Joachim Fest

 4,3 Sterne bei 161 Bewertungen
Autor*in von Hitler, Ich nicht und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Joachim Fest (1926 – 2006) war einer der bedeutendsten Autoren und Historiker der Bundesrepublik. Ab 1963 arbeitete er als Chefredakteur des NDR und von 1973 bis 1993 als Herausgeber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Seine Hitler-Biographie wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Weitere Werke: «Speer» (1999), «Der Untergang» (2002), «Begegnungen» (2004), «Ich nicht» (2006), «Bürgerlichkeit als Lebensform» (2007).

Alle Bücher von Joachim Fest

Cover des Buches Hitler (ISBN: 9783549071724)

Hitler

 (46)
Erschienen am 01.08.2002
Cover des Buches Ich nicht (ISBN: 9783644004214)

Ich nicht

 (45)
Erschienen am 30.10.2009
Cover des Buches Der Untergang (ISBN: 9783644004115)

Der Untergang

 (23)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Begegnungen (ISBN: 9783499620829)

Begegnungen

 (6)
Erschienen am 02.01.2006
Cover des Buches Im Gegenlicht (ISBN: 9783644038714)

Im Gegenlicht

 (6)
Erschienen am 27.03.2015
Cover des Buches Horst Janssen (ISBN: 9783499619014)

Horst Janssen

 (4)
Erschienen am 01.10.2004
Cover des Buches Staatsstreich (ISBN: 9783886808106)

Staatsstreich

 (4)
Erschienen am 03.02.2004

Neue Rezensionen zu Joachim Fest

Cover des Buches Eichmann war von empörender Dummheit (ISBN: 9783492054423)
cosima73s avatar

Rezension zu "Eichmann war von empörender Dummheit" von Ursula Ludz

Rezension zu "Eichmann war von empörender Dummheit" von Hannah Arendt
cosima73vor 11 Jahren

Hannah Arendt beschreibt Eichmanns Dummheit, die weder grausam noch dämonisch war, sondern einfach die Gedankenlosigkeit eines Funktionärs innerhalb eines bürokratischen Systems ausdrückt, und bezeichnete sie in ihrem Buch "Eichmann in Jerusalem" als „Banalität des Bösen“. Mit diesem Begriff (unter anderem) löste sie eine der grössten Kontroversen des letzten Jahrhunderts aus.

Das vorliegende Buch enthält ein Gespräch mit Joachim Fest, welcher zur selben Zeit wie Hannah Arendt Eichmann in Jerusalem sein Werk Das Gesicht des Dritten Reiches veröffentlicht hatte, welches zu einem ähnlichen Schluss kam wie Arendt.

Das Gespräch behandelt Themen wie die Definition eines neuen Verbrechertypus, welcher eben keine kriminelle Energie hat, sondern aus (oft blindem ) Gehorsam handelt, es handelt von der Frage nach Verantwortung und Schuld in einem totalitären System, von Gerechtigkeit nach einem historischen Unrecht solchen Ausmasses, sowie von gut und böse als moralischen Urteilen.

Neben dem Gespräch findet man den das Gespräch vorbereitenden Briefaustausch zwischen Arendt und Fest sowie sporadische spätere Briefe, welche eher auf eine intellektuelle Verbindung denn auf eine Freundschaft hinweisen, allerdings von gegenseitigem Respekt zeugen.

Anschliessend folgen vier Dokumente aus der Kontroverse um Hannah Arendt und Eichmann in Jerusalem, welche während des Austauschs zwischen Arendt und Fest erwähnt worden sind. Die Stellungnahme des Council of Jews from Germany tut sein Unverständnis kund über die „unverantwortbaren Schlussfolgerungen“, die Hannah Arendt aus „unfundiertenn Feststellungen“ zog, Golo Manns sarkastischer Text voller plakativer Herabwürdigungen gibt ihr immerhin in Bezug auf das Portrait Eichmanns recht und Mary McCarthy verteidigt das Buch so sachlich, wenn auch offensichtlich wohlgesonnen. Den Abschluss macht Reinhard Baumgard mit einem Nachwort zu Hannah Arendts Eichmann-Buch: Mit Mördern leben?

Die Zusammenführung der Texte ist aufschlussreich und sinnvoll, die Einleitung zeigt durch Vorwegnahme und Zusammenfassung einiger zentraler Argumente die Grundaussagen des Austauschs und hilft damit beim Verständnis des Kommenden. Die abschliessenden Dokumente aus der Kontroverse verdeutlichen die Unsachlichkeit der Angriffe gegen Hannah Arendt und ihr Buch.

Fazit:

Die spannende Analyse eines Jahrhundertverbrechers und des Systems, das ihn zustande brachte. Sehr empfehlenswert.

Cover des Buches Hitler. Gesichter eines Diktators. Eine Bilddokumentation. (ISBN: B0038Z5F6I)
sabatayn76s avatar

Rezension zu "Hitler. Gesichter eines Diktators. Eine Bilddokumentation." von Joachim Fest

Rezension zu "Hitler. Gesichter eines Diktators. Eine Bilddokumentation." von Joachim Fest
sabatayn76vor 12 Jahren

Der Hang zur Realitätsverneinung

Inhalt und mein Eindruck:
'Hitler – Gesichter eines Diktators' bietet Fotos von Adolf Hitler, die von Heinrich Hoffmann aufgenommen, bislang jedoch noch nicht veröffentlicht wurden bzw. wenig bekannt sind. Eine große Zahl der abgedruckten Bilder war mir tatsächlich neu, obwohl ich mich bereits näher mit Hitler und dem Dritten Reich auseinander gesetzt habe. Selbstverständlich finden sich auch bekanntere Aufnahmen und viele Fotografien, die man z.B aus Joachim Fests Hitler-Biografie kennt, fehlen. Dennoch finde ich die Auswahl sehr gut gelungen.

Als große Bewunderin Joachim Fests hat mir seine Einleitung - das 'Psychogramm eines Diktators' - besonders gut gefallen, die durch die von ihm gewohnte Sprachgewalt sowie durch seine Faszination für die Person Adolf Hitler besticht, wobei er sich klar von nationalsozialistischem Gedankengut distanziert.

Gelungen sind auch die biografischen und historischen Informationen zu verschiedenen Stadien des Lebens von Adolf Hitler.

Mein Resümee:
Sehr gelungen, sehr spannend, sehr komplex.

Zitate von Joachim Fest, die mir besonders gut gefallen haben:
(1) 'Seine Erscheinung lehrt, was der Geschichte auf dieser Ebene bis dahin fremd war: daß unsägliche individuelle Nichtigkeit oder Gewöhnlichkeit mit außergewöhnlicher politischer Meisterschaft in einem Menschen vereint auftreten können.'
(2) 'Wenn Hitler selbst auch gescheitert und von einer neuen Generation nahezu vergessen ist, so ist doch keine der Voraussetzungen, die ihn zur Herrschaft brachten, überwunden. In diesem Sinne kann man von einem Scheitern nicht sprechen und muß man es ratsam nennen, ihn vor Vergessenheit zu bewahren.'

Cover des Buches Begegnungen (ISBN: 9783499620829)
HolgerKoelns avatar

Rezension zu "Begegnungen" von Joachim Fest

Rezension zu "Begegnungen" von Joachim C. Fest
HolgerKoelnvor 13 Jahren

Wunderbares Buch, zumal wenn man einige der beschriebenen Personen, wie Sebastian Haffner oder Johannes Groß noch gut aus eigener Anschauung kennt.

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