Joachim Käppner Profiler

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Inhaltsangabe zu „Profiler“ von Joachim Käppner

Spätestens seit dem Film "Das Schweigen der Lämmer" ist um Profiler ein enormer Kult entstanden. Joachim Käppner erzählt davon, wie "operative Fallanalytiker" in Deutschland wirklich arbeiten. Ausführlich beschreibt er vor allem die Münchner Profiler um Alexander Horn, die bereits 2006 die Neonazi-Morde des NSU an neun Ausländern als Verbrechen extremistischer oder wahnsinniger Einzeltäter einstuften. Damals glaubte ihnen keiner, und die Ermittler suchten weiter eine ominöse ausländische Mafiagruppe. Was Käppner über die Hintergründe und Ermittlungspannen berichtet, liest sich selbst wie ein Krimi.

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    Profiler
    GuteMiene

    GuteMiene

    09. February 2014 um 13:38

    als Erstes sei angemerkt: bei diesem Buch handelt es sich NICHT um einen Kriminalroman, sondern um ein informatives und spannendes Sachbuch, das einen Einblick in das Leben und Arbeiten der "Profiler" gibt. Die Entwicklung dieses Berufsstandes  wird mit einer großen Anzahl an Fallbeispielen beschrieben. Ich fand es manchmal etwas verwirrend, ob der Fülle der Informationen und habe dann für mich festgestellt dass es besser "langsam" zu lesen ist, so dass man die Inhalte auch mal "sacken lassen" kann und bin von da an mit dem Titel viel besser klargekommen. Fazit: Ich habe eine Fülle von Informationen erhalten und mein "Allgemeinwissen" verbessert. Danke dafür Herr Käppner.

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  • Rezension: "Profiler" von J. Käppner

    Profiler
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    23. October 2013 um 22:04

