Joachim Käppner Berthold Beitz

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Inhaltsangabe zu „Berthold Beitz“ von Joachim Käppner

"Was für ein Leben! Und was für eine Lebensleistung!" HELMUT SCHMIDT Berthold Beitz hat Zeitgeschichte geschrieben. An der Spitze des Krupp-Konzerns war er über Jahrzehnte einer der einflussreichsten Männer der deutschen Wirtschaft, für den soziale Verantwortung stets im Mittelpunkt stand. Seit den fünfziger Jahren machte er Krupp wieder zu einem weltweit anerkannten Unternehmen. Gegen zahllose Widerstände war er einer der Vorreiter der neuen Ostpolitik. Er sprach sich früh für eine Zwangsarbeiter-Entschädigung aus. Erst spät wurde bekannt, dass er während des Krieges in Polen Hunderten von verfolgten Juden das Leben gerettet hat - eine Tat, für die er in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als "Gerechter unter den Völkern" geehrt wurde. Beitz' Leben ist geprägt von mutigem, entschiedenem und oft einsamem Handeln, ein Handeln, wie es nur eine große innere Freiheit möglich macht.

Mir gefällt das Buch, da es den wahren Charakter Berthold Beitz zeigt. Desillusionierend!

— Aramsbuchland

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    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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  • Rezension zu "Berthold Beitz" von Joachim Käppner

    Berthold Beitz

    WinfriedStanzick

    20. December 2011 um 15:07

    Diese Biographie von Berthold Beitz ist ein publizistisches Meisterwerk. Denn sie nähert sich einem Mann, dessen Leben so reich, so vielfältig ist, dass es nur schwer zwischen zwei Buchdeckel zu pressen ist. Das Leben von Berthold Beitz ist ein Teil deutscher Zeitgeschichte. Einflussreicher Wirtschaftsboss an der Spitze des Krupp-Konzerns war er und hatte aber anders als die vielen heutigen Manager, die nur an ihr schnelles Geld und an die Rendite denken, immer das Gesamte im Blick. So war, wie Helmut Schmidt in einem Vorwort zu diesem Buch dankbar und mit Hochachtung hinweist, Berthold Beitz in den sechziger Jahren schon gegen viele Widerstände in seiner Zunft ein leidenschaftlicher Vorreiter und Kämpfer für eine neue Ostpolitik. Sehr oft hat Beitz in seinem Leben mutig und entschieden gehandelt, was ihn zeitweise zu einem einsamen Mann machte, der jedoch aus einer großen inneren Freiheit heraus sich nicht beirren ließ und seinem Weg vertraute. Sein Engagement hat vieler Entwicklungen befördert und er hat mit seinem Leben seinem Land gedient und sich um es verdient gemacht. Erst spät etwa wurde bekannt, dass er während des Krieges Hunderte von verfolgten Juden das Leben gerettet hat, wofür er in Israel als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt wurde. Man spürt beim Lesen, wie wichtig solche freien und unabhängigen Unternehmerpersönlichkeiten für unser Land nach dem Zweiten Weltkrieg waren. Sehr lange allerdings hat ein gegen das Unternehmertum alten Stils gerichteter Zeitgeist die Würdigung solcher Persönlichkeiten erschwert. Dass das nun in diesem Jahr in mehreren Büchern geschieht, (vgl. auch: Berthold Leibinger, Wer wollte eine andere Zeit als diese, Murmann 2010) begrüße ich sehr.

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  • Rezension zu "Berthold Beitz" von Joachim Käppner

