Joachim Bauer

 4,2 Sterne bei 84 Bewertungen

Lebenslauf von Joachim Bauer

Universitätsprofessor Joachim Bauer ist Arzt, Neurowissenschaftler und Psychotherapeut. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Psychiatrie und in beiden Fächern auch habilitiert. Für herausragende neurowissenschaftliche Forschung, die ihn zeitweise auch in die USA führte, wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie mit dem Organon- Forschungspreis ausgezeichnet. Er ist Professor emeritus an der Universität Freiburg, Gastprofessor an der International Psychoanalytic University (IPU) Berlin und Dozent an einem Berliner Ausbildungsinstitut für Psychotherapie. Des Weiteren ist Joachim Bauer Autor zahlreicher Veröffentlichungen und erfolgreicher Bestseller-Sachbücher.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das empathische Gen (ISBN: 9783451033483)

Das empathische Gen

Neu erschienen am 12.10.2021 als Hardcover bei Verlag Herder.

Alle Bücher von Joachim Bauer

Cover des Buches Warum ich fühle, was du fühlst (ISBN: 9783453615014)

Warum ich fühle, was du fühlst

 (31)
Erschienen am 04.09.2006
Cover des Buches Das Gedächtnis des Körpers (ISBN: 9783821865157)

Das Gedächtnis des Körpers

 (16)
Erschienen am 12.03.2012
Cover des Buches Lob der Schule (ISBN: 9783453600836)

Lob der Schule

 (9)
Erschienen am 06.10.2008
Cover des Buches Selbststeuerung (ISBN: 9783453604681)

Selbststeuerung

 (7)
Erschienen am 13.08.2018
Cover des Buches Prinzip Menschlichkeit (ISBN: 9783453630031)

Prinzip Menschlichkeit

 (6)
Erschienen am 04.08.2008
Cover des Buches Schmerzgrenze (ISBN: 9783896674371)

Schmerzgrenze

 (4)
Erschienen am 11.04.2011
Cover des Buches Das kooperative Gen (ISBN: 9783641268053)

Das kooperative Gen

 (2)
Erschienen am 13.04.2020
Cover des Buches Über den Sinn des Lebens (ISBN: 9783407865885)

Über den Sinn des Lebens

 (2)
Erschienen am 18.09.2019

Neue Rezensionen zu Joachim Bauer

Cover des Buches Schmerzgrenze (ISBN: 9783896674371)ENIs avatar

Rezension zu "Schmerzgrenze" von Joachim Bauer

Mythos Agression
ENIvor 10 Monaten

Ich finde das Buch gut und konnte einiges lernen. Bauer befreit einem von dem Mythos der Agression. Das Buch hilft dabei über zwischenmenschliche Beziehungen nachzudenken und eine Sensibilität für menschliches Verhalten zu entwickeln. 


Ich fand die Kapitel 1 (Mythos Agression) und 2 (Grundmotivation der Menschen) sowie die Zusammenfassung 7 (Alltägliche und globale Gewalt verstehen und begrenzen lernen) sehr gelungen. Kapitel 5 (Auf der Suche nach den Ursprüngen ...) war mir persönlich zu lang und hat mich nicht interessiert. Das Kapitel 6 (Gegenpole zur Dynamik der Agression ...) war mir zu oberflächlich.

Kommentieren0
1
Teilen
Cover des Buches Fühlen, was die Welt fühlt (ISBN: 9783896676900)B

Rezension zu "Fühlen, was die Welt fühlt" von Joachim Bauer

Wenig Bezug zum Titel
belanaherminevor 10 Monaten

Inhalt

Nach einem Vorwort erläutert Herr Bauer unsere physischen Voraussetzungen für Empathie und Fühlen. In Kapitel 2 zeigt er auf, wie wichtig diese beiden Dinge für unser Überleben und unsere Entwicklung als Menschen waren. Kapitel 3 widmet sich dann dem Zustand der Erde, wie wir sie im Moment vorfinden. Dabei geht es im Wesentlichen um die Natur und das Klima. Kapitel 4 zeigt in Ergänzung dazu den Zustand unserer Gesellschaft(en) auf. Kapitel 5 verspricht Lösungsmöglichkeiten.

Am Ende des Buches finden sich Anmerkungen und weiterführende Literaturhinweise.

Subjektive Eindrücke

Ich hatte schon ein paar Bücher von Herrn Bauer gelesen und war deshalb sehr gespannt auf das Buch.

Es fing auch sehr interessant an, indem es die emotionale und empathische Bindung zwischen Menschen und Natur/Umwelt bespricht. Aber das hört leider sehr schnell auf. Dann geht es im Grunde nur noch um Umweltzerstörung und Klimaschutz. Das gab für mich nicht wirklich Neues, nichtmal eine wirklich neue Perspektive.

Kapitel 1 und 2 bezogen sich durchaus noch auf den Titel und Untertitel des Buches. In Kapitel 3 gibt es eine Zustandsbeschreibung der Welt im Moment. Da gab es kaum noch Bezüge zu Empathie und Fühlen. Hier könnte man noch sagen, dass das Wissen um den Zustand der Welt eine Voraussetzung dafür ist, dass man die Welt fühlen kann. Aber Kapitel 4 und 5 gehen aus meiner Sicht dann ganz am Titel des Buches vorbei.

Aufzuzeigen, wie wir wieder zu einer emotionaleren, empathischeren Verbindung finden könnten (Kapitel 5 - Lösungsmöglichkeiten?), hätte mich sicherlich versöhnt. Aber auch das blieb leider aus.

