Joachim Radkau Die Ära der Ökologie

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Inhaltsangabe zu „Die Ära der Ökologie“ von Joachim Radkau

<p>Die Ökologie ist das Signum unseres Zeitalters. Joachim Radkaus grandioses Buch lässt die neue Ära zum ersten Mal in ihrer ganzen Vielgestaltigkeit und globalen Bedeutung erfahrbar werden. Das Buch berichtet über ausschlaggebende Ereignisse und Erfahrungen wie die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl genauso wie über den Mythos des deutschen „Waldsterbens“ und beleuchtet die Zusammenhänge mit anderen historischen Strömungen. Es erzählt sowohl von spiritueller Suche und herausragenden Momenten als auch von Institutionalisierung und Bürokratisierung. Es porträtiert zentrale Initiativen wie Friends of the Earth oder Greenpeace und charismatische Vorkämpferinnen wie Rachel Carson, Petra Kelly und die Chinesin Dai Qing.<br /> Überhaupt zeigt Joachim Radkau, welch zentrale Rolle und beinahe mythisches Potential Frauen in der Umweltbewegung zukommt. Seine souverän erzählte und glänzend aufgebaute Darstellung macht klar: Trotz mancher bizarrer Episoden ist die Umweltbewegung die neue, wahre Aufklärung unseres Zeitalters; die fließende Vielfalt und immer neue Vernetzung der Motive unterscheidet sie von allen früheren großen Bewegungen der Geschichte.</p>

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  • Rezension zu "Die Ära der Ökologie" von Joachim Radkau

    Die Ära der Ökologie

    Elke_Mohnhaupt

    09. April 2012 um 08:02

    Alles, was Sie schon immer über die Bewegung der Grünen und ihr Umfeld wissen wollten - sich aber nie zu fragen trauten... Gut und umfassend geschrieben.

  • Rezension zu "Die Ära der Ökologie" von Joachim Radkau

    Die Ära der Ökologie

    Sokrates

    07. April 2012 um 08:06

    Ein wahres Meisterwerk, dass sich mit sämtlichen Öko-Bewegungen der jüngeren Zeitgeschichte beschäftigt und damit eine Kulturgeschichte über eine bewegte Epoche darstellt. Radkau schreibt selbst, wie schwierig die Arbeit an diesem Opus war, doch interessierte ihn persönlich immer mehr die Öko-Bewegung als die 68er - so fixierte sich sein Interesse schließlich auf das Anwachsen eines ökologisch nachhaltigen Denkens, dass seit den 1960er Jahren zunehmend in den Industrieländern aufkam. Doch seine historische Betrachtung beginnt bereits weit früher, nämlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. -- Sehr gut zu lesen, spannend aufbereitete Zeitgeschichte und bei Weitem nicht nur etwas für den bekennenden "Öko", der auf der Suche ist nach seiner "Ideologischen Herkunft".

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  • Rezension zu "Die Ära der Ökologie" von Joachim Radkau

    Die Ära der Ökologie

    WinfriedStanzick

    06. July 2011 um 08:19

    Joachim Radkau, seit 1981 Professor für Neue Geschichte an der Universität Konstanz, hat sich in der Vergangenheit schon mit etlichen Titeln zur Atomenergie und ihrer Verwicklung mit der Politik und Wirtschaft unseres Landes und anderer Themen der Technikgeschichte einen Namen gemacht. Neben seinem frühen großen Werk über den „Aufstieg und Krise der deutschen Atomwirtschaft“, das mir als jungem Atomkraftgegner, der in Biblis seinen ersten Pfarrdienst antreten sollte, die Augen öffnete, hat mich vor einigen Jahren sein Buch über „Holz. Wie ein Naturstoff Geschichte schreibt“ als Enkel eines Zimmermannes und Schreinermeisters, dessen Kindheit sozusagen im Holz stattfand, sehr beeindruckt, das in der empfehlenswerten Reihe „Stoffgeschichten“ im Oekom-Verlag erschien. Nach seinem großen Werk „Natur und Macht. Weltgeschichte der Umwelt“, das schon 2000 bei C.H. Beck erschienen ist, legt er nun eine weitere Weltgeschichte vor. „Die Ära der Ökologie“ heißt das Buch und beschreibt auf fast 800 Seiten die Geschichte der Umweltbewegung. Er widmet den Vorläufern der Bewegung im 18. und 19. Jahrhundert zwar einige Aufmerksamkeit, doch er setzt seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung der letzten 40 Jahre, also einem Zeitraum, den die meisten der heutigen Leser ganz oder teilweise miterlebt haben. Die Lektüre dieses anregenden und spannenden und immer wissenschaftlichen Ansprüchen verpflichteten Buches war für mich als 1954 geborener und seit seinem Studienbeginn 1973 , erst recht aber seit den ersten Atomprotesten Mitte der siebziger Jahre, sich zur Bürgerinitiativbewegung zählenden, später bei der Startbahn 18 West aktiven und dann seit 1982 als Einwohner von Biblis gegen das dortige AKZ engagierten Zeitgenossen wie eine Zeitreise durch wesentliche Teile meines eigenen Lebens als zoon politicon. Radkau nennt die Umweltbewegung trotz mancher skurriler Entwicklungen die neue, wahre Aufklärung unseres Zeitalters. Insofern macht das Buch, obwohl es deutlich vor den Gefahren der Engführung auf einzelne Themen wie etwa der Klimapolitik warnt, Hoffnung. Hoffnung, angesichts der unglaublichen und dramatischen Paradigmenwechsel , die innerhalb eines historisch gesehen sehr kurzen Zeitraums vollzogen wurden, die aber auch in ihrer Geschwindigkeit dem bestehenden Problem, dem sie begegnen, absolut angemessen sind. Ein Standardwerk, von dem man in Jahrzehnten noch sprechen und lesen wird.

