Joachim Gülden ... und immer gibt es einen Grund zur Hoffnung

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Inhaltsangabe zu „... und immer gibt es einen Grund zur Hoffnung“ von Joachim Gülden

Ernst Bloch schreibt in seinem Buch: “Das Prinzip Hoffnung“, dass es darauf ankommt, wieder das Hoffen zu lernen und ins Gelingen des Tuns, statt ins Scheitern verliebt zu sein. Wo sich das Leben zum Beispiel durch Krankheit verengt, richtet sich das Hoffen gegen die Lebensangst und macht die Menschen wieder weit.
Das vorliegende Buch greift diesen Gedanken wieder auf und beschreibt, wie der Arzt, jenseits der Welt der Gerätemedizin, durch die Entwicklung eines neuen dialogischen Selbstverständnisses zu einem möglichst angstfreien Heilungsverlauf bei seinen Patienten beitragen kann.
Der Autor, als Radiologe selbst in einem der am meisten technisierten Bereiche der Medizin tätig, thematisiert im ersten Teil des Buches die Notwendigkeit des Dialogs auf allen Ebenen, durch die der Arzt erst zu einem tieferen Verständnis der Bedürftigkeit und Verletzlichkeit des Menschen gelangt. Im Zentrum seiner Betrachtung steht dabei das Kennenlernen der Sprache des Körpers, der inneren Rhythmik und des bildhaften Erlebens.
Im zweiten Teil des Buches geht es dem Autor um die geistig-seelische Präsenz des Arztes auf der Basis einer Achtsamkeitspraxis, die er als die Kernqualität der dialogischen Gesprächskultur ansieht.
Jenseits der abendländischen dualistischen Denktradition sucht er im interkulturellen Dialog nach neuen Wegen der Begegnung in der Arzt-Patienten Beziehung. Dabei wird für ihn das "Zwischen", jenseits von "richtig und falsch", zu einem Ort der "reinen Erfahrung", wo das, was fragmentiert ist, wieder in einen inneren Zusammenhang gebracht werden kann, wodurch Heilung
möglich wird.
Dazu bedarf es, nach Meinung des Autors, eines geeigneten geistigen Klimas, das nicht die ökonomischen und wissenschaftlichen Aspekte, sondern die Befindlichkeit des Patienten in die Mitte des Geschehens stellt. Dafür wäre es, nach Ansicht des Autors sinnvoll, im Medizinstudium dem Erwerb dialogischer Fähigkeiten und einer besseren Eigenwahrnehmung mehr Gewicht zu verleihen.

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