Joachim Fernau

 3.9 Sterne bei 150 Bewertungen
Autor von Cäsar läßt grüßen, Disteln für Hagen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Und sie schämeten sich nicht

Neu erschienen am 26.11.2018 als Hardcover bei Adoria-Verlag.

Alle Bücher von Joachim Fernau

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Cäsar läßt grüßen

Cäsar läßt grüßen

 (23)
Erschienen am 01.07.2007
Halleluja

Halleluja

 (13)
Erschienen am 01.02.2000
Rosen für Apoll

Rosen für Apoll

 (12)
Erschienen am 01.01.2007
Sprechen wir über Preußen

Sprechen wir über Preußen

 (10)
Erschienen am 01.02.2001
Und sie schämeten sich nicht

Und sie schämeten sich nicht

 (6)
Erschienen am 06.04.2006

Neue Rezensionen zu Joachim Fernau

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Manuel2704s avatar

Rezension zu "Rosen für Apoll" von Joachim Fernau

Verneigung vor dem Meister
Manuel2704vor 2 Jahren

„Rosen für Apoll“ und sein Autor Joachim Fernau haben für mich persönlich eine ganz besondere Bedeutung.
Es war das erste Buch, welches ich mir noch während meiner Schulzeit bewusst und selbst gekauft habe.

Joachim Fernau kommt das Verdienst zu, mein Interesse für Geschichte geweckt zu haben-ein Interesse, das sich seit mittlerweile mehr als 30 Jahren nicht nur erhalten sondern intensiviert hat. Wie

 sehr mich dieses Buch beeindruckt hat, kann man daran ermessen, dass ich das erste Exemplar –obgleich mittlerweile als Taschenbuch total zerlesen- immer noch besitze. Allein diese Ausgabe habe ich mehr als 50mal gelesen, das Werk als solches über 100mal.

„Rosen für Apoll“ ist ein Paradebeispiel dafür, dass Geschichte nicht langweilig sein muss, sondern wie eine jahrhundertelange Abenteuerreise erzählt werden kann – was Fernau im Übrigen auch in all seinen anderen Werken mit historischem Bezug unter Beweis gestellt hat. Dieser Aspekt ist zwar bemerkenswert, macht Autor und Werk aber noch nicht zu einem literarischen Diamanten, da diese Fähigkeit auch noch einige andere Autoren besitzen, die sich in diesem Genre tummeln.
Der Touch des Einzigartigen wird „Rosen für Apoll“ durch die subjektive aber durchaus fundierte Betrachtungsweise verliehen, mit der er zwar nicht an Tatsachen rüttelt, jedoch die Geschichte der Griechen auf unnachahmlich persönliche Weise ironisch, scharfzüngig und auch schon mal mit einem Augenzwinkern interpretiert und kommentiert.

Der letztlich wahre Wert von „Rosen für Apoll“ hat sich mir persönlich erst Jahre nach dem ersten Lesen erschlossen. Ich hatte mich zwischenzeitlich auch mittels anderer Bücher der Geschichte der Griechen zu nähern versucht, zumeist geschrieben von „echten“ Historikern vom Schlage z.B. eines Theodor Mommsen oder Golo Mann. Dies vor allem aus Gründen der Suche nach historischer Wahrheit.
Das Ergebnis dieser Suche war in einem Wort: Erleichterung
Erleichterung darüber, dass ich den persönlichen Wert von „Rosen für Apoll“ auch nach objektiven Kriterien nicht relativieren musste.
Darüber hinaus kann und darf man Fernau nicht erklären – man muss ihn einfach kosten wie einen alten wertvollen Wein.

Last not least mein Fazit zu „Rosen für Apoll“:

Immer wieder lesbar für Erfahrene und Kenner von Texten mit historischen Bezügen.
Sehr geeignet für Neueinsteiger in geschichtliche Literatur oder für Leser, welche sich vorrangig einfach amüsieren und nur nebenbei -aber nichtsdestotrotz doch- etwas für die eigene Bildung tun wollen.

