Joachim Gauck

 4.1 Sterne bei 61 Bewertungen
Autor von Winter im Sommer – Frühling im Herbst, Freiheit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Joachim Gauck

Joachim Gauck wurde am 24. Januar 1940 in Rostock geboren. Er studierte Theologie und ist ein bekannter Publizist und evangelischer Pastor. Gauck war im Zeitraum von 1990-2000 Bundesbeauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheit und einer der Hauptinitiatoren des Stasi-Unterlagen-Gesetzes der Volkskammer. Er wurde zum Chef der künftigen Stasi-Unterlagen-Behörde, welche auch als Gauck-Behörde bekannt geworden ist. Hier wurde der Stasi-Nachlass verwaltet und zugänglich gemacht. Im Oktober 2000 endete seiner Zeit als Bundesbeauftragter. Seither ist Gauck für sein abwechslungsreiches gesellschaftspolitisches Engagement bekannt, ebenso für seine Vorträge und Medienaktivitäten. Seit 2003 ist Gauck Vorsitzender des Vereins »Gegen Vergessen – Für Demokratie«. Joachim Gauck lebt mittlerweile in Berlin.

Neue Bücher

Toleranz: einfach schwer

Erscheint am 31.07.2020 als Hörbuch bei steinbach sprechende bücher.

Alle Bücher von Joachim Gauck

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Cover des Buches Winter im Sommer – Frühling im Herbst9783328100713

Winter im Sommer – Frühling im Herbst

 (39)
Erschienen am 09.01.2017
Cover des Buches Freiheit9783466370320

Freiheit

 (12)
Erschienen am 20.02.2012
Cover des Buches Toleranz: einfach schwer9783451383243

Toleranz: einfach schwer

 (6)
Erschienen am 18.06.2019
Cover des Buches Freiheit9783641081386

Freiheit

 (2)
Erschienen am 20.02.2012
Cover des Buches Toleranz9783442142613

Toleranz

 (0)
Erscheint am 16.11.2020
Cover des Buches Nicht den Ängsten folgen, den Mut wählen9783827500328

Nicht den Ängsten folgen, den Mut wählen

 (0)
Erschienen am 16.09.2013
Cover des Buches Winter im Sommer - Frühling im Herbst9783837105513

Winter im Sommer - Frühling im Herbst

 (2)
Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Toleranz: einfach schwer9783869744865

Toleranz: einfach schwer

 (0)
Erscheint am 31.07.2020

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Neue Rezensionen zu Joachim Gauck

Neu

Rezension zu "Toleranz: einfach schwer" von Joachim Gauck

Ein Buch für die Gesellschaft
Jenny295vor einem Jahr

In diesem Buch versucht Joachim Gauck anhand seiner eigenen Lebensgeschichte uns Beispiele für ein Leben mit Toleranz zu geben. Dabei macht er aber klar, dass sich auch nicht alle Probleme von selbst lösen. ...

In diesem Buch versucht Joachim Gauck anhand seiner eigenen Lebensgeschichte uns Beispiele für ein Leben mit Toleranz zu geben. Dabei macht er aber klar, dass sich auch nicht alle Probleme von selbst lösen.

Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Der Inhalt baut aufeinander auf und ermöglicht dem Leser alles sehr gut zu verstehen.

Gaucks Werk zeigt mal wieder wie wichtig es ist aufeinander Acht zu geben.
Aus meiner Sicht könnte es der Gesellschaft helfen wenn viele diese Buch lesen würden.
Absolute Leseempfehlung!

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Rezension zu "Toleranz: einfach schwer" von Joachim Gauck

Leseempfehlung!
wandabluevor einem Jahr

ÜBER DIE TOLERANZ UND IHRE GRENZEN.
Joachim Gauck versucht sich anhand seiner eigenen Lebensgeschichte daran, die Sache mit der Toleranz zu verdeutlichen. Toleranz ist so lange leicht, wie sie nicht praktisch herausgefordert wird. Dennoch tun wir alle gut daran, von Zeit zu Zeit über unseren Schatten zu springen und auch einmal eine Meile in den Mokassins des anderen zu gehen. Aber dieses Gebot richtet sich an alle!

An Gaucks, übrigens sehr klugem Versuch, die Sache mit der Toleranz zu erklären und warum sie manchmal schwierig zu leben ist, haben mir mehrere Aspekte gefallen. Erstens, die Erläuterung auch am praktischen Beispiel, es bleibt nicht alles theoretisch. Zweitens, dass Joachim Gauck um Ausgleich bemüht ist und drittens, sein bekannt gewordenes Zitat aus einer Rede aus dem Jahr 2015: „Unser Herz ist weit, aber unsere Möglichkeiten sind endlich“. Wer diese Tatsache nicht anerkennt, ist ein Realitätsverweigerer.

Toleranz gegenüber den Toleranten, aber die Forderung nach Tolerierung/Toleranz kann auch von denjenigen erhoben werden, die ihrerseits keine Toleranz ausüben. Dann wird es kritsch. Besonders einleuchend befand ich deshalb die Ausführungen zu Forderungen der sogenannten politischen Correctness, die tyrannische wie auch lächerliche Ausmaße annehmen kann bis dahin, dass sie unseren Sprachgebrauch regeln möchte.

