Joachim B. Schmidt

 4.4 Sterne bei 157 Bewertungen
Autor von Kalmann, Am Tisch sitzt ein Soldat und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Kalmann

 (149)
Neu erschienen am 26.08.2020 als Hardcover bei Diogenes.

Kalmann

 (1)
Neu erschienen am 26.08.2020 als Hörbuch bei Diogenes.

Alle Bücher von Joachim B. Schmidt

Cover des Buches Kalmann (ISBN: 9783257071382)

Kalmann

 (149)
Erschienen am 26.08.2020
Cover des Buches Am Tisch sitzt ein Soldat (ISBN: 9783905980240)

Am Tisch sitzt ein Soldat

 (3)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches In Küstennähe (ISBN: 9783905980134)

In Küstennähe

 (3)
Erschienen am 29.03.2013
Cover des Buches Moosflüstern (ISBN: 9783905980325)

Moosflüstern

 (1)
Erschienen am 31.03.2017
Cover des Buches Kalmann (ISBN: 9783257804201)

Kalmann

 (1)
Erschienen am 26.08.2020

Neue Rezensionen zu Joachim B. Schmidt

Neu

Rezension zu "Kalmann" von Joachim B. Schmidt

Kalmann
CanYouSeeMevor einem Tag

Kalmann, der Sheriff von Raufarhöfn, ist ein ganz eigener und beinahe schon abstrakter Protagonist. Die Story wird in der Ich-Perspektive erzählt, als LeserIn muss man sich also auf die Gedankengänge und Empfindungen von Kalmann einlassen - was mir zunächst nicht ganz einfach gelang. Mit den Kapiteln habe ich mich jedoch sehr gut an Kalmann gewöhnt und habe seine Perspektive sehr zu schätzen gewusst.
Die Sprache ist ein wenig seltsam - nicht nur, die in meinem Kopf schwer aussprechbaren isländischen Ortschaften, auch der Ausdruck scheint ab und an nicht ganz rund. Dies passt aber hervorragend zum Protagonisten und seiner intellektuellen Entwicklungsverzögerung. Der Schreibstil ist insgesamt sehr flüssig und passt gut zum Setting der Story.
Diese ist nur mäßig spannend, aber dennoch interessant. Kalmann scheint zunächst reinzufällig in einen Vermisstenfall verwickelt - die Ermittlungen nehmen ihren Lauf, Kalmanns Sicht darauf ist eher beobachtend, auch wenn er mittendrin scheint. Spannend für mich als Leserin auf jeden Fall, denn ich wusste nie mehr als Kalmann zu jenem Zeitpunkt auch. Der Fokus des Lesenden wird voll und ganz von Kalmanns Perspektive gelenkt, so dass Nebenschauplätze in diesem Buch eher keine Rolle spielen.
Die Handlung war für mich vor allem im letzten Viertel des Buches spannend, bis dahin etwas zäh. Dennoch habe ich die Lektüre sehr genossen, was alleinig der besonderen Perspektive zuzuschreiben ist.

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Rezension zu "Kalmann" von Joachim B. Schmidt

Vom Sonderling zum Held des Dorfes
our-red-carpet-of-booksvor 2 Tagen

Wir lernen in der Geschichte Kalmann kennen. Kalmann ist ein besonderer junger Mann. Er wurde zum Großteil von seinem Großvater aufgezogen, der ihm auch das Jagen beibrachte. 

Seinen richtigen Vater lernte Kalmann nur sehr sporadisch kennen, dies beschäftigt ihn zutiefst und lässt ihn nicht richtig los.

Kalmann ist schon immer anders als die Anderen und dennoch hat er seinen Platz in der Dorfgemeinde von Raufarhöfn. Das Dorf lebt genau das, was  wir uns heute täglich in unseren Alltag wünschen und hoffentlich auch alle leben es integriert Kalmann mit all seinen Stärken und Schwächen. Seine Besonderheiten sind den Dorfbewohnern bekannt - er darf soweit es ihm Möglich ist ganz normal im Dorfalltag teilhaben und diesen mitbestimmen.

Im Vordergrund des Buches steht aber eigentlich ein Kriminalfall und genau hier war mein Problem.

Das Buch erzählt die Geschichte von dem verschwundenen Robert. Es wird durch die Ermittlerin Birna aufgedeckt, was mit Robert passierte.

Hier brachte der Autor für mich leider zu viele Klischees in die Geschichte hinein, die zusätzlich nie richtig zu Ende gedacht und gebracht wurden. Mehrmals blätterte ich zurück durch die Leseabschnitte ob ich etwas überlesen hätte.

Der Schreibstil des Autors hat mir äußerst gut gefallen! Er konnte das Feeling Raufarhöfens spürbar einfangen. ich konnte das Misstrauen und die eingeschworene Gemeinschaft der Dorfbewohner förmlich spüren. Schade fand ich, dass kaum schöne Seiten von Island aufgezeigt wurden - es ging ganz besonders um Abgeschiedenheit, Einsamkeit und Verbundenheit voller Misstrauen sowie Starrheit.

Dennoch waren die metaphorischen schon fast poetischen Beschreibungen wirklich toll zu lesen.

Ihr seht schon, das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Mir haben die Idee des Buches und der Schreibstil wirklich sehr gut gefallen. Ohne den Kriminalfall vielleicht sogar besser.

 Das Buch ist im Allgemeinen ein sehr ruhiges Buch - richtige Spannung kam bei mir nur selten auf - es war mehr ein mit raten und Brainstorming über das Verschwinden von Robert. 

