ödland von bemerkenswerter Tristesse“, wobei ich mich dieser Einschätzung allerdings nicht anschließen mag. Natürlich kann man argumentieren, dass die Beschreibungen der Mordszenarien durch einen Killer, der seine Opfer durch Aufreißen der Halsschlagader mit einem Eisengebiss tötet und sich deren Blut einverleibt, übermäßig brutal sind. Aber Nesbø schreibt keine Häkelkrimis, genau so wenig wie Splatter-/Horrorthriller, auch wenn manche Szenen in „Durst“ diese Assoziation durchaus zulassen. Für ihn, ebenso für mich als Leser, steht nicht der „Geil-auf-Gewalt-Stuss“ (lt. Scheck) im Fokus, sondern die Zerissenheit des Protagonisten, der von der Mörderjagd die Nase voll und seiner Frau auch das Versprechen gegeben hat, der Polizeiarbeit fernzubleiben. Weil die Ermittlungen ihn in seinem tiefsten Innern berühren, ihn verletzen. Nicht umsonst ist er Alkoholiker, meistens trocken. Hole giert nicht nach Anerkennung, er macht das, was er am besten kann, was seine Bestimmung ist, nämlich Mörder dingfest machen. Der Plot ist stimmig, gut aufgebaut, die Dialoge kurz und lakonisch, wobei immer wieder der trockene Humor des Autors aufblitzt. Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, sind die Klischees, die Nesbø bei der Charakterisierung seiner Nebenfiguren verbrät. Eine penetrant schnüffelnde Reporterin und ein Vorgesetzter, der sein Mäntelchen nach jedem Windstoss neu ausrichtet, der seinem persönlichen Fortkommen dient, sind so neu ja nun auch wieder nicht. Der Fortgang der Handlung ist durchgehend spannend, dafür sorgen schon jede Menge Finten und Cliffhanger. Und natürlich werden auch die persönlichen Beziehungen der Personen weiterentwickelt, was wahrscheinlich aber nur Leser entsprechend würdigen können, die Harry Hole über die Jahre begleitet haben.  

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  • Gewohnt fesselnd

    Durst

    oberchaot

    07. January 2018 um 14:36

    "Durst" ist Harrys elfter Fall. Das Buch beginnt wie gewohnt schon fulminant. Frauen werden auf bestialische Art ermordet, der Mörder hinterlässt seine Handschrift an seinen Opfern. Harry ist zwar nicht mehr im Polizeidienst tätig, doch er wird von seinem alten Chef Mikael Bellmann gezwungen, sich an den Ermittlungen zu beteiligen. Dies natürlich nur, um selbst gut dazustehen. Und so sterben weitere Menschen, bis Harry erkennen muss, dass der Mörder kein Unbekannter ist.Auch der elfte Fall ist durchs Band mitreissend. Ich finde es zum Teil ziemlich brutal, aber es wundert mich nicht, denn so sind die Bücher Nesbös nun mal. Zwischendurch entsteht mal eine kurze Atempause, in dieser es entspannt zu und her geht, aber man weiss, dass es noch einmal richtig zur Sache geht.Von Vorteil ist es, wenn man Band 1 bis 10 auch gelesen hat, dann ist man richtig im Bilde und erkennt die Figuren aus früheren Büchern und dessen Geschichte. Zwingend ist das aber nicht, denn es wird immer recht gut erklärt.Ich finde auch diesen Fall äusserst spannend und ich wurde nicht enttäuscht.

