Joachim Gneist Einmal Koma und zurück

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Inhaltsangabe zu „Einmal Koma und zurück“ von Joachim Gneist

Ein ziellos dahinlebender junger Mann kracht mit seinem Fahrrad in einen Bus und fällt für sechs Wochen ins Koma. Auf der Intensivstation einer Universitätsklinik erhält man ihn am Leben. Bewusstlos fantasiert er sich dabei durch Ängste und Glücksgefühle zu seinen Wurzeln in Oberbayern und New Orleans. Das Stationsteam bemüht sich nach Kräften. Freundinnen und Freunde ringen um das Leben von Maurice. Manche verzweifeln auch und ziehen sich von ihm zurück. Und was macht er selbst aus seinem Leben nach der erzwungenen Auszeit? Kaum wieder auf eigenen Beinen, beginnt er zu reisen. Aber was dann kommt, überrascht ihn wie den Leser. ------ Joachim Gneist, Jahrgang 1938, aufgewachsen in Oberbayern, ist beruflich und privat viel herumgekommen. Als Theologe,Psychiater und Psychodramatiker sind ihm bewusstseinsgestörte und aus der Bahn geworfene Menschen über Jahrzehnte vertraut. Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Oberbayern. ------ Buchveröffentlichungen: Wenn Haß und Liebe sich umarmen. Das Borderline-Syndrom, Sachbuch, seit 1995 im Piper Verlag Mein Freund, Roman, Wiesenburg Verlag 2005, Neuauflage in Vorbereitung

Interessanter Schreibstil, der zur vollen Aufmerksamkeit zwingt. Spannende Geschichte über einen jungen Mann mit einschneidender Lebenskrise

— Bücherwurm
Bücherwurm

Eine bewegende Entwicklungsgeschichte, die die Fragilität unseres Menschseins verdeutlicht.

— leonida
leonida

Eine Leben- und Krankheitsgeschichte, die bewegt.

— esposa1969
esposa1969

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  • Krise als Neubeginn?

    Einmal Koma und zurück
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    "Einmal Koma und zurück" des Autors Joachim Gneist, der sich als Theologe, Psychiater und Psychodramatiker um bewusstseinsgestörte und aus der Bahn geworfene Menschen kümmert, hat mich einerseits fasziniert, andererseits enttäuscht. Zuerst zum Inhalt: Maurice ist jung, farbig, unentschlossen im Leben und freiheitsliebend. Als Kind aus einer kaputten Beziehung, fehlender mütterlicher und väterlicher Fürsorge, fällt es ihm schwer, sich festzulegen, sowohl beruflich als auch privat.  Als er mit dem Rad zu einem Date mit einer Unbekannten fährt, passiert das alles verändernde Unglück: Er hat einen Unfall mit schweren Kopfverletzungen und liegt 6 Wochen im Koma. Als ich zu diesem Buch griff, hatte ich vermutet, mehr über die Empfindungen und Zustände des Patienten im Koma zu erfahren. Doch das ist nicht der eigentliche Inhalt des sprachlich anspruchsvollen Romans. Im Grunde hätte der Plot auch funktioniert ohne Koma. Der Inhalt des Romans bezieht sich tatsächlich auf die Person Maurice, steht in keinerlei Verbindung zu anderen verunglückten Menschen und schildert das Leben des Maurice vor und nach des Unfalls mit den Auswirkungen auf die Menschen seiner Umwelt. Ist eine Krise ein Neubeginn? Läutert ein Koma, ein Stehen am Rande des Todes ein unstetes Leben? Wacht man auf und ist ein neuer Mensch? Ich selbst hatte vor wenigen Jahren ein dramatisches Erlebnis, das zum Verlust aller Dinge führte, die ich davor hatte. Ganz so dramatisch ist es bei Maurice nicht, aber identisch ist der Umstand, dass ein erzwungenes Innehalten zum Nachdenken zwingt, man aber sehr schnell in die alten Muster zurückfällt und in der Regel hinterher mehr Probleme hat als vorher. Man wird nur angehalten, um genauer und intensiver hinzuschauen, aber ein "neues Leben", ein "Neubeginn" ist es nicht. Die alten Probleme sind da, wie zuvor, Charaktereigenschaften und Ängste vielleicht verschoben, aber nicht beseitigt. Was mir sehr gut gefällt an diesem Roman, das ist nicht nur der Sprachstil, der zum aufmerksamen Lesen zwingt, sondern auch der Einbezug der Menschen um den Verunglückten drumherum. Seine Freunde, seine Lebensgefährtin, bis hin zu völlig unbekannten Menschen, die plötzlich auftauchen und die eigene Hilflosigkeit zu ihrem Lebensinhalt erklären. Obwohl nicht unmittelbar betroffen, ändert eine solche Krise, ein Verunfallen das Leben, die Richtung des Lebens für alle Bekannten.  Es ist faszinierend als Voyeur zusehen zu dürfen, ohne selbst in Verantwortung gezogen zu werden, dafür möchte ich dem Autor danken und dieses Buch allen mutigen Lesern, die auch leisen Tönen Achtung schenken, empfehlen.