    Zum Inhalt:  In 11 Kapiteln wird anhand ausgewählter Kriminalfälle ein umfassender Überblick über die Entwicklung der Operativen Fallanalyse (OFA) - dem korrekten Begriff für das Profiling - gegeben. Hierbei wird selbstverständlich der Schwerpunkt auf das Profiling in Deutschland gelegt, aber auch den Kollegen in den USA (wo das Profiling seinen Anfang nahm) oder Österreich wird kurz über die Schulter geguckt. Joachim Käppner zeigt nicht nur den Alltag der Fallanalytiker auf und die Probleme, mit denen diese zu kämpfen haben, sondern er räumt auch mit den durch einschlägige amerikanische Krimiserien verursachten Mythen über die Arbeit des Profilers auf.  Meine Meinung: Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, anspruchsvoll, aber mit jeglichem Verzicht auf komplizierten Fachjargon. So kommt man durch das Buch generell recht schnell durch, andererseits habe ich persönlich nie mehr als ca. 40 Seiten am Stück geschafft. "Profiler" steckt voller Informationen, von denen ich mich phasenweise regelrecht erschlagen fühlte. V. a. bei den vielen Namen der Beteiligten schwirrte mir öfter mal der Kopf. Die meisten der Fälle waren mir unbekannt, von ein paar davon hatte ich jedoch in den Nachrichten gehört. Der berühmteste Fall, der hier näher analysiert wird, ist wohl der NSU-Prozess, bei dem der Autor sehr detailliert aufzeigt, welche Schlampigkeiten dazu führten, dass die mit dem Unwort "Dönermorde" betitelte Mordserie erst Jahre später aufgeklärt werden konnte. Das Buch ist wirklich hochinteressant, doch manchmal fand ich die Schilderungen, wie sich das Profiling in den verschiedenen Ländern entwickelte, langatmig und auch verwirrend. Viele Namen fallen, mal sind wir in den USA, mal in Deutschland, mal in Österreich, mal besucht jener Profiler diesen Profiler und umgekehrt. Ich verlor hier irgendwann den Überblick. Ungefähr ab dem 3. Kapitel hatte ich zudem das Gefühl, dass sich vieles wiederholte, z. B. gewisse Entwicklungen in der OFA, das Misstrauen der „gestandenen“ Polizisten gegenüber ihren Kollegen der OFA, was die Arbeit eines Profilers ausmacht usw. Hier fehlt mir definitiv ein roter Faden, der – falls doch vorhanden – für mich nicht ersichtlich war. Vermutlich kam es gerade deshalb auch zu den vielen Wiederholungen, da der Autor wohl Kapitel für Kapitel geschrieben hat, ohne dass diese aufeinander richtig aufbauen. Im Endeffekt hätte man so meiner Meinung nach das Buch etwas abspecken können. Faszinierend und auch schlimm finde ich die Schilderungen der Mordfälle. Dieses Buch ist ein Manifest darüber, was es für kranke Menschen gibt! Aber das wusste man ja auch schon vorher... Dennoch ist es wohl nichts für sanfte Gemüter – der Autor verzichtet zwar auf blutrünstige Einzelheiten, kann jedoch nicht völlig auf Mordschilderungen verzichten. Dass hier auch viele Opfer Kinder sind, ist besonders tragisch. Es ist tatsächlich die Faszination des Grauens, die einen fesselt, wenn man dieses Buch liest. Interessant fand ich, dass in einem Kapitel, in dem es um den sehr gewaltsamen Tod einer Dreijährigen geht, auch die Psyche angesprochen wurde, d.h. wie ein Profiler eigentlich all die Gräuel verarbeitet, die er im Laufe seiner Arbeit mitbekommt. Für meinen Geschmack wurde dieser sehr interessante Aspekt jedoch zu wenig behandelt. Vielleicht erhielt der Autor hierüber auch zu wenig Auskunft von den Betroffenen, die vermutlich lieber über ihre Fälle als über ihr psychisches Befinden erzählen wollten. Dennoch bedauerlich. In der Mitte des Buches findet sich ein 8 Seiten langer Bildteil, auf dem einige der erwähnten Fallanalytiker und Täter ein Gesicht erhalten. Das fand ich zwar nett, aber generell hätte ich mir noch mehr Bildmaterial gewünscht. Das Buch vermittelt den Eindruck, dass der Autor fundierte Recherchearbeiten betrieben hat. Im Anhang bietet er weitergehende Informationen für diejengen, die es ganz genau wissen wollen. Neben einem praktischen Abkürzungsverzeichnis und Quellenangaben findet sich noch ein vierseitiges Literaturverzeichnis. Zuletzt folgen die Anmerkungen zu wortgetreuen Zitaten. Dieses Verzeichnis habe ich allerdings nicht genutzt, da ich es sehr unpraktisch fand. Im Text finden sich keinerlei Fußnoten an den entsprechenden Stellen, so dass ich erstmal gar nicht wusste, dass es Erläuterungen dazu gibt. Als ich dann die Anmerkungen hinten entdeckte, war es mir zu mühselig, immer erst die zitierte Stelle im Text herauszusuchen. Sowieso ist dieser Anhang nur für Leute, die ganz genau wissen wollen, woher der Autor seine Zitate nimmt. Spätestens seit dem Fall Guttenberg wissen wir alle, dass dies auch so sein muss, wenn man Ärger vermeiden will. Für mich als "normaler" Leser allerdings nicht weiter von Interesse. Anstrengend könnte für ältere Leser bzw. Leser mit Sehschwäche vielleicht die kleine Schrift sein. Demjenigen, der zu diesem Buch greift, muss klar sein, dass es sich hier nicht um einen Krimi oder Thriller handelt, sondern um ein Sachbuch. Zuweilen kommt der Schreibstil trocken und sachlich rüber, dennoch ist "Profiler" eine spannende Lektüre, nicht nur für Krimifans!