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epischels avatar

Rezension zu "Cäsar läßt grüßen" von Joachim Fernau

Cäsar läßt grüßen
epischelvor 3 Jahren

Nachdem ich das Buch über die römische Armee gelesen hatte, hatte ich ein gewisses Interesse an römischer Geschichte entwickelt. Zufällig fiel mir Joachim Fernaus „Caesar lässt grüßen“ in die Hände.



Auf gut 380 Seiten erzählt Joachim Fernau die Geschichte des Römischen Reiches. Nicht trocken, ein Ereignis nach dem anderen, sondern kurzweilig, weil er die handelnden Personen und die Ereignisse einordnet und kommentiert. Er bezeichnet sich selbst als Konservativen und man merkt schnell, dass er die Plebs (dem Volk) misstrauisch gegenüber steht. Auch schießt er hier und da gegen die Bewertung in „heutigen Lehrbüchern“ und von „heutigen Professoren“. Aber als Leser muss man ja seine Einschätzungen und Kommentare nicht teilen. Das Buch ist übrigens von 1971, also zu Zeiten der 1968er geschrieben.
Beispiel A nach der Zerstörung Roms durch die Gallier um Fürst Brennus ca. 387 v. Chr.:

Dass sie dies nicht taten, sondern Rom an der alten Stelle wieder aufbauten, war eine Sternstunde des Abendlandes. Wie alle Sternstunden war sie im Kalender nicht rot angestrichen. Die Römer fluchten lediglich und sahen sie nicht anders an als wir da Jahr 1945. (Sie besaßen einen Vorteil: sie hatten keine Befreier.) […]


Den Klammersatz hätte er sich sparen können. Aber er war ja auch Kriegsberichterstatter bei der SS gewesen und höchst umstritten (siehe Edit-War auf Wikipedia).
Beispiel B um den Konflikt zwischen Patriziern und Plebejern wenig später:
Also, wer waren sie? Unterdrückte, doch wohl?
Natürlich nicht. Auch die Weltbeglücker unter unseren Studenten-Randalierern sind nicht Unterdrückte, sie sind alle Söhne mit gesichertem freien Leben. Die „Unterdrückten“ sind nur ihr Sprungbrett. […] Und was sie fordern, ist nie etwas, womit die „Unterdrückten“ etwas anfangen können, sondern immer nur sie selbst. Wir kennen es alle: man fordert für die Arbeiter einen Vorstandssessel und setzt sich selbst drauf.

So politisch kann Geschichte sein, zumindest bei Fernau. Ich runzle die Stirn und lese weiter. Dafür bezeichnet er sich im entsprechenden Kapitel als „Spartakist“, weil Spartakus Gleichheit für alle gewollt habe.


Die politischen/weltanschaulichen Spitzen kann man überlesen, das Ende des römischen Reiches kann man leider nicht lesen. Rom geht unter, weil die Gesellschaft dekadent wird:
Rom ging sang- und klanglos unter. Es wurde nicht wie Hellas besiegt , zerfetzt, verschlungen; es verunglückte nicht in der Kurve, es prallte mit niemand zusammen, es stürzte nicht ab und bekam keinen Herzschlag.
Es verfaulte.
Man hätte es retten können. Aber man gab ihm Opium, statt es zu schneiden.
Hören Sie, was die Ruinen, was die Säulenstümpfe auf dem Forum romanum rufen?
Schönen Gruß an die Enkel.
Ach so war das? Die Goten kamen und die Römer waren zu Hause, Orgien feiern, statt sich zu wehren? Ich habe den Eindruck, der Autor hat hier ein paar Fakten dem Schluss geopfert, der in sein konservativ-reaktionistisches Weltbild passte. Wirklich schade. Ein paar Worte zum Zusammenbruch des Reiches hätte ich gern gelesen, auch zur Erhebung des Christentums zur Staatsreligion sowie der Spaltung in West- und Oströmisches Reich.

