Jo Stammer Die Allesfresserin

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Inhaltsangabe zu „Die Allesfresserin“ von Jo Stammer

Lena macht ihrem Mann monatelang Vorwürfe, sie mit einer anderen Frau betrogen zu haben. Unter ihren Beschuldigungen leidet sein beruflicher Erfolg. Er muss sich selbst beweisen, dass er nach wie vor der großartige Mann ist, für den er sich hält. Als letzten Ausweg, um sich mit Lena zu versöhnen, überrascht er sie mit zwei Flugtickets nach Paris. Lena weigert sich, in den Flieger zu steigen. Wutentbrannt braust Stephan in seinem Wagen nach Amsterdam. Dort gerät er in eine Abwärtsspirale, die unaufhaltsam zu sein scheint …

2012 beeindruckte Jo Stammer bereits mit seinem Kunstfälscherroman “täuschend echt“.

Interessant ;-)

— Ivonne_Gerhard

Ein Krimi, mit vielen Familienproblemen...

— Twin_Tina

Meiner Meinung nach eher ein Familiendrama, als ein Krimi.

— Traubenbaer

Rosenkrieg der übelsten Sorte mit ungeahnten Folgen.

— kingofmusic

Leider wurde mein Geschmack hier nicht getroffen

— Diana182

Anschuldigungen, Verdächtigungen und eine immer sich wiederholende Spirale von verletzenden Gesprächen die in den Abgrund führen

— Ladybella911

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  • Die Allesfresserin

    Die Allesfresserin

    Booky-72

    08. June 2017 um 19:43

    Stephan und Lena haben Probleme, die sich regelrecht zu einem Drama ausbauen. Je mehr Stephan versucht, sich anzupassen, die Probleme abzuwenden und zu lösen, umso schlimmer verstrickt er sich hinein. Alles beginnt mit der schönen Idee, mit Lena einen Versöhnungstrip nach Paris zu unternehmen. Lena weigert sich und so fährt Stephan allein, aber die Reise geht spontan nach Amsterdam. Dort wird er in einen Mordfall verwickelt und bei seiner Mühe, alles zu vertuschen, dreht sich die Spirale nur weiter, das Drama in der Familie nimmt seinen Lauf, bis es auch hier zu einem Todesfall kommt. Anfangs war mir alles etwas zu verwirrt, doch es hilft, wirklich gründlich und mit viel Nachdenken zu lesen. So kann ich dem Schreibstil und der gesamten Geschichte 4 Sterne geben.

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  • Familienvater mit Geheimnis ,....

    Die Allesfresserin

    Ivonne_Gerhard

    12. May 2017 um 14:27

    Das Buch lies sich nicht leicht lesen, ich brauchte etwas Mehr Zeit dafür, als für einen richtig guten Krimi,... Es lag mir auch ganz einfach nicht,... Es war sehr mühsam zu lesen, die Geschichte aus der Sicht Stephan Reichhardt zu erleben,... Ein Familienvater , der in Problem stürzt, die er sich zuerst einmal selbst zuzuschreiben hat, und aus denen sich immer mehr Verwicklungen und Probleme ergeben,.. Seine Frau blockt ab, seine berufliche Karriere geht den Bach runter und er tut ziemlich unüberlegte Dinge,.. Einige Dramas innerhalb der Familie ergeben sich dadurch auch und immer wieder eine Spirale in den Abgrund,.. Durch eine Fahrlässigkeit geschieht noch mehr Unglück,.. Und wir finden uns immer wieder in einem Netz aus Lügen und Chaos wieder,... Der Schluss ist zwar für Stephan glimpflich , aber mich konnte leider auch dieser nicht überzeugen,... 3sterne gebe ich trotzdem, weil ich denke, der Autor hatte seine Ideen und Gedanken beim schreiben des Buches und hat sein bestes draus gemacht,... Vielleicht lag es auch nur mir nicht und war mir zu lang und mühsam,.... Eher eine Familiengeschichte mit Unfällen , als ein wirklicher Krimi ;-)

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  • Leserunde zu "Die Allesfresserin" von Jo Stammer