Grundsätzlich möchte ich dem Buch aber zugutehalten, dass es genau diesen Aspekt des Fühlens unseres Eingebundenseins in natürliche Prozesse anspricht. Das haben wir mit Sicherheit zu sehr aus den Augen verloren.

Fazit

Empathie und Fühlen kommen mir insgesamt leider deutlich zu kurz.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Fühlen, was die Welt fühlt (ISBN: 9783896676900)N

Rezension zu "Fühlen, was die Welt fühlt" von Joachim Bauer

Mensch und Natur - eine bittersüße Liebesgeschichte
Nike10vor einem Jahr

 „Nur wenn die prekäre ökologische Lage unseres Planeten nicht nur unsere Vernunft, sondern auch unsere Gefühle erreicht haben wird, werden wir das Momentum und die Energie gewinnen, um unsere Lebensweise zu ändern.“ (J. Bauer 2020, S. 41)

 

Dieses Buch kann seltsame Folgewirkungen haben.

Vielleicht  wird plötzlich die würzige Linsensuppe eine verlockende Alternative zur teuer erkauften Rindsbouillon. 

Es kann sein, dass Sie nach der Lektüre nicht mit heroischer Durchhaltekraft, sondern mit zärtlicher Hingabe den Plastikmüll entsorgen – oder in beschwingt-hedonischem Verzicht weniger davon nach Hause tragen.

Möglich wäre auch, dass Sie Ihre durch Umweltsünden geweckten Schuldgefühle gegen einen engagierten Einsatz für die Bäume und die Tiere, die Sie lieben, eintauschen.

Sie könnten sich wiederfinden in einer bittersüßen Liebesgeschichte mit der Natur.

Bewirkt könnte das werden durch eine Sprache und Gedankenwelt, die sich ebenso dem wissenschaftlichen Geist verpflichtet fühlt, wie dem intuitiven Verstehen und dem gefühlsmäßigen Erfassen von Wesentlichem. Der Autor schöpft in einer ganzheitlichen Sicht aus der psychologischen, neurobiologischen, anthropologischen, evolutionstheoretischen, ökologischen und historischen Perspektive die relevante Essenz, um dem Leser zu einem tiefen Verständnis der Entfremdung zwischen Mensch und Natur zu verhelfen. 

Die Beziehungskrise währt schon lange – bereits im Gilgamesch Epos wird Bezug genommen auf die unheilvollen Waldrodungen eines überheblichen Königs. Doch heute sind es nicht nur Völker und Kulturepochen, die aufgrund von Nachlässigkeit und Gier ihren eigenen Untergang herbeiführen – es ist die Welt als Ganzheit, die am Abgrund steht. In einer knappen, von Fakten und Forschungserkenntnissen untermauerten und daher umso eindrücklicheren Zusammenstellung der ökologischen Situation wird der Leser angeregt, sich – einmal mehr – selbst ein Urteil zu bilden über die Notwendigkeit eines sofortigen, entschiedenen, individuellen und politischen Handelns.

So  bleibt die Betroffenheit des erkalteten „Ehepartners“ Mensch über das Leid der fieberfröstelnden Erde nicht aus. Es soll, muss uns ergreifen, ist sie doch, wie PsychotherapeutInnen täglich erfahren, die einzige Möglichkeit, echte Veränderungsmotivation zu bewirken. Doch der Blick bleibt nach vorne und nach oben gerichtet, will aufrütteln und aufrichten, erschüttern und ermutigen. Die Natur schenkt uns Leben, immer noch und immer wieder – physisch, psychisch, wer sich der Perspektive öffnen mag, auch spirituell. Der Autor nennt, verständlich aufbereitet und fast im Vorbeigehen, zahlreiche Forschungserkenntnisse der gesundheitsfördernden Wirkung von Naturerlebnissen, die wir eben so sehr brauchen wie das liebevolle Zusammensein mit anderen Menschen. 

Doch beides ist tragischerweise oft gerade denen nicht zugänglich, die es am meisten brauchen. Der Autor zeigt Verständnis für die Mangelerscheinungen sozial benachteiligter Gruppen. Aus einer oft schon als Kind erlebten Unterversorgung an Empathie und wohlwollender Grenzziehung, an respektvoller Heranführung zur Natur und kreativen Entfaltungsmöglichkeiten, entsteht eine Beziehungs- und Kulturlosigkeit. Die führt zu innerer Leere, Manipulierbarkeit, Abhängigkeit von sozialen Medien und Produkten aller Art sowie zur Affinität zu hasserfüllten Affektgruppe – was seinerseits die Offenheit für echte Begegnung mit Menschen, für gemeinsames Singen, Kochen, Wandern und Engagement für gemeinsames Gut mindert. 

Lösungswege gibt es und der Autor gibt konkrete Anregungen, welche Art von Kräutern die gekränkte und nun ihrerseits krankmachende Geliebte aufrichten könnte. Angefangen von einer Haltungsänderung, welche die oben genannte Schritte hervorrufen kann, werden in größerem Rahmen Möglichkeiten in der Bildungspolitik, Städteplanung, Sozialpolitik und in anderen Bereichen genannt. Damit  hören wir vielleicht auch im Echo der Covid19 Krise den Anruf der Natur, die uns leidend, sehnend, immer noch hoffend die Hand entgegenstreckt. 

Mögen sich zahlreiche engagierte BürgerInnen, PolitikerInnen, ForscherInnen, KünstlerInnen – und poetische WissenschaftlerInnen finden, die ihren Resonanzraum stärken. Der Autor hat ihr seine Stimme gegeben. 

 Susanne Pointner

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 164 Bibliotheken

von 27 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks