Joachim A. Frank

Alle Bücher von Joachim A. Frank

Cover des Buches Die New-York-Trilogie (ISBN: 9783499258091)

Die New-York-Trilogie

 (239)
Erschienen am 02.01.2012
Cover des Buches Unter dem Tagmond (ISBN: 9783596101733)

Unter dem Tagmond

 (40)
Erschienen am 01.01.1991
Cover des Buches Der verlorene Hain (ISBN: 9783518222706)

Der verlorene Hain

 (1)
Erschienen am 25.11.1997
Cover des Buches Die Grenzbereiche des Lebens (ISBN: 9783596319770)

Die Grenzbereiche des Lebens

 (1)
Erschienen am 26.01.2018
Cover des Buches Geheimes Wissen (ISBN: 9783596319800)

Geheimes Wissen

 (1)
Erschienen am 26.01.2018
Cover des Buches Dissidenten (ISBN: 9783518112243)

Dissidenten

 (0)
Erschienen am 23.10.1984
Cover des Buches Frühe Prägungen (ISBN: 9783596312733)

Frühe Prägungen

 (0)
Erschienen am 15.08.2016
Cover des Buches Von der Kunst, Zigarre zu rauchen (ISBN: 9783311250029)

Von der Kunst, Zigarre zu rauchen

 (0)
Erscheint am 01.01.2023

Neue Rezensionen zu Joachim A. Frank

Cover des Buches Die New-York-Trilogie (ISBN: 9783499258091)L

Rezension zu "Die New-York-Trilogie" von Paul Auster

Irgendwie statisch und starr
LisaCouvor 7 Monaten

Ich weiß schon, worin der Reiz dieser Geschichten liegen soll. Rätselhafte, sich verselbständigende Ereignisse lassen isolierte Existenzen im Nichts verschwinden und nichts erklärt oder klärt sich. Nach anfänglicher Faszination wurde ich in der Mitte der zweiten Geschichte immer müder und das Weiterlesen wurde zäher. Außerdem finde ich, dass die Bücher die hochgelobte New Yorker Atmosphäre gar nicht wirklich transportieren. Die Stimmung bleibt seltsam zweidimensional und trist. 

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Die New-York-Trilogie (ISBN: 9783499258091)T

Rezension zu "Die New-York-Trilogie" von Paul Auster

Drei relativ kurze Kriminalgeschichten, die viel zu sagen haben
Tulpenvor 3 Jahren

In Paul Austers New York Trilogie sind drei novellenartige Kriminalgeschichten, die hauptsächlich in New York spielen, vereint. Dabei gibt es immer wiederkehrende Motive, wie zum Beispiel die Selbstentfremdung, und auch verschiedene Personen tauchen immer wieder auf, so dass sich eine Verbindung der Geschichten ergibt.

Die Hauptfiguren sind immer auf der Suche - nach einer bestimmten Person oder auch nach einem tieferen Sinn des Geschehens. 

In " Stadt aus Glas" nimmt der Schriftsteller Quinn einen Auftrag als Privatdetektiv an, der eigentlich für jemand anderen bestimmt ist. Die Erfüllung dieses Auftrags, der Schutz eines jungen Mannes, entwickelt sich für ihn zu einem übergeordneten Lebenssinn.

In Schlagschatten geht es ebenfalls um einen Privatdetektiv, der mit der Dauerbeschattung eines Mannes beauftragt wird und sein sonstiges Leben praktisch aufgibt. Im Gegensatz zur ersten Geschichte ist hier die Motivation der Hauptfigur für mich nicht so nachvollziehbar, weshalb ich diese Geschichte auch am schwächsten finde.

In der dritten Geschichte „Hinter verschlossenen Türen“ wird ein Mann mit dem Verschwinden seines ehemals besten Freundes konfrontiert. Er soll sich um seinen literarischen Nachlass kümmern und entscheiden was damit passieren soll.


Paul Auster schreibt absolut fesselnd, so dass alle Geschichten von Anfang an ein Lesegenuss für mich waren. Er erzeugt eine phänomenale düstere und mysteriöse Stimmung und man ist die ganze Zeit gespannt worauf die Geschichten hinauslaufen. Teilweise bleibt man dann am Schluss immer noch etwas ratlos und beunruhigt zurück. Ich muss sagen, dass ich eigentlich bei einem Buch am Ende gern das Gefühl habe, ich hätte es verstanden. Die Ratlosigkeit am Ende und die vielen Fragen, die offen bleiben, kann ich bei einem Film komischerweise viel besser ab. Deshalb wäre auch mein Vorschlag, dass David Lynch „Stadt aus Glas“ (meine Lieblingsgeschichte von den dreien verfilmen sollte. Könnte ich mir unheimlich gut vorstellen. Insgesamt sind die Geschichten sehr intelligent, philosophisch und es steckt erstaunlich viel darin. 


