Joachim Mischke

 4,3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor*in von Der Klassik-Kanon, Elbphilharmonie und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Joachim Mischke studierte Musikwissenschaft, Publizistik und Anglistik. Er ist Chefreporter beim „Hamburger Abendblatt“ für den Bereich Kultur. Seine journalistische Leidenschaft gilt allen Facetten der Musik- und Kulturstadt Hamburg. Insbesondere die Entstehung der Elbphilharmonie hat er von Anfang an begleitet. Joachim Mischke hat mehrere Bücher veröffentlicht, u.a. Hamburg Musik!“ (2008), und ist Jurymitglied beim „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ e.V.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Joachim Mischke

Cover des Buches Der Klassik-Kanon (ISBN: 9783455010039)

Der Klassik-Kanon

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Erschienen am 04.11.2020
Cover des Buches Elbphilharmonie (ISBN: 9783841903655)

Elbphilharmonie

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Erschienen am 01.11.2016
Cover des Buches Elbphilharmonie (Broschur) (ISBN: 9783841904898)

Elbphilharmonie (Broschur)

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Erschienen am 01.11.2016
Cover des Buches Hamburg Musik! (ISBN: 9783455500448)

Hamburg Musik!

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Erschienen am 12.02.2008

Neue Rezensionen zu Joachim Mischke

Cover des Buches Der Klassik-Kanon (ISBN: 9783455010039)
AndreasKuecks avatar

Rezension zu "Der Klassik-Kanon" von Joachim Mischke

...eine kurzweilige Einstiegsdroge für einen Klassik-Laien wie mich!
AndreasKueckvor einem Monat

Vielleicht geht´s euch auch so: „Eigentlich“ (Ich bitte, meine Wortwahl zu beachten!) kenne ich doch schon recht viele klassische Kompositionen. „Die vier Jahreszeiten“ von Vivaldi haben sich zu wahren Evergreens gemausert. Wenn Mozart seinen Helden Tamino in „Die Zauberflöte“ von „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ schwärmen lässt, bin ich nur allzu gerne bereit, mich ebenfalls dem Schwärmen hinzugeben. Natürlich weiß ich auch, wo Tschaikowski die Rohrflöten zum Tanzen bringt. Und bei „Da-da-da-da Da-da-da-da“ denke ich weniger an die Neue Deutsche Welle sondern vielmehr an Beethovens „Sinfonie Nr. 5“.

Doch dann dringt eine vertraute Melodie an mein Ohr, bei der ich weder die Komponistin bzw. den Komponisten benennen kann, noch dass ich sie einem Werk zuordnen könnte. Müsste ich mich nun für dieses Unwissen schämen? Ganz sicher nicht! Meine Devise lautete immer „Ich muss nicht alles wissen. Ich muss nur wissen, wo es steht!“, und so greife ich beherzt zu einer sachkundigen Lektüre…!

Klassik ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln und zudem ein Thema, bei dem man sich leicht blamiert: Was war noch mal der Unterschied zwischen Haydn und Händel, Schostakowitsch und Schubert? Dabei verbinden sich mit diesen Komponisten und ihren Werken die faszinierendsten Geschichten. Joachim Mischke stellt die 44 Wichtigsten von ihnen vor und erzählt von bunten Pullovern, tödlichen Duellen, wüsten Fehden – und lässt uns dabei erleben, warum man die Welt der Klassik am Liebsten nie wieder verlassen möchte, wenn man sie erst einmal betreten hat.

(Inhaltsangabe der Homepage des Verlages entnommen!)

„Dieses Buch soll ein kurzer, kein erschöpfender Ratgeber sein, eine legale Einstiegsdroge in die Kunstform des Komponierens von Musik. Für Vollständigkeit ist hier kein Platz, dann wäre es bloß ein weiteres Lexikon. Die Lust an der Lücke ist mir wichtiger.“ verrät uns der Autor schon im Vorwort, traf mit diesen Worten bei mir genau ins Schwarze und ließ mich innerlich jubeln. So macht er Mut, sich gänzlich unbefangen mit der klassischen Musik zu beschäftigen. Ressentiments gegenüber dieser oft als Hochkultur betitelten Kunstform sind gänzlich unbegründet: Im Mittelpunkt sollte immer die Freude an der Musik (insbesondere, wenn sie live dargeboten wird) stehen.

Als interessierter Laie brauche ich zum Einstieg ins Thema kein seitenstarkes Lexikon und keine allumfassende Biografie. Im Gegenteil: Kurz, knapp und möglichst unterhaltsam möchte ich etwas über die Komponistin bzw. den Komponisten erfahren. Und genau dies bietet mir Joachim Mischke auf jeweils 4½ Seiten, auf denen er im lässigen Plauderton die Höhen und Tiefen aber auch so manche Anekdote aus dem Künstler*innen-Leben nicht verschweigt. Musik-Tipps bietet er uns am Ende des Lebenslaufs unter den Rubriken „Die Einstiegsdroge“, „Das typischste Stück“ und „Für Fortgeschrittene“ sowie mit ein bis zwei weiteren Punkten, die Hinweise auf Originelles, Ungewöhnliches oder Kurioses im jeweiligen Œuvre geben.

Glücklicherweise vermied Lucia Götz in ihren Illustrationen eine ironische Überhöhung. Vielmehr tilgte sie aus den Porträts den unnötigen Tand, indem sie sie auf die markantesten Merkmale reduzierte. Und doch blieb die Persönlichkeit stets klar zu erkennen – wenn auch mit einem humorvollen Augenzwinkern. Dieses launige Gesamtpaket aus Porträt, Text und Musik-Tipps animierte mich, mich mit der einen oder anderen Komposition weiter zu beschäftigen bzw. sie neu für mich zu entdecken.

Mit „Abgesehen von den Giganten, an denen man wirklich nicht vorbeikommt, ist die Auswahl der Komponisten und Komponistinnen sehr subjektiv und gerade deswegen garantiert ein Anlass, sich aufzuregen, weil diese fehlt oder jener.“ versucht Joachim Mischke bereits im Vorwort potenziellen Unken-Rufern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nein, aufregen will und mag ich mich nicht, denn dafür gefällt mir dieses Buch zu sehr. Unken muss ich aber leider trotzdem: Es verwundert mich schon sehr, dass Herr Mischke als ein ausgewiesener Klassik-Experte unter den „44 Komponisten, von denen man gehört haben muss“ mit Fanny Hensel und Clara Schumann nur zwei Frauen einen Platz einräumte. Ich unterstelle Herrn Mischke, das er da sicherlich noch einige mehr benennen könnte. Zumal die Frauen nicht weniger oder schlechter komponiert haben als die Männer. Oftmals erschufen sie ihre Meisterinnen-Werke sogar unter deutlich beschwerlicheren Bedingungen. Diesen Umstand empfinde ich bei einem relativ aktuellen Werk (Erstveröffentlichung: 2020) wie diesem als sehr bedauerlich. Nur allzu gerne hätte ich seine launigen Lebensläufe zu weiteren herausragenden Komponistinnen gelesen, die somit meine Neugier geweckt hätten, mehr über sie in Erfahrung zu bringen.

Lieber Herr Mischke, lieber Hoffmann und Campe-Verlag! Ich hoffe sehr auf eine Neu-Auflage, bei der die Damen gleichermaßen berücksichtigt werden. Es würde mich sehr freuen!

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