Römisches Reich um 117 n. Chr. (Quelle: Wikimedia Commons)


Aber als kurzweilige Information über die Geschichte des römisches Reiches – und mit einer gehörigen Portion Skepsis – durchaus brauchbar.

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Perles avatar

Rezension zu "Ein Frühling in Florenz HC Roman." von Joachim Fernau

Joachim Fernau - Ein Frühling in Florenz
Perlevor 3 Jahren

Klappentext:
Der Schauplazu ist denkbar schön:
Die engen Straßen, die blühenden Gärten, die alten Palazzi von Florenz. Florenz ist im Mai wie ein Traum.

Die Handlung ist denkbar einfach:
Drei Studenten, ein Deutscher, ein Franzose, ein Engländer, verlieben sich in ein schönes italienisches Mädchen.

Die Luft ist denkbat frisch:
Keine Mülltonnen, kein Mao, kein utopischer Dunst. Die Sonne der Toskana, der Mond über denm Arno, die Verliebtheit der Jugend.

"Ein Hauch Kästner schwingt mit. Schloß Gripsholm grüßt von ferne. Drei Männer im Schnee ziehen den Hut. Leichtigkeit und Esprit verbinden sich zu einem köstlichen Lesevergnügen. Ein beglückendes Buch, weil`s durch und durcxh proper ist. Herrliche Erotik sprießt darin, und dennoch wuchert kein einziges derbes Wort wie Unkraut in diesem Garten: ein Buch, in dem roter Mohn wächst. Zu reichen dem jüngsten Fäulein. Der Frau Großmama. Und Hochwürden. Und dem Herrn Barrikadenstürmer.
Joachim Fernau beweist, daß ein Liebesroman spannend sein kann wie ein Krimi. Wem fällt Gabriella in die Arme? Hans? Maurice? Leslie? Man ertappt sich beim Seufzen: Fiele sie doch in meine! Die Pointe ist überraschend und blitzgescheit. Sie zu verraten, wäre Verrat an Adam und Eva." (WELT am SONNTAG)

Eigene Meinung:
Dieses Buch entdeckte ich im Juli letzten Jahres im Öffentlichen Bücherschrank in der Nachbarstadt und nahm es kurzentschlossen mit. Ein BVuch bzw. Roman über Florenz(Italien kann doch nur super sein. Ich liebe Romane über Italien schon seit Jahren. Ich war schon zweimal dort, zwar nicht in Florenz, aber am Lago Maggiore und in Bozen/Südtirol, welches auch in diesem Buch erwähnt wird.

Der Anfang der gefiel mitr ganz gut, doch dann merkte ich, dass es anfing langweilig zu werden. Warum weiß ich nicht genau. Nur wenn es um Thema Kochen und Essen ging, dann war ich begeistert. Thema Fußball interessierte mich in diesem Buch leider wenig.

Die Hauptprotagonistin schrieb sogar Gedichte, da war ich wieder in meinem Element. Doch von ihr war kaum die Rede, ihre Frau Mamma wurde öfters erwähnt und gelobt, die Jungs waren noch in sie verliebt und hätten am liebsten mit ihr was angefangen. Ich dachte eher das Gabriella das Mädchen wäre, um das es ginge. Etwas merkwürdig.

Es waren auch zwei-drei kleine Schreibfehler zu finden. Doch richtig warm wurde ich nicht mit den Protagonisten. Der Klappentext versprach mehr als es war. Habe es aber trotzdem bis zum Schluß gelesen und hatte es in nur zwei Tagen beendet. Das Cover gefällt mir ganz gut und ich wäre auch mal gerne im Grühling in Florenz, nur ist Florenz eine teure Stadt. 

Vergebe hierfür gerne 3 gutgemeinte Sterne,
denn ich habe es trotzdem nicht bereut zu lesen.
Vielleicht weil der Autor männlich war,
wäre er weiblich gewesen, wäre es vielleicht interessanter gewesen,
und die Rezension positiver ausgefallen.
Der autor sagt mir auch leider nichts.
Aber kann es jedem Italien-Fan ans Herz legen.



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