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  • Profiler

    Profiler
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. October 2013 um 12:27

    Joachim Käppner veröffentlicht hier ein gut recherchiertes Buch über die Polizeiarbeit. Dass die Profiler ganz anders arbeiten, als es und in den typischen Serienkiller-Thrillern dargestellt wird, ist wahrscheinlich jedem klar. Aber wie es wirklich abläuft, wissen die wenigsten. Anhand vieler bereits durch die Medien bekannter Fälle erläutert Herr Käppner, wie die Profiler arbeiten und wie sie der Lösung näher kommen, aber auch wie sie durch sogenannte „Besserwisser“ boykottiert werden. Fälle, die weniger bekannt sind, zum Beispiel die aus den vorangegangenen Jahrhunderten werden ebenso genau erläutert, wie die aktuellen. Daran erkennt man, wie viel Arbeit und Mühe in diesem Buch steckt. Auch wenn einige Details wiederholt werden und ich manchmal etwas mit den Namen zu kämpfen hatte, war das Buch für mich trotzdem interessant und informativ. Ich tat mir allerdings schwer damit, mehrere Kapitel hintereinander zu lesen. Ich musste immer wieder mal etwas anderes dazwischenschieben. Es war mir manchmal zu viel Theorie. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich für Polizeiarbeit interessiert.

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  • Spannender Blick hinter die Kulissen

    Profiler
    utaechl

    utaechl

    09. October 2013 um 17:16

    Inhalt: Joachim Käppner erzählt von der Arbeit der "operativen Fallanaytiker" in Deutschland. Er geht auf die geschichtliche Entwicklung des Profiling ein, zeigt an Fallbeispielen wie es schließlich zu dem sehr methodisch Vorgehen gekommen ist, dass sogar vor Gericht Verwendung findet. Vor allem wird auf die Münchener OFA rund um Alexander Horn eingegangen, die schon 2006 die NSU-Morde mit extremistischen Einzeltätern in Verbindung brachten, was allerdings bei ihren Kollegen kein Gehör fand. Kritik: Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die Entwicklung des Profiling. Es beginnt mit historischen Ansätzen bei Jack the Ripper und dem Vampir Peter Kürten, zeigt die Entwicklung in den USA und die Gründung der OFA München 1995. Der Alltag wird dargestellt, weitere Fälle, Misserfolge und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Disziplin gezeigt. Und schließlich endet das Buch bei dem NSU-Fall, der zum kritischen Hinterfragen des Profiling in Deutschland führen müsste. Einige der beschriebenen Fälle waren mir schon bekannt, aber ich fand es spanned, sie aus Sicht der OFA kennen zu lernen. Der Alltag, der überhaupt nicht dem Fernsehserienbild entspricht, und die Voraussetzungen, um den Beruf zu ergreifen, sind sehr interessant. Fesselnd wird beschrieben, wozu OFAs fähig sind, wo ihre Grenzen zu sein scheinen und wie die Zukunft auf neuen Betätigungsfeldern aussehen kann. Dieses wird von Joachim Käppner alles andere als trocken vermittelt. Ein Sachbuch, was sich selbst fast wie ein Krimi liest. Man wundert sich immer wieder über den Starrsinn anderer Abteilungen, über fehlende Kritikfähigkeit und kommt nicht darum herum, die Leute zu bewundern, die versuchen, sich in den Täter hineinzuversetzen. Ich war gefesselt von den Geschichten hinter den Geschichten. Nicht der Täter spielt hier die Hauptrolle, sondern diejenigen, die ihm auf die Spur kommen, indem sie wahrscheinliche Wesenszüge für ihn herausarbeiten. Betont wird, dass die Fälle, in denen Profiler zum Einsatz kommen, zum Glück in Deutschland eine verschwindend geringen Anteil darstellen. Da diese sich aber von der Presse gut benutzen lassen, scheinen sie sich gehäuft im Gehirn der Menschen festzusetzen. Das Buch beruhigt also auch ein bisschen, wir sind zum Glück kein Paradies für Serientäter und Kinderschänder. Fazit: Ein Sachbuch, dass ich jedem ans Herz legen kann, der sich für reale Polizeiarbeit in Deutschland interessiert. Es entzaubert den Beruf des operativen Fallanalytikers und bringt ihn auf den Boden der Tatsachen zurück. Es ist faszinierend zu sehen, was möglich ist, auch wenn die Arbeit weit weniger fernsehtauglich ist, als uns die Amerikaner weißmachen wollen. Ein lesenswertes Buch über eine junge Disziplin, die sich immer weiter entwickelt und in Spezialfällen schon vieles geleistet hat. Packende Lektüre, die viel Wissen vermittelt.

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