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  • Einmal Koma und zurück

    Einmal Koma und zurück
    leonida

    leonida

    25. September 2014 um 11:16

    Eine bewegende Entwicklungsgeschichte, die die Fragilität unseres Menschseins verdeutlicht.

  • Buchverlosung zu "Einmal Koma und zurück" von Joachim Gneist

    Einmal Koma und zurück
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein ziellos dahinlebender junger Mann kracht mit seinem Fahrrad 
    in einen Bus und fällt für sechs Wochen ins Koma. Auf einer Intensivstation erhält man ihn am Leben. Bewusstlos fantasiert er 
    sich durch Ängste und Glücksgefühle. Freundinnen und Freunde
    umsorgen ihn, manche verzweifeln auch. Eine dreht durch, als er 
    sie nach seinem Erwachen nicht erkennt ... Wie geht es ihm selber?

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    esposa1969

    esposa1969

    04. September 2014 um 02:21
  • Vor - während - nach dem Koma

    Einmal Koma und zurück
    esposa1969

    esposa1969

    24. August 2014 um 19:02

    Hallo liebe Leser, da ich bei dieser Buchverlosung Glück gehabt hatte, durfte ich dieses lesenswerte Buch lesen: == Einmal Koma und zurück == Autor: Joachim Gneist == Über den Autor: == Joachim Gneist, Jahrgang 1938, aufgewachsen in Oberbayern, ist beruflich und privat viel herumgekommen. Als Theologe,Psychiater und Psychodramatiker sind ihm bewusstseinsgestörte und aus der Bahn geworfene Menschen über Jahrzehnte vertraut. Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Oberbayern. (quwllw: Buchrücken) == Buchrückentext: == Ein ziellos dahinlebender junger Mann kracht mit seinem Fahrrad in einen Bus und fällt für sechs Wochen ins Koma. Auf der Intensivstation einer Universitätsklinik erhält man ihn am Leben. Bewusstlos fantasiert er sich dabei durch Ängste und Glücksgefühle zu seinen Wurzeln in Oberbayern und New Orleans. Das Stationsteam bemüht sich nach Kräften. Freundinnen und Freunde ringen um das Leben von Maurice. Manche verzweifeln auch und ziehen sich von ihm zurück. Und was macht er selbst aus seinem Leben nach der erzwungenen Auszeit? Kaum wieder auf eigenen Beinen, beginnt er zu reisen. Aber was dann kommt, überrascht ihn wie den Leser. == Leseeindrücke: == Zu Beginn der Handlung lesen wir über die letzten 24 Stunden im Leben des Maurice, bevor er nach einem schrecklichen Verkehrsunfall ins Koma fällt. Wir lernen diesen jungen Mann kennen, was er arbeitet, wie er