    Die Allesfresserin

    JoStammer

    Liebe  Krimifreunde und -Freundinnen, endlich ist es soweit. Ich freue mich darauf, eine Leserunde mit Euch zu "Die Allesfresserin" hier auf Lovelybooks zu starten. Der Verlag Edition Oberkassel verlost 10 Leseexemplare. Es kommen nicht nur LeserInnen von Beziehungskrimis auf Eure kosten; der Roman ist auch etwas für Amsterdam-Liebhaber. Der Titel geht auf ein Zitat von Vladimir Nabokov zurück: "Die grobe Sinnlichkeit ist eine Allesfresserin."  Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Meinung zu meinen beiden Hauptfiguren Lena und Stephan Reichardt, die einen erbittert geführten Rosenkrieg austragen. Als Autor werde ich selbst an der Leserunde teilnehmen. Hier der Klappentext: Lena macht ihrem Mann monatelang Vorwürfe, sie mit einer anderen Frau betrogen zu haben. Unter ihren Beschuldigungen leidet sein beruflicher Erfolg. Er muss sich selbst beweisen, dass er nach wie vor der großartige Mann ist, für den er sich hält. Als letzten Ausweg, um sich mit Lena zu versöhnen, überrascht er sie mit zwei Flugtickets nach Paris. Lena weigert sich, in den Flieger zu steigen. Wutentbrannt braust Stephan nach Amsterdam. Dort gerät er in eine Abwärtsspirale, die unaufhaltsam zu sein scheint ...

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  • Krimi, der sich auch viel um Familienprobleme dreht...

    Die Allesfresserin

    Twin_Tina

    06. May 2017 um 20:56

    Unscheinbar wirkt das Cover auf mich, aber wenn man den Inhalt kennt, weiß man, das es eigentlich gut zum Buch passt.Lena und Stephan, die Hauptprotagonistin wirkten auf mich eigentlich die ganze Zeit nicht wirklich sympathisch, aber sie gingen mir damit nicht wirklich auf die Nerven, sodass dies nicht so schlimm war. Ihre Töchter Nathalie und Manuela haben mir auch gut gefallen. Die anderen Nebencharaktere kann ich schlecht einschätzen, da man von ihnen nicht so wirklich viel erfahren hat. Obwohl es ein Kriminalroman ist, geht es in dem Buch meist um die Familienprobleme/ -streitereien und den darausfolgenden Verhaltensweisen, aber es gab natürlich auch Handlungen, die zu einem Krimi passen. Aber gerade die Familienhandlungen fand ich eigentlich nicht schlecht. Einige waren mir ein wenig zu ausführlich beschrieben und manches konnte ich nicht ganz so nachvollziehen. Gerade einige Ereignisse in Amsterdam hätten für mich kürzer sein und das Ende hätten für mich etwas anders sein können - dazu kann ich natürlich nun aber nichts genaueres sagen. Der Schreibstil hat mir gefallen, es war alles flüssig zu lesen. Von mir bekommt das Buch daher 4 Sterne.

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  • Rosenkrieg statt Krimi

    Die Allesfresserin

    Vanessa-v8

    23. April 2017 um 18:51

    Inhalt: (Klappentext) Lena macht ihrem Mann monatelang Vorwürfe, sie mit einer anderen Frau betrogen zu haben. Unter ihren Beschuldigungen leidet sein beruflicher Erfolg. Er muss sich selbst beweisen, dass er nach wie vor der großartige Mann ist, für den er sich hält. Als letzten Ausweg, um sich mit Lena zu versöhnen, überrascht er sie mit zwei Flugtickets nach Paris. Lena weigert sich, in den Flieger zu steigen. Wutentbrannt braust Stephan nach Amsterdam. Dort gerät er in eine Abwärtsspirale, die unaufhaltsam zu sein scheint ... Meine Meinung: Von Anfang bis Ende wird ständig zwischen den Eheleuten gestritten. Sie machen sich die ganze Zeit gegenseitig Vorwürfe. Alles liest sich so negativ. Das zieht sich über das ganze Buch hinweg. Irgendwann nervte es mich nur noch. Hinzu kam auch noch, das mir der Hauptprotagonist sehr unsympathisch gewesen ist. Auch die Charaktere der Hauptpersonen sind sehr kindlich dargestellt. Auch der Autor hat in vielen Sachen nicht richtig recherchiert, das machte dann die Geschichte so unglaubwürdig. Die Geschichte hatte für mich auch keinen Tiefgang. Es sollte eigentlich ein Krimi sein, aber hier stand der Ehestreit ständig im Vordergrund. Am Ende war ich nur noch froh, das das Buch endlich zu Ende war. Fazit: Meins war es nicht. Ich kann da wirklich keine Kaufempfehlung aussprechen, da es nicht unterhaltsam ist, ständig über Streit und Vorwürfe lesen zu müssen. Da ich dieses Buch durch eine Leserunde gewonnen habe, musste ich es lesen. In dieser Leserunde sollte eigentlich ein Austausch zwischen Leser und Autor stattfinden, aber sobald man Kritik geschrieben hat, wurde da gar nicht drauf eingegangen. Schade, denn nur dadurch kann der Autor durch seine Fehler lernen. Aber der Leser wurde durch Ignoranz gestraft.

