Joachim Heinzle Das Nibelungenlied und die Klage

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Inhaltsangabe zu „Das Nibelungenlied und die Klage“ von Joachim Heinzle

Das mittelhochdeutsche »Nibelungenlied«, um 1200 entstanden, gehört zu den großen Werken der Weltliteratur. Als Heldenepos steht es neben Dichtungen wie Homers »Ilias«, Vergils »Aeneis« oder dem altfranzösischen »Rolandslied«. Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts ist der Nibelungen-Stoff zur Grundlage eines deutschen Nationalmythos geworden, dessen Wirkungsmächtigkeit kaum zu überschätzen ist. Die Ausgabe enthält den kritisch bereinigten Text der St. Galler Handschrift B aus dem 13. Jahrhundert, eine versgetreue Übersetzung und einen umfangreichen Kommentar. Zum ersten Mal seit den Editionen des 19. Jahrhunderts bietet die Ausgabe nicht nur das eigentliche »Nibelungenlied«, sondern auch die sogenannte »Klage«, eine Fortsetzung in Reimpaaren, die erzählt, was nach der Katastrophe geschehen ist, und die Frage von Schuld und Unschuld thematisiert. Damit wird das ursprüngliche »Nibelungen-Buch« wiederhergestellt, in dem die beiden Texte offenbar von Anfang an eine Einheit gebildet haben.

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    Das Nibelungenlied und die Klage
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    31. March 2015 um 12:48

    Umfassend „Es war einmal in Burgund. Da wuchs eine Prinzessin heran, die war die Schönste weit und breit……sie wurde eine schöne Frau. Deshalb mussten viele Helden sterben“. Wobei diese ersten Zeilen des Nibelungenliedes natürlich diesem überzeitlichen Mythos nur die Richtung, nicht die letzte Tiefe vorgeben. Starke Männer, weiche Herrscher, Verräter, die dennoch ein Reich auf den Schultern tragen können, romantische Helden, die naiv dem Tod entgegen gehen, die Wandlung einer naiven Schönheit zu einer Frau, die Rache kalt genießt, vielfach sind die symbolkräftigen Personen und Ereignisse in dieser mittelalterlichen Dichtung, die ebenso eine „einfache“ Geschichte erzählt, wie sie ganze Wertekanons transportiert. „Den Hunnen hätten sie gewiss standgehalten, wenn nur die Christen nicht gewesen wären“. Allein schon diese letzten Szenen, in denen über klar wird, dass die „niederen Völker“, egal wie hoch an Zahl, nie überlegen gewesen wären. Da musst schon der aufrechte Held (auch eigener Sagen und Legenden), Dietrich, eingreifen. Und doch gewinnt nicht „das Edle und Reine“ gegenüber dem „Machtpragmatischen“, denn Kriemhild wird den vorletzten Streich führen. Ein zeitloses Epos, ein kritischer „Nationalmythos“, der in der Gegenwart noch einmal mit ganz anderen Augen gelesen werden kann, als zu seiner Entstehung und den vielfältigen Entwicklungen seitdem. Im Buch findet sich in hervorragender Weise auf der linken Seite der mittelhochdeutsche Text und auf der gegenüberliegenden Seite die ebenso hervorragende Übersetzung, die Maß und Verse beibehält. Ein Text, der ausführlich im Kommentar erschlossen und interpretiert wird. Ob oder ob nicht haltbar ist, das Kriemhild Rüdiger bewusst getäuscht hat. Was ein „Knappe“ genau ist (eben ein „Nicht-Ritterlicher“. Oder auch die Darlegung des festen „Szenetypus“, nach dem Kriemhilds „Fensterschau“ gestaltet wurde, Vers für Vers, Szene für Szene beleuchtet der Kommentar das Geschehen und die literarischen Fäden von Form und Stil, von dahinter liegender Bedeutung und Zielen der Aussagen. Wer sich das Nibelungenlied im Gesamten gründlich und in der Tiefe erschießen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Und wird dabei in der mittelhochdeutschen Sprache, im äußeren Geschehen in der Verbindung zur Zeit der Entstehung des Nibelungenliedes und in seiner Interpretation umfassend und fundiert auf den Stand der Forschung gebracht.

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