Buchreihe: Alle Toten fliegen hoch von Joachim Meyerhoff

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Joachim Meyerhoff hat mit „Alle Toten fliegen hoch – Amerika“ 2013 nicht nur seinen Debütroman vorgelegt, sondern auch den ersten Band seiner autobiografischen Trilogie veröffentlicht. Im ersten Teil der Romanreihe erzählt Meyerhoff von seinem USA-Aufenthalt, seinen Erfahrungen und einem Verlust, der seine Zeit in Amerika jäh beendet. Der zweite Band „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ folgte zwei Jahre später und beschreibt seine Kindheit als Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie. Im November 2015 ist der dritte Band in der Reihe von Joachim Meyerhoff erschienen. "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" beschreibt Meyerhoffs Leben zwischen Schauspielschule und dem Alltag seiner Großeltern. Der vierte Band "Die Zweisamkeit der Einzelgänger" erscheint im November 2017.

Alle Bücher in chronologischer Reihenfolge

4 Bücher
  1. Band 1: Alle Toten fliegen hoch - Amerika

     (236)
    Ersterscheinung: 15.02.2011
    Aktuelle Ausgabe: 23.12.2015
    Joachim Meyerhoff erzählt von der Sehn-sucht eines Teenagers nach einem Neuanfang, ganz weit weg und auf sich gestellt, und von einem Verlust, der das alles zunichtezumachen droht. Die amerikanische Provinz Mitte der Achtzigerjahre, fremd, schillernd, fordernd, wird zu einem Refugium.
    Entscheidend ist der selbstironische, empfindsame, pointiert-witzige Ton: Der Leser ist sofort an der Seite des jugendlichen Helden, der sich aufmacht, einen der begehrten Plätze in einer amerikanischen Gastfamilie zu ergattern. Aber schon beim Auswahlgespräch in Hamburg werden ihm die Unterschiede zu den weltläufigen Großstadtjugendlichen schmerzlich bewusst. Konsequent gibt er sich im alles entscheidenden Fragebogen als genügsamer, naturbegeisterter und streng religiöser Kleinstädter aus – und findet sich bald darauf in Laramie, Wyoming, wieder, mit Blick auf die Prärie, Pferde und die Rocky Mountains.
    Der drohende 'Kulturschock' bleibt erst mal aus, der Stundenplan ist abwechslungsreich, die Basketballsaison steht bevor, doch dann reißt ein Anruf aus der Heimat ihn wieder zurück in seine Familie nach Norddeutschland – und in eine Trauer, der er nur mit einem erneuten Aufbruch nach Amerika begegnen kann.
    Dieser mitreißende Entwicklungsroman erzählt von Liebe, Fremde, Verlust und Selbstbehauptung und begeistert durch Sensibilität, Selbstironie und Witz.
    Auf der Bühne hat 'Alle Toten fliegen hoch' bereits Furore gemacht.
  2. Band 2: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

     (276)
    Ersterscheinung: 14.02.2013
    Aktuelle Ausgabe: 08.01.2015
    Zu Hause in der Psychiatrie - das kommt davon
    Der junge Held in Meyerhoffs zweitem Roman wächst zwischen Hunderten von Verrückten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie auf - und mag es sogar sehr. Mit zwei Brüdern und einer Mutter, die den Alltag stemmt - und einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Wer schafft es sonst, den Vorsatz, sich mehr zu bewegen, gleich mit einer Bänderdehnung zu bezahlen und die teuren Laufschuhe nie wieder anzuziehen? Oder bei Flaute mit dem Segelboot in Seenot zu geraten und vorher noch den Sohn über Bord zu werfen?
    Am Ende ist es aber wieder der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt - und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten hervorbringt.
  3. Band 3: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

     (145)
    Ersterscheinung: 12.11.2015
    Aktuelle Ausgabe: 09.03.2017
    Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht
    Mit Anfang zwanzig geschieht dem Erzähler in Joachim Meyerhoffs drittem Roman das Unerwartete: Er wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die großbürgerliche Villa seiner Großeltern. Die Tage der ehemaligen Schauspielerin und des emeritierten Professors für Philosophie sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Der Erzähler wird zum Wanderer zwischen den Welten. Tagsüber an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, ertränkt er abends seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein. Doch ihm entgeht nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei fast immer grandios versagt.
  4. Band 4: Die Zweisamkeit der Einzelgänger

     (47)
    Ersterscheinung: 09.11.2017
    Aktuelle Ausgabe: 09.11.2017
    Endlich verliebt! In Hanna, Franka und Ilse.
    Eine blitzgescheite Studentin, eine zu Exzessen neigende Tänzerin und eine füllige Bäckersfrau stürzen den Erzähler in schwere Turbulenzen. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse ist physisch und logistisch kaum zu meistern, doch trotz aller moralischer Skrupel geht es ihm so gut wie lange nicht.
    Am Anfang stand eine Kindheit auf dem Anstaltsgelände einer riesigen Psychiatrie mit speziellen Freundschaften zu einigen Insassen und der großen Frage, wer eigentlich die Normalen sind. Danach verschlug es den Helden für ein Austauschjahr nach Laramie in Wyoming. Fremd und bizarr brach die Welt in den Rocky Mountains über ihn herein. Kaum zurück bekam er einen Platz auf der hochangesehenen, aber völlig verstörenden Otto-Falckenberg-Schule, und nur die Großeltern, bei denen er Unterschlupf gefunden hatte, konnten ihn durch allerlei Getränke und ihren großbürgerlichen Lebensstil vor größerem Unglück bewahren.
    Nun ist der fragile und stabil erfolglose Jungschauspieler in der Provinz gelandet und begegnet dort Hanna, einer ehrgeizigen und überintelligenten Studentin. Es ist die erste große Liebe seines Lebens. Wenige Wochen später tritt Franka in Erscheinung, eine Tänzerin mit unwiderstehlichem Hang, die Nächte durchzufeiern und sich massieren zu lassen. Das kann er wie kein Zweiter, da es der eigentliche Schwerpunkt der Schauspielschule war. Und dann ist da auch noch Ilse, eine Bäckersfrau, in deren Backstube er sich so glücklich fühlt wie sonst nirgends. Die Frage ist: Kann das gut gehen? Die Antwort ist: nein.
Über Joachim Meyerhoff
Joachim Meyerhoff wurde 1967 in Homburg an der Saar geboren und ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Während er mit 17 Jahren ein Austauschjahr in Amerika verbringt, stirbt einer seiner älteren Brüder bei einem Autounfall. Nach seiner Rückkehr aus Amerika beginnt er ...
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