Joachim Meyerhoff

 4.2 Sterne bei 735 Bewertungen

Lebenslauf von Joachim Meyerhoff

Joachim Meyerhoff wurde 1967 in Homburg an der Saar geboren und ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Während er mit 17 Jahren ein Austauschjahr in Amerika verbringt, stirbt einer seiner älteren Brüder bei einem Autounfall. Nach seiner Rückkehr aus Amerika beginnt er 1989 eine dreijährige Schauspielausbildung in München. Anschließend erhält er verschiedene Engagements und Anstellungen. Seit 2005 gehört er zum Ensemble des Wiener Burgtheaters und seit 2013 ist er Mitglied eines Ensembles des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. 2007 erhielt er den Titel "Schauspieler des Jahres" für seine Rolle in Shakespeares „Viel Lärm um nichts“. Auch als Schriftsteller ist Meyerhoff erfolgreich. Er schreibt über sein Leben in einer mehrteiligen Autobiographie, deren erster Teil 2011 unter dem Titel „Alle Toten fliegen hoch – Amerika“ erschien und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Das Projekt führt er selbst im Burgtheater Wien auf. Mit seiner Schauspielkollegin Christiane von Poelnitz hat Meyerhoff zwei Töchter.

Neue Bücher

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

 (1)
Erscheint am 14.02.2019 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. Live

 (17)
Neu erschienen am 08.10.2018 als Hörbuch bei Random House Audio.

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Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

 (276)
Erschienen am 08.01.2015
Alle Toten fliegen hoch - Amerika

Alle Toten fliegen hoch - Amerika

 (236)
Erschienen am 23.12.2015
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

 (145)
Erschienen am 09.03.2017
Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

 (47)
Erschienen am 09.11.2017
Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

 (1)
Erschienen am 14.02.2019
Alle Toten fliegen hoch - Amerika

Alle Toten fliegen hoch - Amerika

 (13)
Erschienen am 12.09.2016

Neue Rezensionen zu Joachim Meyerhoff

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Daphne1962s avatar

Rezension zu "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" von Joachim Meyerhoff

Das Klinikgelände und seine Mitbewohner
Daphne1962vor 10 Tagen

Joachim Meyerhoff kann schreiben und seine Leser sogar total begeistern und gefangen nehmen. Wer kann denn auch schon behaupten zwischen psychisch Kranken Jugendlichen und Kindern aufgewachsen zu sein. Mit einigen befreundet war er sogar und sein Vater hat nur eine Handvoll als seine "Lieblings-Patienten" bezeichnet, die jedes Jahr an seinem Geburtstag eingeladen wurden und als Ehrengäste galten.
 
Die Kindheit und Jugend des Schauspielers ist ein Ablauf von wahnwitzigen Begebenheiten mit "Menschen", die nicht sonderbarer sein konnten. Aber auch die eigene Familie war nicht gerade eine einfache. Sein Vater ein stattlicher Arzt, der seine Patienten dennoch wie Menschen behandelte. Aber auch der Autor selbst ist nicht frei von eigenen Störungen. Seine legendären Wutanfälle müssen ja auch eine Ursache gehabt haben. Die etwas labile Mutter, die alles,
was der Vater in der Theorie beherrschte und sich aneignete in die Praxis umsetzte. In der Theorie ist es leicht einen Segelschein zu machen, aber im Boot sieht das schon nicht mehr so leicht aus, wie auf dem Papier.
 
Großes Kino aber der Besuch des damaligen Ministerpräsidenten von Schleswig Holstein zur Einweihung eines neuen Klinikgebäude auf dem riesigen Gelände. Lange habe ich nicht mehr so gelacht beim Lesen.  
 
Wenn man sich mit jemanden über dieses Buch unterhält, der es gelesen hat, kann man sich einfach nur amüsieren und Episoden herausgreifen, die einem derart im Kopf haften bleiben. Eine unbedingte Leseempfehlung an Leser, die ungewöhnliche Autobiografien mögen. Der dritte Teil wurde bereits gelesen.
Sein neuestes Buch nehme ich mir für die Weihnachtstage vor.

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Kleine8310s avatar

Rezension zu "Die Zweisamkeit der Einzelgänger" von Joachim Meyerhoff

Die Zweisamkeit der Einzelgänger
Kleine8310vor 3 Monaten

Lesegrund:

Zu den Büchern von Joachim Meyerhoff hatte ich schon einige begeisterte Stimmen gelesen und daher wollte ich auch selbst mal zu einem Werk von ihm greifen. Was etwas unglücklich war die Tatsache, dass mir nicht bewusst war, dass dieses Buch ein vierter Band ist. Es lässt sich durchaus auch ohne Vorwissen lesen, aber ich mag es meist lieber die Charaktere von Anfang an kennenzulernen.

Handlung:

In dieser Geschichte geht es um den jungen Protagonisten, der sich erfolglos weiter als Jungschauspieler versucht und schließlich in der Provinz landet. In diesem Buch bekommt es der Held mit der Liebe zu tun, aber nicht auf eine “normale” Art, bei der er sich in eine Person verliebt, nein er verliebt sich gleich in drei und dazu auch noch ganz unterschiedliche Frauen. Da gibt es Hanna, eine intelligente Studentin, Franka, eine zu Extremen neigende Tänzerin und dann auch noch Ilse, eine Bäckerin, bei der er sich so wohl fühlt, wie nirgends sonst. Der Held hat also ein kleines Problem und muss sich schließlich der Wahrheit stellen, dass die Liebe mit und zu drei Frauen auch schwierig werden kann …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Joachim Meyerhoff hat mir gleich zu Beginn richtig gut gefallen. Der Autor schreibt anschaulich und sehr bildhaft, sodass das Kopfkino direkt in Gang gesetzt wird. Die vielen Details führen allerdings in manchen Passagen auch dazu, dass die Story und die Gedankengänge des Protagonisten etwas langatmig wurden, was schade war. Erzählt wird die Geschichte in Ich – Form aus der Sicht des besonderen Helden.

Charaktere:

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir leider nicht ganz so gut gefallen. Ich fand viele der Eigenschaften, die einigen von ihnen zugeschrieben wurden leider viel zu übertrieben und extrem. Etwas weniger wäre hier, in meinen Augen, vielleicht mehr gewesen. Die Entwicklung der Charaktere hat mir besser gefallen und dies lies mich auch über Dinge, die mich nicht so überzeugten, etwas mehr hinwegsehen.

Spannung:

Den Spannungsbogen hat Joachim Meyerhoff recht gut gehalten, wenn einem bewusst ist, dass das Buch halt vorwiegend unterhalten soll. Etwas schade fand ich, dass der Autor sich ab und an etwas zu sehr in eher nebensächlichen, füllenden Details verloren hat, was einige Passagen leider zäher werden liess, als ihnen guttat.

Emotionen:

Die Emotionen hat Herr Meyerhoff, teils mit Ironie und Witz, aber ab und an auch mit einem Hauch Ernsthaftigkeit schön dargestellt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und war gespannt auf die emotionale Entwicklung des Helden und seine Entscheidungen.

“Die Zweisamkeit der Einzelgänger” ist eine Geschichte, die auf Unterhaltung setzt. Der Plot hat mich ebenso wie manche Charaktere nur teilweise überzeugt, was etwas schade war. Für Fans der Reihe bestimmt ein Muss, für mich eher ein Kann.

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kingofmusics avatar

Rezension zu "Alle Toten fliegen hoch - Amerika" von Joachim Meyerhoff

Intelligent, lustig, traurig
kingofmusicvor 3 Monaten

Das Leben spielt einem ja gerne mal den ein oder anderen Streich, lacht sich dabei ins Fäustchen und denkt „Mal schauen, wie er (respektive sie), die Krise oder ähnliches meistert.“ Mein Leben lacht immer noch und damit das langsam mal aufhört, schreibe ich heute nach fast 3 Monaten mal wieder eine Rezension, um zu zeigen „Ja, mich gibt´s noch und ich lass mich nicht unterkriegen!“


Ähnlich geht es auch dem Ich-Erzähler in Joachim Meyerhoff´s Debütroman „Alle Toten fliegen hoch – Amerika“, welches ich dank eines sehr lieben Menschen (♥) lesen durfte.
Ich muss sagen, es war nicht unbedingt „Liebe auf die ersten Seiten“ zwischen dem Roman und mir. Der Schreib- und Erzählstil war mir anfangs etwas suspekt, einige Details wurden episch ausgebreitet, während anderes gerne ausführlicher hätte sein können. Aber das liegt immer im Auge des Betrachters und hat (im Nachhinein gesehen) auch nichts mit der Qualität des „Gesamtpakets“ zu tun. Vielleicht lag es daran, dass ich vorher versucht habe, Kafka´s Amerika-Roman zu lesen und (zunächst, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, dass ich´s doch noch schaffe *g*) gescheitert bin bzw. ich mich generell momentan schwer tue mit allzu „ernster“ Literatur (denn das ist Kafka zweifelsohne!).


Lange Rede, (k)ein Sinn: ich war kurz davor, das Buch von Joachim Meyerhoff wieder wegzulegen. Aber dank des oben erwähnten lieben Menschen und meinem eigenen Ehrgeiz, dem Buch eine (weitere) Chance zu geben, habe ich dann doch weitergelesen und siehe da: es öffnete sich mir zusehends und nun bin ich froh, es gelesen zu haben!


In teils heiteren und brüllend komischen Anekdoten über seinen Aufenthalt als Austauschschüler in Laramie (Wyoming), aber auch in sehr feinfühligen und traurigen Episoden erzählt Joachim Meyerhoff von seinem „Erwachsenwerden“, die damit verbundenen Probleme und Sorgen und über das Leben im Allgemeinen. Er stellt nicht alles als Gold dar, was glänzt, ist mitunter selbstkritisch mit sich und den amerikanischen und deutschen Lebensweisen und macht dem Leser zwischen den Zeilen Mut, etwas zu probieren, offen für neues zu sein…


Und so endet nach etwas über 300 Seiten ein Potpourri an Skurrilität, Lebensweisheit, Selbstkritik und Roadmovie, das ich zum Schluss gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung :-).

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Gespräche aus der Community

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abas avatar


Weihnachtszeit ist Buchschenkzeit!

Kennt ihr das auch? Auf einmal sind die Regale der Supermärkte voll mit Lebkuchen, Stollen und Zimtsternen. Plötzlich sind die Straßen in der Stadt hell erleuchtet und wie durch ein Wunder steht der Weihnachtsmarkt da. Mal wieder ist die Zeit ganz schnell vergangen, Weihnachten steht plötzlich vor der Tür und man hat noch nicht alle Geschenke besorgt!

Wir von LovelyBooks möchten dazu beitragen, dass die Vorbereitungen auf das schönste Fest des Jahres noch schöner und entspannter werden. Deshalb verlosen wir während der ganzen Vorweihnachtszeit Buchgeschenke für deine Freunde oder Familienmitglieder!

Und so kannst du mitmachen:
Sag uns bis zum 13.12.2015, wem du das zu verlosende Buch schenken möchtest und warum dieser Mensch genau dieses Buch bekommen muss. Du bist dabei, Indem du dich einfach über den blauen "Jetzt-bewerben"-Button bewirbst und uns deine Geschichte erzählst.
Gib im Adressfeld bitte unbedingt die Adresse der Person an, die beschenkt werden soll und nicht deine eigene.

Sollten wir deinen Beitrag auslosen, schicken wir ein schön verpacktes Weihnachtsgeschenk mit dem Buch, süßen Leckereien, kleinen Überraschungen und einer Grußbotschaft in deinem Namen auf den Weg zu deinem Wunsch-Beschenkten.

Zusammen mit KiWi verlosen wir 5 Exemplare von "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", dem dritten Teil der "Alle Toten fliegen hoch"-Trilogie von Joachim Meyerhoff.

Zum Inhalt
Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg. Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken. Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt. Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Joachim Meyerhoff wurde am 01. Januar 1967 in Homburg (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 768 Bibliotheken

auf 132 Wunschlisten

von 40 Lesern aktuell gelesen

von 7 Lesern gefolgt

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