Jo Walton

 3.3 Sterne bei 66 Bewertungen
Autor von In einer anderen Welt, Der Clan der Klauen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Das Jahr des Falken
 (1)
Neu erschienen am 21.09.2018 als Buch bei Golkonda Verlag. Es ist der 3. Band der Reihe "Inspector Carmichael".

Alle Bücher von Jo Walton

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Jo WaltonIn einer anderen Welt
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In einer anderen Welt
In einer anderen Welt
 (39)
Erschienen am 15.08.2016
Jo WaltonDer Clan der Klauen
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Der Clan der Klauen
Der Clan der Klauen
 (8)
Erschienen am 01.11.2005
Jo WaltonDie Stunde der Rotkehlchen
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Die Stunde der Rotkehlchen
Die Stunde der Rotkehlchen
 (4)
Erschienen am 17.07.2017
Jo WaltonDas Jahr des Falken
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Das Jahr des Falken
Das Jahr des Falken
 (1)
Erschienen am 21.09.2018
Jo WaltonDer Tag der Lerche
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Der Tag der Lerche
Der Tag der Lerche
 (1)
Erschienen am 23.02.2018
Jo WaltonFarthing
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Farthing
Farthing
 (5)
Erschienen am 06.02.2014
Jo WaltonAmong Others
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Among Others
Among Others
 (3)
Erschienen am 01.04.2013
Jo WaltonMy Real Children
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My Real Children
My Real Children
 (2)
Erschienen am 05.03.2015

Neue Rezensionen zu Jo Walton

Neu
Der_Buchdraches avatar

Rezension zu "Tooth and Claw" von Jo Walton

Nette Grunidee, schwache Umsetzung
Der_Buchdrachevor 6 Monaten

Ich weiß gar nicht, wie lange ich das schon auf dem Schirm hatte. Viele, viele Jahre jedenfalls. Es wird beworben als »Stolz und Vorurteil mit Drachen«, was ganz lustig klang, wie ich dachte, wenn auch auf eine andere Weise als »Stolz und Vorurteil und Zombies«. Ich meine, Drachen, was kann da schon schief gehen? Eine ganze Menge offensichtlich. Noch immer bleibt mir ein richtig, richtig gutes Drachenbuch verwehert. Auf knapp 300 Seiten hatte ich keinen einzigen Moment wirklich eine Ahnung, wer hier eigentlich wer ist. Das ging damit einher, dass ich quasi permanent den Faden verloren hatte und der Handlung absolut nicht folgen konnte. Wirklich: Ich könnte nicht mal den Inhalt mit eigenen Worten wiedergeben. Die Grundidee zumindest ist ganz nett, wobei sich die Drachen eigentlich eher wie Menschen verhalten, bei denen lediglich Kanibalismus gang und gäbe ist. Der Unterschied ist einfach nicht groß genug.

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Der_Buchdraches avatar

Rezension zu "Tooth and Claw" von Jo Walton

Nichtssagend
Der_Buchdrachevor 7 Monaten

Ich weiß gar nicht, wie lange ich das schon auf dem Schirm hatte. Viele, viele Jahre jedenfalls. Es wird beworben als »Stolz und Vorurteil mit Drachen«, was ganz lustig klang, wie ich dachte, wenn auch auf eine andere Weise als »Stolz und Vorurteil und Zombies«. Ich meine, Drachen, was kann da schon schief gehen? Eine ganze Menge offensichtlich. Noch immer bleibt mir ein richtig, richtig gutes Drachenbuch verwehert. Auf knapp 300 Seiten hatte ich keinen einzigen Moment wirklich eine Ahnung, wer hier eigentlich wer ist. Das ging damit einher, dass ich quasi permanent den Faden verloren hatte und der Handlung absolut nicht folgen konnte. Wirklich: Ich könnte nicht mal den Inhalt mit eigenen Worten wiedergeben. Die Grundidee zumindest ist ganz nett, wobei sich die Drachen eigentlich eher wie Menschen verhalten, bei denen lediglich Kanibalismus gang und gäbe ist. Der Unterschied ist einfach nicht groß genug.

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ralluss avatar

Rezension zu "Die Stunde der Rotkehlchen" von Jo Walton

Farthing
rallusvor 8 Monaten

Um die Gegenwart zu begreifen, ist es unumgänglich, die Vergangenheit zu kennen. Das gilt sowohl für Menschen, als auch für die Geschichte. Geschichte und die Reaktionen der Menschen wiederholen sich und so erkennt man bestimmte Verhaltensmuster von Menschen, aber auch der Geschichte sehr schnell wieder. Wichtig ist ein Gesamtüberblick, der sich aus der Gegenwart nicht immer entschlüsseln lässt. Erst rückblickend wird Geschichte umfassend verstanden. Nichtsdestotrotz begehen wir als Menschen und Menschheit aber auch immer dieselben Fehler. Danach will man es natürlich gewusst haben. Klar. Und dann beginnt das Jammern, hätte man nicht dieses oder jenes … Fehler sollten nicht noch einmal begangen werden.

