Joachim Bessing

 3 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Tristesse Royale, Wir Maschine und weiteren Büchern.

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Tristesse Royale

Tristesse Royale

 (26)
Erschienen am 01.01.1999
Untitled

Untitled

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Erschienen am 09.03.2013
Als Deutschland noch viel kleiner war

Als Deutschland noch viel kleiner war

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Erschienen am 16.02.2018
Untitled: Roman

Untitled: Roman

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Erschienen am 09.03.2013
Wir-Maschine

Wir-Maschine

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Erschienen am 27.11.2009
Rettet die Familie

Rettet die Familie

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Erschienen am 05.06.2007

Neue Rezensionen zu Joachim Bessing

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Eiseisbabys avatar

Rezension zu "Untitled" von Joachim Bessing

Die neuen Leiden des alten B.
Eiseisbabyvor 5 Jahren

Joachim Bessings untitled ist ein radikales Buch. Ein verzweifelter, ein lebensmüder Versuch über die große Liebe. So ehrlich, lächerlich und konsequent subjektiv, dass ihn wohl nur ganz Wenige (Davongekommene) in seiner ganzen nervösen, flimmernden Pracht deuten, entschlüsseln und ertragen können. Für meinen Geschmack war Bessing eigentlich immer eine Spur zu manieriert: zu geckenhaft, zu wohlriechend, zu gut angezogen, zu verbildet, zu verschnupft. Mit untitled hat er sich jedoch in mein ausgeschnitztes Herz geschrieben. Denn ein Mann , der so mutig, schonungslos und immer sauber am Rande des Wahnsinns entlang über die mächtigste Droge der Welt und ihre vielleicht tödlichen Nebenwirkungen schreiben (und dabei auch noch so fresh und mittig klingen) kann, hat großen Respekt und viel Mitgefühl verdient. Biutiful.

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damentenniss avatar

Rezension zu "Tristesse Royal" von Joachim Bessing

Rezension zu "Tristesse Royal" von Joachim Bessing
damentennisvor 9 Jahren

dieses buch sei "so spannend wie minigolf mit früh-rentnern". das wurde mir so zugespielt, diese bewertung, und mal ganz ehrlich: ich habe keine ahnung, ob das stimmt. und ob es darum überhaupt geht.

eine weitere wertung, die ich jüngst über das "popkulturelle quintett" las, war diese: es handele sich dabei um "dummes koks-gelaber". auch hier stellt sich mir zunächst einmal die grundlegende frage, ob der kritisierende zwischen dummen und schlauem koks-gelaber unterscheidet, und wenn ja (was ja nötig ist), wo denn da die grenze verlaufen würde. als nicht-kokser bin ich ahnungslos.

so komme ich ja nicht weiter, immer sagen andere leute etwas, das ich nicht verstehen kann, nein nein, da muss ich anders rangehen an das buch, sonst wird das nichts.

zwei dinge fielen mir auf. erstens: das schnöselig-sein genießt aktuell keinen guten ruf bei menschen, die sich sozial eher links als rechts einordnen (oder sich gar nicht einordnen, weil ihnen schon das wort einordnen zuwider ist). ich bin nun leider geschichtlich zu wenig bewandert, um mal in einem flotten abriss die geschichte der schnöseligkeit aufzumalen, aber ich denke einfach mal - das ist bei mode immer eine gute theorie - es gab da diverse "ins" und "outs", mal waren schnösel schicklich, mal unerwünscht. aktuell ist das schwierig, aber klare bekenntnisse zur schnöseligkeit sind eher selten zu finden und wohl auch nicht konsensfähig. ins wahlprogramm, um mal aktuell zu werden, sollte das keine partei aufnehmen.

zweitens: in diesem buch stehen jede menge beobachtungen trivialster natur, die aber so erst einmal getätigt werden müssen. der hinweis von (ich glaube) alexander von schönburg, studenten sprechen immer darüber, wo man preiswerte lebensmittel bekommt, ist natürlich ebenso simpel wie grandios. ich staune da, wenn ich so etwas lese, denn mir selber ist das nicht neu, aber ich hätte es nie als eine konstituierende beobachtung schildern können. das "popkulturelle quintett" kann das ganz gut.

ohnehin scheinen diese fünf herren verstanden zu haben, dass in allen gängigen theorien des sozialen (außer der systemtheorie) so wichtige faktoren wie geschmack, kopfschmerzen, schlechte laune und, wie dietmar dath es nennt "unabsichtliche arschlöcher" fehlen. dem wird hier rechnung getragen, wenn es um kultur geht, die immer von der seite des scheiterns her betrachtet wird. man mag das sympathisch finden oder eine ganz andere meinung dazu haben.

lisa simpson sagte einmal über die musik der smashing pumpkins, die die wirkung hat, jugendliche melancholisch zu machen: "das ist ja wie in einem fass zu fischen". und so geht es ja hier auch. "tristesse royale" zu kritisieren, das liegt auf der hand, das gehört zum guten ton der zweiten reflexionsebene, die niemals verstehen wird, dass reflexion permanent endlos betrieben werden muss, um mal nicht peinlich zu sein. ein ausruhen auf der eigenen reflexion ist nicht möglich, verstehen ist nicht möglich, es geht ja immer weiter. nun bringt es ja auch nichts, das buch (dritte reflexionsebene) als irgendwas zu loben. am besten ist es wohl, das buch zu lesen. oder es zu lassen. punkt.

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stories!s avatar

Rezension zu "Tristesse Royale" von Joachim Bessing

Rezension zu "Tristesse Royale" von Joachim Bessing
stories!vor 10 Jahren

Berlin 1999 - Fünf Autoren in einer Suite des Adlons. Sie wollen ein Sittengemälde ihrer Generation zeichnen - soweit jedenfalls der Plan. Was nun entsteht, ist noch zehn Jahre später ein hochaktuelles Buch voller Witz und bissiger Kritik. Anzumerken: Das hier ist kein klassischer Roman, viel mehr ein dialogform verfasstes Buch, dass den Eindruck entstehen lässt, man sitze des Nachts zusammen mit Bessing und Co. in diesem Berliner Traditionshaus auf dem Boden des Hotelflurs und rauche, nur mit einem Morgenmantel und Pantoffeln bekleidet, Marlboro Lights.

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