Die coolsten Zitate habe ich in der dritten Geschichte gefunden:


„Geschichten geschehen nur denen, die imstande sind, sie zu erzählen, hat einmal jemand gesagt“

„Sich für Sprache zu begeistern, ein Interesse an Geschriebenem zu haben, an die Macht von Büchern zu glauben – das ist stärker als alles andere […]“

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Die New York-Trilogie (ISBN: 9783499125485)T

Rezension zu "Die New York-Trilogie" von Paul Auster

Inside Paul Auster
The iron butterflyvor 5 Jahren

Gehst du ans Telefon, wenn es mitten in der Nacht klingelt? Daniel Quinn denkt nicht lange darüber nach, denn die Nächte sind lang und sein Alltag ist vom Schreiben und dem sich treiben lassen geprägt. Vor nicht allzu langer Zeit war er noch Ehemann und Vater, ein ehrgeiziger Lyriker und Übersetzer, ein Freund, ein Sohn. Doch der Tod seiner Frau und seines Sohnes ließ einen Teil seines Selbst verkümmern. Quinn wandte sich von sich selbst ab, ergriff ein Pseudonym und schrieb von nun an Detektivromane, die ihm ein einfaches Einkommen garantierten, um die kleine New Yorker Wohnung und seinen schlichten Lebensunterhalt abzusichern. Doch in dieser Nacht veränderte sich Quinns Leben mit der Annahme des Telefonats.
Der Anrufer hält Quinn für den Detektiv Paul Auster und bittet ihn dringend um seine Hilfe. Im ersten Moment sträubt sich Quinn gegen die Argumente; ein Mann in Lebensgefahr, wird von seinem eigenen Vater bedroht, der ihn nach Abschluß einer Haftstrafe nun töten will. Doch am nächsten Morgen bricht Quinn zur genannten Adresse auf, um Peter Stillmann zu treffen, der auf seine Unterstützung und seinen Schutz hofft. Warum nicht ein wenig Detektivarbeit leisten, um neue Impulse für den kommenden Roman zu gewinnen? Quinn verliert jedoch bereits nach kurzer Zeit den Überblick und wird immer tiefer vom Sog der anscheinend verantwortungsvollen Aufgabe fortgetragen. Er verliert regelrecht den Boden unter den Füßen, denn seine Realität verschwimmt zunehmend, sein Zeitgefühl geht verloren und er ergibt sich ganz und gar. Auf der Suche nach einer potentiellen Bedrohung verliert er sich und reibt sich bei der Suche nach seiner eigenen Identität auf.

Auster beschreibt in „Stadt aus Glas“ ausgesprochen intensiv, wie ein Mensch sich aus den Augen verliert. Seine Fixpunkte, die Familie, der regelmäßige Alltag mit Verantwortlichkeiten und Pflichten ging bereits verloren und plötzlich erscheint alles unwichtig. Bis jemand auftaucht, der seine und nur seine Aufmerksamkeit, seine Hilfe fordert. Wahnhaft wird ein Ziel verfolgt, das nicht zu erreichen ist und der Mensch ist zudem noch bereit alles was vom ihm übrig war aufzugeben und sich in den Dienst der Sache zu stellen. Am Ende ist er ganz unten angekommen, kann weder begreifen wie es dazu kam, noch sich emporkämpfen.

Auch in „Schlagschatten“ setzt Auster dieses bedingungslose Schema der Suche nach sich selbst fort. Der junge Detektiv Blue erhält von White den Auftrag den Schriftsteller Black zu beschatten. Auch Blue stellt sich voll und ganz in den Dienst der Sache, setzt sogar den Kontakt zu seiner Verlobten aus, mietet sich im Haus gegenüber von Blacks Appartment ein und verbringt die Tage mit der Beschattung sowie der Lektüre von Thoreaus‘ „Walden“. Irgendwann kann nicht mehr unterschieden werden, wer wen beschattet, wer einen Auftrag erteilte und warum ein Mensch bereit ist sich komplett aufzugeben. Fragwürdig die Aufgaben, die Verpflichtungen in denen er sich verdingt und doch ähneln sie vielem, das ihm tagtäglich begegnet. Er stellt die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund, verliert seine Ziele, um die großen Ziele anderer zu verwirklichen, die irgendwann überholt und von einer Obrigkeit neutralisiert wurden. Und plötzlich ist auch seine Existenz neutral. Er ist ein Niemand, einer der keine Spuren hinterlassen wird.

Mit dem Nachlaß seines besten Freundes aus frühester Kindheit betraut, entwickelt sich eine dem Schema folgende Dynamik für den Erzähler im letzten Teil der New York Trilogie „Hinter verschlossenen Türen“. Als der Schriftsteller Fanshawe verschwindet hinterlässt er seine schöne, junge Frau Sophie mit dem gemeinsamen Kind Ben und vielen unveröffentlichten Manuskripten. Es bleibt nicht aus, dass sich der Erzähler nicht nur dem Projekt der erfolgreichen Veröffentlichung allen Materials widmet, sondern sich ganz nebenbei in Sophie verliebt. Als sie verheiratet sind und er alle Skripte veröffentlichen konnte, stellen sich die Leute die Frage, ob er nicht selbst der Autor dieser Materialien war. Er macht sich auf die Suche nach Leuten, die Fanshawe kannten, ihm mehr über ihn berichten können, als ihre Wege sich bereits getrennt hatten. Für den Erzähler war Fanshawe immer das große übermächtige Vorbild, der Draufgänger, der all die Dinge tat, die er nie wagte. Auf der Suche nach Fanshawe wird ihm klar, dass der Freund noch lebt und ihn instrumentalisierte. Nun gilt es herauszufinden, wessen Wirklichkeit existent ist und wer das Steuer führt.

BIG APPLE!!

Kommentare: 1
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks