Joachim Meyerhoff

 4.2 Sterne bei 774 Bewertungen

Lebenslauf von Joachim Meyerhoff

Joachim Meyerhoff wurde 1967 in Homburg an der Saar geboren und ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Während er mit 17 Jahren ein Austauschjahr in Amerika verbringt, stirbt einer seiner älteren Brüder bei einem Autounfall. Nach seiner Rückkehr aus Amerika beginnt er 1989 eine dreijährige Schauspielausbildung in München. Anschließend erhält er verschiedene Engagements und Anstellungen. Seit 2005 gehört er zum Ensemble des Wiener Burgtheaters und seit 2013 ist er Mitglied eines Ensembles des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. 2007 erhielt er den Titel "Schauspieler des Jahres" für seine Rolle in Shakespeares „Viel Lärm um nichts“. Auch als Schriftsteller ist Meyerhoff erfolgreich. Er schreibt über sein Leben in einer mehrteiligen Autobiographie, deren erster Teil 2011 unter dem Titel „Alle Toten fliegen hoch – Amerika“ erschien und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Das Projekt führt er selbst im Burgtheater Wien auf. Mit seiner Schauspielkollegin Christiane von Poelnitz hat Meyerhoff zwei Töchter.

Neue Bücher

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

 (6)
Neu erschienen am 14.02.2019 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Joachim Meyerhoff

Sortieren:
Buchformat:
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

 (283)
Erschienen am 08.01.2015
Alle Toten fliegen hoch - Amerika

Alle Toten fliegen hoch - Amerika

 (248)
Erschienen am 23.12.2015
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

 (153)
Erschienen am 09.03.2017
Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

 (52)
Erschienen am 09.11.2017
Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

 (6)
Erschienen am 14.02.2019
Alle Toten fliegen hoch - Amerika

Alle Toten fliegen hoch - Amerika

 (14)
Erschienen am 12.09.2016

Neue Rezensionen zu Joachim Meyerhoff

Neu

Rezension zu "Die Zweisamkeit der Einzelgänger" von Joachim Meyerhoff

Ein Mann, drei Frauen und das Chaos – wortgewaltig in Szene gesetzt
Federfeevor einem Monat

Dies ist der 4. Band einer Reihe und – wie ich finde – der beste. Die drei Bände davor sind jeweils eine Hommage an verstorbene Verwandte (Bruder, Vater, Großeltern), erzählen aber auch das Leben des Joachim Meyerhoff. Hier geht es um die erste Liebe – oder sollte man 'Lieben' sagen?

Ein Mann, drei Frauen gleichzeitig, die nicht voneinander wissen. Das kann nicht gut gehen und tut es auch nicht: Lügen und Betrug, Chaos, Verletzungen. Da ist die überkandidelte hochintelligente Studentin Hanna, die ihre 'Wortlawinen und Fliegenpilzworte' auf ihn loslässt, aber auch die wilde Tänzerin Franka, mit der das Leben eine einzige Party ist und dann die bodenständige dicke Bäckersfrau. Jede gibt ihm etwas auf ihre Weise, bei jeder findet er, was er braucht.

Auch wenn ich das Verhalten der Hauptperson nicht billige, ja, sogar verurteile, ist mir dieses Buch 5 Sterne wert und bekommt einen Platz im Regal. Warum? Die Sprache ist es, die innovativen frischen Bilder, die Vergleiche und Metaphern, die so treffend beschreiben, was viele zwar im Alltag auch beobachten, aber nicht so gut in Worte gießen können wie Meyerhoff das tut.

Ein lesenswertes sprachliches Highlight.

Kommentare: 2
21
Teilen

Rezension zu "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" von Joachim Meyerhoff

Ist nicht das ganze Leben eine Irrenanstalt und wir sind die Wärter? Oder die Insassen?
VerenaWagenpfeilvor einem Monat

Der Ich-Erzähler wächst auf dem Gelände einer psychiatrischen Klinik auf und erlebt dort viele lustige, aber auch tragisch-komische Anekdoten. 
Eine klassische Coming-of-Age-Geschichte, die aber durch das Umfeld Psychatrie innere Konflikte relativiert und neu bewerten lässt. 

Das Buch liest sich sehr flüssig und gut, wahnsinnig komische Stellen stehen traurigen gegenüber. Ich mochte die Geschichte sehr gerne und werde sicher auch noch die anderen Bände dieser Reihe lesen.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Die Zweisamkeit der Einzelgänger" von Joachim Meyerhoff

Amour fou
leseleavor 2 Monaten

Wenn ich an Joachim Meyerhoffs Bücher denke, dann denke ich an heitere, skurrile, episodenhafte erzählte Romane mit Tiefgang. Ich denke an den ihm eigenen „Meyerhoff-Sound“, der seinen Büchern Leichtigkeit und Humor verleiht, aber auch zum Sterben schöne Sätze über die Vergänglichkeit des Lebens und die kleinen Stolperfallen des Alltages beinhaltet. Und ich denke daran, dass alle seine bisherigen Bücher literarische Denkmäler für von ihm geliebte verstorbene Familienmitglieder darstellen: In Alle Toten fliegen hoch behandelt er den frühen Unfalltod des Bruders, Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war verewigt seinen Vater und Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke erinnert an seine schillernden Großeltern. Sein neuester Roman Die Zweisamkeit der Einzelgänger führt das Konzept der Reihe einerseits fort, geht aber anderseits auch ganz neue Wege und sticht für mich daher aus den anderen Bänden in besonderer Weise hervor.