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  • Rezension zu "Die Ära der Ökologie" von Joachim Radkau

    Die Ära der Ökologie

    michael_lehmann-pape

    18. March 2011 um 11:47

    Geschichte einer Bewegung aus historischer Sicht "Das ist meine Bewegung!". So erlebte es Joachim Radkau, von Hause aus Historiker, als 1970 Initiativen und Bewegungen sich gründeten, die sich dem Schutz der Umwelt verschrieben. Diese wirkten von Beginn an authentisch auf den Autor und wurde Teil auch seines persönlichen Engagements. Nun legt er mit dem Buch laut Klappentext die "erste Weltgeschichte der grünen Bewegung" vor. Aufgrund der eigenen, persönlichen Nähe zur "grünen Bewegung" könnten natürlich Tendenzen der Überhöhung und unkritischen Darstellung als Gefahr im Raume stehen. Zum Glück meidet Radkau beides und nimmt durchaus in seiner Darstellung eine wissenschaftlich-distanzierte Haltung bis hin zu kritischen Nachfragen dort ein, wo es nötig ist. Mit dieser durchaus kompetenten Grundhaltung beschreibt er sodann als Historiker die Entwicklung der Umweltbewegung, die mittlerweile nach gut 40 Jahren selbst Teil der neueren Geschichte geworden ist. Allerdings eine Geschichte, die durchaus noch weiteres und wesentliches Potential nach vorne hin aufzuweisen hat. In den Worten Radkaus ist die Umweltbewegung aufgrund ihrer fließenden Strukturen "die neue, wahre Aufklärung unseres Zeitalters". Dies scheint auch nach der Lektüre des Buches ein stückweit zu hoch gegriffen im Pathos zu sein, denn trotz aller Buntheit und trotz aller Veränderungen im Bewusstsein, die die Umweltbewegungen weltweit bisher bereits initiiert haben, fehlt doch ein ganzes Stück zu solch einem umwälzenden und nachhaltigem Bewusstseinswandel, wie ihn die Aufklärung zumindest in die europäische Geschichte gesetzt hat. Obwohl durchaus Indizien für eine in Zukunft verändernde Kraft vorliegen, vor allem die eigentliche "Unmöglichkeit" der Umweltbewegung, die Radkau argumentativ sauber nachweist. Dieses pure Beharrungsvermögen als solches ist sicherlich eine der Kräfte, die auch andere, umwälzende Bewegungen und Ideengebäude in der Geschichte miteinander verbindet. Die bunte Vielfalt und die durchaus seriösen Adaptionen der Bewegung stellt Radkau umfassend, verständlich und thematisch geordnet dar. Das Buch ist keine Anekdotensammlung persönlicher Geschichten und Erlebnisse, sondern beleuchtet wissenschaftlich die historischer Entwicklungen der Umweltbewegung bis in die jüngste Gegenwart hinein. So leitet er zunächst den ausgemachten Bewusstseinswandel durchaus geschichtlich, im Kern vom Beginn des 20. Jahrhunderts an, her. Sei es der Bodenschutz im Rahmen des New Deal in den USA oder in der Rezeption durch Alwin Seifert in Deutschland. Ansätze, die durch den Krieg zunächst verloren gingen, auf die aber durchaus später aufzubauen war. Dreh, Kern und Angelpunkt der Entwicklung allerdings ist und bleibt die "Ökologische Revolution" der Jahre 1965 bis 1972. Anhand dieses Kapitels ist auch die fundierte Arbeitsweise Radkaus zu erkennen. Ein übersichtliches Zeitfenster enthält zunächst alle wesentlichen historischen Punkte, an denen sich die nachfolgenden Erläuterungen, eher thematisch verbunden, nicht unbedingt chronologisch vorgehend, entlang arbeiten. Im Velrauf der UNtersuchung werden in denw eiteren Kapiteln dann sowohl äußere "Wendeereignisse" wie Tschernobyl oder das "Waldsterben" behandelt, als auch eher "innere" Strömungen der Umweltbewegung im Rahmen von Selbstfindungstendenzen. Persönlichkeiten werden charakterisiert, die mit der Geschichte der Bewegung verbunden sind, als auch Institutionen wie "Greanpeace" und anderen. Was Radkau im Lauf seiner Betrachtungen besonders hervorragend gelingt ist die Darstellung und nähere Beleuchtung der innewohnenden Dynamik über die 40 Jahre aktiver Bewegung hinweg. Jene Dynamik vor allem auf lokaler Ebene ist es auch, der Radkau jene "bewusstseinsverändernde" Kraft zuschreibt, aufgrund derer nach seinen Ergebnissen die ökologische Bewegung als "neue Aufklärung§ gelten kann. Die fast 140 Seiten Anahang zeigen auf, wie breit seine Recherchen gesetzt waren und bietet vielfache Verweise auf eine vertiefende Erarbeitung einzelner Themen und Sachbereiche. So gelingt ihm auf jeden Fall eines seiner Hauptanliegen, die Nutzung der Historie zur Schärfung des Blickes für historische Augenblicke in der Gegenwart.

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