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  • Rezension für "Die Allesfresserin"

    Die Allesfresserin

    Traubenbaer

    21. April 2017 um 00:21

    "Die Allesfresserin" von Jo Stammer (erschienen bei  edition oberkassel) ist unter dem Genre Krimi aufgelistet. Meiner Meinung nach handelt es sich aber eher um ein Familiendrama.Inhaltlich geht es in erster Linie um die Eheleute Stephan und Lena. Ihre Beziehung ist eigentlich am Ende. Beide haben Fehler gemacht und nun ist es soweit, dass sie sich im Streit gegenseitig verletzen wollen. Nach einem gescheiterten Versöhnungsversuch beschlißt Stephan einen Kurztrip nach Amsterdam zu machen. Was er dort aber erlebt hätte er sich nie virgestellt.Der Roman beginnt mit der Beschreibung zweier gewollt unsympathischer Protagonisten. Der Leser läuft so nicht Gefahr für Einen Partei ergreifen zu wollen, und bleibt in der Beobachterrolle. Als Solcher erlebt man viel heftige Streitszenen mit. Der Schreibstil, der weder blumig noch bildhaft ist, gibt diese Szenen schonungslos, aber realistisch wieder. Dass diese Szenen in einer Tragödie enden hätten sich weder Lena, Stephan noch der Leser denken können. Besonders gut finde ich dargestellt, wie die beiden Protagonisten in dieser extrenen Ehesituation nach und nach die Kontrolle verlieren. Nur an manchen Stellen hätte ich mir mehr emotionalen Tiefgang gewünscht. So kommt das Ende für mich recht überraschend.Als Fazit kann man sagen, dass dieses Buch eine gute Beschreibung über die Abgründe der menschlichen Psyche liefert. Jedoch glaube ich nicht, dass Krimifans ihre Freude daran haben werden.

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  • Rosenkrieg der übelsten Sorte

    Die Allesfresserin

    kingofmusic

    19. April 2017 um 10:32

    Jo Stammer macht es dem Leser von „Die Allesfresserin“ nicht gerade leicht, das Buch zu bewerten. So viel wusste ich schon während des Lesens *g*. Jetzt, einen Tag nach Beendigung der Lektüre soll/muss/will ich das Ganze also in eine nachvollziehbare Rezension „verpacken“. Schwierig, schwierig…Nun gut, es kommt auf einen Versuch an. Let´s go: Ein Mann und eine Frau streiten sich. So weit so bekannt aus Millionen „Szenen einer Ehe“ auf der ganzen Welt. Wenn Lena und Stephan Reichardt (die beiden Hauptprotagonisten) allerdings schon am Anfang des Romans gewusst hätten, zu was ihr ehelicher Rosenkrieg letztlich führt – sie hätten ihn entweder gleich sein gelassen oder wären frühzeitig zu einem Familientherapeuten gegangen. Okay, für den Verlauf der Story war es wichtig, dass sie es nicht tun *lol*. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bis zum Ende nicht wirklich verstanden habe, was Autor Jo Stammer mir (und wahrscheinlich einigen anderen Lesern) mit dem hier dargestellten Rosenkrieg übelster Sorte sagen will. Letztlich (und das wird mir erst jetzt mit ein bisschen Abstand klar) ist es ein Psychogramm in Romanform, mit dem Jo Stammer den Leser oder die Leserin vor dem immer stärker werdenden Strudel egoistischer Handlungen und Äußerungen im Alltag „warnen“ will, um so die „Allesfresserin“ (die für mich sinnbildlich für die Psyche steht) im Zaum zu halten, damit am Ende nicht das dabei herauskommt, was hier geschildert wird. Ob es dabei so harscher Worte und Handlungen bedarf, wie im Buch geschildert, weiß ich nicht; letztendlich haben sie ihre Wirkung bei mir aber nicht verfehlt. Zwischendurch ist man allerdings geneigt das Buch in die Ecke zu pfeffern ob der Naivität der Protagonisten. Aber da man weder mit Büchern noch mit Menschen so umgehen sollte, ist das keine ernsthafte Option :-). Interessant fand ich die Einflechtung von verschiedenen Musiktiteln in die Handlung und welche Aussagekraft die Texte bzw. Passagen daraus sie besitzen. Das weckt die Lust, die im Anhang des Buches noch mal aufgelisteten Songs zu hören. Und auch das für einen Krimi eher ungewöhnliche Frontmotiv macht erst jetzt (nach Beendigung der Lektüre) Sinn, weil es einen nicht unwichtigen Handlungsstrang des Romans versinnbildlicht. Da ich letzten Endes also weder total begeistert noch total enttäuscht bin von „Die Allesfresserin“ vergebe ich drei Sterne und würde mir für das nächste Buch von Jo Stammer allerdings ein gründlicheres Lektorat wünschen.