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  • DURST

    Durst

    BettinaForstinger

    05. January 2018 um 07:57

    Inhalt: Ein Serienkiller findet seine Opfer über die Dating-App Tinder. Die Osloer Polizei hat keine Spur. Der einzige Spezialist für Serientäter, Harry Hole, unterrichtet an der Polizeihochschule, weil er mehr Zeit für seine Frau Rakel und ihren Sohn Oleg haben möchte. Doch Holes alter Chef Mikael Bellmann setzt Hole unter Druck. Die schlimmsten Befürchtungen werden wahr, als tatsächlich eine weitere junge Frau verschwindet, ausgerechnet eine Kellnerin aus Holes Stammlokal. Und der Kommissar kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass der Mörder für ihn kein Unbekannter ist. Gespannt habe ich mich in die neue Geschichte um Harry Hole gestürzt. Sehr hoch waren meine Erwartungen da ich von Jo Nesbo ganz großes Kino gewöhnt bin. Leider wurden meine Erwartungen dieses Mal nicht so richtig erfüllt. Der Einstig ins Buch war übersichtlich und einfach. Doch hier hat es sich schon etwas gezogen, ich habe beim Lesen auf Harry gewartet. Als er dann kam ging die Geschichte etwas flotter voran. Die Story punktet aber definitiv mit so einigen Überraschungen. Ich hatte meine Ideen und Verdächtige, Jo Nesbo hat mich aber auch hier wieder hinters Licht führen können :) Für mich ein solider Thriller der mich aber dennoch nicht gänzlich überzeugen konnte.

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  • Buchverlosung zu "Das Lesebarometer" von Friederike Harmgarth

    Das Lesebarometer

    Buchgeborene

    Hallo und Herzlich Willkommen beim Lesebarometer!    Hier geht es darum zu schauen wie viel wovon und wie gelesen wird. Hat dich schon immer interessiert wie viel Zeit du mit dem Lesen verbringst? Wie viel Prozent von deinem SuB du im Jahr liest? Ob du deinem Lieblingsgenre wirklich so treu bist? Oder wie viele Seiten du im Jahr liest? Oder wie das bei anderen aussieht? Dann ist das hier deine Challenge! Möchtest du gerne in der Gruppe lesen aber dennoch eine Challenge haben? Dann wirst du dich bestimmt hier wohl fühlen! Das Lesebarometer hat Vier Gruppen. Du meldest dich für eine oder mehrere Gruppen an. Dann setzt du dir ein Ziel und am Schluss schauen wir mal, in welcher Gruppe die meisten Leute ihr Ziel erreicht haben! Zwischendrin gibt es interessante, lustige oder spannende Aufgaben, die du erfüllen kannst, aber nicht musst. Du kannst dich jeder Zeit anmelden! Es besteht kein Rezensionszwang, aber wenn du keine Rezension schreiben möchtest, schreib doch bitte 3 Lesestati oder eine Kurzmeinung und verlinke diese! Die „Treuen Leser“ „Ich würde niemals meinem Genre fremdgehen“ sagen sie und lesen brav einen Thriller nach dem Anderen. Aber was ist das? Plötzlich taucht da ein völlig anderes Genre in ihrem Sub auf!       -->   Möchtest du wissen, ob du deinem Genre wirklich so treu bist? Oder wie viele Bücher von deinem Genre gelesen werden? Oder einfach darauf los lesen, und dich überraschen lassen, was du von welchem Genre liest? Dann melde dich hier an! Die „Seitenriesen“ Sie sammeln Seiten, wie andere Leute Hosenknöpfe. 2000 Bücher im Jahr, 500 Seiten dick, macht 1000000 Seiten im Jahr! Ok, ok, vielleicht ist das übertrieben. Aber bei diesen Lesern kommen teilweise Seitenanzahlen zusammen, da wird anderen Lesern schwindelig!    --> Möchtest du dir ein bestimmtes Seitenziel setzen und schauen, ob du es erreichen wirst? Oder möchtest du wissen, wie viele Seiten pro Jahr gelesen werden? Dann melde dich für diese Gruppe an! Die „Timelords“ Sie sind vielleicht nicht die schnellsten Leser, aber sie sind bestimmt die engagiertesten. Jede Minute wird gesammelt. Jede Stunde zelebriert.      -->     Möchtest du wissen, wie viel Zeit du im Jahr mit Lesen verbringst? Dann melde dich doch für diese Gruppe an! Die „fleißigen Sammler“ Der SuB wächst und wächst und das Lesezimmer wird kleiner und kleiner.        -->  Du sammelst Bücher und möchtest wissen, wie viel Prozent vom SuB du dieses Jahr schaffst abzuarbeiten? Dann melde dich doch für diese Gruppe an!

