Joachim Fernau Cäsar läßt grüßen

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Inhaltsangabe zu „Cäsar läßt grüßen“ von Joachim Fernau

Bei Fernau beginnt die Römische Geschichte als heiter bukolische Sage noch vor Romulus und Remus und endet mit einem Paukenschlag bei den Soldatenkaisern. Hier werden 1000 Jahre Geschichte zu einem lebendigen Abenteuer, Vergangenheit wird miterlebt und ihre Gestalten erscheinen als Zeitgenossen, mit denen wir reden, lachen und weinen können. Fernau erzählt von menschlichen Schwächen, die sich damals wie heute hinter den Kriegen der Mächtigen und den Intrigen der Politiker verbergen, macht nüchterne Lesebuchdaten und -fakten transparent und Hintergründe sichtbar. Noch nie ist Cäsar so erkannt, noch nie sind Sulla, Marius, Augustus, Claudius so durchschaut worden. Bis zur letzten Seite glaubt man mit Fernau wirklich unter Römern gelebt zu haben und es dauert lange, bis man sich aus dieser Welt wieder lösen kann - hellsichtiger und klüger.

Geschichte humorvoll präsentiert

— georg_moor
georg_moor

Ein äußerst lesenswertes Sachbuch. Wer interessiert ist an der römischen Geschichte insgesammt, sollte Ausschau nach diesem halten!

— HamsterHerkules
HamsterHerkules

Typisch Fernau - der Geschichtsunterricht der ebenso besonderen wie unnachahmlichen Art!

— RobinBook
RobinBook

Ganz nett, sehr informativ.

— DerWanderer
DerWanderer

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  • Cäsar läßt grüßen

    Cäsar läßt grüßen
    epischel

    epischel

    24. April 2016 um 15:36

    Nachdem ich das Buch über die römische Armee gelesen hatte, hatte ich ein gewisses Interesse an römischer Geschichte entwickelt. Zufällig fiel mir Joachim Fernaus „Caesar lässt grüßen“ in die Hände. Auf gut 380 Seiten erzählt Joachim Fernau die Geschichte des Römischen Reiches. Nicht trocken, ein Ereignis nach dem anderen, sondern kurzweilig, weil er die handelnden Personen und die Ereignisse einordnet und kommentiert. Er bezeichnet sich selbst als Konservativen und man merkt schnell, dass er die Plebs (dem Volk) misstrauisch gegenüber steht. Auch schießt er hier und da gegen die Bewertung in „heutigen Lehrbüchern“ und von „heutigen Professoren“. Aber als Leser muss man ja seine Einschätzungen und Kommentare nicht teilen. Das Buch ist übrigens von 1971, also zu Zeiten der 1968er geschrieben. Beispiel A nach der Zerstörung Roms durch die Gallier um Fürst Brennus ca. 387 v. Chr.: Dass sie dies nicht taten, sondern Rom an der alten Stelle wieder aufbauten, war eine Sternstunde des Abendlandes. Wie alle Sternstunden war sie im Kalender nicht rot angestrichen. Die Römer fluchten lediglich und sahen sie nicht anders an als wir da Jahr 1945. (Sie besaßen einen Vorteil: sie hatten keine Befreier.) […] Den Klammersatz hätte er sich sparen können. Aber er war ja auch Kriegsberichterstatter bei der SS gewesen und höchst umstritten (siehe Edit-War auf Wikipedia). Beispiel B um den Konflikt zwischen Patriziern und Plebejern wenig später: Also, wer waren sie? Unterdrückte, doch wohl? Natürlich nicht. Auch die Weltbeglücker unter unseren Studenten-Randalierern sind nicht Unterdrückte, sie sind alle Söhne mit gesichertem freien Leben. Die „Unterdrückten“ sind nur ihr Sprungbrett. […] Und was sie fordern, ist nie etwas, womit die „Unterdrückten“ etwas anfangen können, sondern immer nur sie selbst. Wir kennen es alle: man fordert für die Arbeiter einen Vorstandssessel und setzt sich selbst drauf. So politisch kann Geschichte sein, zumindest bei Fernau. Ich runzle die Stirn und lese weiter. Dafür bezeichnet er sich im entsprechenden Kapitel als „Spartakist“, weil Spartakus Gleichheit für alle gewollt habe. Die politischen/weltanschaulichen Spitzen kann man überlesen, das Ende des römischen Reiches kann man leider nicht lesen. Rom geht unter, weil die Gesellschaft dekadent wird: Rom ging sang- und klanglos unter. Es wurde nicht wie Hellas besiegt , zerfetzt, verschlungen; es verunglückte nicht in der Kurve, es prallte mit niemand zusammen, es stürzte nicht ab und bekam keinen Herzschlag. Es verfaulte. Man hätte es retten können. Aber man gab ihm Opium, statt es zu schneiden. Hören Sie, was die Ruinen, was die Säulenstümpfe auf dem Forum romanum rufen? Schönen Gruß an die Enkel. Ach so war das? Die Goten kamen und die Römer waren zu Hause, Orgien feiern, statt sich zu wehren? Ich habe den Eindruck, der Autor hat hier ein paar Fakten dem Schluss geopfert, der in sein konservativ-reaktionistisches Weltbild passte. Wirklich schade. Ein paar Worte zum Zusammenbruch des Reiches hätte ich gern gelesen, auch zur Erhebung des Christentums zur Staatsreligion sowie der Spaltung in West- und Oströmisches Reich. Römisches Reich um 117 n. Chr. (Quelle: Wikimedia Commons) Aber als kurzweilige Information über die Geschichte des römisches Reiches – und mit einer gehörigen Portion Skepsis – durchaus brauchbar.