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  • Ein "Psychodrama ",dass unter die Haut geht

    Die Allesfresserin

    Adlerauge

    18. April 2017 um 11:58

    Inhalt :Eheprobleme lösen sich nicht , indem man seinen Koffer packt und nach Amsterdam fährt, um dort etwas zu erleben. Das muss auch Stephan, ein ehemals sehr erfolgreicher Weinverkäufer erfahren , als er sich nach Amsterdam begibt, weil seine egozentrische Ehefrau Lena nicht mit ihm gemeinsam nach Paris fliegen will.....Meine Meinung :Wer hier mit einen "Krimi " rechnet ist leider enttäuscht , denn es handelt sich hier mehr um ein "Psychogramm einer Ehe " ,die mit eine schonungslose Sprache dargestellt wird (teilweise recht wortgewaltig und schockierend )Jedenfalls ist dieser Roman keine leichte Kost für den "Leser ", denn das Gefühlsbarometer pendelt recht stark hin und her ( wahrscheinlich auch nicht " jedermanns Sache " !Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen ,denn auf eine gewisse Art geht der Autor ( Jo Stammer ) zwar recht offen und wortgewaltig mit den Protagonisten um , aber ich finde es besser so geschrieben ,als eine zu künstliche Atmosphäre zu schaffen !Fazit : Ein lohnenswertes Buch , dass ziemlich offen und ehrlich geschrieben ist , aber nicht für ein "Kriminalroman " eingestuft werden kann .

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  • Szenen einer Ehe - mit einem Hauch Krimi

    Die Allesfresserin

    Diana182

    12. April 2017 um 11:19

    Das Cover ziert einen Gitarrenspieler und alles wirkt dadurch melodisch und etwas melancholisch. Mit dem Titel des Buches kann man nicht direkt etwas anfangen, wirft aber direkt einen neugierigen Blick auf die Rückseite des Buches. Hier erhält man einem ersten spannenden Blick in die Geschichte und erwartet einen mitreißenden Krimi in der Abwärtsspirale…. Meine Meinung: Der Einstieg ist alles andere als ruhig. Man lernt direkt Stephan und Lena kennen, die ihrem Hobby frönen: dem ausufernden, unter die Gürtellinie gehenden Kleinkrieg in der Ehebeziehung. Egal ob die Kinder nebenan vorm Fernseher sitzen, mitten im Raum stehen oder irgendwo im Haus sein könnten- es wird kein Blatt vor den Mund genommen und mit Obszönen Anschuldigungen um sich geworfen.  Dies macht beide Charaktere sofort unsympathisch und man weiß gar nicht, wen man von beiden nun eigentlich unterstützen würde- ich mochte sie beide nicht. Stephan macht einen Fehler nach dem anderen und versteht gar nicht, warum seine Lena das Ganze noch weiter auf die Palme bringt. Lena hingegen lässt keinen Punkt aus, um Stephan mal wieder eins reinzuwürgen. Man hat schon fast das Gefühl, die beiden können sich ohne Streit schon gar nicht mehr unterhalten. Was vielleicht einen guten Einstieg darstellt, fängt nach ca. 120 Seiten leider an, mich schrecklich zu nerven. Eigentlich dachte ich, es ist ein Krimi und einer von beiden überlebt den Streit nicht – aber welchen großen Bestandteil dieser ewige Streit in diesem Buch hat, habe ich bis zuletzt nicht ganz durchschauen können. Dann- endlich- "ENDLICH!" Möchte man schreien, geschieht ein Mord! Damit hätte ich, nach dem mehr als die Hälfte gelesen war, schon gar nicht mehr gerechnet. Welche Überraschung! So bekommt das bisherige Familiendrama vielleicht doch noch eine Wendung in Richtung Krimi. Dachte ich! Aber zu früh gefreut, denn wenige Seiten später sind wir wieder peinlicher Beobachter dieser skurrilen Szenerien einer Ehe und der nächste Tote ist zu beklagen. Dieser hätte mich wahrscheinlich berühren oder mitreißen sollen – doch nichts davon tritt ein. Aber das ist ja nicht weiter tragisch- Stephan steckt das ganze ebenso weg, als wäre es keine große Sache und passiert in Familien schon mal. In seinen Augen ist es viel schlimmer, dass ihm der Freund seiner Tochter noch einen dreistelligen Betrag schuldet, die natürlich auf der Beerdigung eingefordert werden müssen. Es tut mir leid, ich will nicht Spoilern, aber es gab so einige Szenen, die ich irritiert verfolgt habe und mich einfach nur kopfschüttelnd und fragend blickend weiter lesen ließen. Da war das Ende irgendwie nicht anders zu erwarten, nach dem ich das Buch gelesen hatte. Mein Fazit:Nachdem ich nun das komplette Buch beendet habe, überlege ich immer noch, was mir die Geschichte sagen will. Wie schon geschrieben, gab es eine Vielzahl von Geschehnissen, die ich einfach nicht so ganz verstehen und nachvollziehen konnte. Vielleicht lag es aber auch an den beiden mehr als unsympathischen Protagonisten, die mich in der kompletten Geschichte nicht berührt haben. Ich habe kein Mitleid mit beiden empfinden können und würde  entweder zu einer schnellen Scheidung oder einem guten Therapeuten raten. Wer gerne Familiendramen mit erheblichem Streitpotential liest, ist hier gut bedient. Einen Krimi habe ich hier leider nur bedingt vorfinden können.

