Joachim Fernau Halleluja

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Inhaltsangabe zu „Halleluja“ von Joachim Fernau

Es gibt Tausende von Büchern über Amerika, aber in keinem steht eine Behauptung wie diese: "Daß es die Vereinigten Staaten von Amerika gibt, verdanken wir vor allem den Briten. Hätten sie nicht die Indianer ausgerottet, so würde Amerika ein ganz anderes Schicksal erfahren haben. Es hätte das Schicksal Afrikas gehabt.§ Fernaus Geschichte der USA ist anders. Den Griechen galt die ganze Liebe des Autors, und auch unter den Römern fand er immer wieder eine Gestalt für sein Herz. Über den Atlantik aber fliegt es nie. Es bleibt unberührt von dem Rausch des Aufstiegs, dem Rausch der Parolen, dem Rausch der Macht. Wenn es hörbar schlägt, dann für zwei Besiegte: die physisch vernichteten Indianer und das seelisch vernichtete Europa, insbesondere das deutschsprachige, von heute. Dann zeigt sich, daß das Herz des Autors nicht nur lieben kann.§

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  • Rezension zu "Halleluja" von Joachim Fernau

    Halleluja

    Feverbrain

    26. April 2011 um 13:46

    Auch mit diesem Buch über die Geschichte von den Vereinigten Staaten von Amerika ist Fernau abermals eine sehr unkonventionelle und gerade dadurch lesenswerte Abhandlung der Geschichte der Vereinigten Staaten (bis in 70er) gelungen. fernau beginnt mit der Besiedelung des nordamerikanischen Kontinents, erklärt die britisch-französisch-spanischen Konflikte um die Kolonien, behandelt die Unabhängigkeit, den Bürgerkrieg und den Aufstieg der USA zu einer wirtschaftlichen und militärischen Großmacht, welche vor allem durch die beiden Weltkriege katalysiert wurde. Dabei stößt Fernau in seiner unkonventionelle Art mancherlei amerikanische Helden - zum Beispiel Washington & Lincoln - von ihrem verklärten Thron. Wieder und wieder kehrt Fernau auch zur Vertreibung und in seiner Ansicht Ausrottung der amerikanischen Ureinwohner zurück und stellt die Unglaublichkeit diese doch schleichenden Prozesses sehr plastisch heraus und beleuchtet diese Kapitel der amerikanischen Geschichte mit einer sehr klaren Verurteilung, die sich aber nicht so sehr mit der klassichen moralischen Verurteilung deckt, sondern vielmehr die "Nebensächlichkeit" und "Gleichgültigkeit" dieser Ausrottung als verderbtestes Kapitel der amerikanischen Geschichte hervorhebt. Interessant ist natürlich auch die Beurteilung Fernaus angesichts der neueren Entwicklung der neuesten amerikanischen Geschichte, wie zum Beispiel der Finanzkrise und des Irak-Kriegs. Gerade auch die Wirtschafts- und Finanzkrisen hebt Fernau immer wieder hervor und spricht von einer ominösen Hochfinanz (Rockefeller, Vanderbildt, J.P. Morgan), welche seit der Unabhängigkeit alle Stricke der amerikanischen Politik in den Händen hielt. Auch die Kriegsgrunde die Fernau den USA zuspricht, lassen sich gut auf den Irak-Krieg übertragen: die USA führen keinen Krieg, um ein anderes Land zu besetzen; im Gegenteil, sie "befreien" nur Länder von ihrem schlechten Herrschern und "schenken" den Menschen ihre Freiheit. Wem kommt diese Argumentation bekannt vor? Man muss nicht immer einer Meinung sein mit Fernau, aber wie auch schon bei seinen anderen Büchern lohnt sich die Lektüre alleine schon wegen ihrer unkonventionellen Sichtweise. Leider hat mich Fernau mit seinem abschließenden Kapitel, welches eine sehr starke moralische Verurteilung fast aller modernen Entwicklungen enthält, verloren. Es spricht von einem durchtriefenden Pessismus und dem alten und stetig falschem Urteil "Die Jugend von heute" ... Schade, ansonsten hätte es wieder einmal 5 Sterne gegeben, aber man kann das Kapitel auch auslassen und dann kann ich jedem dieses Buch nur ans Herz legen.

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