Joachim Fest Ich nicht

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Inhaltsangabe zu „Ich nicht“ von Joachim Fest

«Ein außerordentliches Erinnerungsbuch.» Der Spiegel Kaum ein anderer hat unser Verständnis vom Dritten Reich so sehr geprägt wie Joachim Fest. Doch wie hat er selbst diese Zeit und die Nachkriegsjahre erlebt? In seinen als Meisterwerk gefeierten Erinnerungen erzählt er vom katholischen Elternhaus in Berlin, dem Berufsverbot für den Vater, dem eigenen Schulverweis, Kriegsdienst und Gefangenschaft. Entstanden ist das Porträt einer Familie, die sich den Nazis verweigerte. «Das Bild dieser Familie mit ihrem unverwechselbaren Ton ist schlechterdings hinreißend. Man schaut sich um in der deutschen Literatur nach einer Parallele und findet keine.» Süddeutsche Zeitung Monatelang in den Top Ten der Spiegel-Bestsellerliste

Ein wertvolles Erinnerungsbuch mit einem Titel, der passender nicht hätte gewählt werden können - anspruchsvoll durchweg authentisch.

— Schwertlilie79
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  • Rezension zu "Ich nicht" von Joachim C. Fest

    Ich nicht
    Cerepra

    Cerepra

    Ich habe seit sehr, sehr langer Zeit nochmal ein Buch über die Zeit des Nationalsozialismus gelesen. In der Schule damit übersättigt, habe ich einige Jahre Abstand gebraucht, um mich wieder diesem historisch wichtigen und entsetzlichen Teil der deutschen Geschichte zu widmen. Der Schwerpunkt der Erinnerungen von Fest liegt (auch seitenmäßig) in den Jahren vor Kriegsbeginn, dem Aufstieg Hitlers und welche Auswirkungen dies auf die Familie, insbesondere den Vater des Verfassers, hat. Dieser will sich den Nazi-Ideologien nicht unterwerfen. Joachim Fest erlebt dies alles im Alter zwischen 7 und und 19 Jahren und es hat mich immer wieder erstaunt, wie früh der Vater seine beiden ältesten Kinder in die politischen Ansichten "hineinzieht" und auf welche, teilweise kindlich rührende Weise, der Verfasser damit umgeht. Entzwei gerissen hat mich jedesmal das Verhältnis von Vater und Mutter. Auf der einen Seite der fest an seine Prinzipien glaubende Vater, der sich nicht dem Nazi-Regime unterwerfen will, und auf der anderen Seite die Mutter, die teilweise verzweifelt daneben steht und deren einziges Anliegen die Sicherheit ihrer Familie ist, die der Vater durch seine Einstellung "aufs Spiel setzt". Für den Vater kann und muss man nur Bewunderung und Achtung empfinden, während man zugleich ein tiefes Verständnis für die Ängste der Mutter hegt. Joachim Fest erzählt dies alles und eigentlich noch vielmehr. Literatur und klassische Musik bestimmten außerdem sein Leben, seine Bekanntschaften und seine Unterhaltung. Dies alles erzählt er in so eindringlicher Weise, dass ich in der Buchhandlung nach schönen Geothe, Schiller oder Rilke Bänden nachgefragt habe und ich mir am liebsten ein Grammophon und die dazu passende klassische Musik zugelegt hätte. Ein bewegendes, fesselndes und rührendes Werk, das einen keineswegs nur mit den Grausamkeiten dieser Zeit zurücklässt, sondern mich eher in vielerlei Hinsicht inspiriert hat.

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  • Rezension zu "Ich nicht" von Joachim C. Fest