[Meinung: Habe ich doch selbst über die Jahre beobachtet, wie bei meiner Lieblingstalksendung „Markus Lanz“ sich die Regeln allmählich wieder lockern, beziehungsweise ändern. Noch vor nicht allzu langer Zeit fuhr der Talkmaster jedem über den Mund, der sich in irgendeiner Form kritisch gegenüber dem (politischen) Islam äußerte. Eine ehrliche Auseinandersetzung war nicht gewünscht! Bei „Markus Lanz“ kann man ausgezeichnet beobachten, was zur Zeit zur politischen correctness gerechnet werden soll.

Allmählich darf man wenigstens darüber diskutieren, inwieweit der politische Islam dem Land gut tut, ohne gleich moralisch „böse“, „rechts“ und als „islamophob“ verschrien zu werden. Fördern und fordern ist ja meine Meinung. Das eine ist nicht gut ohne das andere. Diese Meinung findet sich allerdings nicht Eins zu Eins im Buch. Das ist Interpretation.]

Aber von vorauseilendem Gehorsam ist die Rede. Eine Spezialität der Deutschen. Es darf weder eine Tyrannei der Mehrheit, noch die Tyrannei einer (lauten) Minderheit geben.

Joachim Gauck zitiert Karl Popper: „Wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen. Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

Diese Haltung muss sich auch auf fremde Sitten und Gebräuche ausdehnen, so weit sie unseren Gesetzen entgegenstehen. Die Toleranz darf nicht so weit gehen, dass die einen wegen ihrer „fremden Kultur“ vor dem Gesetz anders behandelt werden als die anderen und auch nicht so weit, dass das Neutralitätsgebot des Staates gegenüber der Religion aufgeweicht wird.

Fazit: Im Grunde sagt Herr Gauck, dass wir alle Lernende sind und es keinen Zweck hat, gegen Veränderungen zu rebellieren. Aber eine Blindheit gegenüber den Problemen, die Migranten mit sich bringen, hilft uns auch nicht weiter.

Von mir bekommt die sehr gelassene Auseinandersetzung Joachim Gaucks zu den Gegebenheiten in unserem Land nicht nur die volle Punktzahl, sondern auch eine dicke Leseempfehlung.

Kategorie: Politisches Buch
Verlag: Herder, 2019

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W

Rezension zu "Toleranz: einfach schwer" von Joachim Gauck

Ein wichtiger Denkansatz
WinfriedStanzickvor einem Jahr


 

Dass ein Buch des Altbundespräsidenten Joachim Gauck über das Thema Toleranz zu heftigen Debatten führen würde, war in diesen aufgeheizten Zeiten zu erwarten. Zeiten, in denen Gauck und andere von rechts schon lange als Volksverräter denunziert werden und in denen jegliche Differenzierung zu bestimmten Themen sofort in die rechtsradikale Ecke gestellt wird.

 

Und tatsächlich ist Gauck nach seinen zahlreichen Interviews und Fernsehauftritten zur Promotion seines Buches (das ist eben so üblich) insbesondere in den „sozialen“  Netzwerken viel Hass und Häme entgegengebracht worden.

 

Dabei hätten sie besser einmal das Buch gelesen um genau zu verstehen, was Gauck eigentlich meint, wenn er von kämpferischer Toleranz spricht, die auch Gespräche und Kommunikationsversuche mit AfD-Anhängern nicht ausschließt, sofern sie nicht kriminelle Haltungen vertreten.

 

Gauck will der zunehmenden Spaltung unserer Gesellschaft etwas entgegensetzen, was helfen könnte, so etwas wie einen Heilungsansatz zu entwickeln. Dafür, so sagt er, brauchen wir einen erweiterten Begriff und eine erweitere Praxis von Toleranz einerseits und eine reflektierte Pflicht zu einer von aufklärerischen Werten geleiteten Intoleranz, die den Feinden der Freiheit sich in den Weg stellt.

 

Toleranz ist eben nicht ein Zeichen für „anything goes“ und politische  Indifferenz, sondern eine aktive und politisch bewusste Haltung, die uns und andere bereichert und unsere Gesellschaft in Zeiten schwerwiegender Umbrüche wieder zusammenführen kann:

„Wir sollten Toleranz nicht nur als Zumutung begreifen, sondern als beglückende Tugend und zugleich als ein Gebot der politischen Vernunft.“

Ein wichtiger Denkansatz von einem Politiker und Theologen, dem das, was die Menschen zusammenhält immer wichtiger war, als das was sie trennt und der die vorschnelle Unterteilung der Menschen in Böse und Gute mit der anschließenden Ausgrenzung der jeweils als Böse definierten aus dem Diskurs schon immer verurteilt hat.

 

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Gespräche aus der Community

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L
Der Bundespräsidentschaftskandidat Joachim Gauck wurde mit seinem Werk mit dem Geschwister-Scholl-Preis 2010 ausgezeichnet. Dieser Preis ist in der Bundesrepublik sehr wichtig. Hat ihn Gauck verdient? Oder wer hätte ihn eurer Meinung nach am ehesten verdient?
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L
Joachim Gauck und sein Buch „Winter im Sommer - Frühling im Herbst“ gibt es ja schon länger. Durch den Medienrummel um seine Person in letzter Zeit stiegen seine Popularität und die Verkaufszahlen. Zu Recht?
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Zusätzliche Informationen

Joachim Gauck wurde am 23. Januar 1940 in Rostock (Deutschland) geboren.

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