    Berthold Beitz

    michael_lehmann-pape

    05. December 2010 um 16:47

    Joachim Käppner – Berthold Beitz. Die Biographie Ein Richtungsweisendes Leben Nicht ohne Grund lässt Joachim Käppner die gut 500 Seiten der Biographie, nach dem Vorwort von Helmut Schmidt, 1990 in Jerusalem beginnen. Genauer in Yad Vashem. Dort wird Berthold Beitz als 'Gerechter unter den Völkern' geehrt. Als einer, der wie Oskar Schindler und nur wenige andere den Mut bewiesen hat, in dunkelster Zeit unter Gefahr für das eigene Leben anderen das Leben zu retten. Nicht ohne Grund, weil in diesen Taten des jungen Bertold Beitz während der Jahre des zweiten Weltkrieges erkennbar ist, welcher Charakter, welche Persönlichkeit mit welchen Werten verhaftet sich nach den Kriegsjahren aufmachte, seinen Weg durch die Bundesrepublik zu gehen. Einen Weg, der nicht nur untrennbar mit dem Namen Krupp, dem Vorsitz der Krupp Stiftung und damit der deutschen Wirtschaft durch die Wirtschaftswunderjahre, die Krisen der 70er und 80er Jahre bis hin in die jüngste Gegenwart hinein seinen Stempel verliehen hat. Eine Persönlichkeit wie Bertold Beitz hat stets über seinen engeren Wirkungsbereich hinaus Spuren gezogen. Sei es in der Politik, wo er als einer der wenigen Wirtschaftsführer die Ostpolitik der Regierung Brandt unterstütze, sei es aber auch in vielen Gesprächen, Vorträgen und gesellschaftlichen Verbindungen, gerade auch in der ständig in seinem Sinne stehenden Annäherung und Aussöhnung mit dem Osten Europas. Immer stand und steht bei all seinem Schaffen das Wertesystem sozialer Ausprägung im Mittelpunkt des Handelns von Bertold Beitz. Eines Handelns, dass wie kaum ein anderes zu einem höchst erfolgreichen Wirtschaftens, auch in schwierigen Zeiten, geführt hat. Die fundiert recherchierte und hervorragend geschriebene und im Buch präsentierte Lebensschau durch Joachim Käppner hätte kaum zu einem besseren und wichtigeren Zeitpunkt erscheinen können. Steht mit Berthold Beitz doch der Mann im Mittelpunkt, der ganz im Sinne Afried Krupps die soziale Verpflichtung unternehmerischen Eigentums nicht nur auf diplomatischen Lippen, sondern stets auch im Handeln als zentral benannt und gelebt hat. Wie es Helmut Schmidt im Vorwort auf den Punkt genau ausdrückt, hatte "die Erfüllung der moralischen Pflicht stets Vorrang vor der Mehrung des eigenen Wohlstandes". Ein wichtiger Zeitpunkt der Veröffentlichung in einer Zeit gesellschaftlicher Diskussionen um die Werte des Wirtschaftens und ein leuchtendes Lebensbeispiel dafür, dass nachhaltiges Wirtschaften und soziale Verantwortung miteinander in bester Weise erfolgreich einhergehen können. Joachim Käppner versteht es, immer wieder auch durch die Zeilen hindurch, diese Werteorientierung in ihrer Entstehung zu zeichnen und in ihrer gelebten Umsetzung in allen Etappen des Werdeganges von Beitz, sowie auch auf allen Tätigkeitsfeldern, eindrucksvoll zu benennen. Zudem ergibt sich durch die Biographie Seite für Seite ein ebenso intensives Bild deutscher Nachkriegsgeschichte. Sowohl in den wirtschaftlichen Phasen bis zur Gegenwart hinein, als auch in den vielfältigen Beziehungen und Verflechtungen mit den europäischen Nachbarn aller Himmelrichtungen, die in diesen Jahrzehnten entstanden, gewachsen sind, immer aber auch ein stückweit gefährdet waren und daher auch in Zukunft solche Menschen wie Beitz brauchen werden, um diese Welt zu einem kooperativen und sicheren Ort zu gestalten. Neben diese Kernbereichen der Lebensschau finden sich zudem in bester Weise Einblicke in die eher private Person Berthold Beitz. Den Patriarchen, den Förderer, den Reisenden, der lieber alles aus eigener Anschauung in sich hinein nimmt als nur davon zu hören. Der mit dem "einfachen Mann" oft besser ins Gespräch kam als mit den hochgelehrten Professoren, die ihm oft zu abstrakt dachten und redeten. Neben dem großen Bereich der Arbeit für Krupp und die intensive Verbindungspflege in das östliche Europa hinein bieten gerade diese Kapitel und Einschübe noch einmal eine gute Gelegenheit, das Bild des Mannes zu festigen und zu bereichern, Gelegenheit, die Käppner durch seine flüssige Sprache und seine lebendige Schilderung zu geben vermag. Einige Bilder ergänzen am Ende das geschriebene Wort. Ein umfangreicher Anhang schließt das Buch ab. Joachim Käppner ist eine tatsächliche Lebensschau im umfassenden Sinne gelungen, die ebenso ein Stück Zeitgeschichte darstellt, wie sie wesentliche Werte menschlichen Handelns und wirtschaftlichen Denkens eindeutig zu benennen versteht. Ein großer Wurf.

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