    Ich nicht
    laughing_buddha

    laughing_buddha

    22. March 2009 um 19:45

    Gestern habe ich Freunde mit dem Auto abgeholt und dazu in einem Münchner Vorort auf dem Fußgängerweg an einer Wiese gehalten, damit durchfahrende Autos weiterhin die Strasse in einer verkehrsberuhigten Zone entlang fahren konnten. Zwei Minuten später sah ich zunächst einen aufgeregten älteren Herren neben meiner Türe stehen und nach dem ich die Türe geöffnet hatte, hörte ich ihn auch. Er schimpfte, wie ein Rohrspatz. Ich bat Ihn, sich nicht aufzuregen, da ich ja gleich weiterführe, sobald die Freunde zugestiegen seien... 5 Minuten später kehrte er mit seiner Digitalkamera zurück, um auf einem Bild meinen Regelverstoß zu dokumentieren. Am Morgen erst hatte ich, Fests Buch "Ich nicht" beendet, und dachte: Es ist möglich, es ist wirklich wieder möglich. Warum nur sind wir so? Fest beschreibt am Beispiel seines Vaters, wie ein bürgerlicher Familienvater mit allen Konsequenzen gegen die Hitlerdiktatur opponiert hat. Erschüttert hat mich dabei vor allem das Verhalten seiner Mitbürger in Karlshorst vor den Toren Berlins. Wie die Menschen, die über Jahre Freunde, Nachbarn oder einfach nur Mitmenschen gewesen sind, buchstäblich von heute auf Morgen die Strassenseite wechselten, wenn ein Fest daher kam. Fests Beschreibung des Verlustes an Mitmenschlichkeit im Alltag, und in weiterer Perspektive die so erzielte Verbannung des Bildungsbürgertums haben für mich den Reiz seiner Erinnerungen ausgemacht.

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  • Rezension zu "Ich nicht" von Joachim C. Fest

    Ich nicht
    Tresckow

    Tresckow

    09. December 2008 um 16:14

    Neben Haffners "Geschichte eines Deutschen" für mich die beeindruckendste autobiographische Erzählung aus Weimar und dem 3. Reich. Faszinierend wie der Vater seine minderjährigen Söhne ins Vertrauen zieht und für seine Gesinnung ein materiell trostloses Leben in Kauf nimmt. Diese Form des Widerstandes hat nichts mit klassischem Heldentum zu tun und beweist doch eine Stärke, die mich noch immer bewegt.

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  • Rezension zu "Ich nicht" von Joachim C. Fest

    Ich nicht
    Durruti

    Durruti

    23. November 2008 um 21:17

    Das Buch ist äußerst aufschlussreich und lebendig geschrieben. Es gibt einen guten Einblick in das Lebens eines Bildungsbürgers, der sich aus Prinzip nicht dem Zeitgeist anpasst. Wäre der Autor nicht so unangenehm selbstgerecht, hätte es volle fünf Sterne gegeben.

  • Rezension zu "Ich nicht" von Joachim C. Fest

    Ich nicht
    Kitsune87

    Kitsune87

    30. September 2008 um 16:40

    Nette einblicke in eine nicht so nette Zeit..

  • Rezension zu "Ich nicht" von Joachim C. Fest

    Ich nicht
    Jens65

    Jens65

    10. August 2008 um 15:49

    Die Kriegserlebnisse des jungen Soldaten nehmen breiten Raum ein. Lebendig werden die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Gefährten aus der Schule und aus der späteren Kriegszeit und Gefangenschaft charakterisiert und über die dramatischen Ereignisse der letzten Kriegsjahre berichtet. Es entsteht ein anschauliches Bild dieser Zeit des Untergangs aus der Sicht eines intelligenten, historisch gebildeten und gut beobachtenden Zeitgenossen. Da es sich leicht und eingängig liest, kann man es nur jedem an Zeitgeschichte interessiertem Leser empfehlen.

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  • Rezension zu "Ich nicht" von Joachim C. Fest

    Ich nicht
    philkreuznach

    philkreuznach

    17. January 2008 um 15:47

    Habe dieses Buch bei lovelybooks gewonnen. Finde es super. Es schildert die Geschichte des Autors in der Nazizeit. So kann man schon ein wenig unsere Grosseltern verstehen.

  • Rezension zu "Ich nicht" von Joachim C. Fest

    Ich nicht
    Step

    Step

    05. July 2007 um 22:28

    Gerade wegen des Hypes um G.Grass "Zwiebelerklärungen" scheint mir dieses Buch eines der wichtigsten der jüngeren Zeit. Die warme und im positivsten Sinne sehr subjektive Schilderung einer Kindheit im 3. Reich habe ich binnen einer Nacht regelrecht verschlungen.
    Ein Highlight!

  • Rezension zu "Ich nicht" von Joachim C. Fest

    Ich nicht
    HolgerKoeln

    HolgerKoeln

    29. April 2007 um 12:44

    Traurig, ergreifend und literarisch.
    Empfehlenswert.