lebt, dass er gerne Rad fährt. Bis eben zu diesem verhängnisvollen Tag, an dem er sich mit Karin treffen möchte. Karin, die versehentlich ein Buch samt Ausweis bei Maurice Arbeit hat liegen lassen, er hat es an sich genommen und war gerade auf dem Weg zum Treffpunkt mit ihr, um ihr eben diese wichtigen Gegenstände zu übergeben. Beide kannten sich zuvor nur flüchtig und es hätte soviel mehr daraus werden können, wenn eben nicht das Schicksal so grausam zugeschlagen hätte. Hätte? Vielleicht schweißt ja gerade dieses Schicksal beide zusammen? ER verunfallt, weil er ihr einen Gefallen tun wollte. SIE fühlt sich magisch von diesem Mann angezogen, hält ihm 6 Wochen lang im Krankenhaus das Händchen. Soll er sich später nach seinem Erwachen auf sie festlegen, nur weil sie für ihn da war, wovon er im Koma ja wenig mitbekommen hat? Maurice reist lieber, als sich festzulegen. Nach seinem Erwachen ist sein Leben nicht mehr wie es war. Merkwürdige Begegnungen, mystische Unterhaltungen und jede Mengen wichtige Menschen bereichern sein Leben. Die Handlung wird aus vielerlei Blickwinkeln geschrieben. Zuerst in der 3. Person aus Maurice Sicht, eben diese 24 Stunden VOR seinem Unfall. Maurice machte dies und er tat das. Dann passiert der Unfall. Nun lesen wir umselben Kapitel noch aus Karins Sicht. Sie fuhr hierhin, sie fuhr dorthin, sie besucht ihm im Krankenhaus. Dann plötzlich merken wir: Halt mal! Maurice liegt zwar nun im Koma, aber erkannt ja während des Komas denken und fühlen. Und da er nun nicht mehr aktiv vorhanden ist, sondern nur noch passiv, lesen wir nun aus der Sicht der 1. Person, aus Maurice Sicht: Mein Körper spürt dies, mein Körper fühlt das. Diese Sequenzen, die in Kursivschrift verfasst sind, machen allen Betroffenen Hoffnung, dass ein Koma-Patient auch fühlen und denken kann. Nächstes Kapitel, nächste Protagonisten. Gottfried, Gesine, seine Freundin Angelina …alles Freunde und Bekannte, alles Krankenhausbesucher. So lesen sich die ersten Kapitel dieses Buches wie im Fluge. Insgesamt las sich dieses schicksalsträchtige Buch fast von alleine und erleben Maurice Leben vor, während und nach dem Koma hautnah. Die 39 angenehm kurzen und kurzweiligen Kapitel verteilt auf 301 haben mich bestens unterhalten und sehr gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen! Vielen Dank! by esposa1969

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  • ernstes, interessantes Thema - konnte mich aber leider nicht so packen