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  • Fernau - grenzgenial!

    Cäsar läßt grüßen
    RobinBook

    RobinBook

    10. October 2015 um 22:54

    Ich habe dieses typische Fernau-Buch sehr gern gelesen: Die römische Geschichte im Eilzug durchrasen und Spaß dabei haben. Dass das möglich ist, wurde hier bewiesen. Gleiches gilt auch für die "Buchgeschwister" "Halleluja" über die USA und "Rosen für Apoll" über Griechenland. Spitzenreiter wird für mich jedoch stets Joachim Fernaus Interpretation der Nibelungensage "Disteln für Hagen - eine Bestandsaufnahme der deutschen Seele" bleiben.   

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  • Rezension zu "Caesar lässt grüssen" von Joachim Fernau

    Cäsar läßt grüßen
    Feverbrain

    Feverbrain

    18. April 2011 um 12:39

    Fernau schafft es in knapp 300 Seiten die gesamte Geschichte des antiken römischen Weltreiches abzuhandeln. Dabei ist allerdings weniger die Kürze der Abhandlung das Bemerkenswerte an dem Buch, als vielmehr die frische und sehr unkonventionellen Sichtweise, mit welcher Fernau die Geschehnisse und Entwicklungen durchleuchtet. Dabei ist immer ein Spur der Ironie, ja man mag fast sagen etwas Despektierliches zu finden. Insgesamt ist die Abhandlung sehr leicht und erfrischend zu lesen. Sicherlich nichts für Einstieger in die Materie, aber eine sehr gelungene, weil unkonventionelle Geschichte des römischen Weltreichs, die jede Menge Gedankenanstöße beinhaltet, weil sie die Geschehnisse einmal anders betrachtet. Prädikat: sehr lesenswert.

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  • Rezension zu "Cäsar lässt grüßen" von Joachim Fernau

    Cäsar läßt grüßen
    Jens65

    Jens65

    13. July 2008 um 13:54

    "Caesar läßt grüßen" ist kein Buch, das ungefärbtes Geschichtswissen bietet; stattdessen vermittelt Joachim Fernau hier wieder einmal seine eigene, menschliche Sicht der Geschichte, nach derer von Deutschland und Hellas nun die Roms. Für viele mag das Buch vor allem als lebendige Einführung in die römische Geschichte dienen, doch ist es zugleich oder vielmehr ein nachdenklicher Kommentar zur selben. "Caesar läßt grüßen" funktioniert als beides. Denn Fernaus Sprache ist weiterhin von vorbildlicher Einfachheit, hier lächelnd, dort betrübt, stets bildreich, aber nirgends oberflächlich oder versimpelnd. Sie ist fähig, komplizierte Ansichten und Gefühle so einfach wie empfindsam auszudrücken. Fernau zeigt sich hier in seinen Gedanken klar, vom Zeitgeist unabhängig und vor allem menschlich.

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