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    • 457

    BettinaForstinger

    03. January 2018 um 22:07
  • Mein Durst wurde gestillt......

    Durst

    voeglein

    31. December 2017 um 16:35

    Endlich......Nesbo’s 11. Thriller mit Harry Hole, gelesen als eBook. Der Klappentext las sich super, aber als ich dann mit dem Buch begonnen habe, musste ich mich durch die ersten Seiten durchbeißen, bis die Geschichte langsam mal in Fahrt kam. Aber dann.....Harry is back. Als ein grausamer Serienkiller sein Unwesen treibt, wird der inzwischen als Dozent arbeitende und inzwischen trockener Alkoholiker Harry Hole wieder aktiviert, um den Killer aufzuspüren. Um nicht Zuviel zu verraten.....die weiblichen Opfer hatten Kontakt zu einer Dating App und hatten vor ihrem Tod ein Tinder Date. Nesbo hat es mal wieder geschafft, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und die halbe Nacht durchgelesen habe. Teilweise schon erschreckend grausame Szenen, bei denen man sich schon wundert, wie ein Autor auf solche Ideen kommt. Aber auf jeden Fall spannende Unterhaltung für alle Thriller Fans und Harry Hole Fans werden eh begeistert sein. Von mir volle Punktzahl!

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  • Typisch skandinavisch

    Durst

    kuechenqueen

    20. December 2017 um 20:38

    Bei der Dating-App Tinder sucht sich ein Serienkiller seine Opfer. Als das erste Opfer auf brutalste Weise ermordet aufgefunden wird, wird Harry Hole wieder in den aktiven Dienst beordert. Hole, der mittlerweile Dozent an der Polizeihochschule ist, kommt schnell ein Verdacht. Er scheint den Mörder von irgendwohin zu kennen. Doch woher nur?Jo Nesbo und seine Figur Harry Hole sind der Inbegriff für gute Krimis. Auch hier herrscht Spannung vom Feinsten. Der Fall läßt den Leser den Atem anhalten und man möchte nur noch eines: lesen. Was natürlich auch bei diesem skandinavischen Krimi dazu gehört: Die politischen und sozialen Probleme. Es scheint wohl nicht ohne zu gehen.

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  • Harry Hole die 11.

    Durst

    tigerbea

    14. December 2017 um 15:12

    Bei einem Tinderdate geschieht ein brutaler Mord.. Harry Hole, der mittlerweile als Dozent an der Polizeihichschule tätig ist, wird zu dem Fall hinzugezogen. Ihm kommt schnell der Verdacht, dem Täter bereits einmal begegnet........ Der nun 11. Band der Harry-Hole-Serie von Jo Nesbo ist wirklich spannend. Hier wird Spannung gekonnt aufgebaut und auch wenn es zur Buchmitte hin ein wenig abflaut, bleibt es bis zum Schluß spannend und Lesenswert. Die Charaktere entwickeln sich weiter, lösen ihre privaten Probleme und so ist es sinnvoll, aber nicht zwingend notwendig die Vorgängerbände zu kennen. Man kann durchaus auch ohne Vorkenntnisse das Buch verstehen. Was natürlich für Krimis dieser Region typisch ist und auch hier vorkommt: soziale und politische Probleme. Muß man halt mögen.