    Einmal Koma und zurück
    hexe2408

    hexe2408

    28. June 2014 um 22:19

    Ein junger Mann wird mitten aus dem Leben gerissen. Eine Sekunde der Unachtsamkeit reicht aus und alles kann sich verändern. Nach dem Zusammenstoß mit einem Bus liegt Maurice im Koma, Ärzte und Schwestern kämpfen um ihn, Freunde und Bekannte stehen ihm bei, so gut sie es können und doch ist lange ungewiss, wie es weitergehen wird. Umnebelt vom Koma und der postkomatösen Situation erlebt der Leser manch wirren Gedankengang auf dem Weg zurück ins Glück. Das Thema ist sehr interessant und besonders durch meinen Beruf als Krankenschwester hatte ich einige Erwartungen an dieses Buch. Ich hätte mir einen doch eher medizinisch angehauchten Blick auf einen Koma-Patienten gewünscht, der seine Erfahrungen und Erlebnisse schildert, verbunden mit den Gedanken und Gefühlen vom Krankenhauspersonal, den Angehörigen und Freunden. Leider wurden diese Erwartungen nicht so richtig erfüllt. Der medizinische Aspekt kam für mich persönlich doch recht kurz, was an sich zwar nicht schlimm ist, da es für Leser, die nicht in dem Bereich arbeiten so auf jeden Fall verständlicher war, für mich aber schade war. Die Gedankengänge von Maurice sind oft wirr, nicht ganz zu fassen, treiben von einer Erinnerung zur nächsten und vermischen Realität und Fantasie. Was in einem Komapatienten vorgeht, kann man von außen vermutlich nur schlecht erfassen, deswegen waren diese Einblicke spannend und neu. So ganz packen konnte mich die Geschichte allerdings dennoch nicht. Thematisch spricht mich die Handlung des Buches an, Maurice Weg zurück in ein halbwegs normales Leben zu begleiten, die Schwierigkeiten, die sich auftun mit zu verfolgen und sich über kleine Fortschritte für ihn zu freuen, gefällt mir gut. Der Schreibstil konnte mich jedoch nicht so ganz einfangen. Einige Passagen waren mir zu philosophisch und nicht greifbar genug, wodurch Teile des Geschehens für mich auf der Strecke geblieben sind. Die bayerische Mundart, die in einigen Szenen mit eingebaut ist, bringt zwar Abwechslung in das Buch, da ich als Norddeutsche jedoch nur die Hälfte davon verstehe und es auch keine kurze Zusammenfassung oder Übersetzung gibt, sind einige Gesprächspassagen für mich unklar geblieben. Insgesamt gefallen mir das Thema und die Herangehensweise mit der Darstellung von verschiedenen Sichtweisen der Personen, die mit dem Komapatienten in Verbindung stehen. Leider konnte mich der Schreibstil nicht so ganz einfangen und mitnehmen auf der Reise durch den Komanebel.

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  • Das zweite Leben

    Einmal Koma und zurück
    Cupcakes2

    Cupcakes2

    15. June 2014 um 21:12

    Maurice ist ein sportlicher und abenteuerlustiger Mann, der sein Fahrrad über alles liebt. Er schmiss sogar sein Studium, denn lieber fährt er in die Natur und malt Bilder. Schnell kann er sich in andere Menschen hineinversetzen und gewinnt dadurch ihre Herzen. Trotzdem ist er ein Einzelgänger. Die Zielstrebige Freundin Angelina versucht ihn zum Zusammenleben zu überzeugen. Doch auf einmal wird alles anders. Auf dem Weg in die Stadt passiert das Unfassbare. Der junge Mann fährt mit seinem Rad in einen Bus. Von oben blickt er auf die Menschen, sieht sein kaputtes Rad und sich am Boden liegend. Er wird in die Klinik eingeliefert. Als Komapatient ist er ganz gegen seine Gefühle, plötzlich den Menschen ausgeliefert. Maurice lebt in seiner eigenen Welt, mit Angstattaken und hilflosen Fantasieträumen. Einige Freunde glauben an ihn, andere sehen die Realität anders. Wer ist die fremde Frau am Bett von Maurice? Was wird er aus seinem zweiten Leben machen? Wird er versuchen mehr über seine Kindheit zu erfahren? Mich hat das Buch zum Nachdenken gebracht. Der Schreibstil ist sehr verständlich. Zuerst befürchtete ich, auf ärztliche Ausdrücke zustossen. Dieses ist nicht zugetroffen, man kann den Erzählungen gut folgen. Ich empfehle dieses Buch jenen Menschen weiter, die während dem Lesen, ihr eigenes Leben überdenken möchten. Durch unvorhergesehene Ereignisse, kann sich das Leben auf einen Schlag ändern. Oder zu erfahren, was ein Komapatient fühlt und aus der Umgebung mitbekommt.

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