Joachim Bumke Höfische Kultur

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Inhaltsangabe zu „Höfische Kultur“ von Joachim Bumke

Die Kultur der großen weltlichen Höfe des hohen Mittelalters brachte einen neuen Stil und eine neue Dichtung hervor, die für Jahrhunderte prägend waren. Joachim Bumke erschließt diese Welt vor allem aus den literarischen Quellen und entwirft ein faszinierendes und überaus anschauliches Bild der höfischen Gesellschaft dieser Zeit.

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    Höfische Kultur
    Matzbach

    Matzbach

    17. November 2013 um 17:23

    Mein opus magnum für 2013. Auf über 780 Seiten (zuzügl. Anhang) unternimmt Joachim Bumke den Versuch, die höfische Literatur des Hochmittelalters hinsichtlich ihres Wertes als Geschichtsquelle zu überprüfen, wobei das Ergebnis , kurz gesagt, ernüchternd ist. Als dieses Buch 1985, damals noch in zwei Bänden, erschien, bin ich als junger Germanistikstudent bei Elwert in Marburg immer wieder darum herumgeschlichen, habe aber letztlich die Kosten von 44 DM gescheut. Nun, etliche Jahre später hat sich der zum Deutschlehrer mutierte Student dann doch dazu entschlossen, das damals Versäumte nachzuholen. Und, ich habe es nicht bereut. Bumke weist an zahlreichen Beispielen nach, dass die in der höfischen Literatur dargestellte Welt der Minne und Aventüre ungefähr soviel mit dem Leben zu tun hatte wie damals in den 80ern die Derrick-Krimis mit der wirklichen Gesellschaft. Die Autoren setzten nahezu unerfüllbare Ideale, die zwar gern zur Unterhaltung und zur Selbstvergewisserung des eigenen (Adels-)Standes konsumiert wurden, aber keineswegs in der Realität umgesetzt wurden. Als Beispiel sei nur das Frauenbild der Minnelyrik erwähnt: Liebeswerben, das eigentlich darin bestand, dass der Weg das Ziel war. Gab die Frau nach, war die Liebe nicht mehr interessant. Überhaupt entsprach die Idealisierung der Frau kaum den gesellschaftlichen Realitäten, rechtlich war sie dem Mann mehr als untergeordnet, durfte dieser geduldetermaßen fremdgehen, war es für sie strengstens verboten. Und manche der adeligen Herren nahmen sich mit Gewalt, was ihnen von den Frauen verwehrt wurde. Deutlich wird auch, dass die Lebensverhältnisse im Mittelalter auch für die Adeligen (von den anderen wird im Buch nur selten gesprochen, weil sie in der Literatur des Mittelalters kaum vorkommen) alles andere als komfortabel waren. Insofern sollte das Buch für alle Mittelalterfreaks, die diese Epoche unkritisch idealisieren, zur Pflichtlektüre werden. Nachtrag vom 20.11. Nachteilig ist die schlechte Bindung des doch recht umfangreichen Buches. Meine Frau liest es gerade und es löst sich in seine Einzelteile auf. Wer das Buch - ich vermute mal, dass es eh nur noch antiquarisch erhältlich ist - erwerben möchte, sollte schauen, dass er die zweibändige Ausgabe bekommt.

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