Für mich ein drei Sterne Buch - immer noch ein gutes Buch und eine tolle Idee aber leider kein Herzensbuch für mich.

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Rezension zu "Kalmann" von Joachim B. Schmidt

Besser ein bisschen zurück als allzu schlau
Judithavor 3 Tagen

Ich habe dieses Buch bei Lovelybooks gewonnen, hatte am Gewinnspiel teilgenommen, weil mir die Kurzbeschreibung gefiel.

Nun ist dieses Buch das erste, dass mir Island etwas nähergebracht hat, als das herkömmliche isländische Krimis bisher getan haben. Eigentlich habe ich auch gar keinen Krimi erwartet, sondern einen Roman über einen Mann, der ein bisschen in den Kinderschuhen stecken geblieben ist.

Zu Beginn gefiel mir das Buch recht gut, es strahlte Leichtigkeit und Melancholie aus, es beschrieb mir die Menschen so, dass ich sie mir vorstellen konnte. Zwischendurch musste ich an meine Großtante denken, die Euthanasie und Holocaust zum Opfer gefallen ist. Immer wieder dachte ich, dass Kalmann den Nationalsozialismus nicht überlebt hätte. Menschen wie er waren zwischen 1933 bis 1945 in Deutschland Freiwild, wurden vergast, verhungerten oder bekamen tödliche Spritzen. Nicht so Kalmann im heutigen Island, er wird zwar von einigen „Dorftrottel“ genannt, aber das doch mehr oder weniger liebevoll, nicht mit dem Gedanken, ihn zu eliminieren.

Dieser Kalmann, Anfang 30, alleinlebender Junggeselle und ewige männliche Jungfrau, hat eine spannende Biografie, als Sohn eines Amerikaners „erbte“ er Sheriffstern, Hut und Mauser. So etabliert er sich in seinem Dorf dann auch als Dorfsheriff, aber jeder denkt, seine Mauser sei nur Blendwerk und ungeladen. Erst ganz am Ende des Buches entpuppt sich diese Waffe als echt. Aber mehr will ich über den Ausgang der Geschichte nicht schreiben, etwas Spannung sollen auch künftige Leser noch spüren.

Mir jedenfalls verging ab der Buchmitte das Interesse, die Lust am Lesen, an der endlosen Geschichte und der endlosen Weite von Island und vom Meer. Als dann noch der Gammelhai beschrieben wurde, glaubte ich, den verwesenden Fischgeruch zwischen den Buchseiten auszumachen. Dann wurde auch noch eine Hand im frischgefangenen Hai von Kalmann gefunden, als er diese „zurück in die Plastikwanne warf“, hatte ich erst einmal genug. Das war auf Seite 268. Ich fuhr in den Urlaub und ließ Kalmann zurück auf dem Nachttisch.

Irgendwann nach dem Urlaub wurde ich dann doch neugierig und begann das Buch vom Ende her zurückzulesen. Plötzlich wurde es dann doch spannend, die Mauser hatte wirklich „Peng“ gemacht. Also ging ich wieder zur Seite 268 und las den Rest fast in einem Rutsch.

Ich kann nicht sagen, dass mich das Buch total begeisterte, aber Kalmann muss man eigentlich gerne haben, teilweise ist er so rührend hilfsbereit oder anteilnehmend an den Schicksalen der anderen Dorfbewohner, da ist er absolut kein Dorftrottel. Auch seine Liebe zum Großvater und zur Mutter sind rührend und glaubwürdig.

Was mich an dem Buch wirklich fasziniert hat, sind die Beschreibungen der Gegend, der Umwelt, der Tierwelt, der Haifischjagd, all der Dinge, die ich hier, wo ich wohne, noch nie gesehen habe. Da schreibt ein Mann, der sich Island mit Haut und Haar „verschrieben“ hat. Ich habe die Fragen an ihn und seine Antworten in der Leserunde mit großem Interesse gelesen. Beeindruckend, seine Liebe zum Detail und zu den Menschen!

Wer also gern Geschichten aus dem Alltag von Isländern  - wie ihn Joachim B. Schmidt sieht - erfahren möchte, ist hier genau richtig. Mir fehlte am Schluss nur noch eine Tapete mit Nordlichtern für meine Leseecke, dann wäre alles perfekt.

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Cover des Buches Kalmann

Seid ihr auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Lektüre? Dann lasst euch von "Kalmann" überraschen, einem poetischen und hinreißenden Roman vor der rauen Kulisse Islands. Begleitet Kalmann Óðinsson - selbsternannter Sherrif, Experte für Gammelhai sowie die großen Fragen des Lebens - als sein beschauliches Leben plötzlich ungemütlich an Fahrt aufnimmt. Eine Geschichte für Liebhaberinnen und Liebhaber von Forrest Gump und den Coen Brothers.

"Kalmann ist nicht wie jedermann, manchmal laufen die Räder in seinem Kopf rückwärts."

Möchtet ihr dabei sein und mit Kalmann eine der wohl außergewöhnlichsten Buchfiguren des Jahres kennenlernen?

Zusammen mit Diogenes vergeben wir 50 Exemplare von "Kalmann". Wenn ihr an einer Leserunde zu diesem spannenden isländischen Roman teilnehmen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchtet, bewerbt euch* bis zum 26.08.2020, indem ihr auf diese Frage antwortet:

Wie stellt ihr euch das Leben in der isländischen Natur vor? Würde es euch gefallen?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

*Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.    

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