In der Literatur wird das Thema ‚Was wäre wenn?‘ gerne in den sogenannten ‚Parallelwelten‘ aufgenommen. Dieses Thema beschäftigte schon die alten Griechen in der Antike und dient sicherlich auch der Aufarbeitung von Geschichte. Thema des vorliegenden Buches ist die Hypothese, dass Hitler im zweiten Weltkrieg Frieden mit England geschlossen hat, um sich ganz dem großen Feind, dem Bolschewismus, zu widmen. Dieser Friede, auch ‚Farthing-Friede‘, wurde von einer kleinen Geheimgesellschaft initiiert, die sich in England gebildet hat. Hauptinitiator des Friedens war 1941 Sir James Thirkie, der acht Jahre später plötzlich tot auf dem Landsitz der Familie Farthing aufgefunden wird.

Wie auch in ihrem prämierten Buch: „In einer anderen Welt“ baut Jo Walton den Kriminalfall, diesmal aus der Sicht von zwei Personen, in tagebuchähnlicher Form, behutsam auf. Lucy ist die Tochter des Hauses Farthing und hat sich durch ihre Liebesheirat mit dem Juden David keine gesellschaftlichen Freunde geschaffen. Juden sind in England zwar geduldet, aber wegen des Friedens mit Hitler, der diese auf dem Kontinent interniert und verfolgt, immer ein Dorn im Auge der Engländer. Lucy hat ihren eigenen Kopf und die Angst um ihren Mann und die Abtrennung von ihren gesellschaftlichen, engen Wurzeln bestimmen ihr Denken und Tun.

Das England des Jahres 1949 ist noch stark vom Adel und der englischen Gesellschaft geprägt. Inspektor Carmichael von Scotland Yard, welches bei diesem hochbrisanten, politischen Mord, hinzugezogen wurde, ist der zweite Ich-Erzähler dieses Buches. Er hat einen sehr wachen Geist und merkt schnell, dass dieser Fall ihm über den Kopf wächst, ja, dass über seinen Kopf hinweg Entscheidungen getroffen werden. Im Grunde genommen geht es nicht darum, den wirklich Schuldigen des Mordes zu finden. Es geht darum, den politisch richtigen Schuldigen zu finden.

Jo Walton führt den Leser behutsam in ihre Alternativwelt ein und verknüpft diese geschickt mit dem Mordfall, um dem Leser Hintergrundinformationen ihrer Welt zu liefern. Ihre sehr empathische Art zu schreiben lässt die Personen sehr warm und nahe wirken. Die eingeflochtenen Beschreibungen der herrschenden Zustände in England und auf der Welt sind sehr schlüssig und wirken nie aufdringlich. Man hat wirklich das Gefühl so und nicht anders hätte es durchaus ablaufen können.

Damit kommen wir zu einem sehr perfiden Punkt des Buches. Die Schrecken und Toten des zweiten Weltkrieges und des Naziregimes sind bekannt. Wäre es, nachträglich gesehen besser gewesen, Hitler hätte den Frieden mit England gehalten, was sicherlich ein klügerer Schachzug, als ein Krieg an allen Fronten gewesen wäre, oder ist ein Ende mit Schrecken, wie es abgelaufen ist, dieser Alternativwelt vorzuziehen? Diese Frage ist deswegen so perfide, weil so oder so, beides ein leidvolles und schreckliches Erlebnis bedeuten würde. Und die Frage nach Pest oder Cholera erübrigt sich.

Als Widmung stellt Jo Walton folgendes vorab:

„Für alle, die sich jemals mit den Ungeheuerlichkeiten der Geschichte beschäftigt haben, schaudernd eigentlich, doch vor Überraschungen sicher, als ginge es um die Autopsie eines toten Drachen, nur um im nächsten Augenblick den sehr lebendigen Nachkommen des Drachen gegenüberzustehen und ihnen ins offene Maul zu starren.“

Diese hintergründig lauernde Heimtücke der geschichtlichen Bedeutung, gepaart mit dem wirklich schönen sanften Schreibstil macht dieses Buch zu einem bemerkenswerten Beispiel von gedankenvoller und hintergründiger Literatur. Eine echte Perle, die der Golkonda Verlag liebevoll im Hardcover neu aufgelegt hat. Das erste Buch der Serie um Inspektor Carmichael.

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