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  • Psychogramm einer Ehe

    Die Allesfresserin

    Ladybella911

    09. April 2017 um 00:47

    Eheprobleme lösen sich nicht, indem man seinen Koffer packt und nach Amsterdam fährt, um dort etwas zu erleben. Das muss auch Stephan, ein ehemals sehr erfolgreicher Weinverkäufer erfahren, als er sich nach Amsterdam begibt, weil seine egozentrische Ehefrau Lena nicht mit ihm gemeinsam nach Paris fliegen will. Es ist die „Sprachlosigkeit“ in einer Ehe, die direkt in den Abgrund führt. Der Autor, Jo Stammer, schreibt eine schonungslose Sprache, eine Sprache, die sich in extremer Wortgewalt manifestiert, bis hin zu Verletzungen des Partners, wie man sie nur durch die entsprechende Wortwahl treffen kann. Aber dann treffen sie zielsicher. Immer wieder versucht Stephan obwohl er privat wie geschäftlich einen Fehler nach dem anderen begeht, seine Frau zurückzugewinnen. Diese widersetzt sich mit allen Mitteln, denn sie möchte sich ihre eigenen Fehler nicht eingestehen. Der Ausflug nach Amsterdam erweist sich als gefährliches Unterfangen, denn er gerät in die Hände eines paranoiden, psychisch gestörten Junkies, der ihn direkt in die Hölle führt. Plötzlich ist er in einen Mord verwickelt und weiß nicht weshalb. Man ist als Leser geschockt von der psychischen Gewalt, von der zerstörerischen Kraft der Worte, denn beide Partner schenken sich nichts, jeder ist sich selbst der Nächste. Präzise und differenziert beschreibt der Autor diese sich scheinbar ins Unendliche windende Spirale, immer und immer wieder sich wiederholend, in abstruse Anschuldigungen und Verdächtigungen mündend und baut so für den Leser eine kaum hinnehmbare Spannung auf. Ehrlich gesagt war ich manchmal dermaßen wütend auf Lena, dass ich versucht war, sie endlich endlich zum Schweigen zu bringen. Und das hat mich persönlich sehr getroffen, wie konnte ein Buch es schaffen, mich zu einer derartigen Reaktion zu veranlassen. Die reinste psychische Folter, nicht nur für Stephan, den Ehemann, sondern auch für den Leser. Respekt dafür. Es ist schwere Kost, die Jo Stammer hier präsentiert, man wird regelrecht in diesen Strudel der Gefühle hineingerissen, aber äußerst spannend und auf jeden Fall lesenswert.

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