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  • Eine leichtsinnige Anwältin, dazu noch tot

    Durst

    TochterAlice

    12. December 2017 um 23:28

    das ist Elise, der wer trifft sich schon mit Online-Bekanntschaften zwecks Beziehungsaufbau, wenn er genau im dem Bereich bereits berufliche Erfahrungen gesammelt hat. Was sie, die im Bereich von Sexualstraftaten gearbeitet hat, ja wohl hinreichend getan hat! Doch das ist erst der Beginn, denn es folgt eine ganze Reihe von Serienmorden - die Leser dürfen gespannt sein! Und Harry Hole wird mal zum Lösen des Falles rekrutiert- obwohl es ihm immer noch nicht richtig gut zu gehen scheint! Zumindest körperlich - seelisch strebt er ein stabiles, ruhiges Leben an der Seite von Rakel und Oleg an. Ein neuer Nesbo der Hole-Reihe: mal wieder ausgesprochen spannend! Zumindest so etwa ab der Hälfte, denn zugegebenermaßen gestaltet sich der Start ein wenig schleppend. Aber als wahrer Harry-Hole-Fan verzeihe ich das seinem Autor Nesbo gern, zumal es diesmal ausführliche Einblicke ins - wie immer nicht undramatische - Privatleben des Protagonisten gibt. Nicht einer der besten, aber dennoch ein wahrer Harry Hole und die können nur gut sein!

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  • Ein typischer Harry Hole Fall

    Durst

    borgi

    11. December 2017 um 21:28

    Seit Schneemann habe ich jeden neuen Harry Hole Fall kurz nach Erscheinen gelesen. In diesem Band wird erwähnt, dass im letzten Fall ein Täter nicht gefasst werden konnte und dies Harry zu schaffen macht. Bald stellt sich heraus, dass genau dieser Widersacher von Harry hier der Täter ist. Mein Problem war, dass ich mich an die Zusammenhänge um diesen Täter nicht mehr erinnern konnte und das störend fand. Leider passiert mir das als Serienleserin immer wieder mal, wenn es eine größere Zeitspanne bis zum neuen Buch gibt. Dies könnte man wohl nur vermeiden, wenn man Serien erst später startet und dann die Folgebände zeitnah lesen kann. Jo Nesbo hält durch Cliffhanger die Spannung immer auf hohem Niveau und führt den Leser gerne hinters Licht. Die Dinge erweisen sich anders, als es den Anschein hatte und bis zum Ende gibt es überraschende Wendungen. Für mich ein typischer Harry Hole Fall, leider teilweise recht grausam und eklig. Aber als Fan gefällt mir das Zusammenspiel von Harry und den anderen Ermittlern, sein Leben mit Rakel und Oleg und auch sein Kampf gegen seine Dämonen und ich werde auch weitere Bände gerne lesen.

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  • Faszinierend und gleichzeitig übertrieben brutal

    Durst

    buchernarr

    09. December 2017 um 21:17

    Harry Hole hat endlich seine innere Ruhe gefunden und unterrichtet nun an der Polizeiakademie. Er möchte seine Freizeit nun geniessen mit Frau und Familie und allem drum und dran. Doch das Glück soll nicht lange halten, denn ein Serienmörder hat es auf junge Frauen abgesehen und versucht sie durch eine Dating App zu kontaktieren. Als eine übel zugerichtete Leiche gefunden wird bittet man Hole einzuschreiten. Ein gefährliches Katz und Maus Spiel beginnt und Holle hat noch einiges aus der Vergangeheit mit dem Täter zu klären. Blutige, grausame und brutale Szenen sind in der Alltagsordnung dieses Thriller der, sowie auch manch andere Nesbo Thriller, nichts für Zartbesaitete ist. Der Plot ist einzigartig und die Spannung bleibt auf hohem Niveau im ganzen Buch, jedoch war es mir manchmal etwas zu viel des Guten. Die extra vielen Seiten des Buches machten dies auch nicht einfacher. Ich habe aufgeregt das Buch bis zu Ende gelesen, war aber dann auch schon froh dass es zu Ende war. Eine Mordserie, wie man sie so nicht kennt, faszinierend und gleichzeitig übertrieben brutal. 

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