Für alle eingefleischten Fans erst einmal eine Entwarnung: Schreibstil und Tonlage haben sich nicht verändert! Meyerhoff schreibt weiterhin witzig und beschwingt, seziert die kleinen Momente des banalen Lebens und ist sich dabei nicht zu schade, sein Alter Ego von einer brenzligen Situation ins nächste große Fettnäpfchen zu manövrieren. Sprachlich befindet sich Meyerhoff meiner Meinung nach in diesem vierten Band sogar in Höchstform: Es gibt auf diesen über 400 Seiten so viele Wortsitze, so viel hervorragend erzählte Situationskomik, die nicht rekapituliert werden kann. Mehr noch als in den Vorgängern gilt „Das muss man selber gelesen haben!“, wenn man sich als unbeteiligter Sitznachbar verdutzt fragt, warum die Lektüre von Die Zweisamkeit der Einzelgänger beim jeweiligen Leser zu dauerhaftem Schmunzeln und auch einmal kräftigen Lachsalven führt.

Die Unterschiede liegen eher in der Themenwahl. Die Zweisamkeit der Einzelgänger ist keine Verewigung der Verstorbenen, sondern ein Erinnern an die erste große Liebe. Oder, weil es hier natürlich um Meyerhoff geht, um die ersten großen Lieben: Hannah, Franka und Ilse. Die eine fordert Meyerhoffs Hirn, die andere seinen Körper und bei der Dritten erweist sich einmal mehr, dass Liebe eben auch durch den Magen geht. Keine weiß von der Existenz der anderen und so geht es im Roman größtenteils auch darum, wie der junge Meyerhoff sein Liebensviereck genießt, bei der Koordination aber auch des Öfteren ins Straucheln gerät. Zugegeben: Das war inhaltlich nicht immer mein Fall, der organisierte Betrug spricht mich eher weniger an, auch rückt es den liebgewonnen Protagonisten nicht gerade ins beste Licht.

Warum dann aber doch volle 5 Sterne? Für mich ist der vierte Teil einfach der reifste Band und Meyerhoff hat als Erzähler für mich noch ein stark zugelegt. Das betrifft nicht nur – wie bereits oben erwähnt – die Sprache, sondern auch die hier nun deutlich stringentere Erzählweise. Meyerhoff plaudert immer noch gern, aber er verliert sich nicht mehr (wie vor allem noch im Debüt und im Folgeroman) in seinen Gedanken. Darüber hinaus nähert er sich für mein Verständnis zum ersten Mal wirklich direkt der eigenen Person: Er gibt kein indirektes Bild seiner Persönlichkeit ab, indem er Anekdote an Anekdote reiht und in der Porträt seiner Familienmitglieder auch immer etwas über sich selber preisgibt, sondern analysiert und beschreibt in Die Zweisamkeit der Einzelgänger sein eigenes Verhalten, seine Ängste, Zweifel, aber auch. Das alles gipfelt in einer perfekten Abschlussszene, die mir nahelegt, dass nun auch diese besondere Buchreihe wohlmöglich ihr Ende gefunden hat. Soll noch ein Band kommen? Ich weiß es tatsächlich nicht und wünsche es mir sehr. Wenn nicht, dann hat es Meyerhoff jedoch geschafft einen stimmigen, den Höhepunkt seiner Entwicklung einfangenden und gleichzeitig den Charme der Anfänge bewahrenden letzten Band vorzulegen. Chapeau!

Kommentare: 1
69
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu


Weihnachtszeit ist Buchschenkzeit!

Kennt ihr das auch? Auf einmal sind die Regale der Supermärkte voll mit Lebkuchen, Stollen und Zimtsternen. Plötzlich sind die Straßen in der Stadt hell erleuchtet und wie durch ein Wunder steht der Weihnachtsmarkt da. Mal wieder ist die Zeit ganz schnell vergangen, Weihnachten steht plötzlich vor der Tür und man hat noch nicht alle Geschenke besorgt!

Wir von LovelyBooks möchten dazu beitragen, dass die Vorbereitungen auf das schönste Fest des Jahres noch schöner und entspannter werden. Deshalb verlosen wir während der ganzen Vorweihnachtszeit Buchgeschenke für deine Freunde oder Familienmitglieder!

Und so kannst du mitmachen:
Sag uns bis zum 13.12.2015, wem du das zu verlosende Buch schenken möchtest und warum dieser Mensch genau dieses Buch bekommen muss. Du bist dabei, Indem du dich einfach über den blauen "Jetzt-bewerben"-Button bewirbst und uns deine Geschichte erzählst.
Gib im Adressfeld bitte unbedingt die Adresse der Person an, die beschenkt werden soll und nicht deine eigene.

Sollten wir deinen Beitrag auslosen, schicken wir ein schön verpacktes Weihnachtsgeschenk mit dem Buch, süßen Leckereien, kleinen Überraschungen und einer Grußbotschaft in deinem Namen auf den Weg zu deinem Wunsch-Beschenkten.

Zusammen mit KiWi verlosen wir 5 Exemplare von "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", dem dritten Teil der "Alle Toten fliegen hoch"-Trilogie von Joachim Meyerhoff.

Zum Inhalt
Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg. Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken. Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt. Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Joachim Meyerhoff wurde am 01. Januar 1967 in Homburg (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 794 Bibliotheken

auf 135 Wunschlisten

von 45 Lesern aktuell gelesen

von 9 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks